ALLES FÜR DIE WOCHE: Evangelien + Heilige (1.Woche im Advent)

Lesejahr: B I, StB: I. Woche

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Es ist die Woche der Wunder und der Emotionen Jesu. So beginnt diese Woche mit einem meiner Lieblingsevangelien. Das Vertrauen des Mannes, um den es hier geht, ist grenzenlos, wenn es um Jesu Macht und Fähigkeit geht. Selbst der Sohn Gottes war „verwundert“ über den Hauptmann von Kafarnaum (Kapernaum in der Übersetzung der Schlachter-Bibel). Ich erinnere mich noch gut daran, beim ersten bewussten Lesen/Hören dieser Bibelstelle ganz entsetzt gewesen zu sein: Wie kann es sein, dass uns die Schrift lehrt, für einen anderen zu bitten, und wir in der Heiligen Messe für uns selbst bitten?

Es geht um bedingungsloses Vertrauen. Wenn wir es nicht oder nur sehr selten schaffen, grenzenlos zu lieben, so ist es unsere heilige Pflicht, uns bedingungslos lieben zu lassen (von IHM); dann aber sollten wir beginnen, IHM grenzenlos zu glauben und zu vertrauen – wie der Hauptmann.  

In dieser Woche begegnen wir auch einem sehr emotionalen Jesus. Am Montag ist Christus verwundert (ER, der heilend berührt, wird durch eines Menschen Glauben berührt), am Dienstag hören wir von IHM, wie Er im Geist der Dreifaltigkeit jubelt, und am Samstag schließlich zeigt Jesus großes Mitleid mit der Menge, „weil [alle] ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“. Die Menschenmenge, die sich am Ostufer des Sees im Gebiet der Dekapolis versammelt hatte, bestand vermutlich überwiegend aus Heiden. JESUS überschreitet hier die programmatischen Grenzen (V24: „Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“) und speist die Viertausend. So kann die Menge schon als Abbild des künftigen Miteinanders von Juden und Heiden im neuen Gottesvolk verstanden werden.

JESUS – voller Emotionen – zeigt uns, dass die Wachsamkeit im Advent nichts mit Regungslosigkeit zu tun hat: Vielmehr bedeutet Advent Hoffen, Staunen, Mitleiden, Berühren und Berührtwerden; schließlich bedeutet Advent wachsames Warten – auf das Kommen des Reiches GOTTES.

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PS: Die Bibelstellen werden in der Übersetzung der Schlachter-Bibel zitiert. Ich denke, dass es auch für diejenigen, die der Einheitsübersetzung folgen, ganz interessant sein kann, die sprachlichen Unterschiede zu erleben.

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Montag, 1. Dezember 2014
Montag der 1. Woche im Advent

5 Als Jesus aber nach Kapernaum kam, trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn 6 und sprach: Herr, mein Knecht liegt daheim gelähmt danieder und ist furchtbar geplagt! 7 Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen! 8 Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden! 9 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht, und habe Kriegsknechte unter mir; und wenn ich zu diesem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem anderen: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er’s.
10 Als Jesus das hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden! 11 Ich sage euch aber: Viele werden kommen vom Osten und vom Westen und werden im Reich der Himmel mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tisch sitzen.

(Matthäus 8,5-11).

Es freue sich unsere Seele und unser Leib ruhe in der Hoffnung, während er auf  unseren Retter und Herren Jesus Christus wartet, der ihn verwandeln wird, um ihn seinem verherrlichten Leib gleich zu gestalten. Ein Prophet schrieb: „Wenn meine Seele nach dir dürstet, um wieviel mehr noch schmachtet mein Leib nach dir, wie dürres lechzendes Land ohne Wasser! (vgl. Ps 63,2). Die Seele dieses Propheten rief voller Verlangen das erste Kommen des Retters herbei, der sie loskaufen würde; doch sein Leib rief mit noch größerem Verlangen das endgültige Kommen herbei, bei dem er verherrlicht werden würde. Dann werden all unsere Wünsche in Erfüllung gehen: Die ganze Welt wird erfüllt sein von der Majestät Gottes. Möge Gottes Barmherzigkeit uns zu dieser Herrlichkeit hinführen, zu diesem Glück, zu diesem Frieden, der alles Verstehen übersteigt (Phil 4,7), und möge unser Herr Jesus Christus nicht zulassen, dass unser glühendes Warten auf das Kommen unseres Erlösers enttäuscht werde.“

(Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153), Zisterziensermönch, Abt und Kirchenlehrer
6. Predigt zum Advent)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Sel. Charles de Foucauld
Hl. Blanca
Hl. Edmund Campion
Hl. Eligius
Hl. Landoald
Nahum
Hl. Natalia (Natalie)
Hl. Leontius von Fréjus

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2. Dezember 2014
Dienstag der 1. Woche im Advent

Jesus sagt die Zerstörung des Tempels voraus:

21 Zu derselben Stunde frohlockte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Va¬ter, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewe¬sen vor dir. 22 Und zu den Jüngern gewandt sagte er: Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater; und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater; und wer der Vater ist, [weiß niemand] als nur der Sohn und wem der Sohn es offenbaren will.
23 Und er wandte sich zu seinen Jüngern besonders und sprach: Glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht! 24 Denn ich sage euch, viele Propheten und Köni¬ge wünschten zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört 

(Lukas 10,21-24).

„„Nach deiner Hilfe sehnt sich meine Seele“ (Ps 119,81), das heißt, während sie wartet. Selige Hilfsbedürftigkeit, die ein Verlangen nach einem noch nicht erhaltenen, aber leidenschaftlich begehrten Gut zu Tage treten lässt. Von wem anders stammen also diese Worte als – seit Anbeginn der Menschheit bis zum Ende aller Zeiten – vom „auserwählten Geschlecht, der königlichen Priesterschaft, dem heiligen Stamm“ (1 Pe 2,9), jedem Menschen der, jeweils in seiner Epoche, im Verlangen nach Christus gelebt hat, lebt oder leben wird?

…Alle diese Menschen müssen also auch denen zugerechnet werden, die singen: „Meine Seele verzehrt sich nach deinem Heil“. Niemals ist zu jener Zeit dieses Verlangen der Propheten gestillt worden, und niemals wird sich auch jetzt dieses Verlangen im Leib Christi stillen lassen, bis dass der von den Propheten verheißene „Schatz aller Völker“ (Hag 2,7) erscheinen wird… Das hier angesprochene Verlangen bezieht sich auf das, was wir wie der Apostel Paulus ersehnen: „das Offenbarwerden Christi“. Von diesem sagt Paulus: „Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit“ (Kol 3,4). Zur Kirche der ersten Zeit, also vor der Geburt aus der Jungfrau, haben Heilige gezählt, die nach der Ankunft des Erlösers im Fleisch verlangten. Zur Kirche heute zählen andere Heilige, die nach dem Offenbarwerden Christi in Herrlichkeit verlangen. Vom Anbeginn der Welt bis zum Ende aller Zeiten kennt dieses Verlangen der Kirche keine Atempause.“

(Hl. Augustinus (354 – 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigten zu den Psalmen, Ps 118, (Enarrationes in psalmos, Nr. 20)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Luzius
Hl. Bibiana
Sel. Johannes van Ruysbroek
Hl. Silverius
Hl. Wisinto

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3. Dezember 2014
Mittwoch der 1. Woche im Advent

29 Und Jesus zog von dort weiter und kam an den See von Galiläa; und er stieg auf den Berg und setzte sich dort. 30 Und es kamen große Volksmengen zu ihm, die hatten Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich. Und sie legten sie zu Jesu Füßen, und er heilte sie, 31 so dass sich die Menge verwunderte, als sie sah, dass Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gingen und Blinde sehend wurden; und sie priesen den Gott Israels.

Die Speisung der Viertausend

32 Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach: Ich bin voll Mitleid mit der Menge; denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen, und ich will sie nicht ohne Speise entlassen, damit sie nicht auf dem Weg verschmachten. 33 Und seine Jünger sprachen zu ihm: Woher sollen wir in der Einöde so viele Brote nehmen, um eine so große Menge zu sättigen? 34 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben, und ein paar Fische. 35 Da gebot er dem Volk, sich auf die Erde zu lagern, 36 und nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern; die Jünger aber gaben sie dem Volk. 37 Und sie aßen alle und wurden satt und hoben auf, was an Brocken übrig blieb, sieben Körbe voll. 

(Matthäus 15,29-37).

„„Ich bin das Brot des Lebens“, sagt Jesus, „wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben“(Joh 6,35). … Damit weist er in zweifacher Weise auf die ewige Sättigung hin, bei der es keinerlei Mangel mehr gibt.

