Texte-26 2012-09-21

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ÜBER DEN SINN DER STILLE

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Wir haben es nötig Gott zu finden, und das können wir nicht in der Hetze und nicht im Lärm.
Gott ist der Freund der Stille. In der Stille wachsen Bäume, Blumen und das Gras! In der Stille bewegen sich die Sterne, der Mond und die Sonne!

Ist es nicht unsere Mission, Gott zu unseren Familien, zu unserem Nächsten, zu den Kranken und Armen dieser Welt zu bringen? Nicht einen toten Gott, sondern einen lebenden und liebenden Gott.

Je mehr wir im schweigenden Gebet empfangen, umso mehr können wir im aktiven Leben geben.

Wir brauchen die Stille, um die Seelen anrühren zu können. Das Wesentliche ist nicht, was wir sagen, sondern was Gott uns sagt und durch uns sagt. – Unsere Worte sind allesamt nichtig, solange sie nicht aus dem innersten Herzen kommen; Worte, die nicht das Licht Christi vermitteln, vergrößern die Finsternis.

(Mutter Teresa)

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Es ist der stille Raum in mir, in dem ich ganz ich selbst bin. Und es ist der Raum des Schweigens, in dem Gott selbst in mir wohnt. Dort bin ich wahrhaft frei. Dort hat keiner Macht über mich. Dort kann mich niemand verletzen. Dort bin ich heil und ganz. Für mich ist es tägliches Bedürfnis, mich hinzusetzen und zu meditieren. In der Mediation stelle ich mir vor, wie mich mein Atem und das Wort, das ich mit dem Atem verbinde, in diesen inneren Raum der Stille hineinführt. Dort haben die Menschen, die heute zu mir kommen, keinen Zutritt. Dort kann mich niemand mit seinen Wünschen und mit seinen Urteilen und Verurteilungen erreichen. Dort kann ich frei atmen. Dort bin ich allein mit meinem Gott. Das gibt meinem Leben Würde.

(Anselm Grün)

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Jesus, Wonne meiner Seele, Brot der Engel,
Mein ganzes Wesen tauche ich in das Deine.

Ich lebe Dein göttliches Leben – wie im Himmel:
Es bleibt mir erhalten, auch wenn ich sterbe.

Eucharistischer Jesus, unsterblicher Gott,
Du bist stets bei mir – in meines Herzens Mitte.

(Sr. Faustyna)

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ÜBER DEN BEISTAND DER ENGEL

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Der Herr segne dich
und erwarte dich am Ufer des Lebens im Licht –
jetzt, da du für den Tod des alten Menschen in Dir bereit bist.

Er mache dir den Abschied leicht,
und schicke dir Seinen Engel entgegen, der dich begleitet
durch das unbekannte Tor der Verwandlung –
und dich jetzt in das verheißene Land führt,
wo sein Licht nicht mehr untergeht.

(zeitzubeten.org – nach dem Segensgebet in der Sterbestunde)

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Sei still und horche. Du kannst die Stimme Gottes in deinem Herzen nicht hören, weil dein Herz übervoll ist von Tausenden von Dingen. Sobald aber dein Herz still geworden ist und du anfängst, auf die Stimme Gottes zu hören, füllt sich dein Herz mit Gott.

Das braucht viele Opfer. Wenn wir beten wollen, müssen wir uns darauf vorbereiten. Wir dürfen keine Zeit vergeuden. Dabei geht es zuerst um den Einstieg ins Gebet. Wenn wir diesen Einstieg aber nicht entschlossen angehen, werden wir niemals das Endziel, die Gegenwart Gottes, erreichen. Deshalb dürfen uns schon am Anfang keine Fehler unterlaufen.

Man horcht also auf die Stimme Gottes im eigenen Herzen, und in die Stille des Herzens spricht Gott hinein. Und dann steigt aus dem übervollen Herzen auf, was der Mund sagen soll. Gott spricht in der Stille des Herzens, und du brauchst ihm nur zuzuhören.

Wenn dann dein Herz übervoll ist, übervoll von Liebe, Mitleid, Glauben, dann erst darf dein Mund zu Wort kommen.

Denk daran: vor dem Reden musst du horchen, und erst dann kannst du aus der Tiefe des Herzens voll Freude reden, und Gott kann dich hören.

(Mutter Teresa)

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ÜBER DIE SEHNSUCHT NACH GOTT

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„Ewig sind Himmel und Hölle, und es liegt zunächst ganz an uns, ob wir uns für Gott entscheiden, den Himmel, oder für uns selbst, die Hölle.

Dann endlich, im Angesicht Gottes ist auch der Wille unmittelbar mit Gott verbunden, liebt ihn, ohne dass sich etwas dazwischen drängen könnte, und das gilt für die ganze menschliche Person.

Im Angesicht Gottes wird jede Fähigkeit in uns tätig sein, um in äußerster Anspannung IHN zu erreichen, der die Fülle der Wirklichkeit ist. Dies ist das Allerinnerste der Glückseligkeit. In dieser Verbindung hört die Seele nicht auf, sie selbst zu sein, sie ist vielmehr ganz sie selbst, mehr als sie es jemals war…

(Frank Sheed)

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Im Schlussbild des letzten Geheimnisses von Fatima erzählt die Seherin Lucia von einem tröstenden Bild, das uns die wundersame Arbeit der Engel näherbringen will – ja durchsichtig machen will für Gottes heilende Macht.

Die Seherin berichtet von Engeln, die unter den Kreuzbalken das Märtyrerblut auffangen – und damit diejenigen Seelen tränken, die sich auf den Weg zu Gott machen.

Dieses Bild – eigentlich nur ein kurzer Moment der Erleuchtung – verweist auf Golgotha, wo das Licht, das in die Welt kam, zu einem scheinbar letzten Leuchten erhöht wurde, und reicht doch viel weiter, indem die Engel immer dort am Werk sind, wo die Märtyrer späterer Zeiten am Kreuz hängen, und sich Menschen auf den Weg zu Gott machen.

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In Deiner heiligen Nähe, Jesus, schreckt mich nicht der Tod –
Bald darf ich Dich schauen – Du erfüllst meine Bitte.

Von Deinem göttlichen Leben durchdrungen,
Schaue ich zum offenen Himmel hinauf.
Beschämt ist der Tod, umsonst emporgestiegen –
Göttliches Leben füllt meine Seele aus.

Eucharistischer Jesus, Leben meiner Seele,
Du hast durch Leiden und Sterben…
Mich erhoben in ewige Himmel.

(Sr. Faustyna)

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Mehr TEXTE zur EUCHARISTISCHEN ANBETUNG

>>> findest du hier !

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