Texte-13 2011-02-18

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zurück zu – Texte für Abende der Barmherzigkeit

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Impuls 1/3

„Euer Licht soll vor den Menschen leuchten“
Sel. Mutter Teresa von Kalkutta

Die Christen sind wie Licht für andere Menschen, für die Menschen auf der ganzen Welt.
Wenn wir Christen sind, müssen wir Christus ähnlich sein.

Wenn ihr dies lernen wollt, lässt euch die Kunst der Zuvorkommenheit Christus immer ähnlicher werden,
denn sein Herz war demütig, und er war immer aufmerksam darauf bedacht, die Bedürfnisse der Menschen zu sehen.
Kleine und große Heiligkeit beginnt mit dieser Aufmerksamkeit gegenüber den anderen; um schön zu sein, muss unsere Berufung ganz angefüllt sein mit dieser Aufmerksamkeit.

Wo Jesus vorüberkam hat er Gutes getan. Und die Jungfrau Maria in Kanaa hat nur an die Bedürfnisse der anderen gedacht und sie Jesus mitgeteilt.

Ein Christ ist ein Tabernakel des lebendigen Gottes.
Dieser Gott hat mich erschaffen, hat mich erwählt, ER ist gekommen, um in mir zu wohnen, weil ER mich brauchte.

Jetzt, da ihr gelernt habt, wie sehr Gott euch liebt, was ist jetzt natürlicher für euch, als dass ihr für den Rest eures Lebens diese Liebe ausstrahlt?

Wirklich Christ zu sein, das heißt Christus wirklich aufzunehmen und ein anderer Christus zu werden. Das heißt lieben, wie wir geliebt werden, wie Christus uns am Kreuz geliebt hat.

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Impuls 2/3

Wenn wir Christen sind, müssen wir Christus ähnlich sein. Wie aber leben wir?

(Hl. Augustinus)

Jeder Mensch möchte glücklich sein.
Es gibt niemand, der es nicht wollte und der es nicht so stark ersehnte, dass es für ihn vorrangig ist.

Noch besser gesagt:
Alles, was er darüber hinaus will, ersehnt er nur deshalb.
Die Menschen folgen unterschiedlichen Leidenschaften, der eine dieser, der andere jener. Es gibt darüber hinaus viele Möglichkeiten, sich sein Leben in der Welt zu verdienen:
Ein jeder wählt seinen Beruf und übt ihn aus.

Doch ob man sich nun in diesem oder jenem Lebensstil eingerichtet hat – alle Menschen haben ihr Handeln darauf ausgerichtet, glücklich zu sein…

Was also ist dieses Leben, das uns glücklich werden lässt, welches alle ersehnen, aber nicht alle erreichen?
Machen wir uns auf die Suche…

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Einzig das ewige Leben kann glücklich sein. Gesundheit und Leben machen auf Erden nicht sicher, denn ihr fürchtet euch ständig, dies zu verlieren: Nennt es doch „sich ständig fürchten“ und nicht „leben“…

Solange unser Leben nicht ewig ist, wenn es nicht auf ewig unsere Wünsche erfüllt, dann kann es nicht glücklich sein, dann kann es noch nicht einmal Leben genannt werden…

Wenn wir schließlich jenes ewige Leben besitzen, dann können wir sicher sein, immer in ihm zu sein.

Wir werden die Sicherheit haben, ewig das wahre Leben zu besitzen, ohne Angst haben zu müssen, denn wir werden in dem Reich sein, von dem es heißt:
„Und sein Reich wird kein Ende haben.“ (Lk 1,33).

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Impuls 2/3

Wir sind auf der Suche nach dem ewigen Leben, wie aber können wir zu diesem Ziel gelangen?

„Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz“ (Ps 50, 12)
(Carlo Carretto)

Ein reines Herz haben jene, die es vermögen, ohne List und hintergründiges Denken ja zu sagen zur Schöpfung. Jesus hat uns nicht unterdrücken, sondern zur Freiheit führen wollen. Deshalb sollen auch wir die Dinge dieser Welt nicht beflecken und in den Staub ziehen.

Ehrfürchtig und ohne Hintergedanken wollen wir unsere Arbeit leisten, unser Familienleben gestalten. Der Ehepartner sei nicht mein unterwürfiger Besitz, sondern ein Mensch, dem ich mich mit Ehrfurcht und Respekt nähere. Anmaßung, Bosheit und Falschheiten hindern uns daran.

Jesus hat uns nicht unsere Liebe nehmen, sondern hat sie für uns schöner und menschlicher machen wollen. Wenn wir dies verstehen, haben wir das ganze Evangelium besser verstanden. Wir aber sind leider darauf aus, die Liebe „durchzuprobieren“, unsere eigenen Erfahrungen sammeln zu wollen, anstatt uns nach dem Gesetz Gottes zu richten, das Er uns aus Liebe gegeben hat.

Wer die Seligpreisungen nicht hören will, kommt nicht sehr weit. Ärzte, Anwälte und Richter beweisen das indirekt durch ihre vielfältigen Erfahrungen. Die Leiden auf der einen Seite, die Bosheiten auf der anderen scheinen weder Grenze noch Maß zu kennen.

Uns allen, Christen und Nichtchristen, fällt es schwer, uns der Schöpfung ganz rein und ehrfürchtig zu nähern, ohne Egoismen, Hintergedanken und List.

Auch Bischöfe können geldgierig werden. Auch Priester können mehrere Liebschaften haben oder gar Missbrauch ausüben. Stunden und Tage genügen schon, dass wir uns aus Nachlässigkeit und Faulheit von Gott entfernen. Niemand soll sich einbilden, schon gerettet zu sein. Als armer Teufel versuche ich täglich, mich mit der Gnade Gottes vom Bösen zu befreien und im Glauben zu verharren.

Seligkeit besteht weniger im Kampf gegen die Hölle, sie besteht vor allem darin, das Paradies zu erbauen, ist sie doch selbst das Paradies!

Deshalb hat Jesus gesagt: »Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.«

Die Gottesschau ist die positive Seite der Seligkeit. Reinheit des Herzens führt mich direkt zur Gottesschau.
Wenn ich mich rein und ohne Argwohn den Dingen dieser Welt nähere, sie auf diese Weise bejahe, dann entdecke ich unter und hinter ihnen das Antlitz Gottes.

Wenn die Welt wüsste, wie schön und befriedigend die Gottesschau ist, dann würde sie rasch ihren ganzen Reichtum aufgeben, um zu Gott zu kommen.

Wenn wir selbst Gott dadurch spüren und sehen, dass wir uns „reinen Herzens“ den Dingen und Geschöpfen dieser Welt nähern, vermitteln wir den Mitmenschen Sehnsucht nach solcher Reinheit und geben ihnen Hoffnung auf etwas Größeres.

+++

2 Gedanken zu “Texte-13 2011-02-18

  1. Ich suchte ein Zugang zum Heiligen Geist. Ich fand ein wunderschönes Gebet im Internet das genau zu meinen Lebenssituationen, meine Wünschen, Ängsten und Sehnsüchten passt. Ich danke dass ich dies hier gefunden habe.Es wurde in mir Pfingsten. Danke.

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