Theologie – DER GEIST

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THEOLOGIE FÜR ANFÄNGER

Frank Sheed, Lepanto Verlag, 2011

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Einführung

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, sagte der Herr zum Bösen, und damit zitierte er einen Satz aus dem Fünften Buch Moses. Jeder kennt diesen Satz, die meisten ergänzen ihn nach eigenem Gutdünken, je nachdem, was die hungrige Seele des Menschen ihrer Meinung nach am nötigsten braucht. Aber bei Moses hatte er seine ihm allein zukommende Ergänzung, und unser Herr erinnerte den Teufel auch daran: „… sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt“. Demnach ist geoffenbarte Wahrheit Nahrung. Nun ist es eine Eigentümlichkeit der Natur, dass sie nur denjenigen ernährt, der sie isst. Wir können uns nicht ernähren von dem, was ein anderer isst. Um satt zu werden, müssen wir selber essen; deshalb nützt uns auch die Theologie so wenig, die andere studieren.

Die Wahrheit ist auch Licht. Nicht sehen heißt, im Finstern sitzen, falsch sehen, heißt in doppelter Finsternis sein. Den größeren Teil der Wirklichkeit können wir nur erfahren, wenn Gott ihn uns mitteilt. Auf sein Wort können wir uns verlassen; fehlt es uns, so fehlt es uns an Licht.

Nun könnte einer sagen, dass ein Katholik gar nicht gänzlich ohne Nahrung sein kann, weil es ja die Eucharistie gibt, und auch nicht ganz im dunklen, weil es die Kirche fertig bringt, mit den göttlichen Wahrheiten bis zu den uninteressiertesten ihrer Kinder vorzudringen. Für die Eucharistie trifft das auf eine großartige Weise zu – aber selbst dort hilft man einem Menschen vorher, so weit wie möglich in die Lehre einzudringen, damit er besser erkennt, welche Nahrung es ist, von der seine Seele lebt.

Wissen mehrt die Liebe – aber natürlich kann Wissen auch verhärten, es kann mich auch stolz und eingebildet machen, statt meine Liebe zu mehren. Davor müssen wir armen Kinder Evas uns hüten. Wissen mehrt die Liebe. Es dient der Liebe einmal, indem es Brocken beiseite räumt, die zumindest die blanke Pflugschar der Liebe schartig machen könnten.

Zum Beispiel kann die Existenz der Hölle einen Menschen dazu bringen, an Gottes Liebe zu zweifeln – wenn er von den Lehren der Kirche noch nicht genug weiß. So wendet er gerade aus Frömmigkeit seinen Blick von einer Wahrheit über Gott ab, um sich seine Liebe uneingeschränkt zu erhalten. Aber Wissen dient der Liebe noch auf eine andere, bessere Weise – weil jegliches Neue, das wir über Gott lernen oder bedenken, ein neuer Grund ist, ihn zu lieben.

Soweit ein Katholik zufrieden ist mit dem, was er (an Wissen und Liebe) bekommt, ist dazu nichts mehr zu sagen. Es ist tatsächlich seine Angelegenheit, zumindest ist es nicht die meine. Aber das Leben besteht nicht nur darin, etwas zu bekommen, sondern auch darin, etwas zu geben, und ein Katholik kann sich nicht so einfach, eigentlich überhaupt nicht, mit dem zufrieden geben, was er gibt. Ganz offensichtlich sind wir heute von Millionen umgeben, die hungern nach dem, was unser Herr ihnen geben möchte; sie bekommen da kleine Rationen an Wahrheit – und von der Eucharistie überhaupt nichts.

Wenn der geistliche Hunger gestillt werden soll, dann muss das hauptsächlich das Werk von uns Laien sein, die wir täglich Umgang mit diesen Hungernden haben. Wir müssen zum Verständnis der großen Glaubenswahrheiten gelangen, so dass sie uns wirklich als Nahrung dienen können; wir müssen alle Kräfte anspannen, ihren Sinn zu begreifen; und zwar müssen wir das um dieser anderen willen, denn es ist unerträglich, dass Menschen sich nach der Wahrheit verzehren sollen, die wir Ihnen bringen könnten. Aber auch um uns selber geht es dabei: denn es ist nicht gut für uns und unsere Kinder, die heile Minderheit zu sein in einer Gesellschaft, die den Kontakt mit Gott verloren hat.

