Beten, Engel, Ewigkeit – ewiges Leben

„Vielleicht schaffe ich es zumindest ins Fegefeuer, dann ist noch nicht alles verloren“, so ähnlich denken vermutlich nicht wenige Christen. Mutiger – und auch angebrachter für ein christliches Leben – ist der folgende Ansatz von Sr. Emmanuel Maillard von den Seligpreisungen.

ZIEL EWIGES LEBEN

„Warum nur das halbe Ziel vor Augen haben? Ich wünsche mir viele um nicht zu sagen alle Christen als Schwestern und Brüder, die sagen: Ich strebe die Heiligkeit an, ich suche das ewige Leben!“

Natürlich, mit diesem Anspruch ist noch gar nichts erreicht, doch mit einem klaren Ziel vor Augen bewegen wir einfach mehr, selbst wenn wir im Glauben an unseren Schöpfer und seinen Sohn Jesus Christus in die ganz falsche Richtung laufen: Gottes Barmherzigkeit und Gnade wird uns retten.

Gut und richtig ist es, den Vorgeschmack des Ewigen Lebens in der Zeitlichkeit unseres Daseins zu suchen, so zitiert Josef Bordat in seinem Kommentar zum Sonntagsevangelium: “Das im Glauben eröffnete Mit-Christus-Sein ist begonnenes Auferstehungsleben. Das bedeutet, dass der Dialog des Glaubens jetzt schon Leben ist, das durch den Tod nicht mehr zerbrochen werden kann” (Papst Benedikt XVI.). Und Bordat ergänzt: “Wir Kinder Gottes sind Kinder der Auferstehung, weil Gott ein Gott des Lebens ist. Hier und jetzt.”

IM GLAUBEN BETEN

Eben weil alles im Hier und Jetzt beginnt, gilt es immer wieder zu fragen: Was tun? Die erste und heiligste Pflicht heißt – beten! Damit ist nicht das Knien, nicht das Händefalten- oder Ausbreiten, nicht das Plappern gemeint, sondern der unablässige Versuch, mit Gott zu kommunizieren, im Glauben an den einen und wahren Schöpfer, seinen eingeborenen und auferstandenen Sohn, und die Liebesfrucht beider, den Heiligen Geist.

Dabei verdanke ich Sr. Emmanuel und ihrem fruchtbaren Glauben eine Einsicht, die nicht oft genug wiedergegeben werden kann: Jedes einzelne Gebet, das auf Erden gesprochen wird, wird von Gott gehört – und wenn ich dabei für einen anderen Menschen bete und bitte, ist dies ein Band zwischen Gott, dem betreffenden Menschen und mir, das nie zerstört werden kann; im ewigen Leben bedeutet das, dass sich die Seelen im Himmel, die füreinander gebetet haben, am Licht der Liebe erkennen…

WIE DIE ENGEL IM HIMMEL

Nach dem letzten Absatz atmen einige Leser gerade tief durch, und fragen sich: Ist das vielleicht gar esoterisches Denken? Dem entgegne ich ein entschiedenes Nein! Bei dem eben gezeichneten Bild – Gebete, Liebe, Licht – ist der Gedanke an „Lichtwesen“ nicht weit. Und tatsächlich, es ist Gottes Wort, das diese Vorstellungen stützt und auf ewig festgehalten hat: „Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel (Mk 12,25; siehe auch Mt 22,30).

Jetzt mal ehrlich: Neben dem Tagesgeschäft, das sich so ausführlich mit dieser Welt beschäftigt (Papst kniet nicht, Bischof im Luxus, Linker gegen St.Martin), ist es umso wichtiger, sich in die Kammer zurückzuziehen und zu beten: Allmächtiger Gott, mach mit mir, was DU willst, und hilf mir mit Deiner Liebe, Dich und meine Nächsten zu lieben, bis zum ewigen Leben mit Dir, mit Jesus, mit dem heiligen Geist, und mit der Gottesmutter Maria! – Worauf wartet ihr? Betet, betet, betet!

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PS: Pfarrer Gerhard Viehhauser (St.Blasius, Salzburg) sagte in einer Osterpredigt: “Die Menschen dieser Welt haben auf die Frage nach ihrer Zukunft unsichere Antworten, während der glaubende Christ mit klarer Stimme antwortet: Auferstehung!”

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Geschrieben für das Blog JA DES GLAUBENS
am 9. November 2013 von

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