Marianische Spiritualität

Mit dem folgenden Beitrag wird versucht, Eckpunkte und Grenzen einer marianischen Glaubensausrichtung auszuleuchten.

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Gnade, Glaube, Heil

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Beginnen wir mit einem Wahrzeichen der Marienverehrung: Der Ort Loreto (nahe Ancona) beherbergt die erste international bekannte, der Muttergottes gewidmete Wallfahrtsstätte. Loreto stellt einige Jahrhunderte lang den marianischer Mittelpunkt der Christenheit dar, wie Johannes Paul II. zum 700sten Jahrestag des Wallfahrtsortes hervorhob, und das Besondere an dem Wallfahrtsort ist, dass nach der Überlieferung Teile des Hauses von Nazareth heute dort stehen.

In Nazareth fand die Verkündigung des Herrn statt, dort sagte Maria „Mir geschehe, wie Du es gesagt hast“, dort empfing sie ihren göttlichen Sohn Jesus Christus (Lk 1, 30-38). Marianische Christen ehren Maria als Muttergottes, die Christus uns vom Kreuz herab anvertraut hat. Als erste Glaubende des Neuen Bundes ist sie Vorbild in ihrem rückhaltlosen und hochherzigen ‚Ja‘ zum Plan Gottes.

Das Haus von Loreto ist nach Papst Johannes Paul II. „…eine Ikone, die keine abstrakte Wahrheit, sondern ein Geheimnis darstellt: Die Menschwerdung des Wortes Gottes. Wenn man den verehrten Raum betritt, liest man immer bewegten Herzens über dem Altar die Worte: ‚Hic Verbum caro factum est‘ – Hier ist das Wort Fleisch geworden.“

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In Loreto wird „…die geheimnisvolle Wirklichkeit von Weihnachten und der Heiligen Familie in gewisser Weise greifbar und zum persönlichen, innerlich bewegenden und wandelnden Erlebnis. […] Das Geheimnis der Menschwerdung vollzog sich im Lauf einiger Augenblicke; diese schließen die großen Aussagen in sich, welche das Heiligtum von Loreto in der Kirche wach halten soll. Es handelt sich dabei um:

1. Den Gruß des Engels, d.h. die Verkündigung;
2. die Antwort aus dem Glauben, das ,Fiat‘ Marias;
3. das heilige Geheimnis der Menschwerdung des göttlichen Wortes.

Wir können diese Augenblicke in drei Worte zusammenfassen: Gnade, Glaube und Heil.“ (JPII in seinem  Schreiben zu 700 Jahren Loreto)

Bei christlicher Marienverehrung geht es um Inhalte, die im Folgenden skizziert werden. Im persönlichen Glaubensleben wird Maria – die erste Glaubende des Neuen Bundes – als Vorbild in ihrem „Ja“ zum Plan Gottes in ihrem Leben geehrt. Marianischen Christen geht es um „Räume“, in denen

• das Wort Gottes, d.h. Jesus Christus, verkündet und empfangen werden kann (Gnade)

• das persönliche „Ja“ zu den Plänen Gottes ausgesprochen werden kann (Glaube)

Jesus Christus im persönlichen Leben des Einzelnen wachsen kann (Heil).

Es sollen also Bereiche geschaffen und gefestigt werden, „Räume“ mit einem „zur Welt hin offenen Fenster“, in denen man die Gegenwart Christi mit „bewegtem Herzen“ erspüren, in denen man „Ja“ auf die Pläne Gottes sagen kann, damit Jesus Christus im persönlichen Leben „erwachsen“ werden kann.

Spricht man vom „Engel des Herrn“, so sollten einem vier weitere marianische Aspekte bewußt werden.

(1) Was war die unmittelbare Folge des „Engel des Herrn“? Maria trägt Jesus zu Elisabeth (vgl. Lk 1,39-56). Als Einzelne und als Gruppe empfangen wir Christus, nicht um ihn für uns zu behalten, sondern um ihn in die Welt zu tragen. Prüfen wir uns also, inwieweit wir Christus tatsächlich in die Welt tragen wollen.

