MARIENGEBETE

*

Hier findest du eine große Auswahl an bekannten Mariengebeten.

*

Wenn du Gebete für ganz bestimmte Anlässe bzw. Feiertage suchst,
dann folge bitte diesen Links:

*

MARIENGEBETE  >>> zur Unbefleckten Empfängnis
+

MARIENGEBETE  >>> zum Unbefl. Herz Mariens
+

MARIENGEBETE  >>> zur Schmerzensmutter
+

MARIENGEBETE  >>> zur Himmelskönigin
+

MARIENGEBETE  >>> zur Rosenkranzkönigin


MARIENGEBETE  >>>
in verschiedenen Anrufungen

*

Siehe auch die ganz unten angeführten Links  zu verschiedenen Marienthemen!

***

 

MARIENGEBETE:

+

+

Der Engel des Herrn (Angelus Domini) ist ein Gebet unserer katholischen Kirche, das morgens, mittags und abends gebetet wird. Der Papst betet es jeden Sonntag und an Hochfesten um 12 Uhr vom Fenster seiner Wohnung aus und erteilt anschließend den Apostolischen Segen. Als Gebetseinladung erfolgt in der Regel das wenige Minuten andauernde Angelusläuten, das in einigen Kirchengemeinden morgens um 6 Uhr aus Rücksicht auf die nahen Anwohner entfällt oder auf 7 Uhr verlegt worden ist. Das Gebet beinhaltet die Betrachtung der Menschwerdung des Gottessohnes in der Zeit, vorbereitet durch den Verkündigungs-Dialog zwischen dem Erzengel Gabriel und Maria. Nach jedem der drei Betrachtungsworte wird ein Ave Maria gebetet. Die abschließende Oration beendet das Gebet. Der Papst schließt diesem noch drei Mal die Doxologie Ehre sei dem Vater und das Totengedenken an, bevor er den Segen erteilt.

Das Angelusgebet [1857-1859] stammt von Jean-François Millet.
In der heutigen Form wurde es 1571 von Papst Pius V. eingeführt:
+

Angelus Domini

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du, Maria,…

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort.

Gegrüßet seist du, Maria,…

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria,…

Bitte für uns, heilige Gottesmutter (heilige Gottesgebärerin),
damit wir würdig werden der Verheißung Christi.
Lasset uns beten. Allmächtiger Gott,
gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels haben wir
die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt.
Führe uns durch sein Leiden und Kreuz
zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.
Amen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und
dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und
alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen.

Angelus Domini nuntiavit Mariae et concepit de Spiritu Sancto

Ave Maria, gratia plena,
Dominus tecum.
Benedicta tu in mulieribus,
et benedictus fructus ventris tui, Iesus.
Sancta Maria, Mater Dei,
ora pro nobis peccatoribus
nunc et in hora mortis nostrae.

Ecce ancilla Domini. Fiat mihi secundum verbum tuum.

Ave Maria…

Et verbum caro factum est et habitavit in nobis.

Ave Maria…

Ora pro nobis, Sancta Dei Genetrix,
ut digni efficiamur promissionibus Christi
Oremus. Gratiam Tuam,
quaesumus, Domine, mentibus nostris infunde,
ut, qui angelo nuntiante, Christi, filii Tui,
incarnationem cognovimus,
per passionem Eius et crucem
ad resurrectionis gloriam perducamur.
Per eundem Christum, Dominum nostrum.
Amen

+

+++

Das Ave Maria (Gegrüßest seist du Maria) ist wohl das bekannteste Mariengebet. Es beginnt mit dem Gruß des Erzengels Gabriel (Lk 1,28 EU) und Elisabeths (vgl. Lk 1,42 EU) an Maria. In der Renaissance wurde die Bitte „jetzt und in der Stunde unseres Todes“ angefügt und findet sich in dieser Form seit Pius V. in den offiziellen liturgischen Büchern (s. Breviarium Romanum von 1568).

Der gemeinsame (ökumenische) Text des Vater unser und Ave Maria, den die Deutsche Bischofskonferenz beschlossen hat (Fulda 1967), trat zur Osternachtfeier am 13. April 1968 für den gottesdienstlichen Bereich verpflichtend in Kraft. Gemeinsam bedeutet hier: altkatholische, evangelische und römisch-katholische Gläubige in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben diesen Text erarbeitet und vorgeschlagen.

„Der Engel Gabriel grüßt Maria als Begnadete, als Auserwählte. Keinem Mann im Alten und Neuen Testament gilt, was der Engel Maria gesagt hat: „Du bist voll der Gnade. Der Herr ist mit dir.“ (Lk 1,28) Durch den Engel grüßt Gott selbst Maria als erwählte Mutter seines Sohnes. Wenn wir Maria verehren, dann greifen wir den Gruß des Engels, aber auch den Lobpreis der Elisabeth auf. Erfüllt vom Heiligen Geist ruft Elisabeth bei der Begegnung mit der schwangeren Cousine Maria: „Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lk 1,42-43).

Beim Beten des Ave Maria bekennen wir heute mit Elisabeth: „Du bist gebenedeit (gesegnet) unter den Frauen, und gebenedeit (gesegnet) ist die Frucht deines Leibes, Jesus“. Und Marias Antwort? Sie weiß keine andere, als Gottes Größe zu rühmen: „Meine Seele preist die Größe des Herrn.“ (Lk 1,46). Marias Glaube, der sich darin ausdrückt, ist ein freudiger Glaube. Wenn sie in ihrem Loblied singt: „Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter,“ dann deshalb „weil der Mächtige Großes an ihr getan hat.“ (Lk 1,48-49)

Maria führt uns immer zum Lob ihres Schöpfers und Erlösers, nie zu sich selbst. Marienverehrung hat im Lobpreis Gottes ihren Sinn und ihr Ziel. Ebenso stellen die Aussagen über Maria in der Theologie immer auch Aussagen über Gott und über sein Heilshandeln an uns Menschen dar. Wenn wir etwa am 8. Dezember das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria feiern, dann feiern wir die unumstößliche Zusage Gottes für alle Menschen. Wovor Maria von ihrem Lebensbeginn an bewahrt blieb, schenkt Gott uns mit der Taufe.

Den zweiten Teil des Ave Maria hat die Kirche formuliert; er beginnt mit einer Anrufung: „Heilige Maria, Mutter Gottes!“ Das Konzil von Ephesus im Jahre 431 bekennt und ruft Maria als Gottesgebärerin an. Die Anrufung „Gottesgebärerin“ finden wir schon in einem der ältesten Mariengebete, das bis ins 3. Jahrhundert belegt ist: „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, Gottesgebärerin.“ Wörtlich lautet das ursprüngliche Gebet ohne die späteren Zusätze: „Unter den Schutz deiner mütterlichen Barmherzigkeit flüchten wir uns, Gottesgebärerin. Verschmähe nicht unsere flehentlichen Hilferufe in dieser Not, in der wir uns befinden! Sondern aus der Gefahr reiße uns heraus! Erlöse uns!“ Ein Hilferuf zur Gottesmutter aus der Märtyrerzeit vermutlich unter Kaiser Diokletian.

Bei der Mutter Jesu, in ihrer mütterlichen Barmherzigkeit, weiß sich der Christ in Not und Verfolgung geborgen. Der Beter greift auf die Worte Mariens vom barmherzigen Gott zurück: „Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht…“ (Lukas 1,50) und sucht bei Maria und mit ihr letztlich Geborgenheit beim barmherzigen Gott. Dann kann er bitten und flehen wie ein Kind: „Verschmähe nicht unsere Hilferufe! … Reiß uns aus der Gefahr! Erlöse uns!“

Mit der Anrufung im Ave Maria verbindet die Kirche seit dem 14./15. Jahrhundert die Bitte [die vermutlich auf den hl. Bernhardin von Siena zurückgeht, Anm. des Blogbetreibers] um die Fürsprache der Muttergottes „jetzt und in der Stunde unseres Todes.“ In Todesgefahr suchen die Beter Zuflucht und Trost bei Maria, der Mutter. Es ist die Zeit der großen Pestseuchen, die die Städte entvölkern. Es ist die Zeit, in der die Pietá entsteht, die Darstellung Mariens mit dem toten Sohn auf ihrem Schoß. Die Franziskaner dichten um 1300 das „Stabat Mater“ – Christi Mutter stand mit Schmerzen – und bitten: „Gib mir teil an deinem Schmerz!“ Teilhaben am Schmerz der Mutter und in ihrem Leid das eigene Leid spüren, durchleiden und annehmen lernen. Darum geht es. Dann finden wir mit Maria ins Leben zurück.“

(Angela Eckart, Bistum Mainz)

*

Gegrüßet seist Du Maria

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir,
du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Ave Maria, gratia plena;
Dominus tecum;
benedicta tu in mulieribus,
et benedictus fructus ventris tui, Iesus.

