Texte-02 2009-12-18

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zurück zu – Texte für Abende der Barmherzigkeit

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Impuls  -1-

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Was auch immer wir heute erlebt haben,

wie immer wir uns gerade fühlen,

was uns auch beschäftigen mag,

eines haben wir ALLE gemeinsam:

Eine große Hoffnung auf Erlösung, eine tiefe Sehnsucht nach Gott.

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Versetzen wir uns in das Jahr 1 vor Christi Geburt:
Wir sind zu Gast bei Elisabet, der Frau des Zacharias.

Den tiefen Wunsch des Zacharias nach einem Kind kennen wir, und wir wissen auch, wie wenig realistisch dieser Wunsch in im vorgerückten Alter Elisabets  ist.

Jetzt machen wir eine Erfahrung, die uns erschüttern wird: Der Engel des Herrn verkündet Zacharias, dass sein Gebet erhört worden ist, und Elisabet ihm einen Sohn namens Johannes gebären wird.

Zudem erleben wir ganz deutlich, wie wichtig dem Herrn der Glaube ist, denn so spricht der Engel Gabriel zu Zacharias: „Aber weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die in Erfüllung gehen, wenn die Zeit dafür da ist, sollst du stumm sein und nicht mehr reden können bis zu dem Tag, an dem all das eintrifft.“

Vergessen wir unsere Zweifel .
Gott erhört unsere Gebete.

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Gott ist heilig.
Seine Liebe, seine Treue und seine Erhörungen dienen seiner und unserer Heiligkeit.
Gott erhört Gebete, die Er für unseren eigenen heiligen Weg bereits gedacht hat.

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Impuls  -2-

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Gott ist ewig und allmächtig
Gott lässt Zeichen und Wunder geschehen.

So können wir wenig später im Haus des Zacharias weitere Zeichen und Wunder erleben. Maria von Nazaret, die den Sohn Gottes durch die Kraft des Heiligen Geistes empfangen hat, eilt zu Elisabet in eine Stadt im Bergland von Judäa.

Bei der Ankunft  Marias hüpft das Kind in Elisabets Leib und – ganz vom Heiligen Geist erfüllt – ruft Elisabet aus:
„Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.“

Wieder hören wir, wie wichtig der Glaube ist:

„Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.“

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Lassen wir uns ganz tief in den Glauben der Gottesmutter Maria fallen. Fühlen wir uns in den Falten Ihres königlichen Gewandes geborgen. So können wir rufen:

Heilige Maria Mutter Gottes – Wie gotterfüllt und voller Freude Du warst!
Deinem Glauben wollen wir folgen.

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Lassen wir uns in der Tiefe unserer Seele beeindrucken vom Beispiel des Heiligen Josef. Lernen wir von ihm, den Willen Gottes anzunehmen, und unserer gottgegebenen Berufung zu folgen.

Heiliger Josef  – Wie geduldig und selbstlos Du warst!
Deine Gerechtigkeit soll uns leiten.

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Lassen wir uns im tiefsten Herzen berühren von den Gebeten des Zacharias und der Elisabet. Lasst uns Gast sein unter eurem Dach.

Heilige Elisabet – Wie sehr Du vom Heiligen Geist erfasst wurdest!
Dein Erfülltsein vom Heiligen Geist möge uns Mut machen.

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Impuls  -3-

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Es ist mehr als 2000 Jahre her, da lebten die Menschen mit ihrem allmächtigen und verborgenen Gott.  Alle 5 bis 10 Generationen gab es prophetische Worte über das Kommen eines Erlösers, die von einigen Menschen gehört und aufgezeichnet wurden.

In jener Welt empfanden die Menschen mehr Schmerz als Trost.
In jener Welt kannten die Menschen mehr Dunkelheit als Licht.
In jener Welt glaubten die Menschen mehr an Gesetze als an Barmherzigkeit.

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Allmächtiger und ewiger Gott, wie treu und tröstend Du bist, der Du uns Deinen Sohn verheißen und gesandt hast.

Wie schmerzvoll wären viele unserer Stunden  – ohne Jesus Christus –
wenn nicht Sein unbeschreiblicher Trost in die Welt gekommen wäre?

Wie dunkel  erschienen uns Nacht und Tag – ohne Jesus Christus –
wenn nicht Sein alles überstrahlende Licht uns heimgesucht hätte?

Wie einsam machten uns die Gesetze – ohne Jesus Christus –
wenn nicht sein barmherziges Wort unser aller Leben begleiten würde?

Wie ermüdend wären unsere Rechtfertigungen – ohne Jesus Christus –
wenn nicht Er sich als unser Ziel offenbart hätte, an dem sich alles ausrichten lässt?

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Er ist gekommen. Er hat seine Worte gesprochen. Er hat sein Beispiel gegeben. Er hat seine Wunder gewirkt.

Seinen Tod verkünden wir, seine Auferstehung preisen wir, bis Er wiederkommt in Herrlichkeit.

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Und in wenigen Tagen dürfen wir allen Menschen erzählen:

Seine Geburt verkünden wir, seine Botschaft preisen wir, bis wir Ihm folgen in Ewigkeit.
Amen.

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Teil  -4-

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Abschließendes Gebet aus dem Angelus-Gebet,
vor dem Marienlied:

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Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing vom Heiligen Geist.
Gegrüßet seist du, Maria,…

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort.
Gegrüßet seist du, Maria,…

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Bitte für uns, heilige Gottesmutter,
damit wir würdig werden der Verheißung Christi.

Lasset uns beten. Allmächtiger Gott,
gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels haben wir
die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt.
Führe uns durch sein Leiden und Kreuz
zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
Amen.

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