Dies Buch befasst sich mit der Theologie, um einem zweifachen Bedürfnis entgegenzukommen: dem Bedürfnis unserer eigenen Seelen nach Nahrung, Licht und Liebe zu Gott – das alles geben uns die großen Glaubenswahrheiten; und dem Bedürfnis aller Menschen um uns herum, einem Bedürfnis, das nur gestillt werden kann, wenn wir es zu stillen helfen. (Frank Sheed)

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Vorbemerkung des Blogbetreibers

Warum die Besprechung dieses Buches? Warum nicht ein Lesetipp, ein einfacher Hinweis auf ein lesenswertes Buch?

Da ist zunächst ein „griechisches“ Bedürfnis – ein kleiner Sisyphos in mir – die Einmaligkeit unseres Glaubens immer wieder neu zu erkennen, und zu beschreiben.

Dazu kommt, dass auf vielen katholischen Blogs immer wieder Teile unseres Glaubens betrachtet werden, selten aber versucht wird, das Ganze einzufangen (dabei ist es immer auch ein unerreichbarer Versuch, das Ganze umfassen zu wollen).

Jetzt soll keinesfalls der Eindruck entstehen, der Blogbetreiber würde eine Herangehensweise an den Glauben über die andere stellen wollen. Im Gegenteil, ich erlebe die verschiedensten Sichtweisen, die der Heiligen, der Theologen, der Laien, … als äußerst kompatibel: sie zusammen ergeben etwas Neues.

Das vorliegende Buch hat mich auf ganz eigene Art berührt. Andere Bücher – vor allem diejenigen unserer großen Heiligen und Kirchenlehrer – nehmen uns zu tiefen (sogar mystischen) Momenten des Glaubenslebens mit, und lassen uns anhand von Lichtstrahlen die Tiefe und Liebe Gottes erahnen. Dieses Buch des Autors Frank Sheed schafft es hingegen, ein Gebäude zu errichten, in dem die verschiedenen Steine und Pfeiler des Glaubens Stück für Stück errichtet werden, bis ein faszinierendes Ganzes entsteht. Bildlich gesprochen wird hier ein Gebäude errichtet, in dem die Lichtstrahlen sich noch viel tiefer und schöner entfalten können.

PS: Die ersten Kapitel könnten für den weniger „philosophischen Leser“ etwas ermüdend wirken – aber es lohnt sich!

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I. Kapitel: DER GEIST

Der Geist erkennt, liebt und hat Macht

Als ich noch recht neu war als Straßenredner für die Catholic Evidence Guild, fragte mich jemand, was ich unter Geist verstünde. Ich antwortete: „Ein Geist hat keine Gestalt, keine Größe, keine Farbe, kein Gewicht, keine Ausdehnung.“ Darauf sagte der andere: „Das ist die beste Definition von „Nichts“, die ich je gehört habe!“ Das war sehr richtig. Ich hatte aufgezählt, was der Geist nicht ist, ohne auch nur anzudeuten, was er ist.

In der Theologie ist „Geist“ nicht nur ein Schlüsselwort – es ist das Schlüsselwort schlechthin. Der Herr sagte zur Samariterin am Brunnen: „Gott ist Geist“ (JOH 4,24). Wenn wir die Bedeutung des Wortes Geist nicht kennen, wissen wir nicht, was er sagen wollte. Es ist dann, als ob er gesagt hätte: „Gott ist…“ – was nun überhaupt nichts sagt. Dasselbe gilt von jeder Lehre; jede hat Geist zum Gegenstand. Wenn wir Theologie studieren, haben wir es immerfort mit Geist zu tun. Und das, womit wir studieren, ist auch Geist.

Wir müssen unbedingt wissen, was Geist ist. Nicht nur, dass wir ihn definieren müssen. Wir müssen eine Vorstellung von Geist gewinnen, sie uns zu eigen machen, lernen, sie mühelos und geschickt zu handhaben. Wenn wir hier langsam und sorgfältig nachdenken, wird sich das später bezahlt machen. Diese Ausführungen sind nicht gedacht als ein Bummel über die Äcker der Offenbarung. Es ist die Bemühung, die Anfänge der Theologie zu lehren.

