Vorzeige-Atheisten und ihre Schwächen

Der Philosoph und Bioethiker Peter Singer gilt als „gefährlicher Denker“. In seinem „Great Ape Project“ setzt er sich seit Jahren für das Erweitern menschlicher Grundrechte auf Menschenaffen ein. Kritiker werfen ihm vor, er würde den Wert tierischen Lebens stärken, während er die Würde menschlichen Lebens schwächen wolle.

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Peter Singer - Atheist Foundation of Australia
Foto: Atheist Foundation of Australia FLICKR

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Peter Singer

Umstritten ist vor allem seine Auffassung, Menschen erst ab dem 28. Tag nach ihrer Geburt das volle Lebensrecht zuzusprechen. Unter bestimmten Umständen dürfe man behinderte Kinder zum Beispiel auch noch nach der Geburt töten, so Singers Ansicht. Das erzürnt Behindertenverbände und Politiker – und rund 2 Milliarden Christen weltweit.

Peter Singer ist einer der traurigsten und gefährlichsten Vertreter eines Atheismus, der die ethischen Maßstäbe kontinuierlich in ein grausames Nichts verschiebt.

Michael Schmidt-Salomon

Er ist vermutlich Deutschlands bekanntester Atheist. So dachte ich, dass Michael Schmidt-Salomon zu den verlässlichen und überzeugten Vertretern seiner Zunft zählt. Wie aber sieht es tatsächlich aus?

Am 26. Mai 2015 wurde Peter Singer mit einem Tierschutzpreis in Berlin geehrt. Die Veranstaltung war von Protesten begleitet. Nun kommt’s: Der Philosoph und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, hatte seine Beteiligung an dem Festakt kurzfristig abgesagt. Er sollte die Laudatio halten…

Da fragt man sich: Stehen meinungsbildende Atheisten nur so lange hinter ihren Kollegen, wie diese von der Mehrheit der Öffentlichkeit akzeptiert werden?

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5 Gedanken zu “Vorzeige-Atheisten und ihre Schwächen

  1. Och naja. Nun empfindet man als Atheist andere Atheisten nicht zwangsläufig als Kollegen. Im Gegensatz zu, sagen wir beispielsweise: Christen bilden wir ja keine Glaubensgemeinschaft.

    1. Das ist wohl nicht ganz richtig. Die bedingungslose Ablehnung eines Schöpfergottes schweißt atheistische Brüder und Schwestern doch sehr zusammen, besonders wenn ihnen „der Feind“ unterkommt oder auch nur „ein Feind“ (Gläubiger) gegenübersteht.

      Einige Jahre lang habe ich mich auf Diskussionen mit Atheisten eingelassen. Dabei sind mir immer wieder dieselben Haltungen begegnet: Feindseligkeit, Besserwisserei und Aggression.

      Und Standhaftigkeit. Aber wie Schmidt-Salomon zeigt, gilt auch das nicht mehr.

      1. Ich merke schon, Sie brauchen keine Diskussionspartner mehr, sie wissen über deren Meinung ja eh schon mehr als die selbst. Danke trotzdem.

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