Texte-01 2009-11-20

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1. LOBPREIS:

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.“ (Mt 11,25).

Woher wir heute auch kommen,
mit Freude, oder mit Ärger,
voll Liebe, oder auch voll Trauer,
krank oder gesund
müde oder angespannt,
eines haben wir gemeinsam:
—wir sind jetzt zusammen hier, einfach so, wie wir uns fühlen,
in dieser unserer Situation sind wir bereit, ein wenig von DER Zeit,
die Gott immer und ewig  für uns hat,
zurückzuschenken.

Wir haben uns in Jesu Namen versammelt,
um zu beten, um anzubeten –
und um miteinander zu schweigen.

Aber wir schweigen nicht einfach nur,
indem wir sitzen und nicht sprechen,
—vielmehr machen wir uns klein … und demütig,
und schweigen im Blick auf unseren Herrn,
Jesus Christus.

Wir glauben, dass der dreifaltige Gott
in der Gestalt des Brotes
—wirklich unter uns gegenwärtig ist.

Wir wollen IHN loben,
—der jeden Menschen von Anfang an erdacht und gewollt hat,
Wir wollen IHN loben,
—der den Menschen all ihre Schuld vergibt,
Wir wollen IHN loben,
—der den Treuen und Armen Tröstung schenkt,
Wir wollen IHN loben,
—der so vielen Menschen Barmherzigkeit gewährt,
Wir wollen IHN loben,
—dessen Kirche Jahrtausende steht,
Wir wollen IHN loben,
—der jeden Menschen durch das Kreuz erlöst hat,
Wir wollen IHN loben,
dessen Heiliger Geist uns jetzt und hier stärken möge.

2. DANKEN und SICH ÖFFNEN:

Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast“ (Joh 11,41).

Herr und Meister, wofür ich Lobpreis spreche, dafür danke ich auch.

In großer Ehrfurcht danke ich Gottvater, DICH  Jesus gesandt zu haben.
…   Was wäre ich ohne die Liebe und Treue meines Schöpfers?

Mit unbeschreiblicher Freude danke ich DIR, Jesus,
dass DU den Kelch angenommen und mich erlöst hast.
…   Was wäre ich ohne das Brot und das Wasser des Lebens?

So schweige ich in demütigem Blick auf Jesus Christus:
Dieses Schweigen hat also eine Richtung,
—eine Richtung auf Gott hin.

Das Schweigen heißt dabei nicht,
mich selbst in einen Bereich zurückzuziehen
in den hinein ich mich verschließe,
so dass nichts an mich herankäme.

Mein Schweigen vor dem Allerheiligsten heißt,
—mich selbst innerlich ganz auf Gott hin zu öffnen,

—mich selbst, so wie ich bin, wie ich heute bin,
so wie ich jetzt bin, hinzuhalten

—dabei alle meine inneren Türen zu öffnen für den,
der allein Zutritt zu allen Kammern meines Herzens hat.

Jesus will, dass es mir gut geht.
Jesus will, dass ich heil werde.

Das Schweigen nehme mir die Härte des Alltags,
—es mache mich so weich wie das Wachs der Bienen,
—es mache mich weit wie die Flächen des Meeres,
—und  so offen wie das Staunen der Kinder.

Herr und Meister, immer wieder bin ich weit weg von DIR –
– nun lass mich erkennen, dass ich nicht mehr als ein Wort und einen Blick von DIR entfernt bin.

Herr und Meister, immer wieder aufs Neue koste ich das Unreine –
– nun mach mein Herz  so rein wie Glas, damit DU, Herr, durch mich leuchtest.

Herr und Meister, in meiner Sehnsucht will ich DIR meine Seele öffnen –
– nun bitte ich DICH, schenke mir Zugang zu DEINEM Herzen.

+++

3. BITTE UM GNADE:

Jesus aber betete: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Lk 23,34).

Herr, wie oft bin ich hart oder gleichgültig in meinem Alltag,
DU aber bist nie gleichgültig, bist immer aufmerksam  – mir  gegenüber;
… wann  bin ich ganz und ungeteilt bei DIR?

