ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien und Heilige (2.Osterwoche)

Lesejahr: A II, StB: II. Woche

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Die 2. Woche nach Ostern ist geradezu gespickt mit großen Heiligen: Hl. Ludwig Maria, Hl. Katharina von Siena, Pius V., Josef der Arbeiter, der Kirchenvater Athanasius und schließlich die Apostel Philippus und Jakobus! Außerdem ist es eine Woche der freudenreichen Botschaften: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Und schließlich bringt Jesus, der Sohn Gottes, das Evangelium mit aller Klarheit auf den Punkt: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ Was kann man da noch sagen, außer: Geht hinaus und verkündet die Frohe Botschaft!


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Montag, 28. April 2014
Montag der 2. Osterwoche

„Jesus antwortete ihm [Nikodemus]: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden. Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, daß ich dir sagte: Ihr müßt von neuem geboren werden.“ (Johannes 3,1-8).

„Zum Eintauchen in die Taufbecken: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Jesus, du Lebensbrunn, lass mich an deiner Quelle den Becher lebendigen Wassers trinken, damit es mich, wenn ich dich unaufhörlich verkoste, nur noch dürstet nach dir. Tauche mich ganz tief ein bis auf den Grund deiner Barmherzigkeit. Taufe mich und mach mich rein in deinem heilbringenden Tod… Im Wasser deiner hochheiligen Seitenwunde wasch ab allen Schmutz, mit dem ich die Taufunschuld befleckt haben mag. Erfülle mich mit deinem Geist und nimm mich ganz in Besitz in der Reinheit des Leibes und der Seele (vgl. Joh 4,10; 19,34)… Was das weiße Kleid betrifft, so sprich: Jesus, Sonne der Gerechtigkeit (Mal 3,20), lass mich mit dir bekleidet sein, damit ich dir gemäß leben kann. Lass mich unter deiner Führung das Taufkleid der Unschuld weiß, heilig und unbefleckt bewahren und gib, dass ich es ohne Makel vor dein Gericht bringe, um es für das ewige Leben zu bewahren. Wenn du die Kerze entgegennimmst, so bitte um innere Erleuchtung: Jesus, du Licht, das nie verlöscht, mach in mir die Lampe deiner Liebe brennen, die nie verlöscht, und lehre mich, meine Taufe untadelig zu bewahren, damit ich, wenn du mich zu deiner Hochzeit rufst, ganz und gar bereit bin, und ich es verdiene, in die Wonne des ewigen Lebens einzugehen, um dich, das wahre Licht, zu schauen, und das sanfte Antlitz deiner Gottheit (vgl. Mt 25,1f)… Herr und Gott, mein Schöpfer und Arzt, gieße heute wieder deinen Heiligen Geist in meinem Herzen aus… Gib mir einen großen Glauben, eine frohe Hoffnung, Geduld in der Drangsal; lass dein Lob mir Wonne sein; lass mich, von der Glut des Geistes erfüllt, dir treu dienen, Herr und Gott, mein wahrer König, und dir bis zum letzten Tag meines Lebens meine ganze Aufmerksamkeit zuwenden. So werden meine Augen wirklich schauen, was ich jetzt nur glaube und hoffe; ich werde dich sehen, wie du bist, von Angesicht zu Angesicht (1 Joh 3,2; 1 Kor 13,12). Dann, lieber Jesus, wirst du mich sättigen mit dir; ich werde den Anblick deines sanften Antlitzes verkosten, und du wirst mein ewiger Friede sein. Amen.