Sancta Maria, Mater Dei,
ora pro nobis peccatoribus
nunc et in hora mortis nostrae.
Amen.

+

+++

Während der Osterzeit, zwischen Ostersonntag und Pfingsten, wird seit 1742
auf Veranlassung von Papst Benedikt XIV. statt des Angelus das Regina Caeli gebetet:
+

Regina Caeli

O Himmelskönigin, frohlocke, Halleluja.
Denn er, den du zu tragen würdig warst, Halleluja,
ist erstanden, wie er sagte, Halleluja.
Bitt Gott für uns, Maria, Halleluja.
Freu dich und frohlocke, Jungfrau Maria, Halleluja.
Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden, Halleluja.
Lasset uns beten. –
Allmächtiger Gott, durch die Auferstehung deines Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus, hast du die Welt mit Jubel erfüllt.
Lass uns durch seine jungfräuliche Mutter Maria
zur unvergänglichen Osterfreude gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
Amen.

Regina coeli [teilweise: caeli], laetare, alleluia.
Quia quem meruisti portare, alleluia,
Resurrexit, sicut dixit, alleluia.
Ora pro nobis Deum, alleluia.
Gaude et laetare, Virgo Maria, alleluia.
Quia surrexit Dominus vere, alleluia.
Oremus.
Deus, qui per resurrectionem filii tui
Domini nostri Iesu Christi mundum laetificare dignatus es:
praesta, quaesumus, ut per eius Genetricem Virginem Mariam
perpetuae capiamus gaudia vitae.
Per eundem Christum Dominum nostrum.
Amen.


+++

Das Salve Regina ist die marianische Antiphon, die im Stundengebet der katholischen Kirche in der Zeit im Jahreskreis entweder nach der Vesper oder nach der Komplet gesungen wird − je nachdem, welche dieser beiden Horen die letzte ist, die in Gemeinschaft gefeiert wird. In vielen Regionen ist es Brauch, das Salve Regina beim Begräbnis eines Priesters oder einer Person des geweihten Lebens am Grab zu singen. Benannt ist die Antiphon nach den ersten beiden Worten des lateinischen Textes, der vor 1054 entstanden ist und Hermann von Reichenau (Hermann der Lahme, Hermannus Contractus), einem Benediktiner der Abtei Reichenau, zugeschrieben wird. Die letzten Anrufungen des Gebets (o clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria) sind ein späterer Zusatz, den Bernhard von Clairvaux in seiner großen Liebe zur Gottesmutter angefügt haben soll.
+

Salve Regina

Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit,
unser Leben, unsre Wonne, und unsre Hoffnung, sei gegrüßt!
Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;
zu dir seufzen wir trauernd
und weinend in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, unsre Fürsprecherin,
wende deinen barmherzigen Augen uns zu
und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
die gebenedeite Frucht deines Leibes!
O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!
Amen.

Salve, Regina, mater misericordiae,
vita, dulcedo, et spes nostra, salve.
Ad te clamamus exsules filii Evae.
Ad te suspiramus,
gementes et flentes in hac lacrimarum valle.
Eia, ergo, advocata nostra,
illos tuos misericordes oculos ad nos converte.
Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,
nobis post hoc exsilium ostende.
O clemens, O pia, O dulcis Virgo Maria.
Amen.

+++

Mit den Worten Magnificat anima mea Dominum“ („Meine Seele preist den Herrn“) beginnt auf Lateinisch der psalmartige Lobgesang Marias, mit dem sie nach der Ankündigung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel zu Besuch bei ihrer Base Elisabeth auf deren prophetischen Willkommensgruß antwortet. Das Magnificat ist eines der drei Cantica des Lukasevangeliums (Lk 1,46-55). Das Gebet erinnert vielfach an den Lobgesang der Hannah, der Mutter des Propheten Samuel, der sich im Alten Testament in 1 Sam 2 findet.

Das Magnificat gilt als einer der bedeutendsten biblischen Texte und hat zu immer neuer Auseinandersetzung angeregt. Es nimmt die Reich-Gottes-Verkündigung Jesu und die tiefere Bedeutung seines Kreuzes vorweg. Das Magnificat ist nur im Evangelium des Lukas enthalten, der sich von den Evangelisten am meisten für die Ausgegrenzten interessiert, und betont gleich am Anfang des Evangeliums die Wichtigkeit dieses theologischen Anliegens. Moderne Deutungen unterstreichen die Stärke Marias und den „revolutionären“ Aspekt ihres Liedes.

Dieses Gebet wird als Höhepunkt der Vesper gebetet oder gesungen. Wie bei allen Cantica aus den Evangelien wird während des ersten Satzes das Kreuzzeichen gemacht. Im Allgemeinen wird es stehend gebetet. Im Rahmen einer feierlichen Vesper können während des Magnificats Altar, Priester und Gemeinde mit Weihrauch inzensiert werden. Das Gloria Patri beschließt das Gebet. In der Liturgie verneigt man sich dabei. Im Stundengebet hat das Magnificat außerdem eine Antiphon.
+

Magnificat

Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten;
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat anima mea Dominum,
et exultavit spiritus meus in Deo salutari meo.

Quia respexit humilitatem ancillae suae.
Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes.

Quia fecit mihi magna qui potens est,
et sanctum nomen eius.

Et misericordia eius a progenie in progenies
timentibus eum.

Fecit potentiam in brachio suo,
dispersit superbos mente cordis sui.

Deposuit potentes de sede
et exaltavit humiles.

Esurientes implevit bonis
et divites dimisit inanes.

Suscepit Israel puerum suum,
recordatus misericordiae suae.

Sicut locutus est ad patres nostros,
Abraham et semini eius in saecula.

Gloria Patri et Filio
et Spiritui Sancto,

sicut erat in principio et nunc et semper
et in saecula saeculorum. Amen.

+++

Der Hl.Bernhard von Clairvaux wird wegen seiner Liebe zur Gottesmutter Maria
oft „Doctor marianus“ genannt; hier sein glühendster marianischer Text:
+

Blicke auf zum Stern des Meeres

Erheben sich die Stürme der Versuchung,
befindest du dich inmitten der Klippen der Trübsale,
blicke auf zum Stern des Meeres, rufe Maria zu Hilfe!
Wirst du auf den Wogen des Hochmutes, des Ehrgeizes,
der Verleumdung, des Neides hin und her geworfen,
blicke auf den Stern, rufe Maria an.
Wenn der Zorn, der Geiz, die Fleischeslust
das Schiff deiner Seele hin und her schleudern,
blicke auf Maria!
Bist du über die Schwere deiner Sünden bestürzt,
über den elenden Zustand deiner Seele beschämt,
bist du von Schrecken erfasst bei dem Gedanken an
das Gericht, beginnst du immer tiefer in den Abgrund
der Trostlosigkeit und der Verzweiflung zu sinken,
denke an Maria!

Mitten in Gefahren, Nöten und Unsicherheiten
denke an Maria, rufe Maria an.
Ihr Name weiche nicht aus deinem Mund,
weiche nicht aus deinem Herzen!
Damit du aber ihre Hilfe und Fürbitte erlangest,
vergiss nicht ihr Vorbild nachzuahmen.

