ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien und Heilige (3.Osterwoche)

Lesejahr: A II, StB: III. Woche

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Es ist die Woche der Danksagung (Eucharistie): In der 3. Woche nach Ostern berichtet der Evangelist Johannes viel vom wunderbaren Erbe Christi, der Eucharistie. Es heißt nicht nur Brot des Lebens, es ist es auch; dieses Brot trägt das ewige Leben in sich. Wir hören aber auch von jenen, die den Leib und das Blut nicht erkennen: „Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.“ Christ sein heißt, sich zu entscheiden – und gibt es eine bedeutendere Einladung als die zum Tisch des Herrn? Seien wir uns der Ehre und der Verantwortung bewußt… Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit, und in Ewigkeit, Amen.

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Montag, 05. Mai 2014
Montag der 3. Osterwoche

„Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ (Johannes 6,22-29).

„Die Sinne schätzen Reichtum und Ehre; der Glaube verspürt heftigen Widerwillen gegen beides… „Selig die Armen“ (Mt 5,3). Der Glaube verehrt die Armut und die Erniedrigung, mit denen Jesus sich sein Leben lang wie mit einem Kleidungsstück bekleidet hat, das untrennbar zu ihm gehört… die Sinne erschrecken vor dem, was sie Gefahren nennen, was Schmerzen oder Tod mit sich bringt; der Glaube erschrickt vor nichts, er weiß, dass nichts ihm widerfahren wird, was Gott nicht will – „Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt“ (Mt 10,30), – und dass das, was Gott will, immer gut für ihn sein wird – „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm 8,28). Somit ist er, was auch immer ihm widerfährt, (ob) Schmerz oder Freude, (ob) Gesundheit oder Krankheit, (ob) Leben oder Tod, von vornherein wohlgemut und fürchtet sich vor nichts… Die Sinne sorgen sich um das Morgen, fragen sich, wie man am nächsten Tag leben wird; der Glaube lebt ohne die geringste Sorge…

Der Glaube erleuchtet alles mit einem neuen Licht, einem anderen Licht als dem der Sinne, strahlender oder andersartiger. So hat der aus dem Glauben Lebende völlig neue Gedanken, neue Freuden, neue Urteilsmaßstäbe; vor ihm eröffnen sich völlig neue Horizonte, herrliche, von einem himmlischen Licht erleuchtete Horizonte, von göttlicher Schönheit geprägt. In diese ganz und gar neuartigen Wahrheiten eingehüllt, von denen die Welt nichts ahnt, beginnt er zwangsläufig ein ganz neues, der Welt entgegengesetztes Leben, sodass seine Handlungen der Welt als Irrsinn erscheinen. Die Welt befindet sich in Dunkelheit, in einer tiefen Nacht. Der glaubende Mensch befindet sich im vollen Licht, doch der lichtüberflutete Weg auf dem er vorwärtsgeht, ist den Augen der Menschen verborgen; ihnen scheint er im Nichts wandeln zu wollen, wie ein Irrer.“

(Sel. Charles de Foucauld (1858 – 1916), Eremit und Missionar in der Sahara, Geistliche Notizen, Nazareth, Nov.1897)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Godehard
Hl. Angelus
Hl. Franz Tendler
Hl. Britto
Sel. Jutta von Sangershausen
Hl. Sigrid

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Dienstag, 06. Mai 2014
Dienstag der 3. Osterwoche

„Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben. Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot! Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“ (Johannes 6,30-35).

„…die Gerechten aber haben im Manna Christus erkannt, sie haben auf sein Kommen vertraut. Christus also, auf den das Manna als Symbol verweist, entreißt alle, die an ihn glauben, dem geistlichen Tod. Deshalb sagt er: „Das ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist; wer davon isst, wird nicht sterben“ (Joh 6,50). Hier, auf der Erde, hier und jetzt, vor Euren Augen, den Augen aus Fleisch und Blut, hier befindet sich „das lebendige Brot, das vom Himmel herabgestiegen ist“ (V.51). Das „Brot des Lebens“ von vorhin wird nun zum „lebendigen Brot“. Lebendiges Brot, weil es in sich selbst das ewige Leben besitzt und weil es aus dem geistlichen Tod erretten kann. Zuerst sagte er: „Wer davon isst, wird nicht sterben“; jetzt aber spricht er in aller Klarheit vom Leben, dass er zu schenken vermag: „Wer von diesem Brot isst, wird ewig leben“ (V 58).“

(Balduin von Ford (12. Jhdt.), Zisterzienserabt, Bischof, Das Altarsakrament II, 3 SC 93)

PS: In der heutigen Lesung ist vom Martyrium des Stephanus, meines Namenspatrons, die Rede; danke heiliger Stephanus, für dein Zeugnis, dafür, dass wir durch dein Zeugnis den offenen Himmel erleben dürfen! „Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen“ (ApG 7,55f).

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Antonia
Hl. Gundula
Hl. Markward von Wilten
Hl. Petrus Nolaskus
Hl. Domitian

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Mittwoch, 07. Mai 2014
Mittwoch der 3. Osterwoche

„In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt (mich) gesehen, und doch glaubt ihr nicht. Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen; denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern daß ich sie auferwecke am Letzten Tag. Denn es ist der Wille meines Vaters, daß alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und daß ich sie auferwecke am Letzten Tag. “ (Johannes 6,35-40).

