ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien und Heilige (4.Osterwoche)

Lesejahr: A II, StB: IV. Woche

*

Was für ein Start in die Arbeitswoche: „In jenen Tagen erfuhren die Apostel und die Brüder in Judäa, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten“ (Apg 11,1), so lautet der erste Vers der ersten Lesung des ersten Werktages dieser Woche: Der Bund Gottes mit den Menschen, der mit Adam und Eva begonnen und mit dem Volk Israel seine Fortsetzung gefunden hat, wirkt nun an allen Völkern und allen Menschen dieser Erde – dank sei Gott! Und ebenso kraftvoll berichtet das Evangelium dieses Montags: „Ich habe Macht, [das Leben] hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen“ (Joh 10,18). Vom Vater empfangen – wer den Evangelien dieser Woche genau folgt, wird am Ende wissen, was es heißt Vater und Mutter zu sein.

*

Montag, 12. Mai 2014
Montag der 4. Osterwoche

„In jener Zeit sprach Jesus: Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, läßt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muß ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten. Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.“ (Johannes 10,11-18).

Wie schon in der Einleitung festgehalten: Die Arbeitswoche könnte kaum mit kraftvolleren Botschaften beginnen. Wer ist berufener als der gerade heiliggesprochene Johannes Paul II., an dieser Stelle mit einem Kommentar anzusetzen:

„Im Laufe der Jahrhunderte haben die Nachfolger der Apostel, vom Heiligen Geist geleitet, immerfort die Herde Christi versammelt und sie auf ihrem Weg zum Himmelreich geleitet; sie haben verstanden, dass sie nur »durch Christus, mit Christus und in Christus« eine so große Verantwortung übernehmen können. Die gleiche Erkenntnis hatte ich, als der Herr mich dazu berufen hat, in dieser geliebten Stadt Rom und im Dienst an der ganzen Welt das Petrusamt auszuüben. Vom Anfang des Pontifikats an waren meine Gedanken, Gebete und Taten von einem einzigen Wunsch beseelt: zu bezeugen, dass Christus, der Gute Hirte, in seiner Kirche gegenwärtig ist und wirkt. Er ist stets auf der Suche nach jedem verlorenen Schaf, Er führt es zum Stall zurück und verbindet seine Wunden; Er umsorgt das schwache und kranke Schaf und beschützt das starke. Aus diesem Grunde habe ich seit dem ersten Tag nicht in meinem Ruf nachgelassen: »Habt keine Angst, Christus aufzunehmen und seine Herrschergewalt anzuerkennen!« Heute wiederhole ich nachdrücklich: »Öffnet, ja reißt die Tore weit auf für ChristusLasst euch von ihm führen! Vertraut seiner Liebe!

(Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Predigt am 16. Oktober 2003 zu seinem 25. Pontifikatsjubiläum)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Domitilla
Hl. Nereus und Hl. Achilleus
Hl. Pankratius
Hl. Johanna von Portugal
Simeon Lourdel
Hl. Germanus I
Hl. Imelda
Hl. Modoald
Hl. Richtrudis von Marchiennes

*

*
Dienstag, 13. Mai 2014
Dienstag der 4. Osterwoche

„Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen! Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab; ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10,22-30).

„Meine Schafe hören auf meine Stimme – Ich und der Vater sind eins“, zu welch klaren und erleuchteten Worten der Evangelist Johannes immer wieder findet! Die Rolle des Vaters ist eine ganz entscheidende, und Benedikt XVI. hilft uns beim Verständnis der Vaterrolle, ohne das Mütterliche zu vergessen:

