ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien + Heilige (34.Woche im JK)

Lesejahr: A II, StB: II. Woche

*

„Alles geben, um alles zu empfangen“ lautet die Überschrift eines Kommentars zum Montagsevangelium vom Sel. Charles de Foucauld: Das stimmt uns auf die Woche ein, in der JESUS Seine Endzeitrede (in der Fassung des Lukasevangeliums) hält. Die Zerstörung des Jerusalemer Tempels (zur Zeit Christi völlig erneuert und eines der herrlichsten Gebäude im Vorderen Orient) wird von IHM vorausgesagt, wie auch Seine Wiederkunft. JESUS spricht von Zeichen, die der Gläubige erkennen wird, so wie der naturverbundene Mensch am Feigenbaum (dem einzigen Baum Palästinas, der im Winter seine Blätter verliert) den Wechsel der Jahreszeiten erkennt. CHRISTUS legt uns angesichts des kommenden Endes der Welt ans Herz, auch bei der Aussicht auf Unruhen, Kriege und Opfer in vertrauender Gelassenheit zu leben. Dann wird uns das Bekenntnis zu GOTT vom Heiligen Geist gegeben und kein Haar gekrümmt werden. Wir sollen wachen und beten – bis JESU Wiederkunft in Kraft und Herrlichkeit.

PS: Ab sofort verwende ich eine Bibelübersetzung, die im Vergleich zur Einheitsübersetzung eine etwas kraftvollere und doch authentische Sprache verwendet. Damit bin ich nicht der Einzige, der die „Schlachter 2000„-Übersetzung bevorzugt. Ich denke, dass es auch für alle, die sich für die Einheitsübersetzung entschieden haben, ganz interessant sein kann, die sprachlichen Unterschiede zu erleben.

*

Montag, 24. November 2014
Montag der 34. Woche im Jahreskreis

1 Als er aber aufblickte, sah er, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. 2 Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein; 3 und er sprach: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle! 4 Denn diese alle haben von ihrem Überfluss zu den Opfergaben für Gott beigetragen; sie aber hat aus ihrer Armut heraus alles eingelegt, was sie zum Lebensunterhalt besaß. (Lukas 21,1-4).

Nein, Gott hat das Heil nicht abhängig gemacht von Wissen, Intelligenz, Reichtum, langer Lebenserfahrung – Gaben, die in ihrer Seltenheit nicht allen zuteil werden. Er hat das Heil abhängig gemacht von dem, was allen, absolut allen, in die Hand gelegt ist: Jungen und Alten, Menschen jeden Alters und jeder gesellschaftlichen Herkunft, jeden Grades von Intelligenz und Vermögen. Er hat es gebunden an das, was alle, ausnahmslos alle, ihm geben können, was jeder mit ein bisschen gutem Willen ihm geben kann. Ein wenig guter Wille – mehr ist nicht nötig, um sich den Himmel zu verdienen, was für Jesus verbunden ist mit Demut, mit der Fähigkeit sich klein zu machen, mit der Hintanstellung der eigenen Person, mit Gehorsam, an anderer Stelle auch mit der Armut im Geiste, der Reinheit des Herzens, der Gerechtigkeitsliebe, des Friedenswillens etc. (Mt 5,3f). Darum lasst uns Hoffnung schöpfen; denn durch die Barmherzigkeit Gottes ist uns das Heil so nahe; es ist in unsere Hände gelegt, und ein wenig guter Wille genügt, es zu erlangen.“
(Sel. Charles de Foucauld (1858 – 1916), Eremit und Missionar in der Sahara
Meditationen über die Perikopen in den heiligen Evangelien, in denen von fünfzehn Tugenden die Rede ist, Nr. 69, Nazaret, 1897-98)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Andreas Dung-Lac
Hl. Flora
Hl. Hitto
Hl. Johannes Leisentritt
Hl. Albert von Lüttich
Hl. Balsam
Sel. Augustin Schoeffler

*

*
Dienstag, 25. November 2014
Dienstag der 34. Woche im Jahreskreis

Jesus sagt die Zerstörung des Tempels voraus:

„5 Und als etliche von dem Tempel sagten, dass er mit schönen Steinen und Wei¬hegeschenken geschmückt sei, sprach er: 6 Was ihr da seht — es werden Tage kommen, wo kein Stein auf dem ande¬ren bleiben wird, der nicht abgebrochen wird! 7 Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann wird denn dies geschehen, und was wird das Zeichen sein, wann es geschehen soll?