(2) Im verborgenen Leben der Hl. Familie in Nazareth (vgl. Lk 2, 39-40) wuchs Christus heran. Im Einzelnen und im Leben mit den Nächsten wird die Gegenwart Christi durch Treue, Beständigkeit und Hingabe wachsen. Sind unsere „Räume“ – die persönlichen und die der Gruppe – „stabil“ genug, damit wir im Glauben beständig und treu wachsen können? Wollen wir die alltägliche Hingabe an Gott und an den Nächsten leben?

(3) Christus hat uns Maria vom Kreuz herab als Mutter anvertraut (vgl. Joh 19, 27). So vertrauen wir auf ihre mütterliche Fürsprache bei Gott. Fliehen wir vor dem Kreuz oder lassen wir uns von Maria inspirieren, indem wir unter dem Kreuz stehend Christus anbeten und auf ihre Fürsprache vertrauen?

(4) Nach der Himmelfahrt Jesu verharrten alle Apostel mit Maria einmütig im Gebet (vgl. Apg 1,14). Streben wir nach Einheit oder trennen wir, was zusammengehört, indem wir uns als Einzelne oder als Gruppe (innerlich) auf ein Podest stellen und auf andere herabblicken?

In guter marianischer Haltung können wir immer wieder den „Engel des Herrn“ beten, um vor allem die Herzenshaltung Mariens einzuüben: „Mir geschehe nach deinem Wort“ (Lk 1, 38). Darin lag die eigentliche Stärke Mariens, darin liegt eine lebendige Quelle für uns.

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Marien-Monstranz, Kollegienkirche Salzburg

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Warum ist Marienverehrung gut und wichtig?

Ein weiterer großer Gnadenort ist Medjugorje (Kroatien). Seit dem 24. Juni 1981 soll dort die Gottesmutter erscheinen und Botschaften verkünden, die von Frieden, Glauben, Umkehr, Gebet, fasten und Buße handeln. Jeden 25. des Monats wird eine Botschaft an die ganze Welt veröffentlicht. Bis zu schätzungsweise eine Million Pilger besuchen jährlich diesen Ort mit inzwischen einigen Tausend Einwohnern. In diesen Jahren hat viele Menschen die Botschaft aus Medjugorje „Gründet Gebetskreise“ tief getroffen. Das Beten des Rosenkranzes und das Beten für die Welt sind zutiefst marianische Übungen.

„Über Maria zu Jesus“ und „Maria Hilf“

Viele Gläubige kamen „über Maria zu Jesus“. Etliche könnten sicher auch Situation aufzählen, in denen sie konkret auf die Fürsprache Mariens gebaut haben – und erhört wurden. Das sind wohl „Maria Hilf“-Situationen. Damit stehen wir mitten in einer uralten Tradition. Wer schon einmal in Mariazell war, der kennt die zahlreichen Votivtafeln an den Wänden der Gnadenkappelle. Darauf steht meistens so etwas wie: „Maria hat geholfen, danke!“ und dann der jeweilige Name. Seit Jahrhunderten pilgern Menschen zu den Gnadenorten, um konkrete Sorgen und Anliegen derMuttergottes anzuvertrauen“.

Jährlich strömen Millionen von Menschen nach Lourdes, Fatima, Medjugorje und Guadalupe. In Wien gibt es die „Maria Hilf“-Kirche und – natürlich, für die Shopper unter uns – die „Mariahilfer Straße“. Versuchen wir solche „Über Maria zu Jesus Erfahrungen“ und „Maria Hilf Situationen“ tiefer zu ergründen, dann denken wir zunächst: Sicher, es gibt diese Erfahrungen und Situationen heute und seit Generationen, aber unsere eigentlichen Fragen sind doch: Was sind die Gründe, Maria zu verehren? Inwiefern sind sie berechtigt und wo sind ihre Grenzen? Anders formuliert: Was ist „gesunde“, was „ungesunde“ Marienverehrung?
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Maria von Jesus Christus her sehen

Ist Marienverehrung nicht ein Gegensatz zur Christusverehrung? Ist Maria nicht ein Hindernis zwischen uns und dem dreifaltigen Gott? Der Katechismus sagt über Maria: „Was der katholische Glaube von Maria glaubt und lehrt, gründet auf dem Glauben an Christus.“ Und weiter steht: „Es [also das, was die Kirche von Maria glaubt und lehrt, Anm.] erhellt aber auch den Glauben an Christus“ (KKK 487). Was wir also in der Kirche von Maria glauben, basiert auf dem Glauben an Christus. Gleichzeitig macht es Christus deutlicher sichtbar.