[ Betende Hände – Ausdruck des Geistes ]

Wir fangen an mit unserem eigenen Geist, weil wir ihn am besten kennen. Geist ist das in uns, wodurch wir erkennen, lieben und also auch wollen. Unser Körper weiß nichts, er liebt nichts; körperliches Wohlbefinden wird nicht vom Körper selbst genossen, er reagiert darauf physisch, mit erhöhtem Puls zum Beispiel – aber es ist der erkennende Geist, der die Reaktionen genießt oder verabscheut. Der Körper will nichts, auch wenn der Wille sich zu Gunsten von Dingen entscheiden mag, die uns körperliches Wohlbefinden bereiten.

Der Geist ist es, der erkennt und liebt. Betrachten wir uns ein wenig genauer, so werden wir entdecken, dass der Geist auch Macht hat. Es ist der menschliche Geist, der das Atom spaltet; das Atom kann den Geist nicht spalten, es kann nicht einmal sich selbst spalten, es weiß nichts von seinen eigenen Elektronen.

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Der Geist bringt hervor, was der Stoff nicht hervorbringen kann

Der Geist benutzt den Körper und fragt den Körper nicht um seine Erlaubnis. Der Geist ist der Meister, der Körper das Handwerkszeug. Ist das Handwerkszeug wesentlich? Muss der Geist es gebrauchen, um mit der Materie fertig zu werden? Wir haben Beweise dafür, dass unser Geist die Materie unmittelbar beeinflusst. Wir wollen unseren Arm hochheben, und wir heben in hoch. Ein sehr komplizierter anatomischer Vorgang, der durch eine Willensentscheidung in Bewegung gesetzt wird. Wie wir sehen werden, haben mächtigere Geister als wir dieselbe unmittelbare Gewalt über die ganze Materie, die der menschliche Geist über seinen eigenen Körper hat.

Diese Vermischung von Geist und Materie in den menschlichen Handlungen unterscheidet den menschlichen Geist von jedem anderen. Der menschliche Geist ist der einzige, der zugleich auch Seele ist – das heißt: Lebensprinzip in einem Leib.

Gott ist Geist, aber er hat keinen Leib. Die Engel sind Geister, aber sie haben keinen Leib. Nur im Menschen ist der Geist mit einem Leib vereint, belebt einen Leib, macht ihn zu einem lebendigen Leib. Jeder lebendige Organismus – der Pflanzen, der niederen Tiere, der Menschen – hat ein Lebensprinzip, eine Seele. Und ebenso wie unser Geist der einzige Geist ist, der zugleich Seele ist, so ist unsere Seele die einzige, die zugleich auch Geist ist.

Aber was ist nun schließlich Geist? Wir können es verstehen, wenn wir uns selbst betrachten und eine der Tätigkeiten unserer Seele im Einzelnen prüfen: Sie bringt Ideen hervor. Wenn wir also beständig etwas hervorbringen, was keine stofflichen Eigenschaften hat, dann muss in uns etwas sein, was nicht Stoff ist. Und das nennen wir Geist.

Unsere Ideen sind nichts Stoffliches. Sie haben keine Ähnlichkeit mit unserem Körper. Sie gleichen unserem Geist. Sie haben keine Gestalt, keine Größe, keine Farbe, kein Gewicht, keine Ausdehnung im Raum. Auch der Geist, aus dem sie stammen, hat das alles nicht. Aber niemand kann ihn „Nichts“ nennen; denn er bringt Gedanken hervor, und Gedanken sind das Mächtigste in der Welt – außer der Liebe –, aber die wird ebenfalls vom Geist hervorgebracht.

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Der Geist ist nicht im Raum

Wir kommen nun zum schwierigsten Teil unserer Überlegungen. Das wird Schweiß und Anstrengung kosten; aber hinterher wird alles leichter sein. Beginnen wir mit einer Feststellung, die negativ klingt, es aber nicht ist. Geist unterscheidet sich von etwas Stofflichem dadurch, dass er keine Teile hat. Wenn wir das erst begriffen haben, sind wir schon nahe am Ziel.