(Hl. Gertrud von Helfta (1256 – 1301), Benediktinerin, Exerzitien, Nr. 1, Zur Wiedererlangung der Taufunschuld; SC 127)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Ludwig Maria Grignion de Montfort empfing 1700 die Priesterweihe. Unermüdlich war „der gütige Pater von Montfort“, wie Zeitgenossen ihn nannten, missionarisch tätig. 1715 gründete er die Gemeinschaft der „Töchter der Weisheit“, die Montfortschwestern, mit Aufgaben in der Krankenpflege und im Schulunterricht, vor allem für Arme. Priester und Laienbrüder, die sich um Louis-Marie geschart hatten, schlossen sich einige Jahre nach seinem Tod zur „Montfortianischen Gesellschaft Mariens“, den => Monfortianern, zusammen. Heute umfasst die Gemeinschaft rund 4.500 Mitglieder, die in Südamerika, Afrika und Indien vor allem für Behinderte und in Elendsvierteln tätig sind. Die Schriften von Ludwig Maria Grignion de Montfort über die Muttergottes waren, nach eigenen Angaben, sehr prägend für die marianische Spiritualität des gerade heilig gesprochenen Johannes Paul II.

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort
Hl. Peter Chanel
Hl. Gianna Beretta Molla
Hl. Adaldag
Hl. Hugo von Cluny
Hl. Adalbero von Augsburg

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Dienstag, 29. April 2014
Dienstag der 2. Osterwoche

„Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.“ (Matthäus 11,25-30).

Die heilige Katharina ist eine aufregende und rätselhafte Heiligengestalt (was im Grunde von allen Heiligen zu sagen wäre). Sie wurde 1347 als das 23. Kind eines Wollfärbers in Siena geboren. Mit sieben Jahren hatte sie ihre erste mystische Christusbegegnung. Da ihr von den Angehörigen die ersehnte Stille und Einsamkeit zunächst verweigert wurde, lernt sie, in das Heiligtum ihres eigenen Inneren zu fliehen, wo niemand sie stören konnte. 1365 trat sie dem Dritten Orden der Dominikaner bei. Sie lebte in harter Buße, diente den Armen und Kranken, arbeitete in einer zerstrittenen Welt für den Frieden und wurde allmählich zur einflussreichen Beraterin von weltlichen und kirchlichen Großen, zu einer Macht, mit der man rechnen musste…

„O unaussprechliches Feuer, o ewiger Vater, ich will mein Verlangen nach deiner Ehre und nach der Rettung der Seelen nicht länger ermüden, noch meine Augen versiegen lassen. Ich erbitte von dir, von deiner Gnade, dass sie zu zwei Flüssen werde, die von dir, dem friedvollen Meer ausströmen. Lobpreis, Lobpreis sei dir, o Vater, weil du meine Bitte beantwortet hast, und sogar die, um welche ich gar nicht wusste, und sogar die, um welche ich dich gar nicht gebeten hatte. Da du mir das Geschenk der Tränen gegeben hast, hast du mich eingeladen, dir all meine zärtlichen, liebenden, angstvollen Wünsche und meine demütigen und beständigen Gebete darzubringen. Nun bitte ich dich, Erbarmen zu haben mit der Welt und mit deiner heiligen Kirche. Ich bitte dich, das zu tun, was du selbst von dir zu erbitten mich veranlasst… Zögere nicht, dich der Welt zu erbarmen, entspreche dem Verlangen deiner Diener. Du bist es ja, der sie veranlasst, aufzuschreien – so höre ihre Stimme! Deine Wahrheit sagt, dass wir Antwort erhalten, wenn wir rufen, dass uns geöffnet wird, wenn wir anklopfen, dass uns gegeben wird, wenn wir bitten (Lk 11,9). O ewiger Vater, deine Diener schreien zu dir um Gnade. Antworte ihnen doch.“

(Hl. Katharina von Siena (1347 – 1380), Dominikanertertiarin, Kirchenlehrerin, Mitpatronin Europas Dialog, Kapitel 134)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Katharina von Siena
Hl. Roswitha von Liesborn
Hl. Irmtrud von Hasnon
Hl. Theoger von St. Georgen
Hl. Dietrich von Thoreida

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Mittwoch, 30. April 2014
Mittwoch der 2. Osterwoche

Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, daß seine Taten in Gott vollbracht sind..“
(Johannes 3,16-21).

