ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien und Heilige (5.Osterwoche)

Lesejahr: A II, StB: I. Woche

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Frieden, Liebe, Offenbarung aber auch Hass sind die Themen der laufenden Woche. Schon wenige Jahrzehnte nach dem Tod der Liebe, den Jesus Christus für uns gestorben ist, bringt der heilige Clemens von Rom das Evangelium auf den Punkt: ‚Die Liebe handelt immer in Eintracht. Ohne Liebe ist Gott nichts gefällig. In Liebe hat der Herr uns an sich gezogen… Selig sind wir, geliebte Kinder, wenn wir die Gebote Gottes in der Eintracht erfüllen, die aus der Liebe kommt, damit um der Liebe willen unsere Sünden Vergebung finden‚.“ Die Anstrengungen um ein geradliniges Leben im Glauben und in der Liebe, wie auch das Bemühen um Versöhnung und Vergebung – so lässt sich zusammenfassen, was ausgehend von diesen Tagen wieder in den Mittelpunkt zu stellen ist.

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Montag, 19. Mai 2014
Montag der 5. Osterwoche

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Judas – nicht der Judas Iskariot – fragte ihn: Herr, warum willst du dich nur uns offenbaren und nicht der Welt? Jesus antwortete ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen. Wer mich nicht liebt, hält an meinen Worten nicht fest. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14,21-26).

Mit Hilfe des Beistands gelangt die Offenbarung dank dem göttlichen Geist in die ganze Welt: Was anderes als KOMM HEILIGER GEIST möchte man da rufen!

„Wer den Geist zum Lehrer hat,
braucht keine Erkenntnis, die vom Menschen kommt.
Er schaut, vom Licht des Geistes erleuchtet,
und betet an die Dreiheit der Personen:
den einzigen Gott, der wesenhaft, nicht darstellbar, Einer ist.

[…]

Streck dich aus nach dem Geist!…
Mag sein, dass Gott dich tröstet und beschenkt,
wie er dich beschenkt hat: die Welt zu sehen,
die Sonne und das Licht des Tages.
Ja, in seiner Güte wird er dich nun ebenso erleuchten…
erleuchten mit dem Licht der Sonnendreiheit…
Du wirst die Gnade des Geistes erfahren:
dass er, wohl abwesend, doch gegenwärtig ist durch seine Macht;
dass er, wohl gegenwärtig, unsichtbar bleibt durch seine göttliche Natur,
und dass er überall und nirgends ist.

Wolltest du ihn mit deinen Sinnen suchen:
Wo würdest du ihn finden? Du wirst schlichtweg sagen: nirgends.
Hast du jedoch die Kraft, ihn im Geiste wahrzunehmen,
wird er eher deinen Geist erleuchten
und die Augen deines Herzens öffnen.“

(Symeon der Neue Theologe [um 949 – 1022], Heiliger der Orthodoxen Kirchen, Hymnus 21; SC 174)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Cölestin V
Hl. Kuno von Regensburg
Hl. Maria Bernarda (Verena) Bütler
Hl. Theophilus von Corte
Hl. Alkuin
Hl. Dunstan
Hl. Yves
Hl. Crispinus von Viterbo

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Dienstag, 20. Mai 2014
Dienstag der 5. Osterwoche

„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht…“ (Johannes 14,27-31a).

„In seinem bitteren Leiden und Sterben [hat Christus]… unsere Schuld, den Quell der Zwietracht, des Elends und der Ungerechtigkeiten, getilgt… „Er selbst ist ja unser Friede… und so kam er, euch, den Fernen wie auch den Nahen, den Frieden kundzutun“ (Eph 2, 14-17). Auch in der heiligen Liturgie dieser Ostertage hören wir dieselbe Botschaft: „Nach seiner Auferstehung stand unser Herr Jesus inmitten seiner Jünger und sprach: ,Der Friede sei mit euch, alleluja‚: Da freuten sich die Jünger, weil sie den Herrn sahen“ (Resp. ad Mat., Freitag in der Osterwoche). Christus selbst hat uns ja den Frieden geschenkt und zum Vermächtnis gegeben: „Den Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“ (Joh 14, 27).

