ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien + Heilige (32.Woche im JK)

Lesejahr: A II, StB: IV. Woche

*

Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Lobpreis und Gebet: Die Evangelien dieser Woche bieten reichhaltigste Nahrung! – Siebenmal sollen wir vergeben, wenn unser Bruder gegen uns sündigt. – Wehe uns, wenn wir unsere Mitmenschen verführen. – Wir sollen erkennen, dass wir nichts als unsere Schuldigkeit tun, wenn wir Gott dienen. – Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem, fragt Jesus nach. – Wenn wir aber unsere Schuldigkeit tun und Gott lobpreisen, dann erleben wir schon jetzt das Himmelreich auf Erden. – Und schließlich fragt Jesus am Ende dieser Woche: Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde noch Glauben vorfinden? – Worauf noch warten? Packen wir an, nehmen unsere Kreuze auf uns, und alles andere macht der Herr. Und nicht vergessen: Es ist immer Zeit zu beten.

*

Montag, 10. November 2014
Montag der 32. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet. Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt. Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er sich ändert, vergib ihm. Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!, so sollst du ihm vergeben. Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.“ (Lukas 14,12-14).

„„Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“. „Ertragt einander in Liebe“ (Gal 6,2; Eph 4,2): Das ist das eigentliche Gesetz Christi. Wenn ich an meinem Bruder etwas wahrnehme, was auf Grund bestimmter Schwierigkeiten oder körperlicher oder psychischer Defizite nicht verbessert werden kann – warum ertrage ich ihn dann nicht mit Geduld? Warum tröste ich ihn dann nicht von Herzen, nach den Worten der Schrift: „Ihre Kinder wird man auf den Armen tragen und auf den Knien schaukeln“ (Jes 66,12)? Fehlt mir vielleicht die Liebe, die alles erträgt, die geduldig Kranken aufhilft, langmütig liebt (vgl. 1 Kor 13,7)? Das ist jedenfalls das Gesetz Christi: In seiner Passion hat er wirklich „unsere Krankheit getragen“, in seiner Barmherzigkeit „unsere Schmerzen auf sich geladen“ (Jes 53,4), und die geliebt, die er trug, und die getragen, die er liebte. Wer sich jedoch seinem Bruder gegenüber, der in Schwierigkeiten steckt, streitsüchtig erweist, wer ihm in seiner Schwäche, eine Falle, welcher Art auch immer, stellt, der unterwirft sich ganz offensichtlich dem Gesetz des Teufels und vollzieht es. So lasst uns doch Mitgefühl füreinander haben und einander in brüderlicher Liebe zugetan sein! Lasst uns Schwächen ertragen und Mängel beseitigen!… Und es ist wirklich jede Lebensweise Gott gefällig, die es einem ermöglicht, sich noch aufrichtiger der Liebe Gottes und, um seinetwillen, der Nächstenliebe hinzugeben – ob nun als geweihte Person oder als Laie.“
(Hl. Isaak von Stella, 12. Jhdt., Zisterziensermönch,
Predigt 31: PL 194, 1792, SC 207)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Leo der Große
Hl. Johannes Skotus
Hl. Justus
Hl. Andreas Avellino

*

*
Dienstag, 11. November 2014
Dienstag der 32. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit sprach Jesus: Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.“ (Lukas 17,7-10).