Dies bedeutet, dass in der Frage „Maria“ alles davon abhängt, wie wir Christus sehen. Wenn wir in Jesus von Nazareth einen Romanhelden, einen Revolutionär, einen Propheten oder einen Weisheitsphilosophen sehen – so oder so ähnlich wird oft die historische Person Jesus von Nazareth „interpretiert“, – dann ist Maria einfach die Mutter eines Romanhelden bzw. eines Revolutionärs, usw. Wenn aber Jesus von Nazareth der Christus, der Sohn Gottes, der Messias Israels und der Heiland der Welt ist, dann ist Maria tatsächlich die „Mutter Gottes“. Um nun also auf die erste oben genannte Frage zu antworten: Wir verehren Miriam von Nazaret, wir verehren Maria, die Mutter Gottes, weil sie die Mutter Gottes ist. Und: Wenn Maria die Mutter des menschgewordenen Gottessohnes ist, dann sind Marien- und Christusverehrung so wenig trennbar wie die Beziehung einer Mutter zu ihrem Sohn.

Maria und Jesus Christus

Es stellt sich die zweite Frage: Was ist „gesunde“, was „ungesunde“ Marienverehrung? Um die Frage ganz direkt anzugehen: Anstoß erregend ist die Bezeichnung: „Maria, Mittlerin der Gnade“. Sagt nicht der Apostel Paulus, Jesus Christus ist „der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen“? (1Tim 2,5). Vor diesem Hintergrund ist folgende Frage berechtigt: Hat sich da nicht etwas Fremdes hereingeschoben, was eigentlich in unserem christlichen Glauben keinen Platz hat? Umfassender ist die Frage: Hat Maria wirklich mitgewirkt an unserem Heil? Haben die Heiligen mitgewirkt an unserem Heil? Können wir mitwirken am Heil der anderen? Oder wirkt Gott sein Werk gewissermaßen ganz allein, und wenn es Werkzeuge gibt, dann nur ganz passive, die nicht selber mitwirken, sondern gewissermaßen nur Kanäle sind? War Maria ein passives Werkzeug oder gibt es so etwas wie eine aktive Mitwirkung Mariens am Heil, so dass wir zu Recht sagen können, wir erfahren von ihr Hilfe (Kardinal Christoph Schönborn)?

Die Antwort auf die Frage „Maria, Mittlerin der Gnade?“ ist also grundsätzlich und bezieht sich nicht nur auf Maria, sondern auf alle Menschen. Und: Sie bezieht sich auch auf die Frage, wie Gott wirkt. Wirkt er allmächtig in dem Sinne, dass er über uns hinweg handelt oder in einem anderen Sinne, eher so verstanden, dass er mit uns handelt? Wer die Frage „Maria“ berührt, steht sofort vor den tiefen Gewässern des Verhältnisses von Glauben und Denken, in die es sich lohnt hinauszufahren (siehe auch Johannes Paul II, Fides et Ratio).

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Wie wirkt Maria?

Um nun die zweite gestellte Frage „Was ist ,gesunde‘ Marienverehrung?“ zu beantworten, lohnt ein Blick in die Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Dort steht unter anderem (Lumen Gentium 62): „Die eine Gutheit Gottes ist in verschiedener Weise wirklich auf die Geschöpfe ausgegossen.“ […] ‚Einer allein ist gut, Gott.‘ (Mk 10,17-18), aber „diese Gutheit Gottes – sagt das Konzil –, ist auf seine Geschöpfe wirklich ausgegossen“. Wir sind Abbilder Gottes (vgl. Gen 1, 26), das heißt auch, dass wir am Werk Gottes mitwirken können. So Ausdrücke wie „Allein die Gnade genügt“ sollten vor diesem Hintergrund auch nicht missverstanden werden. Menschen sind Abbilder Gottes und wirken aktiv am Werk Gottes konkret mit, auch an der Verbreitung seiner Gnade, weil sie seine Abbilder sind. Die Frage ist wie? In welcher Weise wirken wir aktiv mit? Bezugnehmend auf Maria: In welcher Weise wirkt die Muttergottes als „Mittlerin der Gnade“? Ist dies umschrieben, kann auch leichter gesagt werden, was „gesunde“ Marienverehrung ist.