Diesen Frieden, den der göttliche Erlöser uns gebracht hat, müssen wir von ihm in eindringlichem Gebet erbitten. Christus möge von den menschlichen Herzen entfernen, was immer den Frieden gefährden kann; er möge alle zu Zeugen der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der brüderlichen Liebe machen. Er möge auch den Geist der Regierenden erleuchten… Endlich möge Christus selbst den Willen aller Menschen entzünden, daß sie die Schranken zerbrechen, die die einen von den andern trennen; daß sie die Bande gegenseitiger Liebe festigen, einander besser verstehen; daß sie schließlich allen verzeihen, die ihnen Unrecht getan haben. So werden unter Gottes Führung und Schutz alle Völker sich brüderlich umarmen, und so wird stets in ihnen der ersehnte Friede herrschen.

Für alle, die sich zu Christus bekennen, ziemt es sich besonders, in die menschliche Gesellschaft Licht und Liebe zu tragen, wie Sauerteig in der Masse zu wirken. Dies wird um so mehr der Fall sein, je enger sich das Herz eines jeden an Gott bindet. Denn es wird gewiß kein Friede in der menschlichen Gesellschaft herrschen, wenn er nicht zuerst im Herzen jedes einzelnen Wohnung nimmt, wenn nicht jeder in sich die gottgewollte Ordnung… Es handelt sich hier um eine so hohe und so bedeutende Aufgabe, daß ein Mensch – sei er auch höchsten Lobes würdig und vom besten Willen beseelt – sie nie erfüllen könnte, wenn er sich nur auf seine eigene Kraft verließe. Daß die menschliche Gesellschaft soweit als möglich ein Abbild des Gottesreiches werde, dazu braucht es dringend der Hilfe des göttlichen Geistes…“

(Hl. Johannes XXIII. (1881 – 1963), Papst, Enzyklika „Pacem in Terris“, § 88-91)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Bernhardin von Siena
Hl. Ulrich von Einsiedeln
Hl. Elfriede
Johann Michael Sailer
Sel. Josepha (Hendrina) Stenmanns
Hl. Bartholomäus Holzhauser
Hl. Lydia von Philippi

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Mittwoch, 21. Mai 2014
Mittwoch der 5. Osterwoche

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, daß ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.“ (Johannes 15,1-8).

„Wenn ein edler Mensch zu spüren vermeint, Gott, Gnade oder was immer zu besitzen, sollte er nicht zu sehr glauben, dass ihm das zur persönlichen Stärkung diene… Nur wer körperliche und geistige Gaben ganz Gott zu verdanken weiß, der wird würdig und fähig, jederzeit noch mehr Gnaden zu empfangen… Liebe Kinder, mit solchen Menschen ist es wie mit dem Holz des Weinstocks: außen ist es schwarz, trocken und ziemlich wertlos. Wer es nicht kennt, könnte meinen, es tauge nur dazu, ins Feuer geworfen und verbrannt zu werden. Im Inneren aber, im Herzen des Weinstocks, verbergen sich Adern voller Leben und großer Kraft, die die kostbarste und süßeste Frucht hervorbringen, die Holz und Baum je getragen haben.

So ist es auch bei Leuten, den liebenswertesten von allen, die sich an Gott festgemacht haben. Äußerlich, augenscheinlich, sind sie wie Leute, die auf der Verliererstraße sind; sie gleichen dem schwarzen, trockenen Holz, denn sie werden als einfach und unbedeutend wahrgenommen. Es sind keine Leute großer Worte, großer Werke, großer Taten. Sie treten nicht in Erscheinung und zeichnen sich ihrer Meinung nach durch nichts aus. Wer aber die pulsierende Lebensader in ihrem Inneren kennen würde, dort wo sie auf das verzichten, was sie von ihrer Natur her sind, wo Gott an ihnen teilhat und ihr Halt ist – was für ein Glück wäre dem durch diese Erkenntnis beschieden!“

(Johannes Tauler [um 1300-1361] Dominikaner in Straßburg, Predigt Nr. 7, zum Sonntag Septuagesima)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Hermann Josef
Hl. Karl Eugen von Mazenod
Hl. Hemming von Abo
Hl. Erenfrid
Sel. Franz Jägerstätter
Hl. Wiltrud von Scheda
Hl. Julius (Julio) Álvarez Mendoza

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Donnerstag, 22. Mai 2014
Donnerstag der 5. Osterwoche

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.“ (Johannes 15,9-11).

