ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien + Heilige (31.Woche im JK)

Lesejahr: A II, StB: III. Woche

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Die Evangelien dieser Woche lesen sich wie eine Katechesenreihe zum Thema „Geh zu den Armen und lade sie ein“. Geh zu denen, die es nötig haben, und tue ihnen Gutes. Denn wenn du nur auf die zugehst, die mit dir gleichgestellt sind, denn werden sie deine Einladung erwidern, und du hast nichts für das Himmelreich getan. Oder gehst du gerne auf Höhergestellte zu, weil sie dir nutzen könnten? Schließlich sollten wir nicht nur auf die Armen zugehen, sondern ihnen – je Situation und Bedarf – vom Himmelreich erzählen… und dann stellt sich die Frage, wie wir das heute in unserem jeweiligen Umfeld am besten angehen könnten. Zugehen auf diejenigen, die dem Glauben offensichtlich fern stehen? Zugehen auf Menschen, die andere Glaubensbekenntnisse pflegen, also z. B. Muslime? Mehr tun für Bedürftige, die älter und alt sind, und unseren Zuspruch bzw. unsere Hilfe notwendig haben? „Ihr, die ihr im Westen lebt, euch ist die geistige Armut viel bekannter als die materielle Armut, und deshalb zählen eure Armen zu den Ärmsten der Armen. Bei den Reichen gibt es oft Menschen, die geistig sehr arm sind“ (Mutter Teresa, siehe unten). Möglichkeiten gibt es immer, und ich werde diese Woche zu überlegen haben, wie ich all dies verstärkt in mein Leben integrieren kann.

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Montag, 3. November 2014
Montag der 31. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit sprach Jesus zu einem der führenden Pharisäer, der ihn zum Essen eingeladen hatte: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.“ (Lukas 14,12-14).

„Das erste und allergrößte aller Gebote, das Fundament des Gesetzes und der Propheten (vgl. Mt 22,40) ist die Liebe, die – so scheint mir – am stärksten in der Liebe zu den Armen unter Beweis gestellt wird, in der Hinwendung zum – und dem Mitleid mit dem Nächsten. Nichts erweist Gott mehr die Ehre als die Barmherzigkeit, denn nichts ist ihm ähnlicher als sie. „Barmherzigkeit und Treue schreiten vor seinem Antlitz“ (vgl. 89,15), und er zieht die Barmherzigkeit allen anderen Opfergaben vor (vgl. Hos 6,6). Nichts mehr, als das Wohlwollen den Menschen gegenüber, zieht das Wohlwollen des menschenfreundlichen Gottes (vgl. Weis 1,6) nach sich; sein Lohn ist gerecht, denn die erwiesene Barmherzigkeit wiegt und misst er. Wir müssen unser Herz allen Armen öffnen, und allen Verzweifelten, aus was auch immer ihr Leiden besteht. Das ist der eigentlich Sinn jenes Gebotes, das uns aufträgt: „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden“ (Röm 12,15). Nachdem wir doch selber Menschen sind, ist es da nicht folgerichtig, unseren Nächsten mit Wohlwollen zu begegnen?“
(Hl. Gregor von Nazianz (330 – 390), Bischof und Kirchenlehrer
Über die Liebe zu den Armen, 4-6, PG 35, 863)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Hubert
Hl. Martin von Porres
Johannes Baptist Stöger
Hl. Marian von Bardowick
Hl. Silvia
Hl. Victorinus (Viktorin) von Pettau
Hl. Winifred (Gwenfrewi)
Hl. Pirmin
Hl. Bertold von Engelberg
Hl. Ida (Ita, Idda) von Toggenburg
Sel. Rupert Mayer

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Dienstag, 4. November 2014
Dienstag der 31. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit sagte einer der Gäste, der zusammen mit Jesus eingeladen worden war, zu ihm: Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf. Jesus sagte zu ihm: Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein. Als das Fest beginnen sollte, schickte er seinen Diener und ließ den Gästen, die er eingeladen hatte, sagen: Kommt, es steht alles bereit! Aber einer nach dem andern ließ sich entschuldigen. Der erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muss jetzt gehen und ihn besichtigen. Bitte, entschuldige mich! Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, sie mir genauer anzusehen. Bitte, entschuldige mich! Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen. Der Diener kehrte zurück und berichtete alles seinem Herrn. Da wurde der Herr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Krüppel, die Blinden und die Lahmen herbei. Bald darauf meldete der Diener: Herr, dein Auftrag ist ausgeführt; aber es ist immer noch Platz. Da sagte der Herr zu dem Diener: Dann geh auf die Landstraßen und vor die Stadt hinaus und nötige die Leute zu kommen, damit mein Haus voll wird. Das aber sage ich euch: Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.“ (Lukas 14,15-24).