„Wo Vaterschaft nur noch entweder als biologischer Zufall ohne menschlichen Anspruch oder als Tyrannis erscheint, die man abwerfen muss, da ist etwas am Grundgefüge des Menschseins verletzt. Zur Gänze des Menschseins bedarf es des Vaters in jenem wahren Sinn… als Verantwortung für den anderen, die ihn nicht beherrscht, sondern ihn freigibt zu sich selbst: als Liebe, die den anderen nicht vereinnahmen möchte … sondern ihn für seine innerste Wahrheit will, die in seinem Schöpfer ist. Solches Vatersein ist freilich nur möglich unter der Voraussetzung der Annahme des eigenen Kindseins. Die Bejahung des Jesuswortes „Nur einer ist euer Vater, der im Himmel“ (Mt 23,9), ist die innere Voraussetzung dafür, dass Menschen auf rechte Weise Vater sein können… Wir müssen freilich auch dies hinzudenken: Die Tatsache, dass Gott in der Bibel primär unter dem Bild „Vater“ erscheint, schließt doch das andere mit ein, dass auch das Geheimnis des Mütterlichen in ihm seinen Ursprung hat … Er [der Mensch] ist nicht „Bild Gottes“ (Gen 1,27) als Abstraktion – das führt nur wieder zu einem abstrakten Gott. Er ist es in seiner konkreten Wirklichkeit, und die ist Beziehung.“

(Joseph Kardinal Ratzinger /Papst Benedikt XVI., Der Gott Jesu Christi)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Gedenktag Unserer Lieben Frau in Fatima   und die  >>> Ereignisse von Fatima
Hl. Andreas Hubert Fournet
Hl. Ellinger von Tegernsee
Hl. Servatius
Hl. Agnes von Poitiers

*

*
Mittwoch, 14. Mai 2014
Mittwoch der 4. Osterwoche

„Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten. Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag. Denn was ich gesagt habe, habe ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll. Und ich weiß, daß sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat. “ (Johannes 12,44-50).

„Der erste Beweggrund, das Evangelium zu verkünden, ist die Liebe Jesu, die wir empfangen haben; die Erfahrung, dass wir von ihm gerettet sind, der uns dazu bewegt, ihn immer mehr zu lieben. Aber was für eine Liebe ist das, die nicht die Notwendigkeit verspürt, darüber zu sprechen, geliebt zu sein, und dies zu zeigen und bekannt zu machen? Wenn wir nicht den innigen Wunsch verspüren, diese Liebe mitzuteilen, müssen wir im Gebet verweilen und ihn bitten, dass er uns wieder eine innere Ergriffenheit empfinden lässt. Wir müssen ihn jeden Tag anflehen, seine Gnade erbitten, dass er unser kaltes Herz aufbreche und unser laues und oberflächliches Leben aufrüttle.

Wenn wir mit offenem Herzen vor ihm stehen und zulassen, dass er uns anschaut, erkennen wir diesen Blick der Liebe, den Natanael an dem Tag entdeckte, als Jesus ihm begegnete und sagte: »Ich habe dich unter dem Feigenbaum gesehen« (Joh 1,48). Wie schön ist es, vor einem Kreuz zu stehen oder vor dem Allerheiligsten zu knien und einfach vor seinen Augen da zu sein! Wie gut tut es uns, zuzulassen, dass er unser Leben wieder anrührt und uns antreibt, sein neues Leben mitzuteilen! Was also geschieht, ist letztlich, dass wir das, »was wir gesehen und gehört haben, […] verkünden« (1 Joh 1,3).

Die beste Motivation, sich zu entschließen, das Evangelium mitzuteilen, besteht darin, es voll Liebe zu betrachten, auf seinen Seiten zu verweilen und es mit dem Herzen zu lesen. Wenn wir es auf diese Weise angehen, wird uns seine Schönheit in Staunen versetzen, uns wieder und wieder faszinieren. Dazu ist es notwendig, einen kontemplativen Geist wiederzuerlangen, der uns jeden Tag neu entdecken lässt, dass wir Träger eines Gutes sind, das menschlicher macht und hilft, ein neues Leben zu führen. Es gibt nichts Besseres, das man an die anderen weitergeben kann.“

(Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium/Die Freude des Evangeliums“, § 264)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Christian der Märtyrer
Hl. Pachomius
Hl. Paschalis I.
Hl. Bonifatius von Tarsus
Hl. Maria Dominica Mazzarello
Hl. Michael Garicoits
Hl. Iso
Hl. Ägidius (Giles) von Santarém