Folge ihr, dann wirst du dich nicht verirren.
Rufe sie an, dann kannst du nicht verzweifeln,
denk an sie, dann irrst du nicht.
Hält sie dich fest, kannst du nicht fallen.
Schützt sie dich, dann fürchte nichts!
Führt sie dich, wirst du nicht müde.
Ist sie dir gnädig, dann kommst du sicher ans Ziel!

(Bernhard von Clairvaux, In laudibus Virginis Matris, Homilia 2,17)

+++

Marienandacht, Gebet vor dem Allerheiligsten

Herr Jesus Christus, bei Gott ist nichts unmöglich.
Du bist wirklich da: wahrer Gott vom wahren Gott,
Mensch gewordener Sohn vom ewigen Vater, sichtbares Antlitz vom unsichtbaren Licht,
lebendig und das wahre Licht spendend.
In Maria hat Gott den Anfang gemacht.
Sie war erwählt als heiliges Gefäß, als lebendige Monstranz,
damit die Welt das Heil empfängt:
dich, unseren Herrn und Bruder.
Wir beten dich an und preisen deine Gegenwart.
Mit Maria staunen wir, was Gott Großes an uns tut.
Er erbarmt sich seines Volkes und der ganzen Menschheit
und wohnt in unserer Mitte durch dich und in dir, Christus,
in dem die Fülle der Gottheit wohnt.

(Marienandacht, Maria am Gestade)

+++

Maria Du hast Ja gesagt

Maria, Mutter des »Ja«, du hast auf Jesus gehört
und kennst den Klang seiner Stimme und den Schlag seines Herzens.
Du Morgenstern, sprich zu uns über Ihn, und erzähle uns,
wie du Ihm auf dem Weg des Glaubens nachfolgst.
Maria, die du in Nazareth mit Jesus zusammengewohnt hast,
präge unserem Leben deine Gefühle ein, deine Fügsamkeit,
dein Schweigen, das zuhört und das Wort in wahrhaft freien Entscheidungen zum Erblühen bringt.
Maria, erzähle uns von Jesus, damit die Frische unseres Glaubens in unseren Augen erstrahle
und die Herzen jener erwärme, die uns begegnen, wie du es beim Besuch bei Elisabeth getan hast,
die sich in hohem Alter mit dir über das Geschenk des Lebens gefreut hat.
Maria, Jungfrau des »Magnifikat«, hilf uns, die Freude in die Welt zu bringen,
und ermutige wie in Kana alle jungen Menschen, die sich im Dienst an den Brüdern engagieren,
nur das zu tun, was Jesus sagt.
Maria, richte deinen Blick auf die Agora der Jugendlichen,
damit sie zu einem fruchtbaren Boden der italienischen Kirche werde.
Bitte dafür, daß Jesus, der gestorben und auferstanden ist, in uns neu geboren wird
und uns verwandle in einer Nacht voller Licht, die erfüllt ist von Ihm.
Maria, Gottesmutter von Loreto, du Pforte des Himmels,
hilf uns, den Blick nach oben zu richten.
Wir wollen Jesus sehen.
Mit ihm sprechen.
Allen seine Liebe verkünden.

(Papst Benedikt XVI., Loreto, 2007)

+++

Sei gegrüßt, Königin der Welt

Sei gegrüßt, Mutter, Königin der Welt.
Du bist die Mutter der schönen Liebe.
Du bist die Mutter Jesu und die Quelle aller Gnade,
Duft aller Tugend, Spiegel aller Reinheit.
Du bist Freude in der Trauer, Sieg in der Schlacht,
Hoffnung im Tod.
Wie zärtlich klingt dein Name auf unseren Lippen,
welcher Wohllaut dringt an unser Ohr,
welche Seligkeit in unserem Herzen!
Du bist der Trost der Leidenden,
die Krone der Märtyrer,
die Schönheit der Jungfrauen.
Wir flehen zu dir:
Führe uns nach dieser Verbannung
zur Anschauung deines Sohnes Jesus.

(Papst Johannes Paul II.)

+++

Bitte für uns

Maria, Mutter Gottes, du reines und demütiges Vorbild im Glauben,
bitte für uns und unsere Nächsten.
Zeige uns Jesus, und führe uns zu Deinem Sohn, unserem Herrn und Erlöser.
Unsere Vergangenheit gehört seiner Barmherzigkeit,
die Zukunft gehört seiner seiner Vorsehung,
und die Gegenwart gehört seiner Liebe, Amen.

+++

Maria unsere Fürsprecherin

Heilige Jungfrau Maria, in deiner himmlischen Glorie vergiß doch bitte nicht das Elend dieser Erde.
Blicke erbarmungsvoll hernieder auf alle, die leiden, die sich abmühen im Kampf mit den Widerwärtigkeiten
und Bitternissen dieses Lebens.
Habe Mitleid mit all denen, die sich lieben und getrennt sind.
Habe Mitleid mit all denen, die sich einsam und verlassen fühlen.
Habe Mitleid mit unserem schwachen Glauben.
Erbarme dich derer, die wir lieben.
Erbarme dich derer, die weinen, die beten, die zagen.
Erflehe für uns alle Hoffnung und Frieden.
Unsere Liebe Frau von Lourdes, bitte für uns. Amen.

(Gebet zu unserer Lieben Frau von Lourdes /Abbé Perreyve)

+++

Anrufungen, besonders in Krankheit

Herr, wir beten Dich an ! Herr, wir glauben an Dich! Herr, wir hoffen auf Dich!
Herr, wir lieben Dich! Hosanna, Hosanna dem Sohne Davids!
Gebenedeit sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Herz Jesu, erbarme Dich unser!
Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!
Du bist mein Herr und mein Gott! Jesus, ich glaube, daß Du wirklich
und wesentlich gegenwärtig bist im heiligsten Altarsakrament!
Herr, wir glauben, aber vermehre unsern Glauben!
Du bist die Auferstehung und das Leben!
Rette uns, Herr, wir gehen zugrunde!
Herr, wenn Du willst, kannst Du mich heilen!
Herr, sprich nur ein Wort, und ich bin gesund!
Herr, Dein Wille geschehe!
Jesus, Sohn Davids, erbarme Dich meiner !
Herz Jesu, ich vertraue auf Dich!
O Gott, komm uns zu Hilfe; Herr, eile uns zu helfen!
Herr, der, den Du liebst, ist krank!
Herr, mache, daß ich sehe!
Herr, mache, daß ich höre!
Herr, mache, daß ich gehe!
Mutter des Erlösers, bitte für uns!
Heil der Kranken, bitte für uns!
Trösterin der Betrübten, bitte für uns!
Gebenedeit sei die heilige und unbefleckte Empfängnis
der allerseligsten Jungfrau Maria!
Unsere Liebe Frau von Lourdes, bitte für uns!
O Maria, zeige Dich als unsere Mutter!
Hilfe der Kranken, bitte für mich!
Heil der Kranken, bitte für mich!
Königin der Engel, bitte für uns!
Königin des Friedens, bitte für uns!
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns,
die wir unsere Zuflucht zu Dir nehmen!
Heilige Bernadette, bitte für uns!
Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz von Fatima, bitte für uns !
Mein Gott, ich danke Dir für das, was Du mir gibst und was Du mir nimmst.
Dein Wille geschehe !

(wird bei der täglichen Sakramentsprozession in Lourdes gebetet)

+++

Gruß an die Ewige Frau

Ewige Frau, du bist Mutter und Jungfrau, du bist an Leib und Seele Mutter unseres Hauptes und Erlösers,
du bist auch Mutter und vollkommene Mutter aller Glieder Christi.
Denn du hast mitgewirkt durch deine Liebe an der Zeugung der Gläubigen in der Kirche.
Einzige unter den Frauen bist du Mutter und Jungfrau: Mutter Christi und Jungfrau Christi.
Die Schönheit und der Glanz der Erde bist du, o Jungfrau, und bist für immer das Bild der heiligen Kirche.
Durch eine Frau kam der Tod; durch eine Frau aber auch das Leben: durch dich, o Mutter Gottes.

(Hl. Augustinus)

+++

Gebet des Engels von Fatima

Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich.
Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten,
auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben.