Herr, in meinem Kalender gibt es oft zu wenig Platz für alle Termine,
DU jedoch schenkst immer Zeit – ganz für mich;
… wie oft  nehme ich mir wirklich Zeit für DICH?

Herr, das Verärgern und Verletzen meiner Nächsten will ich nicht leugnen;
DU jedoch hast immer ein verständiges und gütiges Wort – für mich;
… wann  schenke ich DIR ein Wort der Zuneigung, der Liebe?

Mein Herr und Meister,
DU bist immer da,
immer aufmerksam,
immer voller Güte und Gnade  –  ganz für mich.

Lass mich danken aus vollem Herzen;
und sprich zu meiner Seele, so wie DU die Heilige Therese von Lisieux
das Geheimnis DEINER Gnade hast schauen lassen:

„Wenn ich, so die kleine Therese,
auch alle nur möglichen Verbrechen dieser Welt begangen hätte, wäre mein Vertrauen (zu Jesus) doch genauso groß……   Ich fühle es, diese ganze Masse von Sünden wäre wie ein Wassertropfen, den man auf glühende Kohlen fallen lässt.“

Jesus, DU  empfängst mich zu jeder Stunde, Tag und Nacht.
Jesus, DU bist immer voller Zuneigung und Barmherzigkeit.
Jesus, DU denkst nicht an das, was ich übles gedacht oder getan habe.

Jesus, DU sprichst nur von DEINER Freude über mich.
Jesus, DU sprichst nur mit Zärtlichkeit zu mir.
Jesus, DU schenkst mir nicht weniger als Erlösung.
Jesus, DU willst mein Wesen glücklich machen.
Jesus, DU willst meine Seele heilen.

+++

4. FÜRBITTEN UND BITTEN:

Gib uns heute das Brot, das wir brauchen“(Mt 6,11).

Herr, nichts – absolut nichts ist notwendig, um mit DIR sprechen zu dürfen. Ich weiß, dass DU auf mich wartest, DU liebst mich wirklich.

So  spreche ich mit DIR, wie mit meinem engsten Freund!

Und ich nenne DIR Namen und sage DIR, was DU für sie tun mögest!

Ich weiß von DIR, dass ich viel erbitten darf – und ich zögere nicht!

Gerne spreche ich zu DIR über alle, für die ich bitten möchte. Ich sage DIR wenigstens ein Wort für jeden von ihnen!

Herr, auch ich habe Anliegen – für mich. Eine ganze Liste habe ich im Kopf – und doch weiß ich, dass DU es erträgst.

Dabei zögere ich nicht, dir zu sagen, wie stolz, wie selbstsüchtig, wie unbeständig, wie nachlässig ich immer wieder bin…
und so bitte ich DICH auch, mir zu Hilfe zu kommen bei den Anstrengungen, die ich mache, zurückzukehren zu DEINEM heiligen Weg!

Herr, ich zögere auch nicht, um Gesundheit sowie einen glücklichen Ausgang meiner Arbeiten, Geschäfte oder Studien zu bitten.

Herr, ich weiß, dass DU von mir erwartest, DICH um all dies zu bitten. Ich glaube auch, dass DU dies alles und noch mehr geben kannst – nichts ist DIR unmöglich;

so darf ich mit den Worten des Hl. Ignatius von Loyola zu DIR sprechen:

Seele Christi,  heilige mich.
Leib Christi,  erlöse mich.
Blut Christi,  tränke mich.
Wasser der Seite Christi,  wasche mich.
Leiden Christi,   stärke mich.

O gütiger Jesus,  erhöre mich.

Verbirg in deine Wunden mich.
Von dir lass nimmer scheiden mich.
Vor dem bösen Feind beschütze mich.

In meiner Todesstunde rufe
mich.
Und lass zu dir   dann kommen mich.
Damit mit deinen Heiligen dich  ich loben möge  ewiglich.

+++

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