*

*
Donnerstag, 15. Mai 2014
Donnerstag der 4. Osterwoche

„Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte, sprach er zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr, und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt. Ich sage das nicht von euch allen. Ich weiß wohl, welche ich erwählt habe, aber das Schriftwort muß sich erfüllen: Einer, der mein Brot aß, hat mich hintergangen. Ich sage es euch schon jetzt, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt: Ich bin es. Amen, amen, ich sage euch: Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.“ (Johannes 13,16-20).

„Die Kirche „im Aufbruch“ ist die Gemeinschaft der missionarischen Jünger, die die Initiative ergreifen, die sich einbringen, die begleiten, die Frucht bringen und feiern… Die evangelisierende Gemeinde spürt, dass der Herr die Initiative ergriffen hat, ihr in der Liebe zuvorgekommen ist (vgl. 1 Joh 4,19), und deshalb weiß sie voranzugehen, versteht sie, furchtlos die Initiative zu ergreifen, auf die anderen zuzugehen, die Fernen zu suchen und zu den Wegkreuzungen zu gelangen, um die Ausgeschlossenen einzuladen. Sie empfindet einen unerschöpflichen Wunsch, Barmherzigkeit anzubieten – eine Frucht der eigenen Erfahrung der unendlichen Barmherzigkeit des himmlischen Vaters und ihrer Tragweite. Wagen wir ein wenig mehr, die Initiative zu ergreifen!

Als Folge weiß die Kirche sich „einzubringen“. Jesus hat seinen Jüngern die Füße gewaschen. Der Herr bringt sich ein und bezieht die Seinen ein, indem er vor den anderen niederkniet, um sie zu waschen. Aber dann sagt er zu den Jüngern: »Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt« (Joh 13,17). Die evangelisierende Gemeinde stellt sich durch Werke und Gesten in das Alltagsleben der anderen, verkürzt die Distanzen, erniedrigt sich nötigenfalls bis zur Demütigung und nimmt das menschliche Leben an, indem sie im Volk mit dem leidenden Leib Christi in Berührung kommt. So haben die Evangelisierenden den „Geruch der Schafe“, und diese hören auf ihre Stimme.“

(Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium/Die Freude des Evangeliums“, § 24)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Friedrich Keller
Hl. Rupert von Bingen
Hl. Sophia
Hl. Isidor von Madrid
Hl. Gerebern
Hl. Isidor von Chios

*

*
Freitag, 16. Mai 2014
Freitag der 4. Osterwoche

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Johannes 14,1-6).

Das ganze Leben Jesu, seine Art, mit den Armen umzugehen, seine Gesten, seine Kohärenz, seine tägliche und schlichte Großherzigkeit und schließlich seine Ganzhingabe – alles ist wertvoll und spricht zum eigenen Leben. Sooft einer dies wieder entdeckt, ist er davon überzeugt, dass es genau das ist, was die anderen brauchen, auch wenn sie es nicht erkennen… Mitunter verlieren wir die Begeisterung für die Mission, wenn wir vergessen, dass das Evangelium auf die tiefsten Bedürfnisse der Menschen antwortet. Denn wir alle wurden für das erschaffen, was das Evangelium uns anbietet: die Freundschaft mit Jesus und die brüderliche Liebe… Wir haben einen Schatz an Leben und Liebe, der nicht trügen kann, eine Botschaft, die nicht manipulieren noch enttäuschen kann. Es ist eine Antwort, die tief ins Innerste des Menschen hinab fällt und ihn stützen und erheben kann. Es ist die Wahrheit, die nicht aus der Mode kommt, denn sie ist in der Lage, dort einzudringen, wohin nichts anderes gelangen kann. Unsere unendliche Traurigkeit kann nur durch eine unendliche Liebe geheilt werden…

