Wachsamkeit (Ev. vom 1. Adventssonntag)

Artikel- Jobo zum SonntagsEvangelium***

Aber in jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr (all) das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. Seht euch also vor und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

(Mk 13, 24-37)

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Wachsamkeit

Seid wachsam! Christus ermahnt uns im heutigen Evangelium zur Wachsamkeit. Wachsamkeit erfordert dabei nicht 24 Stunden Aktionismus, sieben Tage die Woche. Wachsamkeit bedeutet eine beständige Aufmerksamkeit für das Gute, das Gott von uns will. Die christliche Liebe soll unser ganzes Leben prägen, so dass es zumindest darin keine Schwankungen oder gar Aussetzer gibt.

Warum ist Wachsamkeit so wichtig? Weil uns die Verantwortung übertragen ist! Gott gibt sich in unsere Hände wie der Hausherr sich in die Hände des Dieners begibt. Wenn er, der Diener, schläft, ist das Haus in Gefahr. Wenn wir als Christen unsere Liebe einschlafen lassen, ist das Werk in Gefahr, das Gott uns anvertraut hat. Darum die beständige Wachsamkeit.

Seid bereit für den Herrn, so, wie ein Hausbesitzer sich auf einen Dieb einstellt – ernsthaft, gewissenhaft, wehrhaft. Diese Bereitschaft zeigt sich darin, wie sehr wir den Auftrag Gottes annehmen und umsetzen, den Auftrag zur gegenseitigen Liebe – ohne zeitliche und räumliche Grenzen.

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Josef Bordat betreibt das katholische Weblog Jobo72 (http://jobo72.wordpress.com/)

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