Das JAHR DES GLAUBENS – ein kleines Resümee

Ein Vorhaben dieses Blogs ZEIT ZU BETEN für das Jahr des Glaubens wurde heute abgeschlossen: Die deutsche Zusammenfassung des 5. Kapitels von „Theology for Beginners“ von Frank Sheed ist online.

>>> DER MENSCHLICHE GEIST UND DIE DREIFALTIGKEIT

Damit ist die Einführung Frank Sheeds zum Thema Dreifaltigkeit – dreieiniger Gott komplett. Aufmerksam wurde ich auf das lesenswerte Buch durch Josef Bordat, der es auf seinem Blog als reinste Seelennahrung bezeichnet hat.

Frank Sheed - Theology for Beginners

*

DAS APOSTOLISCHE SCHREIBEN ALS GRUNDLAGE

Die „Tür des Glaubens“ (vgl. Apg 14,27), die in das Leben der Gemeinschaft mit Gott führt und das Eintreten in seine Kirche erlaubt, steht uns immer offen. Es ist möglich, diese Schwelle zu überschreiten, wenn das Wort Gottes verkündet wird und das Herz sich durch die verwandelnde Gnade formen läßt – so heißt es im Apostolischen Schreiben PORTA FIDEI von Benedikt XVI. zum Jahr des Glaubens.

*

EIN WORT DER BISCHÖFE

Gleich zu Beginn dieses von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Jahres gab es ein Hirtenwort der österreichischen Bischöfe, das die Bemühungen der Ortskirche auf den Punkt brachte:

Wir sehen nur eine Antwort auf die bedrängte Situation unserer Kirchengemeinschaft: den Glauben! Gemeinsam sind wir auf die Heilige Schrift, Vorbilder des Glaubens, auf die großen Gestalten der Heiligen, und auf die gläubigen Menschen, die unser Leben geprägt und den Weg unseres eigenen Glaubens gefördert haben, angewiesen.

Zeugen des Glaubens zu sein, auskunftsfähig und gesprächsbereit: Das ist die Chance, die wir für uns alle heute sehen. Alle sind gefragt, es kommt nicht auf Spezialisten, auf Fachleute an, sondern zuerst und vor allem darauf, dass „die Liebe Christi uns drängt”.

Gemeinsam im Glauben: Es ist Aufgabe des Bischofsamtes, die Kirchengemeinschaft zu wahren und zu fördern. Der Aufruf zum Jahr des Glaubens kann nur Frucht tragen, wenn Gläubige und ihres Glaubens frohe Menschen andere zum Glauben motivieren. Wenn wir gemeinsam im Glauben brennen, wird unsere Kirche wieder leuchten und wärmen und andere entzünden.

*

ENGAGEMENT DER BLOGGER

Diesen Ansprüchen und Wünschen, nämlich gemeinsam im Glauben zu leben und Zeugen des Glaubens zu sein, galt es gerecht zu werden; ich hoffe, dass es vielen Menschen im Rahmen der zahlreichen kirchlichen Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum und im persönlichen Leben jedes Einzelnen gelungen ist – und immer besser gelingt.

Im Bereich der katholischen Blogoezese gilt ein besonderer Dank der Initiative von Peter Winnemöller, der zusammen mit weiteren Kollegen das Projekt DAS JA DES GLAUBENS ins Leben gerufen hat. Über 30 Blogger haben sich beteiligt und in regelmäßigen Abständen ihre Gedanken zu den einzelnen Sätzen des apostolischen Glaubensbekenntnisses veröffentlicht. Auch ZEIT ZU BETEN ist mit drei Beiträgen vertreten:

>>> Beten, Engel, Ewigkeit

>>> Ich glaube… an die Vergebung der Sünden

>>> Myriam, mein bester Rabbi

*

ABSCHLUSS DES GLAUBENSJAHRES

Das am 11. Oktober 2012 von Benedikt XVI. eröffnete Glaubensjahr endet am 24. November im Zeichen der Kontinuität beider Pontifikate. Bei der Abschlussmesse werden auf dem Petersplatz die Reliquien des Apostels Petrus in einer Urne ausgestellt, berichtet kath.net. Das „Jahr des Glaubens“ habe das Nachdenken vertiefen und das Wiederentdecken der Begegnung mit Christus und seiner Kirche fördern wollen, erklärt der Präsident des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella.

