Die Bedeutung der Geistsendung für die Kirche

In einem Interview, das von der Erzdiözese Wien publiziert wurde, spricht der Neutestamentler Roland Schwarz über die Bedeutung der pfingstlichen Geistsendung für das Kirche-Sein. Geburtstag, Authentizität, Charisma und Gemeinschaft sind die Stichworte der folgenden Ausführungen:

Warum ist Pfingsten so etwas wie der „Geburtstag“ der Kirche?

Schwarz: In der biblischen Darstellung des Pfingstfestes kommt das Wort „Kirche“ nicht vor. Aber Lukas will in der Apostelgeschichte zeigen, dass der Geist Gottes der Jüngerschaft Jesu erst das volle Verständnis von Jesu Botschaft ermöglicht hat. Vor der Aufnahme Jesu in den Himmel fragen ihn seine Freunde noch, wann er das (politische) Reich für Israel wieder herstellen möchte (Apostelgeschichte 1,6). Erst nach der Geistsendung verkündet ihn Petrus als den Gekreuzigten und Auferstandenen (Apostelgeschichte 2,23f), also nicht als politischen Messias. In diesem Sinn ist Pfingsten eine grundlegende Erfahrung für das Entstehen von Kirche.

Was lernen wir aus der Vielfalt der Kirchenbilder des Neuen Testaments?

Schwarz: Versteht man unter „Kirchenbild“ die strukturelle Verfasstheit einer Gemeinde, so existiert im Neuen Testament eine bunte Palette von kaum erkennbaren Strukturen… Es geht bei all dem nicht um Ämter um ihrer selbst willen, sondern um die Frage: Wie wird der Heilige Geist in den Gemeinden lebendig und authentisch gehalten? Für die Kirche gibt es in den einzelnen Schriften auch eine Reihe von Bildern: sie ist „Leib Christi“, „Volk Gottes“, „Tempel des Heiligen Geistes“, „Brief Christi“, „Familie Gottes“, „Braut Christi“ usw. Alle diese Bilder haben eines gemeinsam: in der Kirche soll Christus gelebt und erfahren werden.

Warum brauchen wir institutionelle Formen, die dem Wirken des Geistes nicht widersprechen?

Schwarz: Der Geist Gottes und amtliche Strukturen sind in der Bibel keine Widersprüche. Der Geist schenkt dem Amtsträger vielmehr das Charisma des Leitens und des Lehrens. Freilich passiert das nicht automatisch, sondern nur dann, wenn der durch Handauflegung Beauftragte sich immer neu auf diesen Geist hin ausrichtet. Die Verantwortungsträger bleiben Menschen mit Fehlern und Schwächen.

Was macht die ideale Sozialgestalt der Kirche aus?

Schwarz: Eine Konstante in den verschiedenen Texten über die Gemeinden ist die Solidarität der Mitglieder. Niemand sollte mit seinen Problemen allein sein. Geriet einer in Not, egal ob das materielle Armut oder Enttäuschungen waren, so haben die anderen nach Kräften versucht, ihm zu helfen. Für Paulus gilt: Wenn ein Glied leidet, leiden alle mit, wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle mit.“ (1 Korinther 12,26).

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(Das ganze Interview ist >>> hier zu lesen)

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Zu Pfingsten (wie auch im restlichen Kirchenjahr) dürfen wir in unseren Gemeinden darüber nachdenken:

  • Wie sehr steht JESUS CHRISTUS im Zentrum der Verkündigung?
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  • Wie wird der HEILIGE GEIST in meiner Gemeinde lebendig gehalten?
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  • Wie ist es um die Charismen für Leitung und Lehre bestellt?
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  • Gilt auch in meiner Gemeinde, das Freude und Leid schwesterlich und brüderlich geteilt werden?
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  • Und die vielleicht wichtigste Frage:
    Was kann ich selbst tun, um die schwachen Seiten meiner Gemeinde auszugleichen, und um zu den Stärken meiner Gemeinde beizutragen?

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Ein Gedanke zu “Die Bedeutung der Geistsendung für die Kirche

  1. Was die Politig darunder fersteht weis ich nicht aber Pfingsten
    ist Fest der Kirche weil Jesus uns den Heiligengeist geschigt hat
    das ist es was Pfingsten aus macht
    Jürgen Kleemann

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