„Nimm Christus in dich auf, nimm die Fähigkeit entgegen zu sehen, lass das Licht herein, damit du Gott erkennst und den Menschen… Lasst uns das Licht aufnehmen, um Gott aufzunehmen…, lasst uns das Licht aufnehmen und Jünger des Herrn werden…, lasst uns die Unwissenheit vertreiben und die Finsternis, die beide wie Nebel unseren Blick verschleiern. Schauen wir den wahren Gott!… Als wir noch von Finsternis umschlossen waren und im Schattenreich des Todes wohnten (Mt 4,16; Jes 42,7), ist uns vom Himmel her ein Licht aufgeleuchtet, das klarer war als die Sonne, süßer als das Leben hier auf Erden. Dieses Licht ist das ewige Leben, und alles, was seiner teilhaft ist, hat das Leben. Die Nacht fürchtet dieses Licht; aus Angst weicht sie und macht dem Tag des Herrn Platz; alles ist Licht geworden, das nicht vergeht.“

(Hl. Clemens von Alexandrien (150 – um 215), Theologe, Ermahnungen an die Adresse der Griechen)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Der große Reformpapst Pius V. (Michele Ghislieri), geb. 1504, war mit vierzehn Jahren bei den Dominikanern eingetreten, 1556 Bischof und im folgenden Jahr Kardinal geworden. Als Papst (seit 1566) setzte er sich für die Durchführung der Reformen ein, die das Konzil von Trient angeordnet hatte. Er gab die liturgischen Bücher neu heraus (Missale Romanum, 1570), ordnete Synoden und Visitationen an und bemühte sich um die sittliche und geistige Hebung von Klerus und Volk.

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Pius V.
Hl. Bernhard II.
Hl. Heimo
Hl. Hulda von Troyes
Sel. Pauline von Mallinckrodt
Hl. Quirinus von Rom
Hl. Rosamunde
Hl. Sigbod von Are
Hl. Josef Benedikt Cottolengo
Hl. Rudolf von Affligem
Hl. Hildegard

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Donnerstag, 1. Mai 2014
Donnerstag der 2. Osterwoche

„Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen. Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an. Wer sein Zeugnis annimmt, beglaubigt, daß Gott wahrhaftig ist. Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.“ (Johannes 3,31-36).

„Gott hat den Menschen als freien Menschen geschaffen… damit er seinen Lockrufen aus freiem Willensentschluss und nicht unter Zwang zu antworten vermag. Tatsächlich wendet Gott nie Gewalt an, sondern er lädt uns ohne Unterlass zum Guten ein. Er hat in den Menschen die Fähigkeit zum freien Willensentschluss hineingelegt, so wie er es bei den Engeln getan hat… Aber nicht nur im Bereich seiner Handlungsmöglichkeiten, sondern auch im Bereich des Glaubens hat der Herr die menschliche Freiheit sorgsam gewahrt. So sagt er: „Wie Du geglaubt hast, so soll es geschehen“ (vgl. Mt 9,29). Er weist damit darauf hin, dass der Glaube unmittelbar zum Menschen dazugehört, da er von seiner ureigenen Entscheidung abhängig ist. Weiter sagt er: „Alles kann, wer glaubt“(Mk 9,23c), und anderswo: „Es soll geschehen, wie du geglaubt hast“ (Mt 8,13). All diese Texte weisen darauf hin, dass der Mensch selber die Richtung seiner Bestimmung wählt, je nachdem ob er glaubt oder nicht. Deshalb heißt es: „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber nicht auf den Sohn hört, wird das Leben nicht sehen“…“

(Hl. Irenäus von Lyon (ca. 130 – ca. 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer, Entlarvung und Widerlegung der fälschlich sog. Gnosis, IV, 37)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Den 1. Mai, der überall in der heutigen Welt als Tag der Arbeit begangen wird, hat Pius XII. zum Fest des heiligen Josef des Arbeiters bestimmt. Damit soll der heilige Josef geehrt, aber auch die Würde der menschlichen Arbeit bewusstgemacht werden. Josef hat als Handwerker gearbeitet und für seine Familie das Brot verdient. Die Arbeit, wie sie heute von der Masse der Arbeiter getan und auch erlitten wird; ist sehr verschieden von der Arbeit in der alten Welt. Aber immer geht es darum, dass der Mensch, indem er die Kraft seines Körpers und seines Geistes einsetzt, sein eigenes Leben verwirklicht, seine Persönlichkeit entfaltet und das Leben in dieser Welt lebenswert oder doch erträgli­cher macht. Der Christ weiß außerdem, dass er seine Arbeit von Gott her und zu Gott hin tut.