Mit Jesus vereint, suchen wir, was er sucht, lieben wir, was er liebt. Letztlich suchen wir die Ehre des Vaters und leben und handeln „zum Lob seiner herrlichen Gnade (Eph 1,6). Wenn wir uns rückhaltlos und beständig hingeben wollen, müssen wir über jede andere Motivation hinausgehen. Dies ist das endgültige, tiefste, größte Motiv, der letzte Grund und Sinn von allem anderen: Es geht um die Herrlichkeit des Vaters, die Jesus während seines ganzen Lebens suchte. Er ist der Sohn, der ewig glücklich mit seinem ganzen Sein »am Herzen des Vaters ruht« (Joh 1,18). Wenn wir Missionare sind, dann vor allem deswegen, weil Jesus uns gesagt hat: »Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt« (Joh 15,8). Über all das hinaus, was uns liegt oder nicht, was uns interessiert oder nicht, uns nützlich ist oder nicht, über die engen Grenzen unserer Wünsche, unseres Verstehens und unserer Beweggründe hinaus verkünden wir das Evangelium zur größeren Ehre des Vaters, der uns liebt.“

(Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium/Die Freude des Evangeliums“, § 265-267)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Johannes Nepomuk
Hl. Simon Stock
Hl. Andreas Bobola
Hl. Adelphus von Metz
Hl. Johannes Rimer
Hl. Ubald
Sel. Vladimir Ghika

*

*
Samstag, 17. Mai 2014
Samstag der 4. Osterwoche

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und daß der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, daß ich im Vater bin und daß der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.“ (Johannes 14,7-14)

„Der Vater „wohnt in unzugänglichem Licht“, und „Gott ist Geist“, und „niemand hat Gott je gesehen“. Deshalb kann er auch nur im Geist geschaut werden, denn „der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts“ (1 Tim 6,16; Joh 4,24; Joh 1,18; Joh 14,6-9; Joh 6,63). Aber auch der Sohn wird, insofern er dem Vater gleich ist, von niemandem anders geschaut als der Vater, und auch nicht anders als der Heilige Geist. […] Darum, „ihr Menschenkinder, wie lange noch wollt ihr harten Herzens bleiben“ (Ps 4,3 Vulg)? Warum erkennt ihr nicht die Wahrheit und „glaubt an den Sohn Gottes“? Seht doch, täglich erniedrigt er sich, wie er einst „vom königlichen Thron herab“ (Weish 18,15) in den Schoß der Jungfrau kam. Täglich steigt er aus dem Schoß des Vaters in den Händen des Priesters herab auf den Altar. Und wie er sich den heiligen Aposteln im wirklichen Fleische zeigte, so zeigt er sich uns auch jetzt im heiligen Brot. Und wie diese beim Anblick seines Fleisches nur sein Fleisch sahen, aber glaubten, dass er Gott ist, weil sie ihn mit geistigen Augen schauten, so lasst auch uns, die wir mit leiblichen Augen Brot und Wein sehen, schauen und fest glauben, dass es lebendig und wahrhaftig sein heiligster Leib und sein Blut ist. Und auf diese Weise ist der Herr immer bei seinen Gläubigen, wie er selber sagt: „Seht, ich bin bei euch bis zur Vollendung der Welt“ (Mt 28,20).“

(Hl. Franziskus von Assisi (1182 – 1226), Gründer der Minderbrüder, Ermahnungen §1, „Franziskus-Quellen“, Kevelaer 2009, S. 45-46)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Paschalis Baylon
Hl. Walter von Mondsee
Hl. Rasso von Andechs

*

*
Sonntag, 18. Mai 2014
5. Sonntag in der Osterzeit

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Hl. Johannes I.
Hl. Blandine Merten
Hl. Burkhard von Muri
Hl. Dietmar von Neumünster
Hl. Dioscorus
Hl. Erik IX.
Hl. Felix von Cantalice

***

Quellenhinweis: Kommentare der Heiligen via Evangelium Tag für Tag

*

*

Wir freuen uns über deinen Beitrag:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s