Abend der Barmherzigkeit: Dankbarkeit, Reich Gottes, Immerwährendes Gebet

wpa monstranz anbetung q140-Nach dem Rosenkranzmonat – und noch vor dem Advent, so könnte man den November einordnen. Aus meiner Sicht ist das zu wenig, denn bald beginnt ein neues Kirchenjahr, und so denke ich: Jetzt sollten wir eigentlich am höchsten Gipfel sein, bevor wir wieder von vorne beginnen, bevor ein neuer Zyklus einsetzt…

Was ist also natürlicher, als dem zu danken, der sich für uns hingegeben hat? Und was könnte angebrachter sein, als Ihm durch unser Tun zu zeigen, dass wir Ihm tatsächlich nachfolgen? Beten wir also, ohne Unterlass…

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1. Impuls

WENN ES EIN WESEN GIBT, DEM DANK GEBÜHRT, DANN IST ES CHRISTUS JESUS !

Als Jesus in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!
Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und während sie zu den Priestern gingen, wurden sie rein.
Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme.
Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm.
Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind die übrigen neun?
Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer dem Einen?
(vgl. Evangelium nach Lukas 17,11-19)*

Zu diesem Evangelium schreibt der Hl. Basilius:

Nachdem wir unseren Wohltäter durch unsere Gleichgültigkeit gegenüber den Erweisen seines Wohlwollens gekränkt hatten, wurden wir dank der Güte des Herrn dennoch nicht verlassen und abgeschnitten von seiner Liebe.
Im Gegenteil: Durch unseren Herrn Jesus Christus wurden wir dem Tod entrissen und dem Leben wiedergegeben. Und die Art und Weise unserer Rettung verdient noch größere Bewunderung, wie der Apostel Paulus uns sagt:
„Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave“ (Phil 2,6-7).

Christus hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich genommen, er hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist (Jes 53,4-5; Gal 3,13); er hat den schändlichsten Tod erlitten, um uns zum Leben in Herrlichkeit zu führen. Er hat sich nicht damit begnügt, die Toten zum Leben zu erwecken; er hat sie mit göttlicher Würde bekleidet und ihnen in der ewigen Heimat ein Glück bereitet, das jede menschliche Vorstellung übersteigt.

Wie also danken wir Christus Jesus für das Erbe, das er uns geschenkt hat?

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  1. Impuls

WIE ERFAHRE ICH JESUS, WENN NICHT DURCH DAS GEBET ?

In jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:
Bedenkt, was der ungerechte Richter zu jener Frau sagt, die immer wieder zu ihm kommt, ihn um seinen Rechtsspruch bittet, und deren Flehen er schließlich nachgibt:
Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern?
Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.
(vgl. Evangelium nach Lukas 18,1-8)

Herr, lass uns nicht den Mut verlieren, lass uns unablässig beten!
Für mich ist das Gebet ein Schwung des Herzens, ein einfacher Blick zum Himmel empor, ein Schrei der Dankbarkeit und der Liebe, aus der Mitte der Prüfung wie aus der Mitte der Freude; kurz, es ist etwas Großes, Übernatürliches, das mir die Seele weitet und mich mit Jesus vereint.
Wie groß ist doch die Macht des Gebetes! Man könnte es mit einer Königin vergleichen, die allzeit freien Zutritt hat beim König und alles erlangen kann, worum sie bittet…
…ich sage Gott ganz einfach, was ich ihm sagen will, ohne schöne Worte zu machen, und er versteht mich immer.
(Theresia vom Kinde Jesus)

Im Gebet haben wir die Möglichkeit, uns ganz zu geben, uns Jesus hinzugeben.
Im Beten wie im Leben gilt es, frei zu werden von allen Anhänglichkeiten und Belastungen, frei zu werden für die Menschen unserer Umgebung und für IHN.

Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir,
was mich hindert zu Dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir,
was mich fördert zu Dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen Dir.
Amen.
(Nikolaus von Flüe)

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  1. Impuls

DEIN REICH KOMME, WANN IMMER DU ES WILLST !

Jesus ist das Wort, das in die Welt gekommen ist. Jesus ist nicht nur Mensch und Gott in einem, er ist die Weisheit der Schöpfung. Hört also, was im Buch der Weisheit geschrieben steht:

Der weise Geist ist gedankenvoll, heilig, einzigartig, mannigfaltig, zart,
er ist beweglich, durchdringend, unbefleckt, klar, unverletzlich, das Gute liebend, wohltätig, menschenfreundlich
er ist scharf, nicht zu hemmen, fest, sicher, ohne Sorge,
alles vermögend, alles überwachend und alle Geister durchdringend, die denkenden, reinsten und zartesten.
Denn die Weisheit ist beweglicher als alle Bewegung; in ihrer Reinheit durchdringt und erfüllt sie alles.
Sie ist ein Hauch der Kraft Gottes und reiner Ausfluss der Herrlichkeit des Allherrschers; darum fällt kein Schatten auf sie.
Sie ist der Widerschein des ewigen Lichts, der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, das Bild seiner Vollkommenheit.
Sie ist nur eine und vermag doch alles; ohne sich zu ändern, erneuert sie alles. Sie ist schöner als die Sonne und übertrifft jedes Sternbild.
Sie ist strahlender als das Licht;
denn diesem folgt die Nacht, doch über die Weisheit siegt keine Schlechtigkeit.
Machtvoll entfaltet sie ihre Kraft von einem Ende zum andern und durchwaltet voll Güte das All.
(Buch der Weisheit 7,22-30.8,1.)

Herr, wie können wir anders als nach Heiligkeit und dem Himmel zu streben?

In jener Zeit als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen könnte.
Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es!, oder: Dort ist es! Denn: Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch.
Denn wie der Blitz von einem Ende des Himmels bis zum andern leuchtet, so wird der Menschensohn an seinem Tag erscheinen.
(Evangelium nach Lukas 17,20-25.)

Herr, Dein Tod und Deine Auferstehung verlangen nach höchster Demut und Hingabe.

 

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Mehr TEXTE zur EUCHARISTISCHEN ANBETUNG

>>> findest du hier !

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