Betrachtung zu den schmerzhaften Geheimnissen

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Kurze Anleitung zu den Rosenkranzbetrachtungen

Der Weg auf Gott zu und zu ihm „zurück“ führt über das Gebet. Sich Zeit für das Gebet zu nehmen, es einzuüben und regelmäßig zu praktizieren, kann ab sofort unsere Priorität Nummer eins werden. Es gibt kein Rezept, wie man beten „lernen“ kann. Aber es gibt erprobte Pfade des Einübens. Dieses Projekt möchte eine Hilfe auf dem Weg der Praxis sein und kann ganz individuell verwendet werden. Dazu einige Hinweise:

  • Die Einteilung in Tage ist eine Empfehlung, eine Einladung, aber keine Verpflichtung – weder in der Reihenfolge, noch im Umfang. Es hat natürlich schon einen Sinn, dem Aufbau der Übungsschritte zu folgen. Doch wenn ich mit dem Inhalt eines Tages gerade nicht zurecht komme, kann ich ihn z. B. überspringen und später darauf zurückkommen. Wenn ich merke, dass ich für ein Thema mehr als einen Tag brauche, kann ich mir diese Zeit ruhig nehmen und mit den weiteren Schritten später fortfahren.
  • Qualität geht zwar vor Quantität. Trotzdem wird empfohlen, sich für jeden Tag etwa 20 Minuten Zeit zu nehmen. Es tut gut, für die Dauer dieser Gebetsübungen eine möglichst fixe Zeit zu haben, zu der ich aus dem Alltag aussteige und mich in mein inneres Gespräch mit Gott einlasse. Ich schenke Gott und auch mir selbst diese Zeit.
  • Die schon etwas „geübten“ Beter sind herzlich eingeladen, zum Abschluss das jeweilige Gesätzchen des Rosenkranzes zu beten. Eine Anleitung zum Beten des Rosenkranzes ist hier zu finden.
  • Nach diesen fünf Tagen „kann“ ich nicht beten – so wie ich eine bestimmte Fertigkeit beherrsche. Nachdem Gebet Beziehung ist, geht es jetzt erst richtig los! Das Leben gemeinsam mit Gott ist ein großes Abenteuer – jeden Tag aufs Neue!
  • Für Fragen und Aussprachen, für das gemeinsame Beten in verschiedenen Gruppen: Wenden Sie sich bitte an Ihre Pfarre oder an einen geistlichen Begleiter!

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Es gibt einen Grund, warum der Rosenkranz ein Gebet ist, das so einfach funktioniert: Weil wir hier nicht alleine beten. Wir grüßen ja Maria, die Frau, die Gott zur Mutter seines Sohnes erwählt hat.

Weil Maria so ganz von Gott berührt ist, weil sie wie keine andere erfahren hat, was für ein Glück es ist, zu Gott Ja zu sagen, darum will sie auch, dass wir dieselbe positive Erfahrung machen. Das Schöne am Rosenkranz ist, dass wir an der Hand der Mutter sicher zum Sohn, unserem Herrn, geführt werden.

Viele von uns gehen gerne ins Kino, oder schauen DVDs. Den Rosenkranz zu beten ist als ob man einen Film im Kopf schauen würde – man darf dazu diese kostbare Gabe aktivieren, die wir Fantasie nennen. In der Sprache der Kirche heißt das: Betrachtung.

Die Muttergottes hat bei ihren Erscheinungen in Fatima sogar kleine Kinder aufgefordert, den Rosenkranz zu beten, und zwar betrachtend zu beten. Das ist gerade nicht langweilig, sondern spannend: Wenn man bei jedem Gesätzchen (einem Zehnerblock von Gegrüßet seist du Maria) an ein anderes Ereignis im Leben Jesu denkt. Das Rosenkranzbeten ist eine Art betrachtendes Bibel-Film-Schauen; somit ist dieses Gebet auch lectio divina und darf als urchristliche, katholische Gebetsform bezeichnet werden.

Am Beispiel des schmerzhaften Rosenkranzes – im Gedenken an den kürzlich heilig gesprochenen Johannes Paul II. – werden Mediationen vorgestellt, die in dem Büchlein „Beten ist einfach“ aus dem Stift Heiligenkreuz nachzulesen sind.

