„Denn dazu bin ich gekommen“ (Ev. vom 5.So im JK)

Artikel- Jobo zum SonntagsEvangelium***

Sie verließen die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes gleich in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie, und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie sorgte für sie. Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wussten, wer er war. In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.

(Mk 1,29–39)

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Verkündigung als Zukunft

Kleine und große Wunder tun, Menschen heilen und von dem befreien, was sie gefangen hält – das, was Markus gleich im ersten Kapitel seines kurzen Evangeliums berichtet, ist spektakulär und bedeutend. Doch so wichtig es auch sein mag, es trifft nicht den Kern des Kommens Jesu in die Welt: die Erlösung von Sünde und Schuld. Und die geht über die Tat, aber auch über die Botschaft. Denn nur sie überdauert die Zeit: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Mt 24, 35)

Das Wort vergeht nicht, das Wort bleibt. Es ist das Wort, das Fleisch wird, das Wort, das verkündet werden will. Christus ist dieses Wort in persona. Verständlich, dass Ihm an der Predigt besonders gelegen ist: „Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.“ Auch wenn sich die halbe Welt „vor der Haustür versammelt“ hat und der Zeitgeist zur Eitelkeit verführt: „Alle suchen dich.“ Es muss weitergehen mit der Verkündigung der Guten Nachricht, denn dazu ist Jesus gekommen.

 

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Josef Bordat betreibt das katholische Weblog Jobo72 (http://jobo72.wordpress.com/)

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