Anbetung Teil 5 – J.d.Rosaire

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VI. Gebet während der Anbetung

Im Anschluss an eine Eucharistiefeier
(Spontanes Herzensgebet von Mutter Julienne du Rosaire anlässlich einer Anbetungsstunde, gemeinsam mit Laien)

O Maria, unsere gute Mutter, dir vertrauen wir diese Minuten an, in denen wir in Liebe mit Jesus anbeten. Lass sie uns ganz intensiv leben und erleben.

Herr, das wunderbare Geheimnis unseres Glaubens sagt uns, dass wir mit jeder Eucharistiefeier an Deinem Opfer teilnehmen, dabei Deinen Leib, Deinen Tod und Deine Auferstehung verinnerlichen. Das Geheimnis lässt uns erahnen, dass Du in diesem Moment Dein Opfer in uns fortführst und uns in innigem Vertrauen mit dem Lobgesang der Anbetung und der Liebe vereinigst, den Du Deinem Vater ohne Unterlass in Gestalt der Hostie darbringst.

„In Deiner Güte, Herr, reinige uns, damit wir mehr und mehr dem Opfer Deiner Liebe entsprechen“ (vgl.das Gabengebet).

Lass uns besser verstehen, dass wir getauft sind, um an Deinem göttlichen Leben, an Deiner Anbetung, und an Deinem Opfer teilzuhaben – um in Dir Anbeter im Geist und in der Wahrheit zu werden.

Herr, bist Du nicht vor allem deshalb zu uns auf Erden gekommen, um Deinen Vater anzubeten? Das war doch das große Anliegen Deines Lebens, das eigentliche Werk Deines Opfers am Kreuz.

lst das nicht das Werk, das Du im Herzen der Kommunionempfänger und in den Hostien unserer Tabernakel vollbringst? Unser Herz hätte ohne das Deine nicht die Kraft, Gott, unseren Vater, so anzubeten, wie es angemessen ist: Du allein bist der vollkommene Anbeter.

Ist Dein Herz nicht der lebendige Tempel, in dem man mit Deiner Stimme, mit Deinem Wort den Ruhm Gottes, unseres Vaters, besingen kann?

Herr, wir wollen zusammen mit Dir zu Anbetern werden, um auf die Liebe des Vaters zu antworten. Wir werden es sein durch das großzügige Annehmen unserer täglichen Kreuze, durch die treue Erfüllung unserer täglichen Pflichten, durch das Übereinstimmen mit Deinem Willen.

Jesus, ich schenke Dir mein Herz, dass du das Deine an seine Stelle setzen mögest, damit ich so wie Du, Herr, den Vater im Himmel liebe, und so wie Du, Herr, meine Schwestern und Brüder liebe.

So dass nicht mehr ich lebe, sondern Du.
Dass nicht mehr ich bete und anbete, sondern Du.
Dass nicht mehr ich arbeite, sondern Du.
Dass nicht mehr ich leide, sondern Du.
Dass nicht mehr ich liebe, sondern Du.

Auf dass Dein Blick meine Augen verwandle, damit ich meinen Nächsten so sehe, wie Du ihn siehst – mit Güte und Wohlwollen.
Dass Dein Licht meinen Geist erfülle, damit es durch mich hindurch leuchte und alle erleuchte, denen ich begegne.
Dass Deine Liebe in meinem Herzen brenne und in meine Worte und Gesten eingehe, erfüllt von Deiner Sanftmut, Deiner Güte, Deiner Demut, Deiner Zärtlichkeit.
Dass mein Leben ein ununterbrochener Lobgesang der Anbetung und der Liebe für Gott, unseren Vater, sei – durch eine aufrichtige Bejahung Seines Willens, in jedem Augenblick.

,,Herr, wir bitten Dich, vermehre in allen Christen die Früchte des österlichen Sakramentes“ (vgl. Gebet nach der Kommunion), damit sich die Anbeter im Geist und in der Wahrheit vermehren.

Liebe und Ruhm der Dreifaltigkeit, durch das eucharistische Herz Jesu!

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zu Teil 6 der eucharistischen Anbetung

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Quelle: Mutter Julienne du Rosaire, „Anbetung – Durch Ihn und mit Ihm und in Ihm“ erhältlich beim Miriam-Verlag, D-79798 Jestetten, www.miriam-verlag.de (s.unter Gebetbücher).
Übersetzung aus „L’Adoration“. Les Editions du Cénacle. Les Dominicaines Missionnaires Adoratrices; 131 Rue des Dominicaines, Québec, Canada G1E 658, Approbation ecclésiastique le 12 mai 2008. http://op-dma.com .

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