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Die schmerzhaften Geheimnisse

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1. Tag

„Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat.“

Nach der Feier des Paschamahles geht er mit seinen Jüngern an den Ölberg hinaus. Hier tritt ihm sein Leiden und Sterben, das ihm unmittelbar bevorsteht, so intensiv vor Augen, dass er ganz mit Traurigkeit und Angst erfüllt wird. In geheimnisvoller Weise tritt sein Menschsein so sehr hervor, dass er zum Vater betet, er möge diesen Kelch von ihm nehmen. So sehr ist er von Angst erfüllt, dass sein Schweiß wie Blut zur Erde rinnt. Trotzdem betet er voll Vertrauen, ergeben in die Hand des Vaters: „Nicht mein Wille, sondern der Deine geschehe.“ Die Jünger sind eingeschlafen. Bei der Verhaftung Jesu werden sie alle davonlaufen. Jesus wacht und betet. Er hat die Kraft, seinem Leiden entschlossen entgegen zu gehen.

Ich kann mit Gott über alles reden. Er hat als Mensch alles erlebt, was auch ich erlebe. Gott weiß um meine Freuden, um meine Ängste und um meine Sorgen. Er lacht mit mir und er weint meine Tränen.

Ich darf ihm vertrauensvoll alles erzählen, denn er versteht mich. Er ist mein bester Freund.

Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.
Von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;
du bist vertraut mit all meinen Wegen.
(Psalm 139, Verse 1 bis 6 und 13 bis 17)

– Ich lese den Psalm und verweile bei dem Wort, das mich anspricht oder dem Satz, der mein Herz bewegt…

– Was immer mich bewegt, Gott trägt es mit mir.

So wie die Sonne zugleich die Zedern und jede kleine Blume bestrahlt, als wäre sie ganz allein auf der Erde, so kümmert sich der liebe Gott ganz persönlich um jede Seele, so als wäre sie die einzige. Und wie in der Natur alle Jahreszeiten so geordnet sind, dass die Natur an einem ganz bestimmten Tag z. B. die Osterglocke zum Erblühen bringt, so dient jeder Seele alles zum Besten.

(Hl. Therese von Lisieux, 18731897)

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2. Tag

„Jesus, der für uns gegeißelt worden ist.“

Pontius Pilatus möchte Jesus freigeben, doch die Menge fordert Barabbas. Daraufhin lässt er Jesus geißeln. An die Säule geschnürt erträgt er die Schläge der Riemen. Schon einzelne Schläge, schon die Geißelung an sich könnte den Tod bringen. Doch für Jesus ist sie nur ein Schritt auf seinem Leidensweg, der sich erst am Kreuz vollenden wird. Er leidet für uns Menschen nach dem Willen des Vaters im Himmel. Er erträgt alles für unsere Sünden, weil er es so möchte. Als er losgebunden wird, ist sein Leib ausgezehrt, und er fällt, zerfleischt und halbtot. Damit wir die Buße nicht mehr fürchten.

Gott ist besonders in meinem Leiden bei mir. Er weiß von meinen Verletzungen, denn auch er hat sie erlebt. Wie tief unten ich auch sein mag – Gott ist schon vor mir da und fängt mich auf, trägt mich. Ich kann mich ganz seinen Händen anvertrauen.

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.
(Psalm 23)

– Ich rede mit Gott über die Schluchten und das Unheil in meinem Leben.

– Ich darf Gott meinen Schmerz, mein Leid übergeben.

Herr, Gott, großes Elend ist über mich gekommen.
Meine Sorgen wollen mich erdrücken.
Ich weiß nicht ein noch aus.
Gott, sei mir gnädig und hilf!
Gib Kraft zu tragen, was du mir schickst.
Lass die Furcht nicht über mich herrschen;
sorge du väterlich für die Meinen.
Barmherziger Gott, vergib mir alles,
was ich an dir und den Menschen gesündigt habe.
Ich traue deiner Gnade und gebe mein Leben ganz in deine Hand.
Mach du mit mir, wie es dir gefällt und wie es gut für mich ist.
Ob ich lebe oder sterbe, ich bin bei dir, und du bist bei mir, mein Gott.
Herr, ich warte auf dein Heil und auf dein Reich.
(Dietrich Bonhoeffer, 19061945)

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3. Tag

„Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist“

Die Soldaten rufen im Prätorium die ganze Kohorte zusammen ‐ wehrlos ist Jesus ihrem rohen und grausamen Spott ausgeliefert. Sie flechten eine Krone aus Dornen und treiben sie mit schweren Schlägen in sein Blut. Seine Kleider nehmen sie ihm weg und legen ihm einen schmutzigen Fetzen aus Purpur um. Sie geben ihm ein Rohr als Zepter in die rechte Hand, fallen vor ihm mit dem Ruf „Heil dir, König der Juden!“ auf die Knie, sie schlagen ihn und spucken ihn an. Pilatus führt ihn vor die Menge: „Ecce homo! – Seht den Menschen!“ Doch alle schreien: „Kreuzige ihn!“ Welch ein Gegensatz zu dem noch vor kurzem ausgerufenen „Hosanna“ beim Einzug in Jerusalem. Leiden an Leib und Seele – geduldig erträgt der Herr es für uns.

