ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien und Heilige (2.Fastenwoche)

Lesejahr: A II, StB: II. Woche

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In der 2. Fastenwoche spricht uns das Evangelium auf ganz vielfältige Weise an. Zunächst sollen wir barmherzig sein, wie der Herr es ist. Dann geht es gegen die Pharisäer (unter uns); Mutter Teresa leitet daraus ab, immer in Verbindung mit Gott zu bleiben – und zu beten! Schließlich wird die Geburt Jesu angekündigt, und wir erinnern uns, wie demütig der Heilige Josef durch sein ganzes Leben war. Am Donnerestag werden wir aufgefordert, arm und bedürftig zu sein, ob wir nun auf dieser Welt Besitz haben oder nicht. Und weiter soll unser Ziel sein, klein zu bleiben, denn „der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden“. Und als Höhepunkt der Woche, nachdem wir barmherzig und demütig gedacht, gehandelt und gebetet haben, werden wir ermuntert, zur Beichte zu gehen!

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Montag, 17. März 2014
Montag der 2. Fastenwoche

„Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlaßt einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden. Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.“ (Lukas 6,36-38).

Barmherzig sollen wir sein, nach Möglichkeit so barmherzig wie unser Herr. Was für ein Anspruch (!), der uns täglich herausfordert – aber in seiner Gerechtigkeit wird der Herr uns auch zuteilen… „Die von der Gerechtigkeit bewirkte Gleichheit beschränkt sich jedoch auf den Bereich der äußeren, der Sachgüter, während Liebe und Erbarmen die Menschen dazu bringen, einander in dem Wert zu begegnen, den der Mensch selbst in der ihm eigenen Würde darstellt. (…) Mithin wird das Erbarmen zu einem unerläßlichen Element, sollen die Beziehungen der Menschen zueinander vom Geist höchster Achtung des wahrhaft Menschlichen und gegenseitiger Brüderlichkeit geprägt werden. (…) Am wenigsten darf die erbarmende Liebe zwischen denen fehlen, die einander am nächsten sind: Ehegatten, Eltern und Kinder, Freunde; unerläßlich ist sie auch im Erziehungswesen und in der Seelsorge“ (Johannes Paul II., Enzyklika «Dives in Misericordia»)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Gertrud von Nivelles
Hl. Patrick
Hl. Diemut von St. Gallen
Hl. Johannes Sarkander
Hl. Konrad von Bayern

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Dienstag, 18. März 2014
Dienstag der 2. Fastenwoche

„Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.“ (Matthäus 23,1-12).

Ein hartes Wort unseres Herrn… Die selige Mutter Teresa schreibt: „Ich glaube nicht, dass es jemanden gibt, der Gottes Hilfe und Gnade so sehr bedarf wie ich. Manchmal fühle ich mich so hilflos, so schwach. Ich glaube, dass Gott sich deshalb meiner bedient. Da ich nicht auf meine eigenen Kräfte zählen kann, wende ich mich 24 Stunden am Tag an ihn. Und wenn der Tag noch länger wäre, benötigte ich seine Hilfe und Gnade in jeder weiteren Stunde. Wir alle müssen uns durch das Gebet an Gott festhalten. Mein Geheimnis ist ganz einfach: ich bete. Durch das Gebet werde ich eins mit Christus in der Liebe. Ich habe erkannt, dass ich ihn liebe, wenn ich zu ihm bete… Sei in deinen Gebeten ehrlich. Ehrlichkeit ist Demut, und man erlangt Demut nur, wenn man Demütigungen akzeptiert. Alles, was über die Demut gesagt worden ist, wird nicht dazu ausreichen, dir Demut beizubringen… Man lernt Demut nur, wenn man Demütigungen akzeptiert; und auf Demütigungen wird man sein Leben lang treffen. Die größte Demütigung besteht darin, zu wissen, dass man nichts ist. Das genau lernt man, wenn man sich im Gebet vor Gott befindet.“ (Sel. Teresa von Kalkutta, No Greater Love, S. 3f)

Die selige Mutter Teresa ermahnt uns zum Beten. Braucht es noch mehr Aufforderung und Ermunterung, um zu beten? Vielleicht noch ein kleiner Hinweis meinerseits, dass es sehr schön und erfüllend ist, für andere zu beten, zum Beispiel >>> für diese Gebetsanliegen.

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Cyrill von Jerusalem
Hl. Eduard der Märtyrer
Hl. Frigidian von Lucca
Hl. Alexander von Kappadokien
Hl. Anselm II. von Lucca

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Mittwoch, 19. März 2014
Mittwoch der 2. Fastenwoche
Hochfest des Hl. Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria

„Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.“ (Matthäus 1,16.18-21.24a).