Die Weisheit sagt jedoch: „Wer mich genießt, den hungert noch, wer mich trinkt, den dürstet noch“ (Sir 24,21). Christus, Gottes Weisheit, wird nicht verkostet, damit er ab sofort unser Verlangen stillt, sondern um uns nach jener Sättigung verlangen zu machen; und je mehr wir seine Süße schmecken, umso mehr wird unser Verlangen angefacht. Aus diesem Grund werden jene, die ihn kosten, immer noch hungrig sein, bis dass die Sättigung eintritt. Aber wenn ihr Verlangen erfüllt sein wird, werden sie weder hungern noch dürsten.

„Diejenigen, die genießen, werden noch hungern.“ Diesen Satz kann man auch im Hinblick auf die kommende Welt verstehen, denn in der ewigen Sättigung bleibt wie eine Art Hunger bestehen, der nicht aus dem Bedürfnis, sondern aus der Freude hervorgeht. Die Sättigung kennt dort keine Übersättigung, das Verlangen keine Seufzer. Christus, unverändert bewunderungswürdig in seiner Schönheit, ist unverändert begehrenswert, „Er, den die Engel zu sehen verlangen“ (1Pe 1,12). So verlangt man nach ihm, obgleich man ihn besitzt; so sucht man nach ihm, obgleich man ihn hat, wie geschrieben steht: „Sucht ohne Unterlass sein Angesicht“ (Ps 105,4). So hört die Suche nach ihm, der geliebt wird, um für immer besessen zu werden, tatsächlich nie auf.“

(Balduin von Ford (um 1150), Zisterzienserabt, dann Bischof
Das Altarsakrament, PL 204, 690)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Franz Xaver
Hl. Emma von Lesum
Hl. Modestus von Kärnten
Sel. Gerlind
Sel. Johann Nepomuk von Tschiderer zu Gleifheim

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4. Dezember 2014
Donnerstag der 1. Woche im Advent

21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

Der kluge und der törichte Baumeister

24 Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet. 26 Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein, und sein Einsturz war gewaltig.

(Matthäus 7,21.24-27).

„Zu sagen, dass man seinen Willen ganz einem anderen überlässt, scheint sehr einfach zu sein. Doch wenn es hart auf hart kommt, dann begreift man, dass es nichts Schwereres gibt, wenn man es denn richtig macht, als sich dem anderen ganz zu überlassen… Der Herr weiß, was ein jedes seiner Geschöpfe vermag; und wenn er eine starke Seele sieht, dann hält er nicht eher inne, bis er in ihr seinen Willen erfüllt sieht.

Ich möchte euch darlegen oder daran erinnern, was sein Wille ist. Habt keine Angst: Er wird euch keine Reichtümer, keine Bequemlichkeiten, keine Ehren geben und auch keine anderen Güter dieser Erde. Dazu liebt er euch viel zu sehr, schätzt er eure Geschenke viel zu hoch; deshalb also will er euch würdig entlohnen und gibt euch sein Reich, schon hier auf Erden.

Möchtet ihr wissen, wie er sich denen gegenüber verhält, die ihn aufrichtig bitten: „Dein Wille geschehe“?… Wenn ihr seht, was der Vater seinem Sohn gegeben hat, den er über alles liebte, dann wisst ihr auch, was sein Wille ist. Das sind die Gaben, die er uns in dieser Welt schenkt. Ihr Maß ist seine Liebe zu uns. Er gibt denen mehr, die er mehr liebt, und weniger denen, die er weniger liebt. Er nimmt Maß auch am Mut, den er in einem jeden von uns findet und an unserer Liebe zu ihm. Er sieht, dass man fähig ist, viel für ihn zu leiden, wenn man ihn viel liebt, aber nur wenig, wenn man ihn wenig liebt; und ich bin überzeugt, dass die Kraft, ein großes oder kleines Kreuz zu tragen, eben ihr Maß in der Liebe hat. Deshalb werdet ihr, wenn ihr diese Liebe in euch habt, darüber wachen, dass eure Worte, die ihr zu einem so großen Herrn sprecht, nicht bloß reine Komplimente sind… Wenn wir unseren Willen nicht ganz dem Herrn übergeben, damit er selbst alles zu unserem Nutzen arrangiert, dann wird er uns niemals an seiner Quelle des lebendigen Wassers trinken lassen.“

(Hl. Teresa von Avila (1515 – 1582), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Weg der Vollkommenheit, Kap. 32,5-9)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Sel. Adolph Kolping
Hl. Barbara
Hl. Johannes von Damaskus
Sel. Christian von Sulejów
Hl. Osmund

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5. Dezember 2014
Freitag der 1. Woche im Advent

27 Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Du Sohn Davids, erbarme dich über uns! 28 Als er nun ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus fragte sie: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr! 29 Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! 30 Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus ermahnte sie ernstlich und sprach: Seht zu, dass es niemand erfährt! 31 Sie aber gingen hinaus und machten ihn in jener ganzen Gegend bekannt.