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Josef der Arbeiter
Hl. Arnold von Hiltensweiler
Hl. Theodulf von St. Thierry
Hl. Evermar
Hl. Markulf
Hl. Peregrinus
Hl. Aldebrand (Hildebrand)

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Freitag, 2. Mai 2014
Freitag der 2. Osterwoche

Jesus sagte: Laßt die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, soviel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übriggebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt. Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll.“ (Johannes 6,1-15).

„Eine Kirche „im Aufbruch“ ist eine Kirche mit offenen Türen… Die Kirche ist berufen, immer das offene Haus des Vaters zu sein… Alle können in irgendeiner Weise am kirchlichen Leben teilnehmen, alle können zur Gemeinschaft gehören, und auch die Türen der Sakramente dürften nicht aus irgendeinem beliebigen Grund geschlossen werden. Das gilt vor allem, wenn es sich um jenes Sakrament handelt, das „die Tür“ ist: die Taufe. Die Eucharistie ist, obwohl sie die Fülle des sakramentalen Lebens darstellt, nicht eine Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen… Die Kirche ist keine Zollstation, sie ist das Vaterhaus, wo Platz ist für jeden mit seinem mühevollen Leben.

Wenn einer das Evangelium liest, findet er eine ganz klare Ausrichtung: nicht so sehr die reichen Freunde und Nachbarn, sondern vor allem die Armen und die Kranken, diejenigen, die häufig verachtet und vergessen werden, die »es dir nicht vergelten können« (Lk 14,14). Es dürfen weder Zweifel bleiben, noch halten Erklärungen stand, die diese so klare Botschaft schwächen könnten. Heute und immer gilt: »Die Armen sind die ersten Adressaten des Evangeliums«… Ohne Umschweife ist zu sagen, dass – wie die Bischöfe Nordost-Indiens lehren – ein untrennbares Band zwischen unserem Glauben und den Armen besteht. Lassen wir die Armen nie allein!

Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten!… Wenn uns etwas in heilige Sorge versetzen und unser Gewissen beunruhigen soll, dann ist es die Tatsache, dass so viele unserer Brüder und Schwestern ohne die Kraft, das Licht und den Trost der Freundschaft mit Jesus Christus leben, ohne eine Glaubensgemeinschaft, die sie aufnimmt, ohne einen Horizont von Sinn und Leben… Draußen [wartet] eine hungrige Menschenmenge… und Jesus [wiederholt] uns pausenlos…: »Gebt ihr ihnen zu essen!« (Mk 6,37).“

(Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium/Die Freude des Evangeliums“, § 46-49)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Athanasius mit dem Beinamen „der Große“ ist einer der bedeutendsten Kirchenlehrer der alten Zeit. Er wurde um 295 in Alexandrien geboren. 325 nahm er als Diakon seines Bischofs am Konzil von Nizäa teil. Gegen die arianische Irrlehre war er ein unermüdlicher Verteidi­ger der Lehre von der wahren Gottheit Christi, wie sie vom Konzil von Nizäa definiert worden war: Christus ist der Sohn Gottes, „gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“.