Was für eine wunderbare Ankündigung – die Geburt Jesu! „Zweifellos war der hl. Josef tapferer als David und weiser als Salomo, die beide seine Vorfahren waren. Dennoch: wenn man ihn so als Zimmermann hätte arbeiten gesehen, hätte man ihn – wäre man nicht vom himmlischen Licht erleuchtet gewesen – nur schwerlich so hoch eingeschätzt. So sehr hielt er all die bemerkenswerten Gaben, mit denen Gott ihn bedacht hatte, verborgen! Doch wie groß musste seine Weisheit sein, wenn Gott ihm seinen so glorreichen Sohn anvertraute…, den Herrscher über Himmel und Erde?… Trotzdem kann man sehen, wie unvorstellbar erniedrigt und herabgesetzt er war“ (Hl. Franz von Sales, Gespräche, Nr. 19).

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria

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Donnerstag, 20. März 2014
Donnerstag der 2. Fastenwoche

„Als nun der Arme [Lazarus] starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben.In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß…. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.“ (Lukas 16,19-31).

„Lernt also, arm und bedürftig zu sein, ob ihr nun auf dieser Welt Besitz habt oder nicht. Denn es gibt Bettler, die voller Stolz sind, und Reiche, die ihre Sünden bekennen. „Gott tritt den Stolzen entgegen“, ob sie nun seidene Kleider oder Lumpen tragen; „den Demütigen aber schenkt er seine Gnade“ (Jak 4,6), ob sie nun in dieser Welt etwas besitzen oder nicht. Gott schaut ins Innere: dort wiegt er, dort prüft er“ (Hl. Augustinus, Traktate über die Psalmen, Ps 85; CCL 39, 1178)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Irmgard
Hl. Wolfram von Sens
Hl. Maria Josepha Sancho de Guerra
Sel. Baptista Spagnoli

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Freitag, 21. März 2014
Freitag der 2. Fastenwoche

Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.“ (Matthäus 21,33-43.45-46).

Schon in den Psalmen heißt es: „Sie haben mir eine Grube gegraben, doch fielen sie selbst hinein“ (Ps 57,7). Und man noch weiter gehen: Der Sohn des Gutsbesitzers ist Jesus selbst, den sie vernichten wollten. So schreibt der Hl. Bonaventura: „Das Herz Jesu ist also für uns verwundet worden und hat für uns zu schlagen aufgehört… Der leibliche Tod hat einen Augenblick triumphiert, um dann für immer besiegt zu sein. Er wurde vernichtet, als Christus von den Toten auferstand, weil „der Tod keine Macht mehr über ihn hat“ (Röm 6,9)..“  (Hl. Bonaventura, Die mystische Rebe, Kap. 3, §5-10)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Christian von Köln
Hl. Richeza
Hl. Axel (Absalon)
Hl. Johannes von Valence

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Samstag, 22. März 2014
Samstag der 2. Fastenwoche

„Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein.“ (Lukas 15,1-3.11-32)

„Meine Seele hat sich beschmutzt, als sie sich mit dem Kleid meiner Schuld bekleidete (Gen 3,21). Lass es doch geschehen, dass aus meinen Augen Sturzbäche der Reue fließen, damit ich meine Seele durch Reue reinige… Himmlischer Vater, hab Mitleid mit meinem Schreien, wie du Mitleid hattest mit dem verlorenen Sohn; denn auch ich werfe mich dir zu Füßen und rufe, wie er gerufen hat: „Vater, ich habe gesündigt!“… Denn du hast mich aus Gnade zu deinem Sohn und Erben gemacht (Röm 8,17). Ich aber bin gefangen, an die Sünde verkauft, ich bin deren Sklave und armselig. Hab Mitleid mit deinem Abbild (Gen 1,26) und hole es zurück aus der Verbannung, du Retter, der du willst, dass alle Menschen gerettet werden… Jetzt ist die Zeit der Reue… Das Wort des Paulus treibt mich an, im Gebet nicht nachzulassen (Kol 4,2) und dich zu erwarten. Ich bitte dich vertrauensvoll, denn mir ist deine Barmherzigkeit vertraut; ich weiß, dass du als erster auf mich zugehst, und ich rufe um Hilfe. Wenn du nicht gleich kommst, dann deshalb, weil du mich für Ausdauer belohnen willst – du, der du willst, dass alle Menschen gerettet werden. In deiner Güte lass mich dich lobpreisen und dir Ehre erweisen durch ein reines Leben. Gib, dass meine Taten und meine Worte einig gehen, Allmächtiger, dass ich dein Lob singe… in reinem Gebet, dir Christus, der du willst, dass alle Menschen gerettet werden“ (Hl. Romanos Melodos, Hymnus 55; SC 283) Kann man uns Menschen besser zur Beichte führen, als es das Evangelium und die Worte des Heiligen tun. Kommt, steht auf und geht >>> beichten!

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Sel. Clemens August Graf von Galen
Hl. Elko
Hl. Lea
Hl. Lukardis
Hl. Basilius von Akara

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Sonntag, 23. März 2014
3. Fastensonntag

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Turibio von Mongrovejo
Hl. Merbot
Hl. Rebekka Ar Rayès
Hl. Walter von Rebais

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