Heilige Schwester Faustyna

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Sr. Maria Faustyna Kowalska

Sr Faustyna Kowalska

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Im umfangreichen Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska erschließt sich ein wahrer Schatz an Gnaden, Erkenntnissen und Apostolaten. Auch wenn es nicht jedermanns Sache ist, so detailliert in diese heilige Verbindung vorzudringen, so können wir festhalten, dass es unübersehbare – und auch unmittelbar einsichtige – Früchte dieses mystischen Lebens gibt. Der Barmherzigkeitssonntag, ursprünglich als weißer Sonntag eine Woche nach Ostern bekannt, ist so eine Frucht: Seit nunmehr 11 Jahren feiern wir an diesem Festtag die „Göttliche Barmherzigkeit“, und danken Jesus Christus für seine immerwährende Gnade. Was wäre das himmlische Gesetz ohne die göttliche Barmherzigkeit… erst die darin begründete Dialektik ermöglicht das, was wir als „Heilung in Jesus Christus“ erkennen und herbeisehnen. Die Stunde der Barmherzigkeit (Freitag 15 Uhr mit dem hier angeführten Gebet) sowie der Barmherzigkeitsrosenkranz sind weitere Früchte des geistlichen Lebens von Schwester Faustyna…

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Im Jahr 1935 schreibt Schwester Faustyna, wie ihre Seele mit Gottes Liebe erfüllt wird:

Ich suche mein Glück nirgendwo, außer in meinem Inneren, wo Gott weilt. Ich freue mich an Gott in meinem Inneren, hier verweile ich unentwegt mit Ihm, hier ist mein vertrautester Umgang mit Ihm, hier weile ich sicher mit Ihm, hierher gelangt kein menschlicher Blick.

Wenn ein Leiden über mich kommt, verursacht es jetzt keine Bitternis mehr; auch von großen Freuden lasse ich mich nicht hinreißen; ich bin von Frieden erfüllt und von einer Ausgeglichenheit des Geistes, die aus der Erkenntnis der Wahrheit fließt.

Was macht es mir schon aus, inmitten abgeneigter Herzen zu leben, wenn ich die Fülle des Glücks in meiner Seele habe. Oder was nützt mir die Zuneigung anderer Herzen, wenn ich in meinem Inneren Gott nicht besitze? Wenn ich aber in meinem Inneren Gott habe – wer kann mir dann schon Schaden zufügen?

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Was wünscht Jesus von Sr. Faustyna?

Die Sendung der hl. Schwester Faustyna beruht darauf, der Welt die Botschaft der Barmherzigkeit Gottes durch die Tat, das Wort und das Gebet zu verkünden. In den folgenden drei Aufgaben erkennt sie ihre besondere Berufung:

 [ Link zur Geschichte des Bildes ]
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Verkündigung

Der Welt die in der Heiligen Schrift geoffenbarte Wahrheit von der barmherzigen Liebe Gottes zu jedem Menschen zu verkünden. Im Alten und Neuen Testament finden sich zu den Themen Barmherzigkeit und Vergebung, sei es durch den Vater oder den Sohn, u. a. diese 44 Bibelstellen: 2Mo 34,6 , 5Mo 4,31 , 2Sam 24,14 , 1Chr 21,13 , 2Chr 30,9 , Neh 9,17 , Neh 9,31 , Ps 86,15 , Ps 103,8 , Ps 111,4 , Ps 112,4 , Ps 116,5 , Ps 130,4 , Ps 145,8 , Jes 63,7 , Joe 2,13 , Jon 4,2 , Mt 6,14 , Mt 9,2 , Mt 9,6, Mt 9,13 , Mt 12,7 , Mt 26,28 , Mk 2,5 , Mk 2,9 , Mk 2,10 , Mk 11,25 , Lk 1,78 , Lk 5,20 , Lk 6,36 , Lk 7,48 , Joh 20,23 , Apg 5,31 , Apg 10,43 , Apg 13,38 , Apg 26,18 , Röm 3,25 , Eph 1,7 , Eph 4,32 , Kol 1,14 , Kol 3,13 , Hebr 2,17 , Jak 5,15 , 1Joh 2,12, …

Anbetung

Zweitens die Barmherzigkeit Gottes für die ganze Welt, insbesondere für die Sünder zu erbitten, u. a. durch die von Jesus empfohlenen neuen Kultformen der Barmherzigkeit Gottes: das Bild des Barmherzigen Jesus mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich (mehr zur Geschichte des Bildes), das Fest der Barmherzigkeit Gottes am ersten Sonntag nach Ostern, der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes, das Gebet in der Stunde der Barmherzigkeit (15:00 Uhr). An diese  Verbreitung der Verehrung der Barmherzigkeit knüpfte Jesus große Versprechungen, unter der Bedingung, dass sie mit Vertrauen zu Gott und tätiger Nächstenliebe verbunden sind.

Gemeinschaft

Drittens eine apostolische Bewegung der Barmherzigkeit Gottes zu inspirieren, die die Aufgabe übernimmt, die Barmherzigkeit Gottes zu verkünden und für die Welt zu erbitten und die – auf dem von der Schwester Faustyna gezeigten Weg – nach Vollkommenheit strebt. Dieser Weg beruht auf einer Haltung kindlichen Vertrauens zu Gott, das sich in der Erfüllung Seines Willens ausdrückt, sowie auf einer Haltung der Barmherzigkeit gegenüber den Nächsten. Heute umfasst diese Bewegung in der Kirche Millionen von Menschen in aller Welt: Ordensgemeinschaften, Weltinstitute, Priester, Bruderschaften, Vereine, verschiedene Gemeinschaften der Apostel der Barmherzigkeit Gottes und Einzelpersonen, die die Aufgaben übernehmen, die Jesus Christus durch Schwester Faustyna übermittelte. Verschiedene Gemeinschaften (z.B. die Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit) und Vereine (z.B. Apostolat zur Verbreitung der Göttlichen Barmherzigkeit) widmen sich dieser Aufgabe mit großem Einsatz.