(Fatima, Frühjahr 1916)

+++

Gebet des Engels von Fatima

Allerheiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Hl. Geist,
ich opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut,
die Seele und die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus
gegenwärtig in allen Tabernakeln der Welt, zur Sühne
für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten,
durch welche Er selbst beleidigt wird.
Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens
und die des Unbefleckten Herzens Mariens
erflehe ich von Dir die Bekehrung der armen Sünder.

(Fatima, Sommer 1916)

+++

Fatima Gebet

O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden!
Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle!
Führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene,
die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.
Amen.

(3. Erscheinung von Fatima am 13. Juli 1917– Cova da Iria)

+++

Am Feste der unbefleckten Empfängnis

O unbefleckte Jungfrau! Wie freudig danke ich dem allmächtigen Schöpfer, dass er Dich von aller Sündenmakel frei und rein erhalten und von Ewigkeit her Dich zur makellosen Ruhestätte seines Eingebornen auserkoren hat.Wie herzlich wünschte ich, dass alle Menschen dieses grosse Vorrecht an Dir erkennen!
Erbitte auch mir die Gnade bei Gott, die Makeln, womit ich so leichtsinnig meine Seele beschmutzt habe, durch Tränen aufrichtiger Reue weg zuwaschen und Dir in der Herzensreinigkeit immer ähnlicher zu werden. Amen

+++

Anrufungen zur Mutter

O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen.
Gepriesen sei die heilige, unbefleckte Empfängnis der seligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria!
Jungfrau Maria, Mutter Jesu, mache uns heilig!
Mutter der Barmherzigkeit, bitte für uns!
Hilf mir, Maria, dass ich in Gott, mit Gott und für Gott lebe!
Heilige Mutter, drück die Wunden, die Dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein!
Süsses Herz Maria, sei meine Rettung!
Reinstes Herz der heiligen Jungfrau Maria, erbitte mir von Jesus ein reines und demütiges Herz!

+++

Bitte um Hilfe an die „Königin des Friedens“

Bitte um Hilfe an die „Königin des Friedens“

Liebe „Königin des Friedens“!
Im Namen vieler Pilger und Freunde Medjugorjes,
bitten wir Dich aus ganzem Herzen um Gesundheit
und baldige glückliche Heimkehr Deines viel geliebten
Priestersohnes und Franziskaners, Fra JOZO ZOVKO!

Liebste Mutter,
nur Du weißt, wie unbeschreiblich schwer das Kreuz ist,
das Fra Jozo für Dich und Medjugorje, seit 30 Jahren
der grausamsten und unmenschlichen Verfolgungen,
mit Geduld, in großer Liebe und Demut trägt!

Liebe „Königin des Friedens“
und Mutter JESU unseres Herrn! Du Mutter aller
Priester, wir legen unsere Bitte voll Vertrauen auf
Deine Liebe und Barmherzigkeit, in Dein
„Unbeflecktes Herz“!
2.4.2010

2.4.2005 – Sterbetag von Papst Johannes Paul II., der Medjugorje liebte und Pater Jozo beauftragte, Medjugorje und die Botschaften der „Königin des Friedens“ zu beschützen

+++

Du starke Frau

Du kennst das Herz deiner Jugend, wie es verwirrt ist unter dem Ansturm der Leidenschaften.
Wir müssen kämpfen, dass unser Glaube nicht wanke,
denn wir hören immer wieder die Pilatusfrage, was ist Wahrheit?
Hart müssen wir um unsere Reinheit ringen,
denn die Welt verwandelt sich in eine Kampffront des Bösen.
Wir müssen uns mühen, dass unsere Begeisterung wach bleibe,
denn die Erwachsenen scheinen uns ganz in ihre irdischen Sorgen versunken.
Dass unser Glaube wanke, davor bewahre uns, starke Frau.
Dass die Bosheit uns überwältige und das noch lockere Erdreich unserer Seelen zu Geröll verhärte,
davor bewahre uns, starke Frau.
Dass wir in vorzeitiger Zuneigung und Liebelei unsere Kräfte vertändeln und unser Herz leer werde,
davor bewahre uns, starke Frau.
Dass wir unseren jugendlichen Schwung bewahren und dass die Glut nicht verlösche,
dazu hilf uns, starke Frau, Jungfrau Maria.

+++

Erneuerung der Ganzhingabe an Maria

Liebenswürdigste Herrin, gütigste Mutter Maria! Voll Dankbarkeit lobe und preise ich dich. Du hast mich in dieser Nacht gnädig bewacht und beschützt. Ich grüsse dich, unbefleckte Jungfrau, und opfere dir diesen Tag in innigster Liebe auf in Vereinigung mit den Engeln und Heiligen und allen jenen Seelen, die mit der Liebe der vollkommenen Hingabe dich lieben. Um dir meine Liebe zu bezeugen, weihe ich mich dir heute aufs neue mit allem, was ich bin und besitze. Ich übergebe und schenke dir meinen Leib, meine Seele und den Wert meiner guten Werke. Verfüge darüber ganz nach deinem Gutfinden zur grösseren Ehre und Verherrlichung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Jeden Augenblick des Tages möchte ich, gute Mutter, diese Hingabe meiner selbst erneuern. Ich vereinige mich mit allen heiligen Messen, die heute in der ganzen Welt gefeiert werden, und will alle Ablässe gewinnen, deren ich teilhaftig werden kann. Alles lege ich in deine Hände. Mutter, nimm meine Hingabe an und führe mich immer näher zu Jesus. Amen

(Aus Das Goldene Buch vom heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort)

+++

Erwählung unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe zur Mutter und Patronin

Glorwürdige Jungfrau Maria, Du bist die wahre Mutter des Sohnes Gottes und bei ihm die mächtige Fürsprecherin für alle Menschen. Wegen dieser Deiner Vorzüge und wegen Deiner grossen Güte erwähle ich Dich heute, o Mutter von der immerwährenden Hilfe, zu meiner Mutter und Patronin und bitte Dich, bleibe es mir im Leben und im Sterben. Dir, Mutter, übergebe ich mich als Dein Kind und verspreche Dir, Dich allzeit mit kindlichem Herzen treu zu verehren und Deine Ehre nach Möglichkeit zu fördern. Ich bitte Dich nun auch, alles an mir, Deinem Kinde, zu tun, was nur je eine gute Mutter ihrem Kinde tun kann. Sei mir stets treue Mittlerin und Fürsprecherin bei Deinem Sohne und hilf mir vor allem, ein braves, frommes Leben zu führen, um einstens im Himmel mit Dir und Deinem Sohne ewig selig zu sein!
Amen.

+++

Flehentliche Bitte an Maria

Maria, Mutter, schau auf die ganze Menschheit, auf unsere moderne Welt, in die uns Gottes Ratschluss hineingestellt hat! Es ist eine Welt, die Christus, dem wahren Licht, den Rücken kehrt. Nun zittert und stöhnt sie unter dem selbst geschaffenen, gefahrvollen Dunkel. Deine milde, mütterliche Stimme möge sie hinführen zum wahren Leben und Licht der Menschheit. Du schönste Jungfrau, du würdigste Mutter, du begnadete von allen Frauen! Sei ihnen Leitstern, der zu Christus führt, dem einzig höchsten Licht der Welt! Erflehe ihr das Wissen vom wahren Sinn des Daseins! Den Leidenden erflehe Trost, den Toten das ewige Leben! Zeige dich als Mutter! Lass uns alle erfahren, dass du uns Mutter bist! Darum bitten wir dich, du gütige, milde und liebe Jungfrau Maria. Amen

(Papst Paul VI.)

+++

Gebet zur schmerzhaften Gottesmutter Maria

O Mutter Jesu, durch deine unermesslichen Schmerzen beim Leiden und Sterben deines göttlichen Sohnes Jesu und um der bitteren Tränen willen, die du vergossen hast, bitte ich dich, opfere den heiligen, mit Wunden und Blut bedeckten Leib unseres göttlichen Erlösers in Vereinigung mit deinen Schmerzen und Tränen dem himmlischen Vater auf, zur Rettung der Seelen, und um die Gnade zu erlangen, um die ich dich anflehe.