„Wo begegnet man der Freude des Liebens? In der Eucharistie, der heiligen Kommunion. Jesus ist selber „Brot des Lebens“ geworden, um uns das Leben zu geben. Tag und Nacht ist er anwesend. Wenn ihr wirklich in der Liebe wachsen wollt, kommt immer wieder zur Eucharistie, kommt zur eucharistischen Anbetung! In unserer Kongregation war es üblich, wöchentlich einmal eine Stunde Anbetung zu halten. 1973 dann beschlossen wir, täglich eine Stunde anzubeten. Wir habe viel Arbeit; unsere Häuser für mittellose Kranke und Sterbende sind allesamt voll besetzt. Als wir jedoch anfingen, jeden Tag anzubeten, wurde unsere Liebe zu Jesus augenblicklich inniger, unsere Liebe für den Einzelnen wohlwollender und für die Armen mitfühlender…

Schaut den Tabernakel an und erkennt, was diese Liebe jetzt bedeutet. Ist es mir bewusst? Ist mein Herz rein genug, um ihm dort zu begegnen? Damit es für euch und für mich leichter wird, ihn zu sehen, ist er selber zum „Brot des Lebens“ geworden, damit wir das Leben haben, ein Leben voller Frieden und Freude. Findet Jesus, und ihr findet den Frieden.“

(Sel. Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe, The Word to be Spoken, Kap. 6)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Gisela von Ungarn
Hl. Helga
Hl. Notker der Stammler
Hl. Boris der Bulgare
Hl. Rosa Venerini

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Donnerstag, 08. Mai 2014
Donnerstag der 3. Osterwoche

„in jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon ißt, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.“ (Johannes 6,44-51).

„Wer den Plan, den Gott mit der Schöpfung hat, verwirft; wer leugnet, dass das Fleisch gerettet wird; wer von der Auferstehung des Fleisches nichts hält und ihm die Fähigkeit abspricht, eine unvergängliche Wesensart anzunehmen – wer solches tut, unterliegt einem schweren Irrtum. Wenn es keine Rettung für das Fleisch gibt, dann hat uns der Herr auch nicht freigekauft durch sein Blut; dann ist der eucharistische Kelch auch nicht Teilhabe an seinem Blut, und das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe an seinem Leib (1 Kor 10,16). Denn das Wort Gottes ist in Wahrheit Mensch geworden und konnte uns durch sein Blut freikaufen…

Wenn nun der Kelch, den wir gefüllt haben, und das Brot, das wir bereit gelegt haben, das Wort Gottes in sich aufnehmen und zur Eucharistie werden, also zum Leib und Blut Christi, womit die Substanz unseres Fleisches gestärkt und gefestigt wird – wie kann man dann behaupten, das Fleisch habe nicht die Fähigkeit, die Gabe Gottes, das ewige Leben aufzunehmen?“

(Hl. Irenäus von Lyon (ca. 130 – ca. 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer, Gegen die Irrlehren, V, 2,2)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Desideratus
Friedrich von Hirsau
Klara Fey
Sel. Ulrika Nisch
Hl. Evodia
Hl. Ulrich von Adelberg
Hl. Wigger von Trier
Hl. Wulfhilda

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Freitag, 09. Mai 2014
Freitag der 3. Osterwoche

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich ißt, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit. Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.“ (Johannes 6,52-59).

„Und dein Becher macht mich trunken wie sonst keiner“ (23,5 LXX). Hier spricht er von dem Kelch, den Jesus in seine Hände nahm, als er das Dankgebet sprach und sagte: „Das ist mein Blut, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“ (Mt 26,28)… Und David hat dazu gesungen: „Brot stärkt das Herz des Menschen, und Öl lässt sein Gesicht erglänzen“ (Ps 104,15). Nimm also dieses Brot wie eine geistige Nahrung zu dir und stärke damit dein Herz, und lass das Antlitz deiner Seele in Freude erstrahlen.“

(Katechesen der Kirche von Jerusalem (4.Jhdt.) für die Neugetauften)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Beatus
Hl. Ottokar III.
Sel. Maria Theresia von Jesus Gerhardinger
Hl. Volkmar
Hl. Adalgar
Prophet Jesaja
Hl. Pachomius der Ältere

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Samstag, 10. Mai 2014
Samstag der 3. Osterwoche

„Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wußte nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes. “ (Johannes 6,60-69)

„Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach, und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein“ (Joh 12,26)… Nun, der gemeinsame Weg mit Christus, dem Retter, und seine Nachfolge sind kein Weg im herkömmlichen Sinn; der Weg besteht vielmehr aus tugendsamen Werken. Die weisesten unter den Jüngern haben aus ganzem Herzen diesen Weg eingeschlagen…; sie hatten Recht, wenn sie sagten: „Zu wem sollen wir gehen?“ Mit anderen Worten: „Wir werden immer bei dir bleiben, deinen Weisungen folgen, deine Worte in uns aufnehmen, ohne uns je zu beklagen. Wir werden nicht glauben – so wie es die Unwissenden tun –, dass deine Lehre schwer zu ertragen ist. Wir werden im Gegenteil sagen: „Wie köstlich ist für meinen Gaumen deine Verheißung, süßer als Honig für meinen Mund“ (Ps 119,103).“

(Hl. Cyrill von Alexandrien (380 – 444), Bischof und Kirchenlehrer, Kommentar zum Evangelium nach Johannes, 4,4; PG 73, 613)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Gordianus
Hl. Epimachus von Alexandrien
Ijob
Hl. Johannes von Avila
Hl. Comgall
Hl. Nikolaus Albergati

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Sonntag, 11. Mai 2014
4. Sonntag in der Osterzeit

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Hl. Gangolf
Hl. Mamertus
Hl. Majolus von Cluny
Hl. Franz de Hieronymo
Hl. Anastasius und Theopista und ihre Familie
Hl. Ignatius von Laconi
Hl. Joachim Tabernitz
Hl. Udiskalk

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Quellenhinweis: Kommentare der Heiligen via Evangelium Tag für Tag

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