In jedem Seienden unterscheiden wir das Ganze und seine Teile. Mein Arm ist ein Teil meines Körpers, oder ein Elektron ein Teil des Atoms. Der Geist aber hat keine Teile. In ihm gibt es nichts, was nicht sein Ganzes wäre. Es gibt keine Teilung in Teile wie bei der Materie.

Unsere Seele hat keine Teile, denn sie ist Geist. In unserer Seele ist nichts, was nicht die ganze Seele wäre. Sie tut bemerkenswert viel verschiedenes: erkennen, lieben, den Körper beleben – aber jedes wird von der ganzen Seele getan; sie hat keine Teile, unter die diese Tätigkeiten aufgeteilt wären.

Diese Ungeteiltheit des Geistes ist die Schwierigkeit für den Anfänger. Denn wir haben jetzt zu folgern: etwas, das keine Teile hat, nimmt keinen Raum ein. Man kann kaum etwas hinzufügen, um diese Wahrheit deutlicher zu machen; man kann nur fortfahren sie anzuschauen, bis man plötzlich merkt, dass man sie sieht.

Wenn man irgendetwas Beliebiges denkt, das Raum einnimmt, dann sieht man, dass es Teile haben muss, dass es jedenfalls in kleinere Teile teilbar ist. Wenn es nur irgendwie Raum beansprucht, und mag es noch so unendlich submikroskopisch klein sein – irgendwie muss es doch Ausdehnung haben, wenn man unter Raum das versteht, wohinein die Materie ihre Teile ausbreitet. Aber etwas, was keine Teile hat, hat auch keine Ausdehnung; es hat nichts mit Raum zu tun, ist raumlos, braucht keinen Raum.

Das schwierige ist, dass wir es kaum fertig bringen, uns etwas vorzustellen, was nicht im Raum existiert; noch schwerer fällt es uns, uns etwas vorzustellen, was tätig ist, ohne Teile zu haben. Die erste Schwierigkeit kann man vielleicht beheben, wenn man sich daran erinnert, dass der Raum bloß Leere ist – Leere kann aber schwerlich wesensnotwendig sein dafür, dass etwas existiert. Die zweite Schwierigkeit lässt sich womöglich aus der Welt schaffen, wenn man überlegt, dass Teile nur etwas Abgeteiltes sind, dass Geteiltheit schwerlich eine unerlässliche Vorbedingung sein kann dafür, dass etwas tätig wird.

Vielleicht hilft es uns etwas, wenn wir an eine unserer gewöhnlichen Tätigkeiten denken: an die Urteile, die wir fällen. Wenn wir das Urteil fällen, dass in einem bestimmten Fall Nachsicht nützlicher ist als Gerechtigkeit, dann machen wir uns kaum klar, wie überraschend das ist, was wir da gemacht haben. Wir haben drei Ideen oder Begriffe hergenommen: Nachsicht, Gerechtigkeit und Nützlichkeit. Wir haben so etwas wie Identität zwischen Nachsicht und Nützlichkeit herausgefunden: Nachsicht = nützlich. Das bedeutet, dass wir Nachsicht und Nützlichkeit in unserem Geist zusammen vorgefunden haben müssen. Es kann keine „Distanz“ zwischen den beiden Begriffen geben, sonst könnten sie nicht in Vergleich und Urteil in eins gesetzt werden. Wenn der Geist ausgebreitet wäre wie das Gehirn, mit dem Begriff Nachsicht in einem und dem Begriff Nützlichkeit in einem anderen Teil, hätte man diese Begriffe nicht vergleichen können.

Das ist noch nicht alles. Alle drei Begriffe müssen beisammen sein, damit dem oberen Begriff „Nützlichkeit der Nachsicht“ zugestimmt werden kann. Die Urteilskraft wurzelt in der menschlichen Lebenskraft, der Kraft, sich zur Herrschaft über sich selbst und seine Umwelt zu entwickeln. Und die Urteilskraft ist abhängig von der Geteiltheit der Seele als eines einzigen, ungeteilten, denkenden Prinzips, das alle Begriffe, die wir zu vergleichen wünschen, ergreift und zusammenhält.

Schließlich müssen wir noch eine andere Eigenschaft des Geistes benennen und annehmen. Er ist das Bleibende, das Beharrende schlechthin.