(eccl. appri.) – Imprimatur München 13.08.58 GV Nr.7607
Der heilige Pfarrer von Ars, Johannes Maria Vianney, sagte oft, nach seiner Erfahrung wirke folgendes Gebet, bei grossen öffentlichen wie persönlichen Anliegen, vertrauensvoll verrichtet, fast Wunder. Meine Kinder, so fügte er dem Gesagten einmal tief ergriffen auf der Pfarrkanzel predigend bei, merkt euch dies wohl, so oft ich eine Gnade erhalten habe, habe ich sie auf diese Weise erbeten.

+++

Hymnus an die Unbefleckte

Meine Unbefleckte Königin Maria, ich freue mich mit dir, dass Gott dich mit so grosser Reinheit gesegnet hat. Ich danke unserem Schöpfer, dass er dich vor aller Makel der Schuld bewahrte. Ich bin fest von dieser Wahrheit überzeugt und bereit, wenn es notwendig wäre, mein Leben hinzugeben für diesen so erhabenen und ganz einzigen Vorzug deiner Unbefleckten Empfängnis. Ich wünschte, die ganze Welt möchte dich kennen und preisen als das schöne Morgenrot, immer geschmückt mit dem göttlichen Licht, als die auserwählte Arche des Heiles, die vor dem allgemeinen Schiffbruch der Sünde bewahrt blieb, a1s jene vollkommene und unbefleckte Taube, für die dein göttlicher Bräutigam dich selbst erklärt hat, als den verschlossenen Garten, der der Lieblingsaufenthalt Gottes ist, als die versiegelte Quelle, zu der der böse Feind nie Eingang fand. Ich wünschte, die ganze Welt möchte dich kennen als jene weisse Lilie, die zwischen den Dornen, nämlich den Kindern Adams, wächst, die alle von der Sünde befleckt, in der Feindschaft Gottes geboren werden, während du allein ganz strahlend rein, ganz heilig, aufs innigste von deinem Schöpfer geliebt, geboren wurdest.Bitte, lass mich loben, wie Gott dich lobte: Du bist ganz schön und kein Makel ist an dir, ganz heilig, ganz schön. Du bist immer eine Freundin Gottes gewesen. Wie schön bist du, meine liebenswürdigste, meine Unbefleckte Jangfrau, so schön in den Augen Gottes. Schau mit deinen barmherzigen Augen auf die schrecklichen Wunden meiner armen Seele. Sieh mich an, habe Mitleid mit mir und heile mich, du schöne Geliebte des Herzens, zieh auch mein elendes Herz zu dir. Welche Gnade sollte dir Gott versagen, der dich zu Seiner Mutter und zu Seiner Braut erwählt, dich deshalb vor jedem Sündenmakel bewahrt und dich allen Geschöpfen vorgezogen hat. Unbefleckte Jungfrau Maria, lass mich immer an dich denken und vergiss mich nicht, bis ich deine Schönheit im Himmel schaue, wo ich dich noch weit mehr loben und lieben werde, meine Mutter, meine Königin, Schönste, Reinste, Unbefleckte Jungfrau Maria. Amen

(Heiliger Alfons Liguori)

+++

Lass mich Apostel sein

Mutter Gottes, Königin der Apostel, du hast der Welt Christus geschenkt. Du warst der erste Apostel deines Sohnes, da du ihn zu Elisabeth getragen hast, da du ihn den Hirten, den Magiern und Simeon zeigtest.
Du hast die Apostel in der Verborgenheit des Abendmahlsaales, bevor sie über die ganze Welt zerstreut wurden, um dich versammelt und ihren Aposteleifer entfacht. Gib mir ein waches und edles Herz, kämpferisch und zugleich gesammelt. Ein Herz, das mich antreibt, bei jeder Gelegenheit zu bezeugen, dass Christus, dein Sohn, das Licht der Welt ist. Dass er allein Worte des Lebens hat und dass die Menschen in seinem Reich den Frieden finden. Dich, o Mutter, rühren so viele Ruinen der Welt und der Seelen, so viele Schmerzen, so viele Ängste von Vätern und Müttern, von Ehegatten, Brüdern und unschuldigen Kindern. Dich rühren so viele in der Blüte der Jahre dahingeraffte Menschen, so viele gemarterte und sterbende Menschen, so viele Seelen, die in Gefahr sind, ewig verloren zu gehen. Du Mutter der Barmherzigkeit, erbitte uns von Gott den Frieden. Erbitte uns vor allem jene Gnaden, die in einem Augenblick die Seelen umwandeln können. Königin des Friedens, gib der Welt den Frieden der Waffen und den Frieden der Seelen, damit in der Ruhe der Ordnung das Reich Gottes sich ausbreite.

(Pius XII)

+++

Maria – Vorbild des Glaubens

Lesung aus dem Evangelium nach Lukas (1,39-45).
„Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüsste Elisabet. Als Elisabet den Gruss Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruss hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen liess.“
Guter Gott und Vater! Du hast immer wieder Menschen für besondere Aufgaben berufen. Auf dein Wort hin Hessen sie ihre eigenen Pläne fallen und stellten sich in deinen Dienst. Abraham verliess seine Heimat, um in ein fremdes Land zu ziehen. Er wurde zum Vater der Glaubenden. Mose verliess seine Herde, um in deinem Auftrag dein Volk in die Freiheit zu führen. Er tat es im Glauben an dein Wort. Auch Maria glaubte deinem Ruf und folgte dem Weg ihres Sohnes bis unter das Kreuz. Es war oft ein harter Weg, ein Weg des Glaubens. Sie ist unser grosses Vorbild im Glauben. Lass uns, wie Maria, den Glauben nicht verlieren in frohen und in schweren Stunden. Sie ist zu einer Gestalt des Glaubens geworden für alle, die glauben möchten.
Maria, du bist dem Ruf Gottes gefolgt und hast Ja gesagt. Selig bist du, weil du geglaubt hast.
A Selig bist du, weil du geglaubt hast.
V Maria, du bist nicht irre geworden an deinem Sohn, als er am Kreuze starb. Selig bist du, weil du geglaubt hast.
A Selig bist du, weil du geglaubt hast.
V Maria, du hast im schlichten Glauben die Grosstaten Gottes gepriesen. Selig bist du, weil du geglaubt hast.
A Selig bist du, weil du geglaubt hast.
V Jungfrau, Mutter Gottes mein, lass mich ganz dein eigen sein
A Dein im Leben, dein im Tod, dein in Unglück Angst und Not.
V Dein in Kreuz und bittrem Leid, dein für Zeit und Ewigkeit.
A Jungfrau, Mutter Gottes mein, lass mich ganz dein eigen sein.
V Mutter, auf dich hoff und baue ich. Mutter, zu dir ruf und seufze ich.
A Mutter, du Gütige, steh mir bei. Mutter, du Mächtige, Schutz mir leih.
V O Mutter, so komm, hilf beten mir. O Mutter, so komm, hilf streiten mir.
A O Mutter, so komm, hilf leiden mir. O Mutter, so komm, und bleib bei mir.
V Du kannst mir ja helfen, o Mächtige. Du willst mir ja helfen, o Gütige.
A Du musst mir nun helfen, o Treueste. Du wirst mir auch helfen, Barmherzige.
V O Mutter der Gnaden, der Christen Hort, du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port.
A Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier, du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier.
V Wer hat je umsonst deine Hilf angefleht? Wann hast du vergessen ein kindlich Gebet?
A Drum ruf ich beharrlich in Kreuz und in Leid: Maria hilft immer, sie hilft jederzeit.
V Ich ruf voll Vertrauen in Leiden und Tod: Maria hilft immer, in jeglicher Not.
A So glaub ich und lebe und sterbe darauf, Maria hilft mir in den Himmel hinauf.

