Flüchtlinge als Angestellte im Hotel (evigilate, quaeso, episcopi)

Dank dem Bloggerkollegen Kreuzknappe ist dieses von Caritas Wien betriebene Projekt vor kurzem vorgestellt worden. In der Pressemitteilung der Caritas heißt es:

Das erste Hotel Österreichs, das von und mit Flüchtlingen betrieben wird, empfängt in diesen Tagen seine ersten Gäste. Den Auftakt machten am Mittwoch Caritas Präsident Michael Landau, Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Bezirksvorsteher Karlheinz Hora. „Der Zeitpunkt für die Eröffnung dieses Hauses hätte besser nicht sein können: Wien ist ab sofort um ein Hotel weltoffener. In der Laufbergergasse werden TouristInnen aus aller Welt von Menschen willkommen geheißen, die ihre Heimat nicht freiwillig verlassen haben“, betonte Caritas Präsident Michael Landau beim Pre-Opening. „Dieses Hotel verbindet Kulturen und wird ein Ort der Begegnung sein, der das Gemeinsame vor das Trennende stellt. Wir freuen uns sehr, dass ein lang gehegter Plan endlich Wirklichkeit wird.“

magdas wurde als Tochter von der Caritas der Erzdiözese Wien im April 2012 mit dem Ziel gegründet, soziale Fragen dort, wo es sinnvoll und möglich erscheint, unternehmerisch zu lösen. Der Social-Business-Gedanke geht auf Nobelpreisträger Muhammad Yunus zurück: magdas Projekte tragen sich wirtschaftlich selbst. Und ihr oberstes Unternehmensziel bleibt aber die Lösung eines sozialen Problems.

Landau verwies bei dem Termin auch auf die politische Dimension des Hotels: „Es gibt einen ganz bestimmten Grund, warum sich die Caritas dazu entschlossen hat, ein Hotel mit sozialem Mehrwert zu eröffnen. Denn dort, wo viele stets nur Probleme orten – im Asyl- und Integrationsbereich – ist dieses Hotel vor allem auch eines: Eine Haus gewordene Lösung. Hier beweisen Flüchtlinge und jugendliche AsylwerberInnen nicht nur, dass sie ein selbst bestimmtes Leben führen wollen, sondern, dass sie dieses selbstbestimmte Leben auch leben können Das Hotel-Projekt wurde auch mittels Crowdfunding-Aktion realisiert. Insgesamt konnten so 57.306 Euro für das Projekt gesammelt werden.

Im magdas-Hotel arbeiten neben 5 Hotel-Profis auch 20 anerkannte Flüchtlinge. Im nahe dem Zentrum Wiens (beim Prater) gelegenen Hotel stehen den Gästen 78 Zimmer und Appartements zur Verfügung, sowie auch einige Extras:

magdas wurde als Tochter von der Caritas der Erzdiözese Wien im April 2012 mit dem Ziel gegründet, soziale Fragen dort, wo es sinnvoll und möglich erscheint, unternehmerisch zu lösen. Der Social-Business-Gedanke geht auf Nobelpreisträger Muhammad Yunus zurück: magdas Projekte tragen sich wirtschaftlich selbst. Und ihr oberstes Unternehmensziel bleibt aber die Lösung eines sozialen Problems.

„Die Stärken und Talente unserer MitarbeiterInnen sind dabei das Kapital, ihre gesellschaftliche Teilhabe der Gewinn“, so Landau abschließend. „Es geht um Selbstbestimmung und darum, langzeitarbeitslosen Personen, Menschen mit Behinderung oder mit Fluchthintergrund den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.“ Das Hotel-Projekt wurde auch mittels Crowdfunding-Aktion realisiert. Insgesamt konnten so 57.306 Euro für das Projekt gesammelt werden.

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Evigilate, quaeso, episcopi!

PS: Wer an die Ränder gehen will, könnte im magdas Hotel sehr einfach beginnen. Nebenbei hat Wien laut Mercer-Studie 2014 die weltweit höchste Lebensqualität. Bischöfe, worauf wartet ihr? Schließlich kann man in einer Stadt mit anerkannt hohem Lebenswert  gut Urlaub machen – und mit den Rändern der Gesellschaft in Kontakt sein.

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