Ankündigung von Verführung und Verfolgung:

8 Da sprach er: Habt Acht, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist nahe! Lauft ih¬nen nun nicht nach! 9 Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hören werdet, so erschreckt nicht; denn dies muss zuvor geschehen; aber das Ende kommt nicht so bald. 10 Dann sprach er zu ihnen: Ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; 11 und es wird hier und dort gro¬ße Erdbeben geben, Hungersnöte und Seuchen; und Schrecknisse und große Zei¬chen vom Himmel werden sich einstellen.“  (Lukas 21,5-11).

„Der Herr wird vom Himmel herabkommen auf den Wolken, er, der auf den Wolken emporgehoben wurde (Apg 1,9). Es ist wirklich er, der gesagt hat: „Und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen“ (Mt 24,30). Aber was wird das echte Zeichen seiner Wiederkunft sein, das Zeichen der Furcht, mit dessen Nachahmung die feindlichen Mächte es wagen, uns irrezuführen? „Danach“, sagte er, „wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen“ (Mt 24,30). Das zuverlässige und Christus eigentümliche Zeichen ist aber das Kreuz. „Das Kreuzzeichen aus Licht wird dem König vorangehen und den bezeichnen, der zuerst gekreuzigt worden ist“, damit bei diesem Anblick diejenigen, die ihn einst mit Nägeln durchbohrt und gefesselt haben, sich an die Brust schlagen (Sach 12,10) und sagen: „Hier ist er, dem man ins Gesicht geschlagen hat, dem man ins Gesicht gespuckt hat, den man in Ketten gelegt hat, den man einst am Kreuz erniedrigt hat.“ Sie werden sagen: „Wohin sollen wir fliehen, um uns vor deinem zornigen Blick zu verbergen?“ (Offb 6,16). Und umzingelt von Engelscharen werden sie nirgendwo eine Zuflucht finden.

Für die Feinde des Kreuzes wird die Furcht das Zeichen sein; für seine Freunde aber, die daran geglaubt oder es verkündet oder dafür gelitten haben, wird es die Freude sein. Wer wird nun dann das Glück haben, als Freund Christi befunden zu werden? Er wird seine Diener gewiss nicht übergehen, er, der glorreiche König, der umringt ist vom Chor der Engel und auf demselben Thron sitzt wie der Vater (vgl. Offb 3,21). Denn damit die Auserwählten nicht verwechselt werden mit den Feinden, „wird er seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden, und sie werden die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen“ (Mt 24,31). Als Lot auf sich allein gestellt war, hat er ihn nicht vergessen (Gen 19,15; Lk 17,28). Wie sollte er da auf die vielen Gerechten vergessen? „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid“ (Mt 25,34), wird er zu denen sagen, die, von den Engeln gesammelt, auf den Wolken herbeikommen.“
(Hl. Cyrill von Jerusalem (313 – 350), Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer
Taufkatechese 15)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Katharina von Alexandrien
Hl. Egbert
Sel. Elisabeth von Reute
Hl. Alanus (Alan)
Hl. Margareta von Roskilde
Hl. Immina von Karlburg
Hl. (Philopater) Mercurius
*

*
Mittwoch, 26. November 2014
Mittwoch der 34. Woche im Jahreskreis

„12 Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse übergeben und vor Könige und Fürsten führen um meines Namens willen. 13 Das wird euch aber Gelegenheit zum Zeugnis geben. 14 So nehmt euch nun zu Herzen, dass ihr eure Verteidigung nicht vorher überlegen sollt; 15 denn ich will euch Weisheit und Fähigkeit zu reden geben, der alle eure Widersacher nicht werden widerspre¬chen noch widerstehen können.
16 Ihr werdet aber auch von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden ausgeliefert werden, und man wird etliche von euch töten, 17 und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. 18 Doch kein Haar von eurem Haupt wird verloren gehen. 19 Gewinnt eure Seelen durch euer standhaftes Ausharren!“ 
(Lukas 21,12-19).

„Bleibt mutig und standhaft und bekennt euch zur himmlischen Herrlichkeit…; geht mit dem Mut vor, der euch eingegeben wird, um die Krone entgegenzunehmen. Der Herr führt und schützt euch, er, der gesagt hat: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20)… Wie vortrefflich ist ein Kerker, der die Kinder Gottes in den Himmel schickt!…

Jetzt möge es in euren Herzen und euren Seelen nichts anderes mehr geben als die göttlichen Unterweisungen und die Gebote des Herrn, derer sich der Heilige Geist bedient hat, um euch Mut zu machen, das Leiden zu ertragen. Keiner denke an den Tod; er denke an  die Unsterblichkeit; auch nicht an das vorübergehende Leiden, sondern an die ewige Herrlichkeit. Es steht ja geschrieben: „Kostbar ist in den Augen des Herrn das Sterben seiner Frommen“ (Ps 115,15 Vulgata)… Und auch (an der Stelle, wo die Heilige Schrift von den Qualen spricht, durch die Märtyrer Gottes sich heiligen): „In den Augen der Menschen wurden sie gestraft, doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit…

Sie werden Völker richten und über Nationen herrschen, und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit (Weish 3,4.8). Wenn ihr also daran denkt, dass ihr einst mit Christus zu Gericht sitzt und mit ihm herrscht, dann werdet ihr in der Vorfreude auf das kommende Glück jauchzen und die gegenwärtigen Qualen für nichtig erachten.

