ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien + Heilige (5.Fastenwoche)

Lesejahr: A II, StB: I. Woche

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In der 5. Fastenwoche berichtet die Heilige Schrift vom Erkennen des Gottessohnes – in besonderer  Kunstfertigkeit und Eindringlichkeit: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich“. Kunstvolle Verknüpfungen mit der Geschichte Abrahams schaffen die Verbindung zur Zeit Jesu und damit zum Neuen Bund. Am Samstag schließlich wird vom grausamen Entschluss berichtet: „Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu töten.“

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Montag, 07. April 2014
Montag der 5. Fastenwoche

„Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ (Johannes 8,1-11)

Das ist der Augenblick, um zu Jesus Christus zu sagen: „Herr, ich habe mich täuschen lassen, auf tausenderlei Weise bin ich vor deiner Liebe geflohen, doch hier bin ich wieder, um meinen Bund mit dir zu erneuern. Ich brauche dich. Kaufe mich wieder frei, nimm mich noch einmal auf in deine erlösenden Arme.“ Es tut uns so gut, zu ihm zurückzukehren, wenn wir uns verloren haben!… Gott wird niemals müde zu verzeihen; wir sind es, die müde werden, um sein Erbarmen zu bitten. Der uns aufgefordert hat, »siebenundsiebzigmal« zu vergeben (Mt 18,22), ist uns ein Vorbild:… Ein ums andere Mal lädt er uns wieder auf seine Schultern. Niemand kann uns die Würde nehmen, die diese unendliche und unerschütterliche Liebe uns verleiht. Mit einem Feingefühl, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt er uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen. (Papst Franziskus, Evangelii Gaudium)

Wie gerne lesen wir die Berichte von Jesu Barmherzigkeit… und sprechen kaum vom letzten Satz, den Jesus regelmäßig folgen lässt: „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ Schließlich bedeutet das für das weitere Leben eine Abfolge, wie die menschliche Kondition sie so gut wie jedem Mensch abfordert: Zunächst Umkehr auf den rechten Weg, dann (aufgrund von Abweichungen vom Weg) Reue und Beichte; wieder die Umkehr auf den rechten Weg, dann (aufgrund von Abweichungen vom Weg) Reue und Beichte; usw. …und wer hört das schon gerne?

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Johannes Baptist de la Salle
Hl. Georgios von Mytilene
Hl. Hermann Joseph von Steinfeld

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Dienstag, 08. April 2014
Dienstag der 5. Fastenwoche

„Sie verstanden nicht, daß er damit den Vater meinte. Da sagte Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, daß Ich es bin. Ihr werdet erkennen, daß ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat. Und er, der mich gesandt hat, ist bei mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich immer das tue, was ihm gefällt. Als Jesus das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn.“ (Johannes 8,21-30).

Viele Menschen der westlichen Welt erkennen IHN nicht mehr. Wie leben wir, die wir an IHN glauben? Was tun wir, die wir an IHN glauben, um auch andere von unserem Glauben zu überzeugen?

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Beata von Mecklenburg
Hl. Manegold
Hl. Marie-Rose-Julie Billiart
Hl. Walter von Pontoise
Hl. Dionysius von Alexandria
Hl. Redemptus von Ferento

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Mittwoch, 09. April 2014
Mittwoch der 5. Fastenwoche

„Sie antworteten ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr so handeln wie Abraham. Jetzt aber wollt ihr mich töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit verkündet hat, die Wahrheit, die ich von Gott gehört habe. So hat Abraham nicht gehandelt.“ (Johannes 8,31-42).

Wie kunstvoll und klar Jesus den Alten und den Neuen Bund verknüpft: Abraham hat seinen Sohn nicht getötet, die Menschen Seiner Umgebeung aber wollen und werden IHN töten…Und Jesus sagt ihnen unmissverständlich: „Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben; denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. Ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er hat mich gesandt.“

Die Kirche ist der Kelch, der aufnimmt
den Strahl aus deiner lebenspendenden Seite,
den doppelten und doch einen Strahl der Erkenntnis und der Vergebung,
Abbild der Testamente, des Alten und des Neuen,
vereint in einem.
Erbarm` dich meiner, o Gott, erbarme dich. „

(Hl. Andreas von Kreta, Großer Kanon der orthodoxen Liturgie in der Fastenzeit, 4. Ode)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Konrad I.
Hl. Waltraud
Hl. Casilda
Sel. Thomas von Tolentino
Hl. Achatius von Amida
Hl. Liborius von Le Mans

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Donnerstag, 10. April 2014
Donnerstag der 5. Fastenwoche

„Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte. Er sah ihn und freute sich. Die Juden entgegneten: Du bist noch keine fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben? Jesus erwiderte ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abraham wurde, bin ich. Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und verließ den Tempel.“ (Johannes 8,51-59).

