KRANKHEIT, LEIDEN und TOD

*

Als JESUS CHRISTUS auf Erden lebte,
hat er mit lautem Schreien und unter Tränen
Gebete und Bitten vor den gebracht,
der ihn aus dem Tod retten konnte,
und Er ist erhört und
aus seiner Angst befreit worden.

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Jesus betet im Garten Gethsemane
Jesus betet im Garten Getsemani, während die Jünger schlafen

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Beten wie JESUS es uns lehrt –
allen Schmerz,
alle Verzweiflung und Angst,
Fassungslosigkeit und Trauer
vor den bringen, der uns
Leben in Fülle
verspricht.

IHM unseren Schmerz
entgegen schreien,
mit unseren Tränenbächen
IHN überfluten;
unser Klagen und Stöhnen
IHM zumuten,
IHN mit unserer Sprachlosigkeit
konfrontieren.

ER,
der Ich-bin-da,
hält das aus!

Und nicht nur das –
ER hört hin,
hört unser Klagen und Schreien
hört, wo Verzweiflung und Angst
uns die Sprache verschlagen.

Und ER wird uns erhören,
uns befreien,
uns seinen Lebensatem schenken
und unser Klagen in Tanzen verwandeln!

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Kurzer Text über das Leiden und Sterben

(Hl. Alfons Maria von Liguori)

Es ist eine für das ewige Heil überaus nützliche Übung, oft bei sich zu sprechen: „Ich muß einmal sterben.“ Die Kirche gibt jedes Jahr am Aschermittwoch den Gläubigen diese Erinnerung: Memento homo, quia pulvis es et in pulverem reverteris: „Gedenke, o Mensch, daß du Staub bist und wieder zu Staub werden wirst.“ Aber diese Wahrheit vom Tode wird uns noch gar oft unter dem Jahre ins Gedächtnis gerufen, bald von den Gottesäckern, an denen wir vorbeigehen, bald von Grabsteinen, die wir in Kirchen erblicken, bald von den Gestorbenen, die beerdigt werden.

Die kostbarsten Geräte der Einsiedler in ihren Höhlen waren ein Kreuz und ein Totenkopf; das Kreuz sollte sie erinnern an die Liebe, die Jesus Christus zu uns getragen; der Totenkopf an den Tag ihres Todes. So harrten sie in der Buße aus bis zum Ende ihrer Tage, und so starben sie arm, aber in ihrer Wüste zufriedener als die Monarchen in ihren Palästen.

Finis venit, venit finis (Ez 7, 2): „Das Ende kommt, es kommt das Ende.“ Hier auf Erden lebt der eine längere, der andere kürzere Zeit; aber für jeden kommt sicher früher oder später das Ende; und bei diesem Ende wird uns in der Todesstunde nichts trösten als der Gedanke, Jesus Christus geliebt und Ihm zu Liebe mit Geduld die Mühsale dieses Lebens ertragen zu haben. Nein, in jenem Augenblick vermögen weder die erworbenen Reichtümer, noch die empfangenen Ehren, noch die genossenen Freuden Trost zu gewähren. Alle Herrlichkeiten der Welt lassen die Sterbenden ohne Trost, ja peinigen sie; und je mehr sie sich mit solchen umgeben haben, desto schärfer wird die Pein werden. Schwester Margaretha von der heiligen Anna, eine unbeschuhte Karmelitin, Tochter des Kaisers Rudolph II., pflegte zu sagen: „Was nützen Königreiche in der Todesstunde?“

Wie viele Weltmenschen gibt es, die mitten im eifrigen Jagen nach Gewinn, Macht und Amt die Ankündigung des Todes vernehmen müssen: „Bestelle dein Haus; denn du wirst sterben und nicht leben“ (Is 38, 1). „Herr N., es ist Zeit, an ein Testament zu denken; denn es steht nicht gut mit Ihnen.“ O Gott, welche Pein wird der empfinden, welcher daran ist, jenen Rechtshandel zu gewinnen, von jenem Palast oder Grundstück Besitz zu ergreifen, wenn er von dem Priester, der gekommen ist, ihm die Seele auszusegnen, die Worte vernimmt: Proficiscere, anima christiana, de hoc mundo. Ziehe weg aus dieser Welt und gehe hin vor den Richterstuhl Jesu Christi! „Aber jetzt finde ich mich nicht gut vorbereitet.“ Was hilft dies? Jetzt musst du gehen.

