Texte 27 – Abend der Barmherzigkeit: Vertrauen – Unser Innerstes – Hingabe

Vorbereitendes Gebet

Allmächtiger und liebender Gott, wir bitten Dich,
gewähre uns hier und heute die Gnade,
dass unser Verweilen und Betrachten dazu führt,
Dir zu danken, Dich zu ehren,
und Dich, unseren Gott, an uns teilhaben zu lassen.

Wahrer Gott vom wahren Gott, hilf uns alles loszulassen,
was uns davon abhält, Dir zu begegnen,
was uns hindert, uns von Deinem Geist leiten zu lassen.
Nicht nur Freude und Trost, sondern Dich,
unseren Herrn und Erlöser, wollen wir suchen.

Jesus, barmherziger Sohn des Allmächtigen, öffne uns jetzt,
damit wir alle unsere Sinne auf Dich ausrichten,
damit wir hören, sehen, schmecken und erkennen,
was Du uns heute sagen willst.
Amen.
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(zeitzubeten.org)

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1. IMPULS

[ VERTRAUEN ]

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„Jesus sah ihn an, und weil er ihn liebte…“

Gott schaut dich an, wer immer du auch bist. Und er „ruft dich bei deinem Namen“ (Joh 10,3). Er sieht dich und versteht dich, weil er dich erschaffen hat. Alles, was in dir existiert, kennt er: alle deine Gefühle, deine Gedanken, deine Neigungen, deinen Geschmack, deine Kraft und deine Schwäche… Und das nicht nur, weil du ein Teil seiner Schöpfung bist – er sorgt sich selbst um die Spatzen (vgl. Mt 10,29). Nein, du bist ein Mensch, der zurückgekauft und geheiligt ist, sein Adoptivkind, das Anteil hat an dieser Herrlichkeit und diesen Segnungen, die auf ewig von ihm überfließen auf seinen einzigen Sohn.

Sel. John Henry Newman (1801-1890), PPS III, Nr. 9

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Gott, sei mir gnädig und hilf!
Gib Kraft zu tragen, was du mir schickst.
Lass die Furcht nicht über mich herrschen;
sorge du väterlich für die Meinen.
Barmherziger Gott, vergib mir alles,
was ich an dir und den Menschen gesündigt habe.
Ich traue deiner Gnade und gebe mein Leben ganz in deine Hand.
Mach du mit mir, wie es dir gefällt und wie es gut für mich ist.
Ob ich lebe oder sterbe, ich bin bei dir, und du bist bei mir, mein Gott.
Herr, ich warte auf dein Heil und auf dein Reich.

(Dietrich Bonhoeffer)

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2. IMPULS

[ UNSER INNERES ]

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„Ihr macht das Äußere sauber, aber Gott ist im Innern “

Wenn die Welt, die Gott sucht, es wüsste! Wenn die Gelehrten die Gott in der intellektuellen Erkenntnis und in eitlen Diskussionen suchen, es nur wüssten! Wenn die Menschen wüssten, wo Gott zu finden ist! Wie viele Kriege würden verhindert, wie viel Frieden gäbe es auf der Welt, wie viele Seelen würden gerettet werden! Ihr seid unvernünftig und töricht, wenn ihr Gott da sucht, wo er nicht ist. Hört zu und staunt: Gott ist im Herzen des Menschen, ich weiß es. Nun aber lebt Gott im Herzen des Menschen, wenn dieses Herz sich freihält von allem, was ihm nicht eigen ist; wenn sich das Herz dessen bewusst wird, dass Gott an seine Türe klopft (Offb 3,20); wenn der Mensch alle seine Zimmer kehrt und putzt und sich so darauf vorbereitet, den aufzunehmen, der allein wirklich satt macht.

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Zisterzienser, Geistliche Schriften

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Herr, nichts kann mich zwingen, Dich zu lieben, nicht die Freuden des Himmels, die Du versprochen hast, noch die Angst vor dem Ort der Qualen, den Weg der Sünde zu meiden.
Du selber zwingst mich.
Herr, mich zwingt Dein bitteres Leiden am Kreuze, an dem Du zum Hohn der Welt gehangen.
Mich zwingt Dein wunder Leib, die Dornenkrone Deines Hauptes; mich zwingen Deine Schmach und Dein Tod. Deine Liebe ist es, die das Herz der Treuen zwingt; auch ohne Himmel steht es offen für Deine Liebe und ohne Hölle, Herr.
Ja, es gibt nichts,
nicht Lohn,
nicht Strafe, was mich zur Liebe zwingt, als Deine Liebe allein.
Denn wenn ich auch nicht erhalte, was ich erhoffe ‐ meine Liebe zu Dir bleibt immer gleich.
Amen

(Hl. Teresa von Avila)

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3. IMPULS

[ ERKENNTNIS und HINGABE ]

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„Was sind wir, was bin ich für den Sohn Gottes…

Du [ der du lebst und getauft wurdest ] wurdest erwählt, um ihm zu gehören… Du bist einer derjenigen, für die Christus dem Vater sein letztes Gebet dargebracht hat, dem er das Siegel seines kostbaren Blutes aufgedrückt hat. Was für ein großer Gedanke! Ein Gedanke, der fast zu groß für unseren Glauben ist! Wenn wir darüber nachdenken, wie können wir dann anders reagieren als Sara, die vor Verwunderung und Verwirrung gelacht hat (vgl. Gen 18,12). „Was ist der Mensch“, was sind wir, was bin ich für den Sohn Gottes, „dass du seiner gedenkst?“ (Ps 8,5). Was bin ich…, dass er mich ganz neu gemacht hat… und dass er in meinem Herzen Wohnung genommen hat?

Sel. John Henry Newman (1801-1890), PPS III, Nr. 9

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Mein Vater,
dir gebe ich mich ganz hin.
Was du auch mit mir tust – ich danke dir.
Ich bin bereit zu allem und nehme alles an,
wenn sich nur dein Wille an mir
und an allen Geschöpfen erfüllt.
Ich möchte nichts anderes, mein Gott.
In deine Hände befehle ich meine Seele.
Ich liebe dich, mein Gott,
und deshalb übergebe ich dir meine Seele
mit der ganzen Liebe meines Herzens.
Aus Liebe möchte ich mich dir immer wieder hingeben,
ohne Vorbehalte,
vertrauensvoll.
Denn du bist mein Vater.

(Charles Foucauld)

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Mehr TEXTE zur EUCHARISTISCHEN ANBETUNG

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