Gott enttäuscht mich nicht. Auch wenn mich Menschen verletzen, verspotten, verleumden – Gott hält immer zu mir. Es ist nicht zuallererst wichtig, was die Menschen über mich denken, was ich in der Welt zähle, sondern dass mein Herz bei Gott ist, der mich liebt – bedingungslos.

Herr, ich suche Zuflucht bei dir. Lass mich doch niemals scheitern; rette mich in deiner Gerechtigkeit!
Wende dein Ohr mir zu, erlöse mich bald! Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.
Denn du bist mein Fels und meine Burg; um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.
Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; denn du bist meine Zuflucht.
In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen; denn du hast mein Elend angesehen, du bist mit meiner Not vertraut.
Du hast mich nicht preisgegeben der Gewalt meines Feindes, hast meinen Füßen freien Raum geschenkt.
Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst; vor Gram zerfallen mir Auge, Seele und Leib.
In Kummer schwindet mein Leben dahin, meine Jahre verrinnen im Seufzen.
Meine Kraft ist ermattet im Elend, meine Glieder sind zerfallen.
Zum Spott geworden bin ich all meinen Feinden, / ein Hohn den Nachbarn, ein Schrecken den Freunden; wer mich auf der Straße sieht, der flieht vor mir.
Ich bin dem Gedächtnis entschwunden wie ein Toter, bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß.
Ich höre das Zischeln der Menge
Grauen ringsum. Sie tun sich gegen mich zusammen; sie sinnen darauf, mir das Leben zu rauben.
Ich aber, Herr, ich vertraue dir, ich sage: «Du bist mein Gott.»
In deiner Hand liegt mein Geschick; entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger!
Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, hilf mir in deiner Güte!

(Psalm 31, Verse 2 bis 6 und 8 bis 17)

– Gerade in schwierigen Zeiten ist Gottes Hilfe groß. Manchmal erkenne ich das erst in der
Rückschau auf mein Leben.

– Ich klage dem Herrn mein gegenwärtiges Leid.

– Ich formuliere meinen Dank für die Hilfe, die ich empfangen habe.

Wir haben eine Hoffnung, und unsere Hoffnung hat einen Namen,
Gott, der uns befreit, Gott, der uns rettet.
Er ist unsere Sehnsucht von alters her, das Ziel unserer Träume.
Er ist ein fester Halt in allem, was uns erschüttert. So erfuhren ihn unsere Väter und Mütter, Gott ist auf dem Weg mit seinen Menschen.
Er befreit uns von unseren Ängsten, er stellt die Herrschaft der Herren in Frage. Er macht Kinder zu Propheten, Söhne zu Boten, die ihm den Weg bereiten.
Er macht Töchter zu Wegweisern ins Land der Verheißung und Menschen zu Zeichen der Versöhnung.
So wird sichtbar die Liebe unseres Gottes, strahlendes Licht in unserem Dunkel. Hoffnung auf den Sieg im Schatten des Todes, Einladung auf den Weg des Friedens.
(Hl. Benedikt von Nursia, um 480 – 547)

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4. Tag

„Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat.“

Mit dem Kreuz auf den Schultern geht Jesus seinen Leidensweg bis zum Golgotha hinauf. Zwei andere werden auch zur Hinrichtung geführt, so erfüllt sich das Wort des Jesaja: Er ließ sich unter die Verbrecher rechnen. Allein trägt Jesus mit dem Kreuz die Last der ganzen Welt. Nur wenige Lichtblicke sind ihm gegönnt: Simon von Zyrene, der zufällig vorbeikommt, hilft ihm, von den Soldaten gezwungen, das Kreuz zu tragen. Veronika mit dem Schweißtuch. Die Frauen, die um ihn weinen und von ihm Zuwendung erfahren. Das Mitleiden seiner Mutter Maria macht Jesus noch mehr leiden und gleichzeitig tröstet es ihn. Jesus fällt mehrmals und rafft sich doch wieder auf. Aus Liebe geht er den Weg bis zur Vollendung.