O mein Gott, gib mir Licht, gib mir Kraft, mein noch übriges Leben deinem Dienste und deiner Liebe zu weihen. Müßte ich jetzt sterben, ich würde nicht zufrieden sterben, ich würde unruhig sterben. Warum warte ich denn? Soll mich der Tod zu einer Zeit treffen, wo mein ewiges Heil in großer Gefahr schwebt? Herr, wenn ich früher ein Tor war, so will ich es künftig nicht mehr sein. Jetzt gebe ich mich Dir ganz, nimm mich an und hilf mir mit deiner Gnade!

Kurz, für jeden kommt das Ende und mit dem Ende jener Augenblick, der über den Eintritt in eine glückselige oder unglückselige Ewigkeit entscheidet: O momentum, a quo pendet aeternitas: „O Augenblick, von dem die Ewigkeit abhängt!“ O dächten doch alle an diesen großen Augenblick und an die Rechenschaft, die sie in jenem Augenblick dem Richter über ihr ganzes Leben abzulegen haben! „O wären sie weise und verständig und erkennten ihr Ende“ (Dt 32, 29). Gewiß, sie wären nicht bedacht, Geld aufzuhäufen und groß zu werden in diesem vergänglichen Leben; sondern ihr Streben würde sein, zur Heiligkeit zu gelangen und groß zu werden in jenem Leben, das kein Ende nimmt.

Wenn wir also Glauben haben und überzeugt sind, daß Tod, Gericht und Ewigkeit auf uns warten, so lasst uns auch Sorge tragen, in den uns noch übrigen Tagen für Gott allein zu leben. Bemühen wir uns darum, als Pilger auf Erden zu leben, eingedenk, daß wir sie bald verlassen müssen. Verlieren wir nie in unserem Leben den Tod aus unseren Augen und richten wir in den Geschäften des gegenwärtigen Lebens unsere Handlungsweise so ein, wie wir es in der Todesstunde tun würden. Entweder verlassen die irdischen Dinge uns, oder wir müssen sie verlassen. Hören wir Jesus Christus, der uns zuruft: „Sammelt euch Schätze im Himmel, wo sie weder Rost noch Motten verzehren“ (Mt 6, 20). Verachten wir die Schätze der Erde: sie können uns nicht befriedigen und vergehen bald; erwerben wir uns die Schätze des Himmels: sie machen uns selig und vergehen niemals!

Aus dem Buch „Elemente einer Spiritualität der Liebe

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GEBETE BEI KRANKHEIT UND TOD

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Gebet für die Armen und Leidenden

V: O Jesus, Sohn des allmächtigen Gottes,
A: wir wissen, dass es unzählige Menschen gibt,
die sich in großer Not befinden.
die in der ganzen Welt gequält und verfolgt werden.
Viele hungern und haben große Schmerzen.
Herr, mach uns bereit zu dienen.
V: O Jesus, Bruder aller schwachen Menschen,
A: wecke uns auf, wenn wir die Not
unserer Schwestern und Brüder nicht erkennen.
Viele sind einsam, verlassen und gescheitert,
und werden von niemandem mehr aufgenommen.
Herr, mach uns bereit zu helfen.
V: O Jesus, Quelle der göttlichen Barmherzigkeit,
A: höre unser demütiges Gebet
für alle Schwachen, Armen und Leidenden.
Gib ihnen eine strahlende und feste Hoffnung auf Erlösung,
die immer weiter wachsen möge
bis zu Deiner Wiederkunft in Herrlichkeit.
Herr, mach uns bereit Deine Zeugen zu sein.
V: O Jesus, Ursprung des Heiligen Geistes,
A: In ihrer Einsamkeit tröste alle,
in ihren Sorgen stärke alle,
in ihren Enttäuschungen schenke ihnen die Erkenntnis,
dass es das Leid ist, durch das die Seele gereinigt wird,
und zeige ihnen, dass sie alle weiter gebraucht werden
von den Menschen, Familien und Gemeinden,
dass sie gebraucht werden für die Lebenden und die Toten,
dass sie alle gebraucht werden für das Werk der Erlösung.
Herr, mach uns bereit für das Gebet.
Amen.