*

EIN DANK ZUM SCHLUSS

Ich möchte dem emeritierten Papst Benedikt XVI. und seinem Nachfolger Papst Franziskus für Durch- und Weiterführung dieses Jahres danken. Unser Glaube soll in erster Linie durch Liebe und Treue gelebt werden, doch braucht es ein gesundes Fundament, um die Aufgabe der Neuevangelisierung bewältigen zu können.

***

2 Gedanken zu “Das JAHR DES GLAUBENS – ein kleines Resümee

    1. Nun, genau darum geht es Frank Sheed, um ein „einfaches Studium“ der Theologie, vor allem aber der Bibel.

      Wer mit dem Evangelium vertraut ist, kennt die Geschichte der Jakobsleiter. Es handelt sich um eine Vision, einen Traum Jakobs, der in späterer Zeit bebildert wurde…

      Sogar WIKI findet viele Worte für diese Geschichte, und für dich will ich den Eintrag „Jakobsleiter“ gerne zitieren:

      „Die Jakobsleiter oder Himmelsleiter (hebr. סֻלָּם sullām) ist ein Auf- und Abstieg zwischen Erde und Himmel, den Jakob laut der biblischen Erzählung in Gen 28,11 EU während seiner Flucht vor Esau von Beerscheba nach Harran in einer Traumvision erblickt. Sie stand auf der Erde und ihre Spitze reichte in den Himmel (מֻצָב אַרְצָה וְרֹאשׁוֹ מַגּיִעַ הַשָּׁמָיִמָה Gen 28,12 EU). Auf ihr sieht er Engel Gottes, die auf- und niedersteigen (מַלְאֲכֵי אֱלֹהיִם עֹליִם וְיֹרְדיִם בוֹ Gen 28,12 EU), oben aber steht der Herr (JHWH) selbst (וְהִנֵּה יְהֹוָה נִצָּב עָלָיו Gen 28,13 EU), der sich ihm als Gott Abrahams und Isaaks vorstellt und die Land- und Nachkommenverheißung erneuert. Nach dem Erwachen nennt Jakob den Platz Bet-El (Haus Gottes), bzw. Pforte des Himmels (שָׁעַר הַשָּׁמָיִם šāʕār ha-šāmāyim) Gen 28,17 EU.
      Leiter ist nicht die einzig mögliche Übersetzung, auch wenn sie in der abendländischen Bildtradition beherrschend wurde. Das hebräische Wort kann auch Treppe, Stiege, Rampe bedeuten. Die Bildvorstellung der Erzählung ist wahrscheinlich die der Tempeltreppe einer altorientalischen Zikkurat, die vom Erdboden zum Allerheiligsten emporführte. Das erklärt, warum Jakob das wahre Haus Gottes gefunden zu haben glaubte.
      Texthistorisch ist der Ortsname Bet-El vermutlich vorisraelitisch, also älter als die Jakobserzählung, die ihn erklärt und zugleich für die Geschichte Israels Gen 32,28 EU beansprucht.
      Im Johannesevangelium Joh 1,51 EU wird das Bild der Jakobsleiter typologisch auf Jesus Christus übertragen. Im Markusevangelium wird gleich im 3. Vers Jes 40,3 zitiert: „Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Steige!“ Leiter, hebr. sulam, hat dieselbe Wurzel wie m’sillah, Bergsteige; gerade machen meint, die unmittelbare Verbindung herstellen.“

      Das Zauberwort heißt also Verbindung – eine Verbindung zum bzw. mit dem Himmel, die wir uns alle auf irgendeine Weise wünschen…

Wir freuen uns über deinen Beitrag:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s