(Matthäus 9,27-31).

Die öffentliche Anrede mit Sohn Davids bezeichnet hier (im Unterschied zu 1,20) den Messiastitel. Die Blindenheilung ist wirklich eine messianische Tat, sie kennzeichnet die messianische Heilszeit (vgl. Jesaja 35 „Die Heimkehr Israels“). Nur das Schweigeverbot wirkt aufs Erste verwirrend; dabei ist zu bedenken, dass JESUS nicht zu früh und damit in falscher Weise hochgejubelt werden will. Je länger Er wirken kann, ohne ständig in Auseinandesetzungen mit den religiösen und staatlichen Machthabern verwickelt zu sein, desto mehr Glauben kann Er wecken.

Denken wir an die Hinweise dieser Woche: Ein bedingungsloser Glaube – wie ihn der Hauptmann von Kafarnaum zeigt – ist gefragt; unser Glaube möge „auf Felsen gebaut“ sein; und „wer [Sein Wort] hört“, der ist auch gefordert „es zu tun“. Dann kann es sein, dass wir mit den Blinden, Lahmen und Unwürdigen hören: „Euch geschehe nach eurem Glauben!“

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Anno
Hl. Gerald von Braga
Hl. Attala von Straßburg
Hl. Hartwig
Hl. Reginhard von Lüttich
Hl. Sola
Hl. Crispina von Thagora

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6. Dezember 2014
Samstag der 1. Woche im Advent

Die große Ernte

35 Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk. 36 Als er aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. 37 Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. 38 Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende!

1 Da rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister, sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.

6 Geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 7 Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! 8 Heilt Kranke, reinigt Aussätzige, weckt Tote auf, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es!

(Matthäus 9,35-38.10,1.6-8)

„Die Hoffnung auf die unerschöpfliche Barmherzigkeit Gottes stützt uns im Tumult der Leidenschaften und im Ansturm der Widerwärtigkeiten; wir gehen vertrauensvoll zum Sakrament der Buße, wo der Herr uns jederzeit wie ein Vater voll Erbarmen erwartet. Gewiss, vor ihm sind wir uns bewusst, dass wir seine Vergebung nicht verdienen; aber wir zweifeln nicht an seiner unendlichen Barmherzigkeit. Vergessen wir also unsere Sünden, wie Gott es vor uns getan hat.

Man soll nicht auf schon in der Beichte bekannte Sünden zurückkommen, weder in Gedanken noch im Sündenbekenntnis. Durch unsere aufrichtige Reue hat der Herr sie ein für alle Mal vergeben. Auf schon vergebene Sünden zurückzukommen, um noch einmal losgesprochen zu werden, oder nur deshalb, weil wir daran zweifeln, dass sie wirklich und vollständig vergeben sind – muss das nicht als Mangel an Vertrauen gegenüber der Güte Gottes angesehen werden?

Wenn es dich tröstet, dann kannst du an die Beleidigungen zurückdenken, die du Gottes Gerechtigkeit zugefügt hast, seiner Weisheit und seiner Barmherzigkeit, aber nur deshalb, um sie mit heilsamen Tränen der Reue und der Liebe zu beweinen.“

(Hl. Pater Pio von Pietrelcina (1887 – 1968), Kapuziner
GF 171, 169 ; Buona giornata)

Link zu den Bibeltexten des Tages mit Kommentar (Schott)

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Nikolaus
Hl. Dionysia
Henrika Faßbender
Hl. Asella

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7. Dezember 2014
Zweiter Adventsonntag

An dieser Stelle freuen wir uns auf eine Deutung des Sonntagsevangeliums durch Josef Bordat. Sein Text wird wie immer ab Freitag Nachmittag online sein!

Link zu den Bibeltexten des Tages

Links zu den Tagesheiligen:
Hl. Ambrosius
Hl. Maria Josepha Rossello
Hl. Gerald von Ostia

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Quellen: Schott, Evangelium Tag für Tag, Schlachter Bibel, Elberfelder Studienbibel, Jerusalemer Bibel)

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