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Gebete bei Krankheit

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Wohin soll ich fliehen, wenn nicht unter Dein Kreuz?
Nichts mehr bin ich als Schmerz.
Ich berge mein Gesicht auf Deinen Füßen.
Keine Worte habe ich mehr, nur Tränen.
Du sagtest JA zum Kelch des Leidens.
Du wartest, dass auch ich ihn nicht von mir weise,
aber das, Herr, übersteigt meine Kräfte.
Ich bin nicht tapfer. Ich bin kein Fels des Glaubens.
Ich bäume mich auf wie ein Tier, das scheut vor übermächtiger Bedrohung.
Aufgewühlt ist meine Seele wie das Meer, das der Sturm aufpeitscht.
Du hattest Angst wie ich und gingst den Kreuzweg dennoch.
Leg Deinen Arm um mich.
Sprich Du für mich, was mir nicht über die Lippen will:
Vater, es geschehe Dein Wille.

(Quelle unbekannt)

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Jesus, kranke Menschen erfasst Du mit Deiner Hand und richtest sie auf.
Nach dem sinkenden Petrus streckst Du Deine Hand aus und rettest ihn.
Den Kindern legst Du die Hände auf und segnest sie.
Den traurigen Jüngern zeigst Du Deine wunden Hände und sagst: Seht und begreift!
Jesus, ergreife auch mich mit Deiner Hand.
Denn in Deiner Hand ist alles gut.
Danke, Du gute, zärtliche Hand.

(Quelle unbekannt)

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Gott, ich suche eine Hand, die mich hält und ermutigt, die mich beruhigt und beschützt.
Ich taste nach einer Hand, die mich begleitet und führt, die mich heilt und mich rettet.
Ich brauche eine Hand, die stark ist und mich trägt, die mich ergreift und nicht mehr loslässt.
Ich möchte eine Hand, die es gut mit mir meint, die sich zärtlich um mich legt.
Ich sehne mich nach einer Hand, der ich mich restlos anvertrauen kann, die treu ist, die mich liebt.
Ich suche eine große Hand, in die ich meine kleinen Hände und auch mein Herz hineinlegen kann,
eine Hand, in der ich geborgen bin, ganz!

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Gott, Deine Hand lädt mich ein: Komm!
Deine Hand lässt mich spüren: Fürchte dich nicht!
Deine Hand schenkt die Gewissheit: Ich liebe dich.
In Deiner Hand bin ich geborgen und aufgehoben für immer.
Und wenn ich dennoch in einen Abgrund stürze – ich weiß:
Am Grund dieses Abgrunds wartet auf mich Deine Hand,
Deine gütige, alles bergende Hand.
Und Deiner liebenden Hand kann mich niemand entreißen.
Gott, in Deine Hand lege ich alles.
Deine Hand lässt mich nicht mehr los.
Danke, Du gute, zärtliche Hand.

(Theo Schmidkonz SJ, *1926, deutscher katholischer Theologe, Studentenpfarrer in München, dann Priesterseelsorger der Diözese Augsburg, Veröffentlichungen, vor allem von Meditations- und Gebetbüchern)

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Anrufungen, besonders in Krankheit

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Herr, wir beten Dich an!
Herr, wir glauben an Dich!
Herr, wir hoffen auf Dich!
Herr, wir lieben Dich!
Hosanna, Hosanna dem Sohne Davids!
Gebenedeit sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Herz Jesu, erbarme Dich unser!
Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!
Du bist mein Herr und mein Gott!
Jesus, ich glaube, dass Du wirklich und wesentlich
gegenwärtig bist im heiligsten Altarsakrament!

Herr, wir glauben, aber vermehre unsern Glauben!
Du bist die Auferstehung und das Leben!
Rette uns, Herr, wir gehen zugrunde!
Herr, wenn Du willst, kannst Du mich heilen!
Herr, sprich nur ein Wort, und ich bin gesund!
Herr, Dein Wille geschehe!
Jesus, Sohn Davids, erbarme Dich meiner!
Herz Jesu, ich vertraue auf Dich!

O Gott, komm uns zu Hilfe; Herr, eile uns zu helfen!
Herr, der, den Du liebst, ist krank!
Herr, mache, dass ich sehe!
Herr, mache, dass ich höre!
Herr, mache, dass ich gehe!