+++

Maria, Du bist die Hoffnung der Verzweifelten

Reine, makellose, hochgebenedeite Jungfrau! Du bist die Mutter eines hohen Sohnes, des Herrn der ganzen Welt. Du bist ohne Sünde, ohne Schuld, ganz heilig. Du bist die Hoffnung der Verzweifelnden und der Sünder. Wir grüssen Dich. Wir preisen Dich als die Gnadenvolle, die Christus, den Gottmenschen, geboren. Vor Dir knien wir alle nieder, rufen zu Dir und bitten Dich um Hilfe.
Heilige, unversehrte Jungfrau, bewahre uns vor jedem Unglück und vor allen Versuchungen des Teufels! Sei unsere Mittlerin und Fürsprecherin in der Stunde des Todes und des Gerichtes! Rette uns vor dem drohenden, unauslöschlichen Feuer und vor der äussersten Finsternis! Liebenswürdige, gütige Jungfrau und Mutter, lass uns würdig werden, die Herrlichkeit deines Sohnes zu schauen. Du bist unsere einzige, sichere, untrügliche Hoffnung bei Gott. Ihm gebührt Ruhm und Ehre, Herrlichkeit und Macht in alle Ewigkeit. Amen.

(Hl. Ephräm)

+++

Maria, Königin der Familie, wir bitten dich

O Maria, Königin der Familie, lebe und wirke auch in unserer Familie. Suche uns heim, bringe uns Christus und hilf uns, aus der Gnade des Ehesakramentes zu leben. Sei uns Mutter und Erzieherin. Gestalte unsere Familie nach dem Vorbild der Heiligen Familie von Nazareth zu einer Kirche im Kleinen, zu einem Ort des Glaubens, der Geborgenheit und Sicherheit. Lass uns eins sein in der Liebe und schenke uns Geduld und Verständnis füreinander. Gib uns die Kraft, eine Atmosphäre der Freiheit und der Reinheit, der Freude und des Friedens zu pflegen. Forme uns Eltern zu priesterlichen Vätern und Müttern, damit wir durch Wort und Beispiel unseren Kindern den Weg weisen. Hilf uns, jedes Kind in seiner Art anzunehmen und zu beheimaten. Lass uns selbstlos der Berufung dienen, die Gott in sein Herz gelegt hat, vor allem dann, wenn er es zum Priestertum oder in eine religiöse Gemeinschaft führen will.
Stehe uns bei in der Not und hilf uns, wie du ein bereitwilliges Ja zum Willen Gottes zu sagen. Schenke uns Licht in dunklen Stunden, Kraft zum Verzicht und Trost im Leid. Hilf, dass unser Haus ein Heiligtum wird, damit wir als Familie unsere Sendung in der Welt erfüllen können und lebendige Bausteine werden für die Kirche der Zukunft. Königin der Familie, wir weihen uns dir! Segne und schütze unsere Familie!

(Familienbischof Dr. Klaus Küng)

+++

Marien-Antiphon

Heilige Jungfrau Maria, unter den Frauen in der Welt ist keine Dir ähnlich geboren, Tochter und Magd des erhabensten,
höchsten Königs, des himmlischen Vaters, Mutter unseres heiligsten Herrn Jesus Christus, Braut des Heiligen Geistes:
Bitte für uns mit dem heiligen Erzengel Michael
und allen Mächten der Himmel und allen Heiligen bei Deinem heiligsten, geliebten Sohn, dem Herrn und Meisten.

+++

Mir geschehe nach deinem Wort

Heilige Jungfrau, wahrhaft Mutter des ewigen Wortes, das in unser Fleisch und Schicksal gekommen ist, Frau, die du im Glauben und in deinem gebenedeiten Sohn unser aller Heil empfangen hast. Mutter darum aller Erlösten, immer Lebende im Leben Gottes, uns nahe, weil uns die Gottvereinten am nächsten sind.
Wir preisen im Dank der Erlösten das ewige Erbarmen Gottes, das dich erlöst hat. Als du anfingst zu sein, war dir schon die heiligende Gnade zuvorgekommen, und diese reuelose Gnade hat dich nie mehr entrinnen lassen. Du gingst den Weg aller Kinder dieser Erde, die engen Pfade, die so ziellos sich durch diese Zeit zu winden scheinen, die Wege der Gewöhnlichkeit und der
Schmerzen bis zum Tod.
Aber es waren die Wege Gottes, die Pfade des Glaubens und des bedingungslosen, mir geschehe nach deinem Worte! In einem Augenblick, der nie mehr untergeht, sondern gültig bleibt in alle Ewigkeit, wurde dein Wort das Wort der Menschheit und dein Ja zum Amen aller Schöpfung auf das Ja Gottes. Und du empfingst im Glauben und in deinem Schosse den, der Gott und Mensch, Schöpfer und Geschöpf, wandellose, schicksalslose Seligkeit und bitteres, todgeweihtes Schicksal dieser Erde zugleich ist, Jesus Christus, unsern Herrn.
Zu unserm Heil hast du ja gesagt. Für uns hast du dieses Fiat gesprochen als eine Frau aus unserem eigenen Geschlecht. Für uns hast du den entgegengenommen und in deinem Schoss und in deiner Liebe geborgen, in dessen Namen allein im Himmel und auf Erden Heil ist. Dein Ja ist immer geblieben, es ist nie zurückgenommen worden, auch dann nicht, als es offenbar wurde in der Geschichte des Lebens und des Todes deines Sohnes, wer der wirklich war, den du empfingst, Er war das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt auf sich nahm.
In dir stand die erlöste Menschheit, die Kirche, unter dem Kreuz der Welt und empfing die Frucht der Erlösung und den ewigen Heiles.

(Karl Rahner)

+++

Mutter der Kirche

Ewige Frau, du bist Mutter und Jungfrau, du bist an Leib und Seele Mutter unseres Hauptes und Erlösers, bist auch Mutter und vollkommene Mutter aller Glieder Christi.
Denn du hast mitgewirkt durch deine Liebe an der Zeugung der Gläubigen in der Kirche.
Einzig unter den Frauen bist du Mutter und Jungfrau: Mutter Christi und Jungfrau Christi.
Die Schönheit und der Glanz der Erde bist du, 0 Jungfrau, und bist für immer das Bild der heiligen Kirche. Durch eine Frau der Tod, durch eine Frau das Leben, durch dich, o Mutter Gottes!

(Augustinus)

+++

Schmerzensmutter

Lass mich mein Leben bei dir verbringen, du meine Mutter, und lass mich bei dir aushalten in der traurigen Einsamkeit und deinen tiefen Schmerzen.
Lass mich in meiner Seele verspüren das schmerzliche Weinen deiner Augen, die Bitterkeit deines Herzens. Nicht das zarte Glück Bethlehems gib mir auf meinen Lebensweg. Nicht die Freuden, die du im armen Haus von Nazareth verspürtest, da der Herr bei dir war, nicht den Engelsjubel bei deiner glorreichen Auffahrt zum Himmel. Nein, für mich gib den Spott, die Lästerungen von Kalvaria, gib Teil an deines Sohnes bitterem Todesleid, Teil an der Verachtung, der Schmach, der Schande des Kreuzes. Ich will bei dir ausharren dürfen, schmerzensreiche Jungfrau, aufrecht wie du. An deinen Tränen soll mein Geist erstarken, an deiner Marter mein Opfer sich entzünden, in deiner Einsamkeit mein Herz bestehen, mein ganzes Sein sei geopfert meinem Gott und deinem Gott zuliebe.