Außerdem hat der Herr sich selbst zum Beispiel gegeben; denn er verkündet, dass man nur auf die gleiche Weise wie er in sein Reich kommen kann: „Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben“ (Joh 12,25)… Der hl. Paulus mahnt uns auf gleiche Weise; da wir das erreichen wollen, was der Herr uns versprochen hat, müssen wir dem Herrn in allem folgen: „Wir sind Kinder Gottes. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben, Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden“ (Röm 8,16f). „
(Hl. Cyprian (um 200 – 258), Bischof von Karthago und Märtyrer
Brief an die Bekenner des Glaubens, 6,1-2)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Konrad und Hl. Gebhard
Hl. Adalbert (Albert) von Oberalteich
Hl. Bertger
Hl. Ida von Köln
Hl. Leonhard von Porto Maurizio
Hl. Humilis (Lukas Antonus) Pirozzo

*

*
Donnerstag, 27. November 2014
Donnerstag der 34. Woche im Jahreskreis

Die Ankündigung der Zerstörung Jerusalems:

„20 Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist. 21 Dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; und wer in [Jerusalem] ist, der ziehe fort aus ihr; und wer auf dem Land ist, der gehe nicht hinein in sie. 22 Denn das sind Tage der Rache, damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht. 23 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not im Land sein und Zorn über dieses Volk! 24 Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwerts und gefangen weggeführt werden unter alle Heiden. Und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.

Das Kommen des Menschensohnes in Kraft und Herrlichkeit

25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen, 26 da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. 27 Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.
28 Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.“ (Lukas 21,20-28).

„„Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch“, sagt der Herr (Lk 17,21). Wende dich mit ganzem Herzen dem Herrn zu, verlasse diese erbärmliche Welt, und deine Seele wird den Frieden finden. Lerne es, das Äußere geringzuschätzen, und widme dich dem Inneren, dann wirst du erfahren, dass das Reich Gottes zu dir kommt. Denn „das Reich Gottes ist Gerechtigkeit und Freude im Heiligen Geist“ (Röm 14,17); den Sündern wird es nicht zuteil.

Christus kommt zu dir mit seinem Trost, wenn du ihm in deinem Inneren eine würdige Wohnung bereitest. „All seine Herrlichkeit und Schönheit stammt von innen“ (Ps 44,15 Vg); daran findet er Gefallen. Häufig besucht er den inneren Menschen zu einem liebevollen Gespräch, spendet ihm willkommenen Trost, schenkt ihm tiefen Frieden in vertrautem Umgang. So bereite denn, treue Seele, dein Herz für deinen Bräutigam, damit er zu dir kommen und in dir wohnen mag. Denn er sagt ja: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten, mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“ (Joh 14,23)… Ein innerlicher Mensch kann sich leicht sammeln, weil er sich nie ganz nach außen verliert; die Arbeit draußen oder unaufschiebbare Betätigungen bringen ihn nicht aus der Ruhe. Er passt sich den Dingen an, so wie sie kommen… Wer gesammelt und ausgeglichen ist, den berühren die alltäglichen Sensationen und Skandale kaum… Wenn du auf irdischen Trost  verzichtest, erschließen sich dir die Dinge des Himmels und du erfährst oft innere Freuden.“
(Die Nachfolge Christi, Erbauungsbücher aus dem 15. Jahrhundert )

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Bilhildis
Hl. Oda
Hl. Modestus
Hl. Acharius von Noyon
Hl. Virgilius (Fergal) von Salzburg

*

*
Freitag, 28. November 2014
Freitag der 34. Woche im Jahreskreis

29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume! 30 Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist. 31 So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist. 32 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht ver¬gehen, bis alles geschehen ist. 33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Lukas 21,29-33).