Mutter des Erlösers, bitte für uns!
Heil der Kranken, bitte für uns!
Trösterin der Betrübten, bitte für uns!
Gebenedeit sei die heilige und unbefleckte Empfängnis
der allerseligsten Jungfrau Maria!
Unsere Liebe Frau von Lourdes, bitte für uns!
O Maria, zeige Dich als unsere Mutter!

Hilfe der Kranken, bitte für mich!
Heil der Kranken, bitte für mich!
Königin der Engel, bitte für uns!
Königin des Friedens, bitte für uns!
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns,
die wir unsere Zuflucht zu Dir nehmen!
Heilige Bernadette, bitte für uns!
Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz von Fatima,
bitte für uns!

Mein Gott, ich danke Dir für das, was Du mir gibst
und was Du mir nimmst.
Dein Wille geschehe!

*

„Herr, wenn Du willst, kannst Du mich gesund machen.“

So rufe ich in meiner Krankheit zu Dir. Du hast die Kranken geheilt, Du hast unsere Krankheiten auf Dich genommen und unsere Schmerzen getragen. Durch Deine Wunden sind wir geheilt. Ich bitte nicht: lass mich sogleich geheilt werden.

Ich bitte nur: gib mir die Kraft, mein Kreuz mit Dir zu tragen. Lass mich Dein Gebet am Ölberg mitsprechen:“ Vater, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe.“ Gib mir Anteil an Deiner Geduld. Wecke in mir die Hoffnung auf Deine Güte und Macht. Im Vertrauen auf Deine Liebe lass mich mit Dir gehen durch Kreuz und Leid zur österlichen Freude und zur Herrlichkeit der Auferstehung. Amen

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Jesus, Meister, erbarme Dich meiner.
Herr, ich habe keinen Menschen.
Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach. Aber sprich nur Ein Wort, so wird Dein Knecht gesund.

Vater, es fällt mir schwer, zu sagen: “Dein Wille geschehe“. Ich bin niedergeschlagen und habe keinen Mut mehr. Die Schmerzen sind unerträglich.
Alles, was mein Leben ausgemacht hat, scheint mir weit weg: die Menschen, die zu mir gehören, meine Arbeit, meine Freuden, mein ganz alltägliches Tun.

Auch wenn ich mutlos bin, Herr, ich will versuchen, ja zu sagen zu dem, was ist: zu meinen Schmerzen, zu meiner Schwäche, zu meiner Hilflosigkeit. Ich will alles ertragen, so gut es geht.
Lass mein Leiden nicht umsonst sein. Vielleicht nützt es denen, die für Dich arbeiten und kämpfen. Dein Wille geschehe.

Dein Sohn hat am Kreuz gezeigt, dass Leiden nicht umsonst ist. Ich danke Dir, dass ich das weiß. Segne mich, Vater. Segne alle Menschen, die mir Gutes tun und mir helfen. Segne alle, die wie ich leiden müssen. Und wenn Du willst, lass mich und die anderen gesund werden. Amen

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Vater im Himmel, es will mir noch nicht gelingen, diese Krankheit anzunehmen. Ungeduldig warte ich darauf, wieder gesund zu werden. Hilf mir, dass ich zur Ruhe komme und erkenne, dass Du es so willst. Vielleicht ist diese Zeit ganz heilsam für mich. Ich kann mich wieder auf Dich besinnen und fragen, was Du mit mir vorhast. Zeig mir, was ich in meinem Leben ändern muss, was ich geduldiger und liebevoller tragen soll. Zeig mir auch den Unfrieden meines eigenen Herzens und hilf mir, ihn zu überwinden. Gib mir Deinen Frieden. Lass mich wieder Hoffnung haben und durch meine Hoffnung anderen Mut machen. Amen

*

Herr,
immer wieder frage ich, warum?
Warum gerade ich?
Warum geht es Menschen,
die nicht nach dir fragen, so gut?
Womit habe ich das verdient?
Ich bin doch auch nicht schlechter als andere.
Herr, hilf mir,
dass sich meine Gedanken nicht wund reiben,
wenn die Fragen ohne Antwort bleiben.

Herr, vieles,
was mein bisheriges Leben bestimmt,
hat durch die Krankheit
seine Wichtigkeit verloren;
hilf mir zu erkennen, was Bestand hat vor dir.
Ich will die Krankheit nicht als Strafe
und Gericht ansehen,
sondern als Herausforderung
zum Wachsen und Reifen.