„Die Augen des Herrn schauen auf die Demütigen, um ihnen eine Freude zu machen. Von den Stolzen wendet sich das Angesicht des Herrn jedoch ab, um sie zu demütigen. Der Demütige darf sich des tiefen Mitgefühls Gottes stets sicher sein… Mach dich vor allen Menschen in allem klein, und du wirst höher erhoben als alle Fürsten dieser Welt. Mach du den Anfang, umarme alle Menschen, mach dich klein vor ihnen – und du wirst geachteter sein als die, die ihnen Gold anbieten. Beuge dich tief, bis zu Erde, und du wirst Gottes Glorie in dir erleben. Denn wo Demut keimt, breitet sich die Herrlichkeit Gottes aus… Wenn du Demut im Herzen hast, offenbart dir Gott darin seine Herrlichkeit… Trachte nicht nach Ehre, dann wird sie dir nicht genommen. Die Ehre flieht vor dem, der ihr nachläuft. Aber sie geht dem nach, der ihr aus dem Weg geht, und macht seine Demut aller Welt bekannt. Wenn du dich selber gering darstellst, um nicht geehrt zu werden, dann wird Gott dich ihr kundtun. Wenn du aus Liebe zur Wahrheit dich selbst rügst, lässt Gott es zu, dass du vor allen seinen Geschöpfen gerühmt wirst. Sie öffnen dir die Türe zur Herrlichkeit deines Schöpfers und rühmen dich. Denn du bist wirklich sein Abbild und ihm ähnlich (Gen 1,26).“
(Isaak der Syrer  (7. Jh.), Mönch in Ninive bei Mossul im heutigen Irak, Heiliger der orthodoxen Kirchen
Ansprachen, 1. Reihe, Nr. 5)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Martin
Hl. Menas
Hl. Theodor Studites
Hl. Heinrich von Heisterbach
Hl. Bertuin von Malonne
Hl. Hademunda
Sel. Eugen (Vinzenz) Bossilkov

*

*
Mittwoch, 12. November 2014
Mittwoch der 32. Woche im Jahreskreis

„Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns! Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und während sie zu den Priestern gingen, wurden sie rein. Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm. Dieser Mann war aus Samarien. Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind die übrigen neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.“ (Lukas 17,11-19).

„Ich danke dir, Gott, für alle Gnaden,
Die du mir ununterbrochen schenkst.
Sie leuchten mir, wie die helle Sonne,
Durch sie weist du mir den sicheren Weg.

Ich danke dir, Gott, für meine Erschaffung.
Aus dem Nichts hast du mich zum Sein gebracht,
Dein göttliches Siegel mir auferlegt.
Das alles hast du aus Liebe gemacht.

Ich danke dir für die heilige Taufe,
Durch die ich in Gottes Familie kam.
Ein Gnadengeschenk — das ohnegleichen
Unsere Seele zu wandeln begann.

Ich danke dir, Herr, für die heilige Beichte,
Die Quelle unergründlicher Barmherzigkeit.
Für den Born unbegreiflicher Gnaden,
In dem die Sünderseelen rein werden.

Ich danke dir für die heilige Kommunion,
In der du dich Selbst an uns verschenkst.
Ich spüre, wie dein Herz in meiner Brust schlägt,
Wie du in mir das Leben Gottes lenkst.

[…]

Heiligste Dreifaltigkeit, dir sei Dank für die Gnaden,
Mit denen du mich überschüttet hast im Leben.
Bei Anbruch der Ewigkeit wird mein Dank sich noch mehren
Und mein Loblied zu deiner Ehre erheben.“
(Hl. Faustine Kowalska (1905 – 1938), Ordensschwester
Tagebuch § 1286)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Josaphat
Hl. Ämilian
Hl. Arsacius
Hl. Didacus (Didactus, Diégo) von Alcalá
Hl. Kunibert
Hl. Lebuin (Liebwinm, Liafwin)

*

*
Donnerstag, 13. November 2014
Donnerstag der 32. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen könnte. Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es!, oder: Dort ist es! Denn: Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch. Er sagte zu den Jüngern: Es wird eine Zeit kommen, in der ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu erleben; aber ihr werdet ihn nicht erleben. Und wenn man zu euch sagt: Dort ist er! Hier ist er!, so geht nicht hin, und lauft nicht hinterher! Denn wie der Blitz von einem Ende des Himmels bis zum andern leuchtet, so wird der Menschensohn an seinem Tag erscheinen. Vorher aber muss er vieles erleiden und von dieser Generation verworfen werden.“ (Lukas 17,20-25).

