ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien und Heilige (3.Fastenwoche)

Lesejahr: A II, StB: III. Woche

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In der 3. Fastenwoche gibt uns die Heilige Schrift deutliche Botschaften mit auf den Weg. So geht es Montag und Donnerstag um das Thema Heilen: Es sind nicht die Propheten, sondern JESUS, der heilt, der heilen kann; dabei ist es nicht die Macht Beelzebubs, sondern die Kraft Gottes, die heilt. Dienstag folgt das Evangelium von Mariä Verkündigung, wie schon letzte Woche wird die Ankunft des Herrn vorbereitet. Mittwoch und Freitag stehen die Gebote Gottes im Zentrum der Betrachtung: Gültigkeit und Priorität werden festgeschrieben. Schließlich werden wir am Samstag an das „Gebot der Demut“ erinnert, mit der Quintessenz: „Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht“.

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Montag, 24. März 2014
Montag der 3. Fastenwoche

„Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg..“ (Lukas 4,24-30).

Wieviele Predigten hört man über den Spruch, dass „kein Prophet in seiner Heimat anerkannt wird.“ Ja, Jesus weist darauf hin, dass Propheten und Heilige – aus der Nähe betrachtet – individuelle Schwächen zeigen oder aufzuweisen scheinen. Aber für mich steckt noch eine weitere wichtige Botschaft in diesem Evangelium. Jesus spricht davon, das Er derjenige ist, der tatsächlich heilt, der dies auf vielfältigste und mannigfaltigste Weise tut und tun kann – im Unterschied zu berühmten Propheten der Geschichte. Diese Unterscheidung zwischen Seinem göttlichen Wirken und der menschlichen Art der Propheten hört sich so ungeheurlich in den Ohren seiner jüdischen Zuhörer an, dass sie Ihn dafür sogar töten wollen. Nehmen wir die Kernbotschaft mit: JESUS HEILT!

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Katharina
Oscar Romero
Hl. Elias von Neuwied
Hl. Giuseppe Maria Tomasi OTheat
Hl. Aldemar von Capua

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Dienstag, 25. März 2014
Dienstag der 3. Fastenwoche

„Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden… Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.“ (Lukas 1,26-38).

Wie schon letzte Woche lesen wir von der bevorstehenden Ankunft des Herrn. Welch großer Trost – ER wird kommen, der Sohn Gottes! Und über Maria, die Gottesmutter, schreibt der Hl. Johannes von Damaskus wie folgt:

„Du Frau so würdig, geliebt zu werden, drei Mal selige, „du bist gesegnet unter den Frauen und die Frucht deines Leibes ist gesegnet.“ Tochter des Königs David und Mutter des Königs des Weltalls, Meisterwerk, an dem der Schöpfer sich erfreut (vgl. Jes. 62,5)…, du wirst die Krone der Natur sein. Du bist nicht für dich selbst geboren worden, sondern für Gott; du wirst am Heil aller Menschen mitwirken, nach dem Beschluss Gottes, der seit Anbeginn feststeht: der Menschwerdung seines Wortes und unserer Vergöttlichung. Dein ganzes Verlangen besteht darin, dich am Wort Gottes zu nähren, dich an seinem Saft zu stärken wie „ein grünender Ölbaum im Hause Gottes“ (Ps. 52,10), wie „ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist“ (Ps. 1,3), du, Baum des Lebens, der seine Früchte zu seiner Zeit hervorbringt…

Der unendlich ist und grenzenlos, er ist gekommen, um in deinem Schoß Wohnung zu nehmen. Gott, das Jesuskind, hat sich an deiner Milch gesättigt. Immer jungfräuliche Pforte Gottes (vgl. Ez. 44,2), deine Hände tragen deinen Gott; deine Knie sind sein Thron, der über den Cherubim steht (vgl. Ps. 80,2)… Du bist das Brautgemach des Geistes (vgl. Hld. 1,4), die lebendige Gottesstadt, die die Wasser eines Stromes erquicken (vgl. Ps. 46,5), das heißt: der Strom der Geistesgaben. Ganz schön bist du, Geliebte Gottes (vgl. Hld. 4,7).“

(Hl. Johannes von Damaskus, Homilie zu Mariä Geburt, 9)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Jutta von Bernried
Hl. Prokop
Hl. Dismas

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Mittwoch, 26. März 2014
Mittwoch der 3. Fastenwoche

„Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.“ (Matthäus 5,17-19).