**

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Gebete um das Sterben

*

Segensgebet in der Sterbestunde

Der Herr segne dich
und erwarte dich am Ufer des Lebens im Licht –
jetzt, da der Tod alles Irdischen an deine Tür klopft
und dich herausruft aus dem Land,
das dich ernährt, aus dem Kreis der Menschen,
mit denen du gelebt hast.

Er mache dir den Abschied leicht,
und schicke dir Seinen Engel entgegen, der dich begleitet
durch das unbekannte Tor des Todes
und dich in das verheißene Land führt,
wo die Sonne nicht mehr untergeht.

Er erlöse dich von der Angst, ins Leere zu fallen –
und schenke dir die Freude,
dass du Ihn schaust, der all deine Schuld vergibt,
und deine Wunden heilt,
die Wunden der Angst, nicht erfahrene Liebe,
die Wunden des Schmerzes und des nicht Gelungenen.

Er zeige dir deine wahre Heimat –
und lasse dich glücklich sein in Seinem Himmel –
Ihm nahe und denen all, die vor dir gelebt haben.

Das gewähre dir der Gott des Lebens,
der dem Tod die Macht genommen
und sich jetzt freut auf dich:
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist Amen.

*

In Deinen Händen

Herr, ich weiß, dass Du mich liebst, dass mein Sterben genauso in Deinen Händen liegt wie mein Leben. Ich will glauben, dass alles, so wie es kommt, in Deine Liebe eingeschlossen ist. So wie Du es fügst, wird es gut sein für mich.

Hilf mir, Deinen Willen zu verstehen und anzunehmen. Hilf mir, täglich bereit zu sein, wenn Du mich rufst. Lass mich versöhnt mit Dir sterben, in der Hoffnung, dass Du mir alles zum Guten wendest.- Herr, Dein Wille geschehe. Amen

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Verwandle mein Leben

Allmächtiger Gott, unergründlich sind Deine Geheimnisse und unerforschlich Deine Wege. Du hast mich erschaffen und willst mich nun wieder zu Dir nehmen. Alles, was ich bin und habe, lege ich in Deine Hände zurück. Schenk mir Deine vergebende Liebe. Hilf mir, dass ich allen vergeben kann. Nimm hin mein Leben und verwandle es. Lass mich auferstehen und ewig leben in Deiner Herrlichkeit. Amen

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Beim Tod eines nahestehenden Menschen

Herr, (…….. ) ist tot. Ich muss es ganz begreifen, was das ist, Herr. Sein Blick wird mich nie mehr treffen; seine Hand meine Hand nie mehr halten; er ist tot; er ist nicht mehr hier.

Du bist die Auferstehung und das Leben. Wer an dich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist. Lass ihn aufwachen bei dir, Herr. Gib ihm das nie verrin¬nende Leben, nach dem wir uns sehnen, Herr. Kann unsere Sehnsucht uns täuschen?

Herr, du hast es versprochen. Für ihn, der tot ist, erinnere ich dich an dein Wort: „Wer an mich glaubt, wird leben.“

*

Für den verstorbenen Ehepartner

Vater, du hast meinen Mann (meine Frau) zu dir genom¬men. Wir sind ein Stück unsres Lebens miteinander gegan¬gen. Wir haben vieles miteinander geteilt, Freud und Leid, frohe und schwere Stunden. Es war schön, wenn es auch nicht immer leicht war. Dafür danke ich dir. Nun hat mein Mann (meine Frau) zuerst das Ziel erreicht. Ich bleibe allein zurück. Lohne ihm (ihr) alle Liebe und Treue mit ewiger Freude; mir aber gib Kraft zu sagen: dein Wille geschehe, auch wenn dein Weg unbegreiflich ist. Und lass uns im Himmel mit dir vereint sein. Maria, Trösterin der Betrübten, bitte für uns.

*

Dank für einen Verstorbenen

Wir danken dir, Herr Gott, für diesen Menschen, der so nahe und kostbar war und der uns plötzlich entrissen ist aus unsrer Welt. Wir danken dir für alle Freundschaft, die von ihm ausgegangen, für allen Frieden, den er gebracht hat; wir danken dir, dass er durch sein Leiden Gehorsam gelernt hat, und dass er bei aller Unvollkommenheit ein liebenswerter Mensch geworden ist.

