(3) – Wunder der Umkehr

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Jesus und die Sünderin (JOH 8,2-11)
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Mutter Teresa hatte ein unglaubliches Talent herauszufinden, wie lange die Menschen nicht gebeichtet hatten. Sobald sie von der „Notwendigkeit zur Beichte“ ihrer Gesprächspartner überzeugt war, arbeitete sie sehr erfolgreich mit kleinen, aber überzeugenden Hinweisen. In der Folge kam es mit dem Ablegen der Beichte zu vielen Versöhnungen und Verwandlungen.

„Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte die es nicht nötig haben umzukehren“ ( Lk 15, 7).

Die regelmäßige Beichte

Vielleicht fragt sich mancher, wie es die vielzitierte Mutter Teresa mit der Beichte hielt. Pater Leo Maasburg ist unser Zeuge: Mutter Teresa selbst pflegte die wöchentliche Beichte, sie wartete geduldig, wie groß auch immer die wartende Menge war, nach dem Grundsatz: »Wir sind alle Sünder.«

Auch war es ihr egal, zu wem sie beichten ging. Ihr war das Gespräch mit Jesus wichtig, nichts anderes. Natürlich ist es auch ihr nicht immer leicht gefallen, die Beichttermine wahrzunehmen! Was könnte dies besser belegen als ihr Wort vom ewigen Kampf Love Action gegen Hate Action: der Teufel ist immer bestrebt, unsere Verbindungen zu Gott zu kappen!

Das Wunder der Umkehr

Im Laufe vieler Jahre als Beichtvater erleben Priester ganz besondere Geschichten, die im Zusammenhang mit Beichte und Aussprache geschehen, erzählt Pater Leo Maasburg. So war er 1989 in Armenien zu Gast bei der damals jüngsten Richterin, die aus Russland bestellt worden war.

Während des Aufenthaltes verletzte sich die Nichte der Richterin an beiden Augen. Die verzweifelte Richterin wandte sich an Pater Leo: Helfen Sie! Wenn Gott die Macht dazu hat, soll er helfen! Pater Leo, der nicht wusste wie ihm geschah, übergab der Richterin eine wundertätige Medaille mit den Worten: Beten Sie! Im Gebet steckt große Kraft!

Kurze Zeit später kam es zu einer zweiten Einladung und die Richterin wusste zu berichten, dass beide Augen ihrer Nichte gerettet werden konnten. Damit hatte das Leben der Richterin eine konkrete Wendung genommen; sie wurde im Jahr darauf getauft.

Was sagt uns Gott zu seiner Vergebung?

Du hast Dich von mir entfernt, weil du nicht glauben kannst, dass ich dich genug liebe, dass mir genug an dir liegt, dass in mir genug Zärtlichkeit für dich ist, dass ich mich genug freue über die geringste Geste, die mir deine Zustimmung bezeugt, um dir alles zu verzeihen, was du in die Beichte hineinbringst – so können wir uns Gottes Ansprache vorstellen.

„Wissen wir um eine solche Verzeihung, um eine solche Liebe, dann werden wir geradezu überflutet sein von Freude und Dankbarkeit, sodass uns dann auch allmählich die Lust zum Sündigen vergeht und die Beichte zu einem regelmäßigen Ereignis der Freude in unserem Leben wird. Beichten gehen heißt, hingehen und die Liebe zu Gott ein wenig herzlicher zu gestalten, sich erneut sagen zu lassen und wirksam zu erfahren – denn Beichte ist ja nicht nur Zuspruch von außen –, dass Gott uns liebt.“ (Kardinal J.Meisner)

Beichten heißt also, wieder anfangen, daran zu glauben und zugleich entdecken, dass wir bisher niemals tief genug daran geglaubt haben, und dass man hierfür um Verzeihung bitten muss. Vor Jesus fühlt man sich als Sünder, man entdeckt sich als Sünder, der nicht seinen Erwartungen entspricht. Beichten heißt, sich vom Herrn in seine göttliche Höhe heben zu lassen.

Was ist eigentlich das Wichtigste bei der Beichte?

Das Wichtigste ist, dass wir unsere Wege zu Gott und den Mitmenschen überdenken. Dabei entwickelt sich eine Selbsterkenntnis, eine Erkenntnis der Endlichkeiten, die jeden von uns immer wieder auf tote Wege führen. Schließlich wächst unser Verständnis dafür, welche Chance der Umkehr und des Neuanfangs Gott uns anvertraut hat:

Die Beichte ist von uns aus ein Glaubensakt, mit dem wir Gott näher kommen.
Die Beichte ist von Gott aus ein Akt unendlicher Liebe, in dem Gott uns Sein Heil schenkt.

Genau genommen hätten wir uns einiges an Text und Mühe sparen können… denn im Grunde läuft alles auf eine Botschaft hinaus:

Gott wartet auf uns – in Liebe.

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Die >>> folgenden Kapitel beschäftigen sich mit der Praxis der Beichte – und finden 12 Gründe, warum man gar nicht anders kann, als das Sakrament der Versöhnung immer wieder zu suchen.

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Hier geht’s zum Ablauf der Beichte

Hier findest du einen persönlichen Beicht- oder Gewissensspiegel

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