Gott trägt meine Last mit mir. Ich darf ihm alles übergeben, alles auf ihn werfen. Wenn ich schwach bin, bin ich durch meine Beziehung zu Gott doch stark. Wenn ich mich auch ganz verlassen fühle, so trägt er mich doch – auch wenn ich es nicht sehen kann.

Manchmal bleiben uns die Worte im Hals stecken. Manchmal fällt es uns schwer mit eigenen Worten zu reden. Dann helfen uns formulierte Gebete. Sie sind über Jahrhunderte hinweg von Menschen gebetet worden.

Dadurch bin ich mit ihnen verbunden im Gebet und im Glauben. Das folgende Gebet hat sogar Jesus selbst gebetet:

Vater unser, im Himmel,
geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Amen.

(vgl. Matthäusevangelium Kapitel 6, Verse 9 bis 13)

– Ich bete langsam – Satz für Satz.

Nichts soll dich verwirren, nichts dich erschrecken.

Alles geht vorbei.

Gott allein bleibt der selbe.

Die Geduld erreicht alles.

Wer Gott hat, dem fehlt nichts.

Gott allein genügt.

(Hl. Teresa von Avila, 15151582)

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5. Tag

„Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist.“

Der Thron für den König der Juden steht bereit. Ohne Klage, ohne Widerstand wird er ans Kreuz angenagelt. Er leidet das Äußerste an Leiden. Wieder Spott und Verhöhnung: „Bist du der Messias, steig herab!“ Jesus hat alles verloren: Die körperliche Unversehrtheit, die Ehre, seine Jünger, seine Kleider … nur seine Mutter Maria ist noch da. Da gibt er sie dem Johannes und in ihm allen Menschen zur Mutter. Selbst in seiner letzten Stunde hat Jesus ein verheißungsvolles Wort für den Verbrecher zu seiner Rechten. Essig zum Trinken, aber Jesus will mit klarem Bewusstsein dem Ende entgegen gehen. Finsternis bricht herein wie vorher in den Herzen der Menschen. „Es ist vollbracht!“ – sein Sterben ist Heil für die Welt.

Gott hat mich für immer befreit. Ich erkenne, dass ich aus mir selbst nichts kann. Ich kann mich nicht selbst befreien von Schuld, von Leid, von Versagen. Doch Gott nimmt alles Stückwerk meines Lebens als wertvolle Gabe entgegen – und heilt es, macht es ganz.

Ich bin der gute Hirt.
Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören,lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander.
Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.
Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.
(Johannesevangelium Kapitel 10, Verse 11 bis 16)

– Schaf und Hirte: sicherlich ein nicht mehr vertrautes Bild aus fernen Zeiten. Aber sehne ich mich nicht auch heute danach, über alle Maßen geliebt zu werden? Ein Hirte gibt alles für seine ihm anvertraute Herde.

– In der Stille bedenke ich: Jesus ist am Kreuz für mich gestorben.

Herr, nichts kann mich zwingen, Dich zu lieben, nicht die Freuden des Himmels, die Du versprochen hast, noch die Angst vor dem Ort der Qualen, den Weg der Sünde zu meiden.
Du selber zwingst mich.
Herr, mich zwingt Dein bitteres Leiden am Kreuze, an dem Du zum Hohn der Welt gehangen.
Mich zwingt Dein wunder Leib, die Dornenkrone Deines Hauptes; mich zwingen Deine Schmach und Dein Tod. Deine Liebe ist es, die das Herz der Treuen zwingt; auch ohne Himmel steht es offen für Deine Liebe und ohne Hölle, Herr.
Ja, es gibt nichts,
nicht Lohn,
nicht Strafe, was mich zur Liebe zwingt, als Deine Liebe allein.
Denn wenn ich auch nicht erhalte, was ich erhoffe ‐ meine Liebe zu Dir bleibt immer gleich.

(Hl. Teresa von Avila, 15151582)

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Die Bestellung für das Heft Zeit zu beten – 15 Tage mit dem Rosenkranz ist zu richten an:
E‐Mail: m.riccabona@kirche.at
Web: http://www.33schritte.at

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2 Gedanken zu “Betrachtung zu den schmerzhaften Geheimnissen

  1. Die Betrachtungen zu den Rosenkranz-Geheimnissen gefallen mir sehr gut. Bitte schicken Sie mir alle Betrachtungen gegen Rechnung zu, am besten ein deutsches Überweisungs-Bank-Konto.

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