„Der Arme hungert nicht nur nach einem Stück Brot, sondern er hat einen schrecklichen Hunger nach menschlicher Würde. Wir verlangen danach, geliebt zu werden und von anderen wahr-genommen zu werden. Genau dort liegt unser Fehler, wenn wir nämlich Leute ins Abseits wegschieben. Nicht nur, dass wir den Armen ein Stück Brot verweigert haben, sondern indem wir sie nicht wahr-nehmen, indem wir sie dem Überlebenskampf auf der Straße überlassen, verweigern wir ihnen ihre Würde, die sie doch zu vollem Recht besitzen, da sie Kinder Gottes sind. Die Welt von heute ist nicht nur hungrig nach Brot, sondern nach Liebe; wir hungern danach, erwünscht zu sein, geliebt zu werden. Die Menschen hungern danach, die Gegenwart Christi zu spüren. In vielen Ländern verfügt man über alles im Überfluss, außer dieser Gegenwart, diesem Wohlwollen. In jedem Land gibt es Arme. Es gibt Kontinente, in denen die Armut mehr geistig als materiell ist. Also eine Armut, die aus Einsamkeit hervorgeht, aus Entmutigung, aus Sinnlosigkeit. Aber auch in Europa und Nordamerika habe ich Menschen im größten Elend gesehen, wie sie auf Kartons, bedeckt mit Lumpen, auf den Straßen schliefen. Paris, London und Rom kennen diese Form der Armut. Es ist doch so viel einfacher, über die Armen, die weit weg leben, zu reden und sich Sorgen zu machen. Es ist viel schwieriger und vielleicht eine größere Herausforderung, auf den Armen, der zwei Schritte entfernt von uns wohnt, zu achten und für ihn zu sorgen. Der Reis, das Brot, das ich dem Hungernden gebe, den ich auf den Straßen eingesammelt habe, wird seinen Hunger stillen. Aber derjenige, der in sozialer Ausgrenzung lebt, in einem Mangel an Liebe und in einer großen Angst, wie viel schwieriger wird es sein, seinen Hunger zu stillen? Ihr, die ihr im Westen lebt, euch ist die geistige Armut viel bekannter als die materielle Armut, und deshalb zählen eure Armen zu den Ärmsten der Armen. Bei den Reichen gibt es oft Menschen, die geistig sehr arm sind. Ich finde es einfacher, einen Hungernden zu sättigen oder einem Obdachlosen ein Bett zu besorgen, als zu trösten, die Bitterkeit, den Zorn und die Isolation aufzulösen, die aus der geistigen Not hervorgehen, denn dafür bedarf es viel mehr Zeit.
(Sel. Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
No Greater Love, p.93)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Karl Borromäus
Hl. Gregor von Burtscheid
Hl. Felix von Valois
Hl. Reginhard von Siegburg
Hl. Franziska von Amboise
Hl. Modesta von Trier
Hl. Vitalis und Agricola

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Mittwoch, 5. November 2014
Mittwoch der 31. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten, wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen. Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“ (Lukas 9,1-6).