Ein klares Wort Jesu: „Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben…“. Dazu schreibt der Hl. Cyprian: „Sich Christ zu nennen ohne den Weg Christi zu gehen: bedeutet das nicht, den Namen Gottes zu verraten und den Weg des Heils zu verlassen? … Gibt es nun ein Gebot, das der Herr seinen Jüngern häufiger ans Herz legte, als das Gebot, einander so zu lieben, wie er selber seine Jünger geliebt hat (Joh 13,34; 15,12)? Findet sich unter seinen Empfehlungen, deren Befolgung zum Heil führen, und unter seinen göttlichen Weisungen ein Gebot, dessen Bewahrung und Beachtung wichtiger wäre? Wie kann aber einer, den die Missgunst unfähig gemacht hat, als ein Mensch des Friedens und des Herzens zu handeln, im Frieden und in der Liebe des Herrn bleiben? Deshalb hat auch der Apostel Paulus die Vorzüge der Friedfertigkeit und der Nächstenliebe hervorgehoben. Er hat nachdrücklich darauf hingewiesen, dass weder Glaube noch Almosen, ja nicht einmal das Ertragen von Leiden einem Bekenner oder Märtyrer etwas nützt, wenn er die Verpflichtungen der Liebe nicht beachtet (1 Kor 13,1-3).“

(Hl. Cyprian, Eifersucht und Neid, 12-15; SCEL 3, 427-439)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Liudger
Hl. Kastulus
Hl. Larissa
Hl. Emmanuel
Hl. Basilius der Jüngere
Hl. Petrus von Sebaste
Hl. Felix von Trier

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Donnerstag, 27. März 2014
Donnerstag der 3. Fastenwoche

„Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Doch er wußte, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, daß ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen..“ (Lukas 11,14-23).

Das Montagsevangelium (nicht die Propheten haben die Macht zu heilen , sondern JESUS heilt) wird um ein ganz wesentliches Wort ergänzt: Wenn ich (Jesus) durch den Finger Gottes heile, „dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.“ In meinen Augen heißt das: Jesus heilt als Sohn Gottes, mit dem Finger des Vaters, als Vorwegnahme des Reiches Gottes. Trotz Fastenzeit möchte ich jubeln: Gloria in excelsis Deo! Halleluja! – Wobei nicht zu vergessen ist: „So werden die Mysterien Jesu erst am Ende der Zeit, das er in uns und in seiner Kirche festgelegt hat, ihre Vollendung finden: also am Ende der Welt“ (Hl. Johannes Eudes, Das Reich Jesu, 3,4).

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Ensfrid
Hl. Frowin
Hl. Haimo
Hl. Isaak von Kontantinopel
Hl. Rupert
Hl. Vedulf

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Freitag, 28. März 2014
Freitag der 3. Fastenwoche

Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“ (Markus 12,28b-34).

Am Mittwoch wurden wir an die Gültigkeit der Gebote erinnert, und heute ermahnt uns das lebendige Wort Gottes, die besonderen Prioritäten anzuerkennen: „Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden“.