Das Konzil sagt (Lumen Gentium 60): „Ein einziger ist unser Mittler nach dem Wort des Apostels: ‚Es gibt nämlich nur einen Gott und nur einen Mittler Gottes und der Menschen, den Menschen Christus Jesus, der sich selbst als Erlösung für alle gegeben hat‘ (1Tim 2, 5-6). Marias mütterliche Aufgabe gegenüber den Menschen aber verdunkelt oder mindert diese einzige Mittlerschaft Christi in keiner Weise, sondern zeigt ihre Wirkkraft. Jeglicher heilsame Einfluss der seligen Jungfrau auf die Menschen kommt nämlich nicht aus irgendeiner sachlichen Notwendigkeit, sondern aus dem Wohlgefallen Gottes und fließt aus dem Überfluss der Verdienste Christi, stützt sich auf seine Mittlerschaft, hängt von ihr vollständig ab und schöpft aus ihr seine ganze Wirkkraft. Die unmittelbare Vereinigung der Glaubenden mit Christus wird dadurch aber in keiner Weise gehindert, sondern vielmehr gefördert.“

In Absatz 62 heißt es: „…wird die selige Jungfrau in der Kirche unter dem Titel der Fürsprecherin, der Helferin, des Beistandes und der Mittlerin angerufen. Dies aber ist so zu verstehen, dass es der Würde und der Wirksamkeit Christi, des einzigen Mittlers, nichts abträgt und nichts hinzufügt.“

Wie soll man das verstehen? Einerseits wird die aktive Wirksamkeit der Muttergottes betont, man spricht sogar von „Mittlerin“, andererseits wird diese Wirksamkeit Mariens zur Gänze als in Christus verwurzelt aufgefasst: Durch Maria wird der „Würde und der Wirksamkeit Christi nichts abgetragen oder hinzugefügt“.

Wie wirkt nun aber Maria, wenn sie von der „Würde und der Wirksamkeit Christi nichts abträgt oder hinzufügt“? Ein möglicher Zugang, um dieses Frage aufzulösen, ist ein philosophischer: In der aristotelisch-thomistischen Philosophie, eine philosophische Tradition, die die Kirche besonders  hervorhebt, gibt es die Vier-Ursachen-Theorie. Versucht man einen Gegenstand oder eine Frage vollständig zu erfassen, frage man sinnigerweise nach deren vier Ursachen. Woher kommt es? (Wirkursache), Woraus ist es? (Stoffursache, Materie), Welche Form hat es? (Formursache) und Worauf hin ist es bzw. welche Finalität hat es? (Zielursache).

Um auf die Frage „Wie wirkt Maria“ zu antworten, können wir sagen: Jeder Mensch, der angenommen einen Bekannten aus dem Herzen für Christus begeistert, tut dies aktiv als einzigartige Person und auf seine bestimmte Art. Alle Menschen (auch Maria) können insofern aktiv (philosophisch: „form- und materiegebend“) an der Vermittlung der Gnade mitwirken. (Anderseits kann kein Mensch – auch nicht Maria – als Ursache und Ziel der Gnade wirken.)

In welcher Weise wirkt die Muttergottes als „Mittlerin der Gnade“? Wenn ich nun diesem Bekannten in der bestimmten Situation eben nicht in aller Beherztheit Zeugnis vom Glauben gebe, dann ist diese Chance, dass Gott im Leben dieses einen Menschen wirken kann, vertan; ich bin meiner Verantwortung in dieser Situation nicht gerecht geworden. Gott kann aber auf den berühmten „krummen Zeilen“ gerade schreiben, weil er Ursprung und Ziel der Gnade ist – auch im Hinblick auf diese bestimmte Person. (Freilich: Gott kann auf „krummen Zeilen“ gerade schreiben. Aber: Unsere Verantwortung liegt darin, die „Zeilen unseres Lebens und unseres Umfeldes“ so gerade wie möglich zu gestalten.)