„Der Dank, die Dankbarkeit dessen, der empfängt, verleitet den, der gibt, immer mehr zu geben. Wer sich jedoch für die kleinsten Dinge nicht bedankt, dessen Danksagung für Großes kann nur ungerechtfertigt und verlogen sein. Der Kranke, der um seine Krankheit weiß, kann um Heilung bitten; wer zugibt, dass er leidet, ist der Heilung nah und wird sie leichter finden. Erinnere dich an den Fall derer, die sich stark wähnten, und geh demütig mit deinen Tugenden um… Mach Jagd auf dich selbst, und dein Feind wird nicht an dich herankommen. Schaff in dir Frieden, und Himmel und Erde werden dich mit Frieden überschütten. Bemühe dich, in die Schatzkammer deines Herzens zu gelangen, und du wirst den Schatz des Himmels erblicken. Denn das Eine und das Andere sind das Gleiche. Wenn du Zutritt zu dem Einen hast, erblickst du Beide. Die Leiter, die zu diesem Reich hinaufführt, ist in dir, verborgen in deiner Seele. Tauche in dich hinab und entdecke dort deine Sünde: Dort wirst du die Stufen finden, auf denen du nach oben steigen kannst…: „Das Himmelreich ist in euch.“ „
(Isaak der Syrer  (7. Jh.), Mönch in Ninive bei Mossul im heutigen Irak, Heiliger der orthodoxen Kirchen
Ansprachen, 1. Reihe, Nr. 30)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Sel. Carl Lampert
Hl. Brictius
Hl. Gerberg
Hl. Himerius (Himer, Immer)
Hl. Augustina (Livia) Pietrantoni
Hl. Siard
Hl. Stanislaus Kostka
Hl. Wilhelm von Richnach
Hl. Eugen II.
Hl. Homobonus
Hl. Nikolaus I.

*

*
Freitag, 14. November 2014
Freitag der 32. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie es zur Zeit des Noach war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein. Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle. Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit des Lot war: Sie aßen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten. Aber an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle kamen um. Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn offenbart. Wer dann auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, soll nicht hinabsteigen, um sie zu holen, und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren. Denkt an die Frau des Lot! Wer sein Leben zu bewahren sucht, wird es verlieren; wer es dagegen verliert, wird es gewinnen. Ich sage euch: Von zwei Männern, die in jener Nacht auf einem Bett liegen, wird der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen. Von zwei Frauen, die mit derselben Mühle Getreide mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen. Da fragten sie ihn: Wo wird das geschehen, Herr? Er antwortete: Wo ein Aas ist, da sammeln sich auch die Geier.“ (Lukas 17,26-37).

„Der Herr gab seinen Jüngern wichtige Ratschläge, damit ihr Geist alles Irdische an ihrer Natur abschüttele und sich zur Sehnsucht nach den übernatürlichen Wirklichkeiten erhebe. Wenn man sich dem himmlischen Leben zuwendet, gilt es, stärker zu sein als der Schlaf und den Geist immer wachzuhalten… Ich spreche von der Schläfrigkeit all derer, die auf die Lüge über das Leben hereingefallen sich, und zwar durch ihre trügerischen Träume von Ehre, Reichtum und Macht, von einem Leben in Prunk und betörender Lustbarkeit; aber auch durch Ehrgeiz, Genusssucht, Eitelkeit und durch all das, wozu oberflächliche Menschen von ihrer Phantasie gedrängt werden. All das zerrinnt in der Vergänglichkeit der Zeit; es gehört in den Bereich des Scheins…; kaum ist es existent geworden, vergeht es schon wieder, wie eine Welle im Meer… Damit unser Geist befreit wird von diesem Blendwerk, ermuntert uns der Logos, das Wort Gottes, diesen Tiefschlaf aus den Augen unserer Seele zu reiben, damit wir nicht dem anhangen, was keine Beständigkeit hat; damit wir nicht die echten Realitäten aus den Augen verlieren. Deshalb mahnt er uns zur Wachsamkeit und sagt: „Legt euren Gürtel nicht ab und lasst eure Lampen brennen“ (Lk 12,35). Denn ein helles Licht vor Augen vertreibt den Schlaf, und der eng geschnallte Gürtel bewahrt den Leib davor, von Schlaf überwältigt zu werden… Wer sich mit Enthaltsamkeit gürtet, lebt im Licht eines reinen Gewissens; kindliches Vertrauen erhellt das Leben wie eine Leuchte… Wenn wir so leben, eröffnet sich uns ein Leben, das dem der Engel gleicht. “
(Hl. Gregor von Nyssa, 4. Jhdt., Mönch und Bischof
Predigten über das Hohelied, Nr. 11,1)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Alberich von Utrecht
Bernhard Letterhaus
Sel. Maria Merkert
Hl. Nikolaus Tavelic
Hl. Sidonius
Hl. Laurentius O´Toole von Dublin