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Athanasius
Hl. Antonius von Florenz
Hl. Boris
Hl. Erminio Filippo Pampuri
Hl. Konrad von Seldenbüren
Hl. Liudhard
Hl. Mafalda
Hl. Sigismund
Hl. Wiborada
Hl. Zoë

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Samstag, 3. Mai 2014
Samstag der 2. Osterwoche

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und daß der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, daß ich im Vater bin und daß der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.“
(Johannes 14,6-14)

„Aus einer Lektüre der Schrift geht außerdem klar hervor, dass das Angebot des Evangeliums nicht nur in einer persönlichen Beziehung zu Gott besteht… Das Angebot ist das Reich Gottes (vgl. Lk 4,43); es geht darum, Gott zu lieben, der in der Welt herrscht. In dem Maß, in dem er unter uns herrschen kann, wird das Gesellschaftsleben für alle ein Raum der Brüderlichkeit, der Gerechtigkeit, des Friedens und der Würde sein. Sowohl die Verkündigung als auch die christliche Erfahrung neigen dazu, soziale Konsequenzen auszulösen. Suchen wir sein Reich: »Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben« (Mt 6,33). Der Plan Jesu besteht darin, das Reich seines Vaters zu errichten; er verlangt von seinen Jüngern: »Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe« (Mt 10,7).

Das Reich, das unter uns vorweggenommen wird und wächst, betrifft alles und erinnert uns an jenes Unterscheidungsprinzip, das Paul VI. in Bezug auf die wahre Entwicklung aufstellte: »jeden Menschen und den ganzen Menschen« im Auge zu haben. Wir wissen, dass »die Evangelisierung nicht vollkommen [wäre], würde sie nicht dem Umstand Rechnung tragen, dass Evangelium und konkretes Leben des Menschen als Einzelperson und als Mitglied einer Gemeinschaft einander ständig beeinflussen«. Es handelt sich um das der Dynamik des Evangeliums eigene Kriterium der Universalität, da der himmlische Vater will, dass alle Menschen gerettet werden, und sein Heilsplan darin besteht, alles, was im Himmel und auf Erden ist, unter einem einzigen Herrn, nämlich Christus, zu vereinen (vgl. Eph 1,10). Der Auftrag lautet: »Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!« (Mk 16,15), denn »die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes« (Röm 8,19). Die ganze Schöpfung – das heißt auch alle Aspekte der menschlichen Natur: »Der Missionsauftrag, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden, bezieht sich auf die ganze Welt. Jesu Liebesgebot schließt alle Dimensionen des Daseins ein, alle Menschen, alle Milieus und alle Völker. Nichts Menschliches ist ihm fremd.«

(Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium/Die Freude des Evangeliums“, § 180-181)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Philippus, wie Petrus und Jakobus in Betsaida geboren, gehörte zum Kreis um Johannes den Täufer und wurde einer der ersten Jünger Jesu. In den Apostelverzeichnissen steht er immer an fünfter Stelle. Er soll in Hierapolis (Kleinasien) gestorben sein. Jakobus, der Sohn des Alphäus (Mk 3, 18), war ebenfalls einer der Zwölf. Ob er derselbe ist wie der „Bruder des Herm“ (Gal 1, 19) und der Verfasser des Jakobusbriefs, wird von der heutigen Forschung mit guten Gründen bezweifelt. Die römische Liturgie scheint jedoch bei dieser Gleichsetzung zu bleiben. Jakobus, „der Bruder des Herrn“, d. h. ein Verwandter Jesu, hat in der Kirche von Jerusalem eine führende Rolle gespielt und beim sog. Apostelkonzil in Jerusalem ein wichtiges Wort zur Frage der Aufnahme der Heiden gesprochen (Apg 15, 13-21). Nach der Überlieferung starb er im Jahr 62 als Märtyrer.

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Philippus und Hl. Jakobus
Hl. Alexander I.
Hl. Everword
Hl. Geva
Hl. Viola
Hl. Philipp von Zell
Hl. Zdislava von Lemberk
Hl. Eventius

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Sonntag, 4. Mai 2014
3. Sonntag in der Osterzeit

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Hl. Florian
Hl. Briktius
Hl. Cäcilia Schnur
Sel. Jean-Martin Moyë
Hl. Valeria von Lorch
Hl. Arbeo von Freising

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