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben.“ „Deinen“ Gott, heißt es, was ein Grund dafür ist, ihn noch mehr zu lieben. Wir lieben nun mal eben das viel mehr, was uns gehört, als das, was uns nicht gehört. Ganz sicher verdient der Herr dein Gott es, geliebt zu werden; er ist dein Diener geworden, damit du ihm gehörst und du nicht errötest, wenn du ihm dienst… Dreißig Jahre lang hat dein Gott dir gedient, deiner Sünden wegen, um dich aus der Sklaverei des Teufels zu befreien. Also sollst du den Herrn deinen Gott lieben. Er, der dich erschaffen hat, ist dein Diener geworden, um deinetwillen; er hat sich dir ganz hingegeben, damit du wieder du selbst wirst. Als du elend warst, hat er dein Glück wieder hergestellt, hat sich dir hingegeben, um dich wieder zu dir selbst zu bringen. Du sollst den Herrn deinen Gott also „aus ganzem Herzen“ lieben. ‚Ganz’: du kannst nichts von dir für dich selbst behalten. Er möchte, dass du dich ihm ganz und gar gibst. Er hat dich ganz und gar mit seiner ganzen Person erkauft, um dich zu besitzen: Er ganz allein, dich ganz und gar. Du sollst also den Herrn deinen Gott, aus ganzem Herzen lieben. Behalte nicht, wie Hananias und Saphira, einen Teil von dir für dich, du könntest sonst umkommen wie sie (Apg 5,1 f.). Liebe also ganz und nicht zum Teil. Gott hat keine Teile; er ist überall ungeteilt. Er möchte in deinem Wesen keine Teilung, er, der in seinem Wesen ganz ist. Wenn du einen Teil von dir für dich selbst reservierst, gehörst du dir und nicht ihm. Möchtest du also alles besitzen? Gib ihm, was du bist, und er gibt dir, was er ist. Du hast nichts mehr von dir für dich selbst; aber du wirst ihn ganz haben, und obendrein noch dich selbst ungeteilt.“

(Hl. Antonius von Padua, Predigten zum Sonntag und zu den Heiligenfeste)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Gundelind
Hl. Guntram
Hl. Wilhelm Eiselin
Hl. Josef Sebastian Pelczar

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Samstag, 29. März 2014
Samstag der 3. Fastenwoche

„Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, daß ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ (Lukas 18,9-14)

Der Dominikaner Johannes Tauler ermahnt uns dazu, uns selber auf unsere Aufrichtigkeit zu prüfen und ergänzt: „Ihr sollt überhaupt nicht urteilen, um nicht dem Pharisäer ähnlich zu werden, der sich selbst rühmte und den verurteilte, der ganz weit hinten stand. Hütet euch davor wie vor dem Verderben eurer Seele…; hütet euch vor der gefährlichen Sünde, andere zu tadeln…

Wenn der Mensch am Gipfel seiner Vervollkommnung angekommen ist, dann hat er nichts nötiger als hinabzutauchen in die tiefsten Tiefen, hinab zu den Wurzeln der Demut. Denn wie die Höhe eines Baumes abhängig ist davon, wie tief seine Wurzeln gründen, so ist die Höhe des Lebens, das ihr führt, abhängig von der Tiefe der Demut. Deshalb wurde der Zöllner ja erhoben, der die tiefsten Tiefen seiner Erbärmlichkeit hatte erkennen müssen, sodass er nicht mehr die Augen zum Himmel zu erheben wagte. Denn ‚er kehrte als Gerechter nach Hause zurück‘.“

(Johannes Tauler, Predigt 48, zum 11. Sonntag nach Trinitatis)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Helmstan (Helmut)
Hl. Ludolf von Ratzeburg
Hl. Gladys und Hl. Gundleus von Newport
Hl. Ragnachar
Hl. Berthold von Kalabrien

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Sonntag, 30. März 2014
4. Fastensonntag

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Hl. Amadeus IX
Hl. Diemut von Wessobrunn
Hl. Dodo
Hl. Johannes Klimakos
Sel. Lodovico von Casoria
Hl. Leonardo Murialdo
Hl. Patto
Hl. Regulus von Senlis

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