„Liebes Schwesterlein, wie kannst du mich fragen, ob du fähig bist, den lieben Gott ebenso zu lieben wie ich?… Mein Wunsch, den Märtyrertod zu sterben, spielt keine Rolle, er ist nicht der Grund für das grenzenlose Vertrauen, das ich im Herzen trage. Eigentlich macht geistiger Reichtum ungerecht, wenn man sich selbstgefällig darauf ausruht und glaubt, es handle sich dabei um etwas Großes… Ich spüre sehr wohl:… was dem lieben Gott an meiner kleinen Seele gefällt, hat seinen Grund darin, dass er sieht, wie ich mein Kleinsein und meine Armut liebe, wie ich seiner Barmherzigkeit blind vertraue. Das ist mein einziger Schatz… Liebes Schwesterlein…, was die Liebe zu Jesus angeht, so musst du begreifen: man ist umso offener für diese verzehrende und umgestaltende Liebe, je schwächer, wunschloser, verdienstloser man selber ist. Allein die Sehnsucht danach, Opfer zu sein, reicht schon aus; aber man muss damit einverstanden sein, arm und kraftlos zu bleiben, und da liegt die Schwierigkeit; sagt doch schon der Psalmist: „Der wirklich geistig Arme, wo kann man ihn finden? Weit weg muss man ihn suchen.“ Er sagt nicht, dass man nach ihm unter den großen Seelen forschen soll, sondern „weit weg“, also in der Tiefe, im Nichts. Halten wir also großen Abstand von allem, was glänzt; lieben wir unser Kleinsein; lasst uns einverstanden sein damit, nichts zu spüren, dann sind wir geistig arm, und Jesus kommt uns suchen. So weit wir auch weg sind, er verwandelt uns in Flammen der Liebe. Wenn ich dir doch nur begreiflich machen könnte, was ich fühle! Das Vertrauen, und nichts als das Vertrauen, muss uns zur Liebe führen. Führt Angst nicht zu Gerechtigkeit? (Zur harten Gerechtigkeit, wie man sie Sündern vor Augen stellt, nicht aber zur Gerechtigkeit Jesu gegenüber allen, die ihn lieben.) Jetzt, da wir den Weg sehen, lass uns gemeinsam laufen! Ja, ich spüre es, Jesus möchte uns die gleichen Gnaden schenken, freien Eintritt in den Himmel. „
(Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Brief 197 vom 17.09.1896)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Elisabeth und Hl. Zacharias, Eltern von Johannes dem Täufer
Sel. Bernhard Lichtenberg
Hl. Berthild
Hl. Imre (Emmerich, Heinrich) von Ungarn
Hl. Trophima (Trophimena)

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Donnerstag, 6. November 2014
Donnerstag der 31. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen. Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war. Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren. Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das ganze Haus und sucht unermüdlich, bis sie das Geldstück findet? Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir; ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte. Ich sage euch: Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt.“ (Lukas 15,1-10).

„Ich habe mich in der Steppe verlaufen,
Ich irrte umher in unbewohntem Land,
Wie es im Gleichnis steht vom verlorenen Schaf,
Eines nur aus der Schar der Hundert.

Der böse Feind hat es gerissen:
Unheilbare Wunden schlug er ihm;
Daher ist die Wunde nicht zu heilen,
Es sei denn, du nimmst dich seiner an.

Aufgelöst in Tränen flehe ich dich an,
Mein Schreien steigt auf zu meinem Retter:
Der du vom Himmel bist gekommen, guter Hirt,
Mach dich selber auf die Suche nach der kleinen Herde.

Suche du, Herr, die verlorene Drachme,
Sie, ein verlorenes Abbild Deiner,
Ich habe sie verscharrt in Sünde und Laster
Und in ekligem Morast.

Wasch ab, o Herr, was mich befleckt,
Mach rein mein Herz, so weiß wie Schnee (Jes 1,18).
Mach aus einer Drachme zehn an Zahl
Wie du’s gemacht mit vierzig Heiligen (von Sebaste).

Trag mich auf deinen Schultern, wie du trugst das Kreuz,
Erheb meine Seele aus ihrem tiefen Fall;
Erfreue der Engel himmlisches Heer;
Denn ein einziger Sünder ist umgekehrt.“
(Hl. Nerses Schnorhali (1102 – 1173), armenischer Patriarch
Jesus, der einzige Sohn des Vaters, § 26-31; SC 203)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Leonhard
Hl. Christine von Stommeln
Hl. Erlfrid
Hl. Simon von Aulne
Hl. Modesta
Hl. Protasius
Hl. Rudolf von Paderborn

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Freitag, 7. November 2014
Freitag der 31. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen. Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Du kannst nicht länger mein Verwalter sein. Da überlegte der Verwalter: Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Was soll ich jetzt tun? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich. Doch – ich weiß, was ich tun muss, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin. Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem andern, zu sich kommen und fragte den ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig? Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin, und schreib «fünfzig». Dann fragte er einen andern: Wieviel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, und schreib «achtzig». Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.“ (Lukas 16,1-8).