+++

Selig bist du, Maria

In dir sind die Vorbilder des Alten Testamentes erfüllt. Mose wies auf dich hin im brennenden Dornbusch und in der Wolke, die das Volk Gottes führte. Die Himmelsleiter, die Jakob im Traume sah, und die Bundeslade, die die Weisungen Gottes enthielt, sind Vorbilder deiner Sendung. Du bist die verschlosssene und versiegelte Pforte, die geheimnisvoll auf deine Mutterschaft hindeutete. Wir grüssen dich, heilige Mutter.
A Du hast ihn geboren, der über Himmel und Erde in Ewigkeit herrscht.
V Selig bist du, denn du hast ihn ernährt, der alles erhält.
A Selig bist du, / denn in deinem Schosse hast du den Gewaltigen getragen, / der durch seine Macht die Welt trägt, / der alles lenkt und leitet.
V Selig bist du, denn aus deinem Schoss ging ein Glanz hervor, der den ganzen Erdkreis überstrahlt und dein Lob verkündet.
A Sei gegrüsst, du Morgenröte des Heils, / du Ursache unserer Freude.
V Sei gegrüsst, unsere Zuflucht.
A Sei gegrüsst, unser Ruhm. / Durch dich ist unser Geschlecht erhöht worden.
V Bitte Gott, der aus dir geboren ward, dass er seiner Kirche Frieden und Ruhe sende. Durch die Kraft deines Gebetes, Mutter des Allerhöchsten, möge er der Erde und ihren Bewohnern den Frieden schenken. A.: Lob sei ihm, / der kam und aus dir aufging.
V Gelobt sei der König der Könige, der Mensch geworden ist und uns Menschen das Paradies erschlossen hat.
A. Lob sei dem Vater, / der ihn gesandt hat zu unserer Erlösung, / und Preis dem Heiligen Geist, / der unsere Sünden tilgt.
V: sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
A. Wie im Anfang, / so auch jetzt und alle Zeit / und in Ewigkeit. /Amen.

+++

Zur Königin des heiligen Rosenkranzes

Königin des heiligen Rosenkranzes! Jetzt in diesen gottlosen Zeiten zeige aufs neue Deine Macht so wie früher, da Du so glänzende Siege errungen hast! Vom Himmel aus, wo Du als Spenderin der Vergebung der Gnade thronst, schau huldvoll herab auf die Kirche deines Sohnes, auf seinen Stellvertreter und auf alle geistlichen und weltlichen Stande! Sie sind so schwer bedrangt. Du kannst machtvoll alle Irrlehren niederringen. Lass bald die Stunde der Erbarmung kommen, mag auch Tag für Tag durch zahllose Sünden die Stunde der Gerechtigkeit gefordert werden. Und mir, dem letzten aller Menschen, der ich in Demut hier vor Dir knie, erwirke mir die Gnade, die mir am meisten notwendig ist, um gerecht zu leben hier auf Erden und einst mit den Gerechten zu triumphieren im Himmel. Mit den Gläubigen der ganzen Welt grüsse ich Dich, Rosenkranzkönigin, und rufe zu Dir: Königin des heiligen Rosenkranzes, bitte für uns!

(Leo XIII.)

+++

Zur Mutter der Gnaden

Heilige Maria, hohe Himmelskönigin, Du bist in Wahrheit die Spenderin des Lebens, ein nie versiegender Quell göttlicher Gnaden. Wegen Deiner hohen Tugend hast Du solches Wohlgefallen gefunden in den Augen Gottes, dass Du in Deinen jungfraulichen Schoss den Urheber des Lebens und der Gnade selbst, Jesus Christus, aufnehmen durftest. Du wurdest die Mutter des Gottmenschen und damit die Mutter der erlosten Menschheit. Du bist eine Mutter der Gnade und des Lebens, des Erbarmens und der Verzeihung.
In mütterlicher Liebe blicke herab auf mich! Sieh an meine mannigfache geistige und leibliche Not! Hebe mich empor zur echten Freundschaft mit Gott! Erbitte mir die Gnade der Beharrlichkeit! Maria, durch Dein Gebet vermagst Du alles beim Herrn. So gestatte denn, dass ich Armer Dich zu meiner besonderen Beschützerin erwähle. Durch Deine mächtige Fürbitte werde ich gewiss von deinem göttlichen Sohne alle Gnaden erhalten, die mir notwendig sind, um mit Seele und Leib treu zu dienen. So wirst Du auch mir gegenüber zeigen, was Du bist, die Mutter der göttlichen Gnade, und ich werde mit Hilfe der Gnaden, die Du mir erwirkst, heilig leben hier auf Erden und werde Dich dann ewig preisen dürfen im Himmel! Amen.

(Pius XI.)

+++

Zeige uns Jesus

Heilige Maria, Mutter Gottes, Du hast der Welt das wahre Licht geschenkt, Jesus, Deinen Sohn – Gottes Sohn.
Du hast dich ganz dem Ruf Gottes überantwortet und bist so zum Quell der Güte geworden, die aus ihm strömt.
Zeige uns Jesus. Führe uns zu ihm. Lehre uns ihn kennen und ihn lieben,
damit auch wir selbst wahrhaft Liebende und Quelle lebendigen Wassers werden können, inmitten einer dürstenden Welt.
Amen.

(Gebet von Papst Benedikt XVI. aus der Enzyklika »Deus caritas est«)

+++

Mutter des Erlösers

Mutter des Erlösers, heilige Jungfrau Maria, wir lobpreisen dich in großer Freude.
Gott Vater hat dich erwählt vor der Erschaffung der Welt, um seinen Heilsplan zu verwirklichen,
den er von Ewigkeit her beschlossen hat.

Du hast an seine Liebe geglaubt und bist seinem Wort gefolgt.
Der Sohn Gottes hat dich als seine Mutter gewollt, als er Mensch wurde, um den Menschen zu retten.
Du hast ihn empfangen mit bereitem Gehorsam und ungeteiltem Herzen.
Der Heilige Geist hat dich als seine mystische Braut geliebt und dir einzigartige Gnaden in Fülle geschenkt.
Von seinem verborgenen und machtvollen Wirken hast du dich bereitwillig formen lassen.

In der Vigil zum dritten christlichen Jahrtausend vertrauen wir dir die Kirche an,
die dich als Mutter bekennt und anruft.
Du bist in deinem irdischen Leben der Kirche auf dem Pilgerweg des Glaubens vorangegangen:
Stütze sie nun in ihren Schwierigkeiten und Prüfungen und hilf ihr,
immer fruchtbarer in der Welt Zeichen und Werkzeug für die innige Gemeinschaft mit Gott
und für die Einheit der ganzen Menschheit zu sein…

Dir, Mutter der Menschen und Völker,
vertrauen wir voller Zuversicht die ganze Menschheit an mit ihren Ängsten und Hoffnungen.
Laß ihr nicht das Licht wahrer Weisheit fehlen.
Führe sie bei der Suche nach Freiheit und Gerechtigkeit für alle. Lenke ihre Schritte auf die Wege des Friedens.
Hilf, daß alle Christus finden, den Weg, die Wahrheit und das Leben.
Stärke uns, o Jungfrau Maria, auf unserem Lebensweg und erbitte uns die Gnade des ewigen Heils.
O gütige, o milde, o süße Mutter Gottes und unsere Mutter, Maria!

(Papst Johannes Paul II.)

+++

Memorare – Gedenke gütigste Jungfrau

Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria,
es ist noch niemals gehört worden,
daß du jemanden verlassen hättest,
der zu dir seine Zuflucht nahm,
deine Hilfe anrief und um deine Fürbitte
flehte.

Von diesem Vertrauen beseelt,
eilen wir zu dir, o Jungfrau der Jung-
frauen, Mutter, zu dir kommen wir
und erscheinen als arme Sünder
seufzend vor dir.

O Mutter des ewigen Wortes,
verschmähe unsere Worte nicht,
sondern höre und erhöre uns huldreich.
Amen.

(Hl. Bernhard)

+++

Heilige Jungfrau Maria

Heilige Jungfrau Maria,
unter den Frauen der Welt
ist keine Dir ähnlich geboren,
Tochter und Magd
des erhabensten, höchsten Königs,
des himmlischen Vaters,
Mutter unseres heiligsten Herrn Jesus Christus,
Braut des Heiligen Geistes:

Bitte für uns
mit den heiligen Erzengeln
und allen Mächten der Himmel
und allen Heiligen
bei Deinem heiligsten, geliebten Sohn,
dem Herrn und Meister.
Ehre sei dem Vater, und dem Sohne,
und dem heiligen Geiste, Amen.

(Hl. Franziskus)

+++

Sei gegrüßt Herrin

Sei gegrüßt, Herrin,
heilige Königin, heilige Gottesmutter Maria,
die Du zur Jungfrau Kirche gemacht worden bist
und erwählt wurdest vom heiligen Vater im Himmel,
die er geweiht hat mit seinem heiligsten geliebten Sohn
und dem Heiligen Geiste, dem Tröster;
in ihr war und ist alle Fülle der Gnade
und jegliches Gute.