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Der Geist ist immer er selbst

Wir haben gesehen, dass etwas, was keine Teile hat, und nichts, das nicht das Ganze wäre, keinen Raum besitzen kann. Wenn wir in unserer Betrachtung fortfahren, werden wir merken, dass es auch nicht in etwas anderes verwandelt werden und durch keinen natürlichen Prozess zerstört werden kann. Hier sind wir bei der tiefsten Wahrheit über den Geist angekommen – der Geist bleibt beständig, was er ist und kann niemals etwas anderes werden. Stoffliches kann zerstört werden in dem Sinne, dass es in seine Teile zerfällt; einige seiner Teile können fort genommen werden. Aber etwas, was keine Teile hat, kann von dergleichen nicht betroffen werden.

Nichts kann ihm fortgenommen werden, weil es aus nichts besteht als aus sich selber. Wir können uns natürlich vorstellen, dass es als Ganzes nicht mehr existiert. Das würde Vernichtung bedeuten. Aber ebenso wie nur Gott etwas aus dem Nichts erschaffen kann, indem er will, dass es existiert, so kann auch nur Gott etwas zunichte machen, indem er will, dass es nicht länger existiert. Was die menschliche Seele betrifft, so hat Gott uns versprochen, dass er sie nicht zunichte machen will.

[ Der Körper als Hülle ]

Ein geistiges Wesen kann deshalb seine Identität nicht verlieren. Es kann Veränderungen erleben – beispielsweise kann es neue Erkenntnisse gewinnen oder Erkenntnisse verlieren, die es hatte; es kann seine Liebe von einem Gegenstand auf einen anderen richten; es kann seine Macht über die Materie entwickeln, sein eigener Leib kann aufhören, seiner belebenden Kraft zu antworten, was für den Leib den Tod nach sich zieht. Bei all diesen Veränderungen bleibt es jedoch es selbst, seiner selbst bewusst, beständig.

Wem diese Gedanken neu sind, der sollte diese Wahrheiten immer wieder überdenken und sich gelegentlich zu Ihnen zurück wenden – auf dem Weg zur Arbeit, in Zeiten der Schlaflosigkeit. Er sollte immer wieder die Beziehung betrachten, die zwischen dem Teile-haben und einem Raum-einnehmen besteht, bis er sieht, dass etwas ohne Teile nicht im Raum sein kann. Es gilt immer wieder die Beziehung zwischen Teile-haben und Sterblich-sein betrachten, bis klar erkennbar wird, dass etwas ohne Teile niemals etwas anderes sein kann als es ist.

Unsere Seele, unser Geist tut für immer alles, was er tut, als ganzer und mit seinem ganzen Selbst. Aber die menschliche Seele ist von allen Geistern der geringste Geist. Der letzte Engel ist unvorstellbar mächtiger, als unser Geist es auf dieser Erde sein kann. Philosophen (Theologen) versichern uns, die Engel sein so mächtig, dass sie das Universum zerstören könnten, wenn nicht die mächtigere Macht Gottes sie daran hinderte. So wird diese selbe Macht den Menschen davon abhalten, das Universum zu zerstören, bis Gott will, dass es zu existieren aufhört.

Es genügt nun nicht, wenn wir jetzt wissen, was Geist ist. Wir müssen uns dieses Wissen ganz zu eigen machen. Die Wirklichkeit des Geistes zu sehen, muss unserem Denken zur Gewohnheit werden. Wenn wir das erreicht haben, haben wir das erste Stadium der Reife erreicht. Dann kann uns ein Materialismus, auch wenn er noch so überzeugend vorgetragen wird, nicht länger gefährlich werden. Wir sind vielleicht nicht immer im Stande, seinen Argumenten zu begegnen, aber das macht nichts.

Der Materialismus ist rückständig, alle unsere geistigen Gewohnheiten widersprechen ihm. Es ist, als ob ein Naturwissenschaftler Argumente dafür vorbrächte, auf allen Vieren zu gehen. Diese Vorstellung würden wir als rückständig empfinden, da alle unsere körperlichen Gewohnheiten dem widersprechen.

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Link zur >>> 2. Teil: Unendlicher Geist

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