„Aus diesen Gebieten [Indien und Sri Lanka] kann ich dir nur das Eine schreiben: Die Tröstungen, die Gott, unser Herr, denen zukommen lässt, die zu den Heiden gehen, um sie zum Glauben an Christus zu bekehren, sind so groß, dass, wenn es in diesem Leben irgendeine Freude gibt, es diese ist. Oftmals kommt mir zu Ohren, dass einer, der sich unter diese Christen mischt, sagt: „Herr, schenke mir in diesem Leben nicht so viele Tröstungen! Da du sie mir aber in deiner grenzenlosen Güte und Barmherzigkeit schenkst, so führe mich in deine heilige Herrlichkeit. Es ist ja wirklich eine große Last, zu leben ohne dich zu sehen, wenn du dich deinem Geschöpf schon einmal so gezeigt hast.“ Ach, wenn doch Menschen, die nach Gelehrsamkeit streben, sich so große Mühe geben würden, im Apostolat Trost zu finden, wie sie Tag und Nacht darauf verwenden, Wissen zu erwerben! Wenn ein Student die Freuden des Studiums darin suchen würde, seinem Nächsten das zu vermitteln, was nötig ist, um Gott zu erkennen und ihm zu dienen – um wie viel getrösteter und bereiter wäre er, über sich selbst Rechenschaft abzulegen, wenn er bei der Wiederkunft Christi aufgefordert wird, „Rechenschaft über seine Verwaltung abzulegen“! … Ich schließe damit, dass ich Gott unsern Herrn bitte, uns in seiner Herrlichkeit zu versammeln. Um diese Gnadengabe Gottes zu erlangen, lasst uns alle heiligen Seelen der Gebiete, in denen ich mich befinde, als Anwälte und Fürsprecher anrufen… Alle diese heiligen Seelen bitte ich, von Gott unserem Herrn für die restliche Zeit unserer Trennung die Gnade zu erwirken, tief in unseren Seelen seinen heiligen Willen zu erkennen und ihn vollkommen zu verwirklichen.“
(Hl. Franz Xaver (1506 – 1552), Jesuit, Missionar
Brief vom 15.01.1544)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Willibrord
Hl. Engelbert I.
Hl. Ernst
Hl. Gisbert
Hl. Karina
Sel. Vinzenz Grossi

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Samstag, 8. November 2014
Samstag der 31. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es mit euch zu Ende geht. Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen. Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen? Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer wahres Eigentum geben? Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. Das alles hörten auch die Pharisäer, die sehr am Geld hingen, und sie lachten über ihn. Da sagte er zu ihnen: Ihr redet den Leuten ein, dass ihr gerecht seid; aber Gott kennt euer Herz. Denn was die Menschen für großartig halten, das ist in den Augen Gottes ein Greuel.“ (Lukas 16,9-15)

„„Abraham saß vor dem Eingang seines Zeltes, heißt es in der Schrift, er saß dort in der Mittagshitze“ (vgl. Gen 18,1). Die anderen ruhten, er aber wachte aufmerksam darüber, ob vielleicht Gäste ankommen. Er hat es wohl verdient, dass Gott ihn bei der Eiche von Mambre besucht, da er mit so viel Eifer darum bemüht war, die Gastfreundschaft zu pflegen… Ja, die Gastfreundschaft ist ein hohes Gut und sie wird eigens belohnt: Sie macht die Menschen zuerst dankbar; dann aber – und das ist das wichtigste – empfängt sie von Gott ihren Lohn. Wir alle sind hier in diesem Land des Exils nur vorübergehende Gäste. Eine Zeit lang können wir unter einem Dach wohnen. Bald aber heißt es, wieder umzuziehen. Seien wir auf der Hut! Wenn wir hart oder nachlässig in der Aufnahme von Fremden waren, dann könnten, wenn der Lauf dieses Lebens abgelaufen ist, auch die Heiligen ihrerseits es zurückweisen, uns aufzunehmen. „Macht euch Freunde mit Hilfe des bösen Mammons“, sagt der Herr im Evangelium, „damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet“ (Lk 16,9)… Denn weißt du wirklich, ob es nicht Gott ist, den du empfängst, während du glaubst, es nur mit Menschen zu tun zu haben? Abraham empfängt Reisende; doch in Wirklichkeit nimmt er Gott und seine Engel bei sich auf. Auch du, der du einen Fremden aufnimmst, nimmst Gott bei dir auf. Jesus, der Herr, bezeugt es im Evangelium: „Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen… Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,35.40).“
(Hl. Ambrosius (um 340 – 397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Über Abraham, I, 5, 32-35)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Gottfried von Amiens
Hl. Gregor von Einsiedeln
Sel. Johannes Duns Skotus
Hl. Willehad

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Sonntag, 9. November 2014
32. Sonntag im Jahreskreis

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Roland von Hasnon
Hl. Erpho von Münster
Hl. Herfrid
Hl. Ragnulf
Hl. Theodor von Euchaita

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