Das Evangelium, in dem das Kreuz Christi „glorreich“ erstrahlt, lädt mit Nachdruck zur Freude ein. Nur einige Beispiele: »Chaire – freue dich« ist der Gruß des Engels an Maria (Lk 1,28). Der Besuch Marias bei Elisabet lässt Johannes im Mutterschoß vor Freude hüpfen (vgl. Lk 1,41). In ihrem Lobgesang bekundet Maria: »Mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter« (Lk 1,47). Als Jesus sein öffentliches Wirken beginnt, ruft Johannes aus: »Nun ist diese meine Freude vollkommen« (Joh 3,29). Jesus selber »rief […] vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus…« (Lk 10,21). Seine Botschaft ist Quelle der Freude: »Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird« (Joh 15,11). Unsere christliche Freude entspringt der Quelle seines überfließenden Herzens. Er verheißt seinen Jüngern: »Ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird sich in Freude verwandeln« (Joh16,20), und beharrt darauf: »Ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen, und niemand nimmt euch eure Freude« (Joh 16,22). Als sie ihn später als Auferstandenen sahen, »freuten« sie sich (Joh 20,20)… Warum wollen nicht auch wir in diesen Strom der Freude eintreten?…

Doch ich gebe zu, dass man die Freude nicht in allen Lebensabschnitten und -umständen, die manchmal sehr hart sind, in gleicher Weise erlebt. Sie passt sich an und verwandelt sich, und bleibt immer wenigstens wie ein Lichtstrahl, der aus der persönlichen Gewissheit hervorgeht, jenseits von allem grenzenlos geliebt zu sein. Ich verstehe die Menschen, die wegen der schweren Nöte, unter denen sie zu leiden haben, zur Traurigkeit neigen, doch nach und nach muss man zulassen, dass die Glaubensfreude zu erwachen beginnt, wie eine geheime, aber feste Zuversicht, auch mitten in den schlimmsten Ängsten: »Du hast mich aus dem Frieden hinausgestoßen; ich habe vergessen, was Glück ist […] Das will ich mir zu Herzen nehmen, darauf darf ich harren: Die Huld des Herrn ist nicht erschöpft, sein Erbarmen ist nicht zu Ende. Neu ist es an jedem Morgen; groß ist deine Treue […] Gut ist es, schweigend zu harren auf die Hilfe des Herrn« (Klgl 3,17.21-13.26).“

(Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium/Die Freude des Evangeliums“, § 265-267)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Rita
Hl. Ämilius
Hl. Helswind
Hl. Julia von Karthago
Renata
Hl. Romuald Terhaag
Hl. Julia von Korsika
Hl. Atto von Pistoia
Hl. Donatus von Thmuis
Hl. Humilitas Negusanti (von Vallombrosa)

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Freitag, 23. Mai 2014
Freitag der 5. Osterwoche

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, daß ihr euch aufmacht und Frucht bringt und daß eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: Liebt einander!“ (Johannes 15,12-17).

„Wer Christus liebt, der befolge die Gebote Christi. Wer kann dieses Band der Liebe Gottes erklären? (vgl. Kol 3,14) Wer ist in der Lage auszudrücken, wie groß seine Schönheit ist? Liebe trägt uns in unbeschreibliche Höhen. Liebe vereint uns mit Gott, „Liebe deckt viele Sünden zu“ (1 Petr 4,8). Liebe erträgt alles; Liebe ist allem gegenüber geduldig; in ihr ist nichts Kleinliches, nichts Herablassendes. Liebe kennt keine Spaltung, drängt nicht dazu, sich zu erheben; sie handelt immer in Eintracht. Ohne Liebe ist Gott nichts gefällig. In Liebe hat der Herr uns an sich gezogen. Um seiner Liebe willen hat Jesus Christus, unser Herr, nach dem Willen des Vaters sein Blut für uns vergossen und sein Fleisch für unser Fleisch, sein Leben für unser Leben gegeben.