Wenn nun die Gnade Gottes durch Jesus Christus in die Welt gekommen ist, dann wirkte Maria als Gottesmutter in einzigartiger Weise: Jesus Christus ist nämlich von der „Form und Materie“ her marianisch, indem er Mensch geboren von Maria von Nazaret ist, gleichzeitig aber ist er von der „Form und Materie“ her göttlich. Dabei ist sein Ursprung und sein Ziel nur von Gott her bzw. auf Gott hin zu deuten. Anders gesagt: Maria wirkte aktiv in einmaliger Weise „form- und materiegebend“ mit als Mutter Gottes bei der Verbreitung der Gnade in der Welt, indem sie Jesus Christus bereitwillig empfing, trug, gebar und erzog.

Indem nun Christus in die Welt kommt, macht es Sinn anzunehmen, dass Maria analog zu ihrer historischen Rolle aktive Mitwirkerin ist. Ob sie aber in dieser Weise aktuell „Mittlerin aller Gnaden“ ist, ist offen. Immer wieder wurde Johannes Paul II. (und werden seine Nachfolger) gebeten, ein Dogma in diesem Sinne zu veröffentlichen; es ist bisher nicht geschehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Maria hilft uns seit Generationen wie auch heute, viele kommen „von Maria zu Jesus“. Sie ist einzigartig in der Heilsgeschichte, sie hat durchaus auch eine mittelnde Funktion in der genannten Weise. Die Kirche nennt sie sehr wohl „Mittlerin“, nicht aber „Mittlerin aller Gnaden“. Keinesfalls wirkt sie als Ursprung und Ziel der Gnade, die durch Jesus Christus in die Welt gekommen ist und aktuell kommt. Er ist ja „der einzige Mittler“ (1Tim 2,5).

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Madonna Magnificat v. Botticelli 1483-85

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Was ist nun „gesunde“ Marienverehrung?

Wenn nun die Wirkweise Mariens aktiv ist und letztlich in Christus ihren Ursprung hat und ihr Ziel findet, dann hat das für „gesunde“ Marienverehrung folgende Konsequenzen:

– „GesundeMarienverehrung ist dann gegeben, wenn sie letztlich ihren eigenen Ursprung und ihr Ziel in Christus sieht. Marienverehrung sollte also letztlich von Christus ausgehen und auf ihn hingeordnet sein.

– Maria wirkt(e) aktiv mit, damit Christus den Menschen näher gebracht wird. „Gesunde“ Marienverehrung ist vor allem dann gegeben, wenn sie uns drängt, die Nöte der Menschen zu sehen, um ihnen das Heil und die Freiheit in Christus zu vermitteln. Nicht gegeben ist sie dann, wenn sie uns „in ein nicht-christozentrisches Ghetto“ führt (Kardinal Christoph Schönborn, Jesus als Christus erkennen, Freiburg 2002). Anders formuliert:

Als Maria bei der Hochzeit in Kana zu Jesus sagt: „Sie haben keinen Wein mehr“ (Joh 2,3), zeigt sich daran diese Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse und die Not der Menschen. Dann kann Marienverehrung als Kriterium ihrer Echtheit nur die Bereitschaft haben, auch die Aufmerksamkeit Mariens für die Not der Menschen nachzuahmen. Marienverehrung, die immer auch Nachahmung sein soll, führt nicht von Christus weg und auch nicht von den Menschen weg, sondern sie bringt uns näher zu Christus und näher zu den Menschen (Kardinal Christoph Schönborn, ebendort).

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Madonna Magnificat v. Botticelli, Ausschnitt

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Quellen: Wesentliche Teile des Textes stammen von www.loretto.at, sonstige Zitate werden im Text genannt.

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Folgende Links erzählen mehr über marianische Themen, die zu Jesus führen:
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>>> WEIHE ZUR VOLLKOMMENEN HINGABE AN JESUS DURCH MARIA

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>>> ROSENKRANZGEBET (mit Betrachtungen zu allen Geheimnissen)

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>>> GESCHICHTE DES ROSENKRANZES

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>>> MARIENGEBETE (mit Links zu verschiedenen Marienweihen)

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>>> MARIAE AUFNAHME IN DEN HIMMEL – der Himmel hat ein Herz

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>>> FATIMA

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>>> MEDJUGORJE (Beiträge zum Marienerscheinungsort)

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