Wieder ein Verweis auf Abraham und damit auf den Alten Bund. „Noch ehe Abraham wurde, bin ich“ – das ist gewiss ein schwer zu verstehendes Wort, wenn die Erkenntnis des Sohnes Gottes fehlt… aber selbst 2000 Jahre später gilt: Wenn die Erkenntnis des Wortes heute auch leichter fallen mag, ist das Handeln nach Seinem Wort um nichts leichter geworden…

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Eberwin von Helfenstein
Hl. Engelbert von Admont
Hl. Damian Deveuster
Hulda
Hl. Magdalena Gabriela von Canossa
Hl. Fulbert von Chartres
Hl. Notker von Lüttich

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Freitag, 11. April 2014
Freitag der 5. Fastenwoche

Jesus erwiderte ihnen: Heißt es nicht in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann, dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott – weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht. Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, daß in mir der Vater ist und ich im Vater bin.“ (Johannes 10,31-42).

Kunstvoll – der Begriff drängt sich wieder auf angesichts dieser Formulierungen, die das große Geheimnis des dreieinigen Gottes erahnen lassen. „Glaubt wenigstens den Werken …dann werdet ihr erkennen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater“.  Muss man dem Evangelisten Johannes nicht dankbar sein, dass er uns so sehr hilft, dem Geist Gott auf die Spur zu kommen?

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Stanislaus
Hl. Gemma
Hl. Hildebrand
Hl. Reiner von Osnabrück
Hl. Barsanuphios der große Ältere

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Samstag, 12. April 2014
Samstag der 5. Fastenwoche

„Aber er sollte nicht nur für das Volk sterben, sondern auch, um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln. Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu töten.“ (Johannes 11,45-57)

Wie ein Satz alles auf den Punkt bringen kann: „Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu töten.“ Wie genau und wie tief die Erkenntnisse des Evangelisten reichen… und diese Feststellung trifft es natürlich nicht, denn Johannes ‚ umfassende Erkenntnisse und detaillierte Berichte sind Offenbarung und damit Gottes Wort.

„Er möchte, dass wir erkennen: Selbst das Allerkleinste gerät nicht in Vergessenheit. Er möchte, dass wir erkennen: Vieles, was geschieht, ist in unseren Augen so böse und verursacht so Schlimmes, dass es uns unmöglich erscheint, es könnte je ein gutes Ende finden. Und so machen wir uns Sorgen und jammern, dass wir in der seligen Betrachtung Gottes den Frieden nicht mehr finden, wie wir es doch sollten. Denn hier auf Erden haben wir eine so blinde, platte und einseitige Denkweise, dass wir die erhabene und wunderbare Weisheit, Macht und Güte der Heiligen Dreifaltigkeit nicht erkennen können… Es ist so, als sagte Gott: „Achtet darauf, dass ihr mir glaubt und vertraut, und am Ende werdet ihr alles erkennen, in der Wahrheit und in der Fülle der Freude.“

(Juliana von Norwich, Offenbarungen der göttlichen Liebe, Kap.32)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Josef (Giuseppe) Moscati
Hl. Julius I.
Hl. Zeno von Verona
Hl. Teresa von Jesus
Hl. Herta
Hl. Konstantin von Gap

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Sonntag, 13. April 2014
6. Fastensonntag / PALMSONNTAG

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Hl. Martin I.
Hl. Hermenegild
Hl. Ida von Boulogne
Hl. Ida von Löwen (von Roosendaal)
Hl. Paternus
Hl. Paulus Diaconus
Hl. Karpus
Hl. Ursus von Ravenna

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