Sei gegrüßt, Du sein Palast,
Sei gegrüßt, Du sein Gezelt,
Sei gegrüßt, Du seine Wohnung,
Sei gegrüßt, Du sein Gewand,
Sei gegrüßt, Du seine Magd,
Sei gegrüßt, Du seine Mutter.

Und seid gegrüßt, ihr heiligen Tugenden alle,
die durch die Gnade und die Erleuchtung
des Heiligen Geistes in die Herzen der Gläubigen
eingegossen werden,
um sie aus Ungläubigen
zu Gott getreuen Menschen zu machen

(Hl. Franziskus)

+++

Unter deinen Schutz und Schirm

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesgebärin;
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,

o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau,
unsere Mittlerin,
unsere Fürsprecherin.

Versöhne uns mit Deinem Sohne,
empfiehl uns Deinem Sohne,
stell uns vor Deinen Sohne.
Amen.

(im ersten vollständigen Mariengebet, das auf einem Papyrus aus dem Ende des dritten Jahrhunderts in Oberägypten gefunden wurde, vertraut sich ein Christ der Gottesmutter an)

+++

Die Lauretanische Litanei ist eine in unserer Kirche verwendete Litanei, deren Anrufungen sich an die Gottesmutter richten. Sie geht auf mittelalterliche Wurzeln zurück und wurde im Laufe der Zeit mehrfach erweitert und verändert. In der überlieferten Form geht sie im Wesentlichen auf eine 1531 in Loreto (Italien) zu findende Version zurück, woraus sich der Name der Lauretanischen Litanei ergibt.

Das Christentum übernahm die Gebetsform der Litanei aus dem Judentum, wobei die Wurzeln der Lauretanischen Litanei in der Ostkirche liegen. Eine erste lateinische Form ist aus dem 12. Jahrhundert bekannt. Die heutige Fassung geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Den Namen erhielt sie nach dem italienischen Marienwallfahrtsort Loreto. Von Papst Clemens VIII., der 1601 die Verwendung von Litaneien in der Liturgie stark beschränkte, wurde die Lauretanische Litanei neben der Allerheiligenlitanei ausdrücklich für den gottesdienstlichen Gebrauch zugelassen. Im 19. Jahrhundert wurde von Papst Leo XIII. die Anrufung „Königin des heiligen Rosenkranzes“ eingefügt, 1917 ergänzte Papst Benedikt XV. den Ehrentitel „Königin des Friedens“, in Bezug auf die Wirren des 1. Weltkrieg. Auf Papst Johannes Paul II. geht die Anrufung „Mutter der Kirche“ zurück.

Durch die bild- und symbolreiche Sprache hat die Lauretanische Litanei einen sehr poetischen Charakter. Maria wird mit zahlreichen verschiedenen Bezeichnungen angesprochen, die ihre Rolle in der Heilsgeschichte teils direkt zum Ausdruck bringen („Heilige Maria, Mutter Gottes – Heilige Jungfrau über allen Jungfrauen – Mutter Christi – Mutter der Kirche“), teils in symbolischen, oft der Bibel entstammenden Bildern darzustellen versuchen („Spiegel der Gerechtigkeit – Sitz der Weisheit – Kelch der Hingabe – elfenbeinerner Turm – Bundeslade Gottes“), die Bedeutung Mariens beschreiben („Heil der Kranken – Zuflucht der Sünder – Trost der Betrübten – Hilfe der Christen“) und schließlich Maria als Königin der Heiligen anrufen („Königin der Engel – Königin der Patriarchen – Königin der Apostel – Königin der Märtyrer – Königin der Jungfrauen“).

Jede Anrufung wird mit einer Bitte um die Fürbitte Mariens bei Gott verbunden.

Lauretanische Litanei

[Kyrieruf]

Herr, erbarme dich. Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich. Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich. Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. Christus, erhöre uns.

*

Gott Vater im Himmel,
erbarme dich unser.

Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott

*

[Anrufungen Mariens – einleitend]

Heilige Maria,
bitte für uns.
Heilige Mutter Gottes
Heilige Jungfrau der Jungfrauen

[Anrufungen Mariens – als Mutter]

Mutter Christi
Mutter der Kirche
Mutter der göttlichen Gnade
Du reine Mutter
Du keusche Mutter
Du unversehrte Mutter
Du unbefleckte Mutter
Du liebenswürdige Mutter
Du wunderbare Mutter
Du Mutter des guten Rates
Du Mutter des Schöpfers
Du Mutter des Erlösers
Du Mutter der Barmherzigkeit

[Anrufungen Mariens – als Jungfrau]

Du weise Jungfrau
Du ehrwürdige Jungfrau
Du lobwürdige Jungfrau
Du mächtige Jungfrau
Du gütige Jungfrau
Du getreue Jungfrau

[Anrufungen Mariens – in Bildern]

Du Spiegel der göttlichen Heiligkeit
Du Sitz der Weisheit
Du Ursache unserer Freude
Du Tempel des Heiligen Geistes
Du Tabernakel der ewigen Herrlichkeit
Du Wohnung, ganz Gott geweiht
Du geheimnisvolle Rose
Du Turm Davids
Du elfenbeinerner Turm
Du goldenes Haus
Du Arche des Bundes
Du Pforte des Himmels
Du Morgenstern

[Anrufungen Mariens – als Mittlerin]

Du Heil der Kranken
Du Zuflucht der Sünder
Du Trösterin der Betrübten
Du Hilfe der Christen

[Anrufungen Mariens – als Königin]

Du Königin der Engel
Du Königin der Patriarchen
Du Königin der Propheten
Du Königin der Apostel
Du Königin der Märtyrer
Du Königin der Bekenner
Du Königin der Jungfrauen
Du Königin aller Heiligen
Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen
Du Königin, in den Himmel aufgenommen
Du Königin des heiligen Rosenkranzes
Du Königin der Familien
Du Königin des Friedens

[Lamm Gottes]

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
verschone uns, o Herr.

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
erhöre uns, o Herr.

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
erbarme dich unser, o Herr.

[Oration]

Bitte für uns, o heilige Gottesmutter.
Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Gütiger Gott,
du hast allen Menschen Maria zur Mutter gegeben;
höre auf ihre Fürsprache;
nimm von uns die Traurigkeit dieser Zeit,
dereinst aber gibt uns die ewige Freude.
Durch Christus, unsern Herrn.
Amen.

+++

Weihe an Maria

O meine Gebieterin, o meine Mutter!
Dir bringe ich mich ganz dar;
und um dir meine Hingabe zu bezeigen,
weihe ich dir heute
meine Augen, meine Ohren,
meinen Mund, mein Herz,
mich selber ganz und gar.
Weil ich also dir gehöre,
o Mutter, bewahre mich, beschütze mich
als dein Gut und Eigentum.
Amen.

(Liebesbündnis von P.Josef Kentenich)

+

Es gibt verschiedene, sehr innige und tiefe Weiheversprechen an die Gottesmutter Maria.
+
Hier findest du Links zu einzelnen Weiheformen:
*

Weihe an Jesus durch Maria – 33tägige Vorbereitung

Marienweihe – in der Tradition des Karmeliterordens

Marienweihe – in der Tradition der Jesuiten

Marienweihe – in der Tradition der Schönstatt-Bewegung

+

Es folgen Links zu weiteren Marienthemen:
*

Link zum  Rosenkranz inkl. aller Geheimnisse des Rosenkranzes!

Was versteht man eigentlich unter marianisch?

Zu den Ereignissen von Fatima

Botschaften und Beiträge zu Medjugorje

+

+

Ein Gedanke zu “MARIENGEBETE

  1. Liebe Geschwister
    Maria war und ist wahrhaftig die Gottesmutter
    die Jesus auf die welt gebracht hat
    und sie hat den namen „Gottesmutter“ verdient
    und es ist schön das Jesus angebetet wird!
    Jürgen Kleemann

Wir freuen uns über deinen Beitrag:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s