*

*
Samstag, 15. November 2014
Samstag der 32. Woche im Jahreskreis

„In jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten: In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Feind! Lange wollte er nichts davon wissen. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; trotzdem will ich dieser Witwe zu ihrem Recht verhelfen, denn sie lässt mich nicht in Ruhe. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht. Und der Herr fügte hinzu: Bedenkt, was der ungerechte Richter sagt. Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde noch Glauben vorfinden?“ (Lukas 18,1-8)

„Aller Sinn mönchischer Existenz und die Vollkommenheit des Herzens gründen auf dem ununterbrochenen und unverdrossenen Gebet. Es geht dabei – soweit der Mensch in seiner Störanfälligkeit dazu fähig ist – um das Streben nach absolutem Seelenfrieden und um die vollkommene Reinheit des Herzens. Das lässt uns körperliche Arbeit mutig angehen und mit allen Mitteln nach echter Bußfertigkeit trachten, in unermüdlicher Beharrlichkeit. Um inbrünstig und lauter beten zu können, müssen wir mit aller Zuverlässigkeit folgende Punkte einhalten. Zuvorderst müssen wir uns ganz und gar frei machen von der Unruhe, die von der Welt kommt. Es muss absolut ausgeschlossen sein, dass unsere Sorge irgendwelchen Geschäften oder Interessen gilt. Ebenso müssen wir verzichten auf üble Nachrede, Klatsch, leeres Gerede und derbe Späße. Vor allem sollten wir Zorn und Niedergeschlagenheit im Keim ersticken, dass sie uns nicht aus dem Gleichgewicht bringen; zum Verlöschen bringen die Glut des fleischlichen Begehrens und die Anhänglichkeit ans Geld… Nach dieser Reinigung, die Lauterkeit und Schlichtheit bewirkt, müssen wir das feste Fundament einer tiefen Demut legen, das den geistigen Turm tragen kann, der in den Himmel reichen kann. Schließlich müssen wir, damit das geistliche Gebäude der Tugenden hienieden Bestand hat, unserer Seele jegliche Zertrennung durch Abschweifungen und dumme Gedanken untersagen. Dann steigt allmählich ein gereinigtes und freies Herz empor, empor bis zur Anschauung Gottes und der intuitiven Erkenntnis der geistigen Wirklichkeiten. „
(Hl. Johannes Kassian, 4. Jhdt., Klostergründer in Marseille
Vorträge, Nr. 9; SC 34)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Albert der Große
Hl. Leopold III.
Hl. Anianus
Hl. Findanus (Fintan) von Rheinau
Hl. Marinus von Aibling

*

*
Sonntag, 16. November 2014
33. Sonntag im Jahreskreis

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Margareta von Schottland
Hl. Otmar
Hl. Waltger
Hl. Edmund Rich von Abingdon
Hl. Agnes von Assisi

*

Quellen: Schott und Evangelium Tag für Tag

***

*

Wir freuen uns über deinen Beitrag:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s