„„Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: Sobald sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist.“ Gerade so, als wolle unser Erlöser zum Ausdruck bringen: „Wenn man das Nahen des Sommers an den Blättern der Bäume erkennt, so kann man auch an dem Verfall der Welt erkennen, dass das Reich Gottes nahe ist.“ Diese Worte zeigen uns deutlich, dass das Reifen der Welt zugleich ihren Untergang bedeutet; sie wächst nur, um zu fallen; sie treibt nur Knospen, um alles, was Knospen angesetzt hat, dem Untergang zu weihen. Zu Recht wird das Reich Gottes mit dem Sommer verglichen; denn da verziehen sich die Wolken unserer Traurigkeit und die Tage des Lebens leuchten im Licht der ewigen Sonne…

„Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ Im Reich der Materie ist nichts beständiger als Himmel und Erde, und auf Erden ist nichts vergänglicher als ein gesprochenes Wort… Wenn der Herr erklärt: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“ – will er damit nicht sagen: „Alles, was um euch herum von Dauer ist, ist vor der Ewigkeit nicht von Dauer, und alles, was bei mir zu vergehen scheint, ist in Wirklichkeit unveränderlich und unvergänglich; denn meine Worte, die verklingen, drücken Gedanken aus, die bleiben und unveränderlich sind“?…

Also, liebe Brüder, hängt euer Herz nicht an diese Welt, die, wie ihr seht, nicht von Bestand ist. Macht euren Geist an dem Wort des Apostels Johannes fest, mit dem er uns warnen will: „Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht“ (1 Joh 2,15).“
(Hl. Gregor der Große (um 540 – 604), Papst und Kirchenlehrer
Homilien zu den Evangelien, Nr. 1)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Berta
Hl. Gunther
Hl. Hathumod

*

*
Samstag, 29. November 2014
Samstag der 34. Woche im Jahreskreis

Ermahnung zur Wachsamkeit:

„34 Habt aber Acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag unversehens über euch kommt! 35 Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen. 36 Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewür¬digt werdet, diesem allem zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!“ (Lukas 21,34-36)

„Mein Freund, wenn man Gott wohlgefällig ist, dann ist das auch Gebet und das will mir als etwas Schönes erscheinen… Vor allem also sei eifrig im Gebet, ohne dessen müde zu werden, wie geschrieben steht, denn der Herr hat gesagt: „Betet ohne Unterlass.“ Sei eifrig im Wachen, halte die Schläfrigkeit und Trägheit von dir fern, sei aufmerksam Tag und Nacht, ohne dich entmutigen zu lassen.

Ich will dir die Arten des Gebets zeigen: Es gibt also die Bitte, die Danksagung und den Lobpreis (vgl. Phil 4,6). Man bittet, wenn man um Erbarmen für seine Sünden bittet. Danksagung geschieht, wenn du deinem Vater Dank sagst, der im Himmel ist. Und du lobpreist ihn, wenn du ihn für seine Werke lobst. Wenn du in Gefahr bist, trage deine Bitte vor, wenn du bedürftig bist, danke dem, der dir gibt, und wenn du freudig gestimmt bist, bringe deinen Lobpreis dar.

Alle deine Gebete sollst du vor Gott tragen, wie es die Umstände erfordern. Bedenke, was David immer wieder sagte: „Ich habe mich erhoben, um dir für deine Entscheidungen Dank zu sagen, Gerechter“ (Ps 118, 62). In einem anderen Psalm sagt er weiter: „Lobt den Herrn vom Himmel her, lobt ihn in den Höhen“ (Ps 148,1). Schließlich sagt er: „Ich will den Herrn allezeit preisen, sein Lob sei jederzeit in meinem Mund“ (Ps 33,2). Denn du sollst nicht nur auf eine Art beten, sondern wie es die Umstände gebieten.

Ich hingegen, mein Freund, habe die feste Überzeugung, dass Gott den Menschen alles, um was sie unablässig bitten, gibt. Jener jedoch, der [das Gebet] scheinheilig darbringt, wird nicht erhört, wie geschrieben steht: Der, der darbringt, soll seine Gabe wieder und wieder umwenden, um zu sehen, ob sich irgendein Fehler an ihr findet. Dann bringe er sie dar, andernfalls bleibe die Gabe auf der Erde liegen (vgl. Mt 5,23-24; Mk 11,25). Und was anderes ist mit der Gabe gemeint als das Gebet?… Von allen Opfergaben ist nämlich das Gebet wirklich die beste.“
(Aphraat (? – um 345), Mönch und Bischof in Ninive bei Mossul im heutigen Irak, Heiliger der Orthodoxen Kirchen Die Erklärungen, N° 4)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Jutta von Heiligenthal
Hl. Radbod
Hl. Christine von Retters
Hl. Cuthbert Mayne
Sel. Friedrich von Regensburg
Hl. Jolanda von Aywières
Hl. Saturninus
Franz Joseph Rudigier
Hl. Jakob von Sarug
Hl. Francesco Antonio Fasani

*

*
Sonntag, 30. November 2014
Erster Adventssonntag

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Andreas
Hl. Emming
Hl. Attroban

*

Quellen: Schott und Evangelium Tag für Tag

***

*

Wir freuen uns über deinen Beitrag:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s