Ihr seht, meine Lieben, wie groß und bewundernswert Liebe ist: Es ist nicht begreiflich zu machen, wie vollkommen sie ist. Wer könnte sie erlangen, wenn Gott ihn nicht dazu würdig gemacht hat? Bitten wir ihn also, rufen wir sein Erbarmen auf uns herab, damit wir als Liebende vor ihm stehen, untadelig und ganz ohne menschliche Voreingenommenheit. Von Adam an bis heute sind alle Menschengeschlechter dahingegangen; wer aber durch die Gnade Gottes Vollkommenheit erlangt hat, lebt bei den Heiligen, die offenbar werden, wenn Christi Reich anbricht…

Selig sind wir, geliebte Kinder, wenn wir die Gebote Gottes in der Eintracht erfüllen, die aus der Liebe kommt, damit um der Liebe willen unsere Sünden Vergebung finden.

(Hl. Clemens von Rom, Papst [90 – ca. 100], Erster Brief an die Korinther, 49)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Bartholomäus Agricola
Hl. Desiderius
Hl. Johannes Baptista de Rossi
Hl. Wigbert (Guibert)
Hl. Wipert von Blücher
Hl. Fredegar

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Samstag, 24. Mai 2014
Samstag der 5. Osterwoche

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn die Welt euch haßt, dann wisst, daß sie mich schon vor euch gehaßt hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt. Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.“ (Johannes 15,18-21)

„Ich habe mich sehr mit euch in unserem Herrn Jesus Christus gefreut, als ihr diese Vorbilder der reinen Liebe empfangen habt [Ignatius von Antiochien und seine Gefährten]…, diese Menschen, die mit für Heilige würdigen Ketten gefesselt sind, Ketten, die zu Diademen werden für diejenigen, die wirklich auserwählt wurden von Gott und unserem Herrn. Und ich habe mich gefreut darüber, dass die kraftvolle Wurzel eures Glaubens, seit alters gerühmt, bis jetzt kräftig ist und in unserem Herrn Jesus Christus Früchte trägt – in ihm, der eingewilligt hat, für unsere Sünden dem Tod entgegenzutreten: „Gott hat ihn auferweckt, um den Schmerzen des Todes ein Ende zu setzen.“ (vgl. Apg 2,24)… „Ohne ihn schon sehen zu können, glaubt ihr an ihn, bebt vor unaussprechlicher und herrlicher Freude.“ (vgl. 1Petr 1,8)… „Der ihn von den Toten auferweckt hat, wird auch uns auferwecken“ (2Kor 4,14), wenn wir seine Gebote befolgen und lieben, was er geliebt hat…

Ahmen wir seine Geduld nach, und wenn wir für seinen Namen leiden, wollen wir ihn preisen. Das ist das Beispiel, das er selbst uns gegeben hat, und ihm haben wir geglaubt. Ich ermahne euch alle, dem Wort der Gerechtigkeit zu gehorchen und in der Geduld auszuharren, die ihr mit euren Augen gesehen habt, nicht nur in Gestalt der seligen Ignatius, Zozimas und Rufus, sondern auch in anderen, die bei euch waren und in Paulus selbst, wie auch anderen Aposteln. Wir sind überzeugt davon, dass alle diese nicht vergeblich gelaufen sind (vgl. Gal 2,2), sondern im Glauben und in der Gerechtigkeit, und dass sie nun an dem Ort sind, der ihnen nahe beim Herrn zusteht, mit dem sie gelitten haben. Sie haben nicht „die gegenwärtige Welt“ geliebt (vgl. 2Tim 4,10), sondern Christus, der für uns gestorben ist und den Gott für uns auferweckt hat.“

(Hl. Polykarp [69 – 155], Bischof und Märtyrer, Aus dem Brief an die Philipper, 1-2, 8-9)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Esther
Hl. Magdalena Sophie Barat
Hl. Vinzenz von Lérins
Hl. Dagmar
Hl. Franz Pfanner
Hl. Servulus
Hl. Simeon Stylites der Jüngere
Hl. Zoellus

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Sonntag, 25. Mai 2014
6. Sonntag in der Osterzeit

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Hl. Beda der Ehrwürdige
Hl. Gregor VII.
Hl. Maria Magdalena von Pazzi
Hl. Gerhard Mecatti von Villamagna
Hl. Christophorus Magállanes
Hl. Egilhard
Hl. Heribert von Knechtsteden
Hl. Urban I.
Sel. Ursula Ledóchowska
Hl. Dionysius von Mailand
Hl. Aldhelm

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Quellenhinweis: Kommentare der Heiligen via Evangelium Tag für Tag

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