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Die Sendung der Schwester Faustyna wurde in ihrem Tagebuch beschrieben, das sie auf Wunsch von Jesus und von ihren Beichtvätern führte. Sie schrieb dort alle Wünsche, die Jesus ihr gegenüber äußerte, getreulich nieder und beschrieb auch die Begegnungen ihrer Seele mit Gott. Schwester Meines tiefsten Geheimnisses – sprach Jesus zur Schwester Faustyna – du hast die Aufgabe, alles aufzuschreiben, was Ich dich über Meine Barmherzigkeit erkennen lasse und zwar zum Nutzen der Seelen, die diese Schriften lesen. Sie erfahren in ihrer Seele Trost und Mut, sich Mir zu nähern (TB 1693).

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Dieses Werk bringt uns das Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes auf außergewöhnliche Weise näher. Es begeistert nicht nur einfache Menschen, sondern auch die Wissenschaft, die in ihm eine zusätzliche Quelle für ihre theologischen Forschungen entdecken. Das Tagebuch wurde in viele Sprachen übersetzt, u. a. ins Englische, Deutsche, Italienische, Spanische, Französische, Portugiesische, Arabische, Russische, Ukrainische, Slowenische, Ungarische, Tschechische und Slowakische (Gott-ist-barmherzig.at).

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Hl. Maria Faustyna Kowalska

Nonne, Mystikerin
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* 25. August 1905 in Głogówiec bei Lodz in Polen
† 5. Oktober 1938 in Krakau / Kraków in Polen

Maria Faustyna Kowalska wurde am 25. August 1905 als drittes von zehn Kindern in der Familie von Marianna und Stanisław Kowalski, Bauersleuten aus dem Dorf Głogowiec, geboren. Bei der Taufe in der Pfarrkirche in Świnice Warckie erhielt sie den Namen Helena. Im neunten Lebensjahr empfing sie die erste heilige Kommunion. Die Schule besuchte sie nur knappe drei Jahre und als junges Mädchen verließ sie ihr Elternhaus, um im Dienste bei wohlhabenden Familien in Aleksandrów Łódzki und Łódź für ihren eigenen Unterhalt zu verdienen und um ihren Eltern zu helfen.

Die Stimme der Berufung vernahm sie in ihrer Seele bereits seit dem siebten Lebensjahr, aber ihre Eltern stimmten dem Eintritt in ein Kloster nicht zu. Unter dem Eindruck einer Vision des Leidenden Christus fuhr sie im Juli 1924 nach Warschau, um dort einen Platz in einem Kloster zu suchen. Ein Jahr arbeitete sie noch als Haushaltshilfe, um für eine bescheidene Aussteuer das Geld zu verdienen. Am 1. August 1925 trat sie in die Kongregation der Schwestern der Muttergottes von der Barmherzigkeit in Warschau ein. Im Kloster verbrachte sie als Schwester Maria Faustyna dreizehn Jahre, in denen sie als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin in vielen Häusern der Kongregation tätig war, am längsten in Krakau, Warschau, Płock und Wilna. Sie litt unter Lungen- und Darmtuberkulose, deshalb verbrachte sie länger als 8 Monate im Krankenhaus in Krakau-Prądnik.

Sr Faustyna - Konvent
Schwestern der Muttergottes von der Barmherzigkeit

Die Jahre ihres Ordenslebens waren von außergewöhnlichen Gnaden erfüllt: von Erscheinungen, Visionen, verborgenen Stigmata, der Teilnahme an der Passion Christi, der Gabe der Bilokation, dem Lesen in den menschlichen Seelen, Prophezeiung und der Gabe der mystischen Verlobung und Vermählung.

Die fundamentale Aufgabe der Schwester Faustyna bestand darin, der Kirche und der Welt die Botschaft der Barmherzigkeit zu übermitteln, die an die biblische Wahrheit von der erbarmenden Liebe Gottes zu jedem Menschen erinnert und dazu aufruft, Ihm das eigene Leben anzuvertrauen und tätige Nächstenliebe zu üben. Jesus zeigte ihr nicht nur die Tiefe Seiner Barmherzigkeit, sondern übermittelte ihr auch neue Kultformen: das Bild mit der Unterschrift Jesus, ich vertraue auf Dich, das Fest der Barmherzigkeit, den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes und das Gebet im Augenblick Seines Sterbens am Kreuz, die sog. Stunde der Barmherzigkeit. An jede von ihnen, und auch an die Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit durch das Zeugnis des Lebens, durch Tat, Wort und Gebet, knüpfte Jesus große Versprechen, unter der Bedingung, dass sich der Mensch um eine Haltung des Vertrauens zu Gott, also die Erfüllung Seines Willens, und Barmherzigkeit gegenüber den Nächsten bemüht.

Schwester Faustyna starb im Kloster in Krakau-Łagiewniki am 5. Oktober 1938 im Alter von nur 33 Jahren. Die aus der mystischen Erfahrung und dem Charisma der Schwester Faustyna entstandene Apostolische Bewegung der Barmherzigkeit Gottes führt ihre Sendung weiter und bringt der Welt die Botschaft der Barmherzigkeit durch das Zeugnis des Lebens, durch Tat, Wort und Gebet. Am 18. April 1993 wurde sie auf dem Petersplatz in Rom von Papst Johannes Paul II. selig und am 30. April 2000 heilig gesprochen.

(Quelle: Kongregation der Muttergottes von der Barmherzigkeit, Warschau)

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