Wir bitten dich, Herr, dass wir alle, die mit ihm verbunden sind, jetzt auch, gerade wegen seines Todes, tiefer miteinan¬der verbunden seien. Und auf Erden mögen wir gemeinsam in Frieden und Freundschaft deine Verheißung erkennen: Auch im Tod bist du treu.

*

Abschied und Auferstehung

Allmächtiger Vater im Himmel,
GOTT des Lichtes und der Wahrheit:
Strahle leuchtend auf unsere Schwester/unseren Bruder
und alle Verstorbenen.

GOTT der Güte und des Erbarmens:
Lass uns das Feuer der Liebe erfahren
und wärme unsere Herzen mit göttlichem Trost,
damit wir Deine Barmherzigkeit erkennen,
die überreich ist für jeden von uns.

GOTT der Schöpfung und des Lebens:
Lass uns in Ewigkeit auferstehen,
wenn der Tod uns die Augen schließt,
und lass uns Deine Stimme hören, mit dem Ruf:
Ich will, dass du lebst!

Das gewähre uns der Vater im Himmel,
der für uns Schöpfung, Erbarmen und Auferstehung ist:
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

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BETEN MIT MARIA

*

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

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Gebet zu Maria um einen guten Tod
(Hl. Alfons Maria von Liguori)

O Maria, wie werde ich den letzten Kampf bestehen? Ich zittere, und Angst und Schrecken ergreifen mich, wenn ich meine Sünden betrachte und an den entscheidenden Augenblick denke, wo ich aus diesem Leben scheiden muß, um vor den Richterstuhl Gottes zu treten. O meine Mutter, auf dem kostbaren Blute Jesu Christi und auf deiner Fürbitte beruhen alle meine Hoffnungen. O Trösterin der Betrübten, verlasse mich alsdann nicht; komm mir zu Hilfe und tröste mich in dieser großen Bedrängnis; wenn du mir nicht beistehst, so bin ich verloren. Ach, meine Königin, erbitte mir, bevor noch meine Laufbahn zu Ende geht, einen großen Schmerz über meine Sünden, eine wahre Besserung und eine standhafte Treue gegen Gott in den übrigen Tagen meines Lebens. Und wenn ich endlich an dem letzten Ziele angelangt bin, dann, o Maria, meine Hoffnung, komm mir zu Hilfe in dieser großen Angst und Not, und stärke mich, damit ich nicht verzweifle beim Anblick meiner Sünden, die mir der böse Feind vorhalten wird. Erbitte mir dann die Gnade, dich oftmals anzurufen, damit ich mit deinem und dem Namen deines göttlichen Sohnes im Munde meinen Geist aufgebe. Ja, meine Königin, verzeihe mir meine Kühnheit, ich wage es, dich zu bitten, daß du selbst, bevor ich verscheide, kommen mögest, mich durch deine Gegenwart zu trösten. Es ist wahr, ich bin ein großer Sünder, ich verdiene diese Gnade nicht; aber ich bin dennoch dein Diener, der dich liebt und ein großes Vertrauen in dich setzt. O Maria, ich erwarte dich, laß mich nicht ungetröstet. Bin ich aber einer so großen Gnade nicht würdig, so komm mir wenigstens vom Himmel herab zu Hilfe, damit ich aus diesem Leben scheide in der Liebe zu Gott und zu dir, um im Himmel meinen Gott und dich zu lieben durch alle Ewigkeit. Amen.

**

LOURDES

Die Erscheinung der „Dame“ wiederholte sich zwischen 11. Februar und 16. Juli an weiteren siebzehn Tagen. Was war geschehen? Am 11. Februar 1858 erlebte das vierzehnjährige Hirtenmädchen Bernadette Soubirous in einer Felsgrotte bei Lourdes zum ersten Mal eine Erscheinung, die sich als „die Unbefleckte Empfängnis“ vorstellte.

Dabei lud Maria die Menschen zur Wallfahrt an diesen Ort, vor allem aber zu Gebet und Buße ein. Zu der Grotte, in der auch eine Quelle entsprang, sind seither Millionen von Pilgern mit ihren leiblichen und seelischen Nöten gekommen. Die Zahl der kirchlich anerkannten Wunder ist zwar nicht sehr groß (bis 1959 waren es 58), doch der Glaube der Pilger weiß viel mehr.

Der heutige Gedenktag wurde 1891 von Papst Leo XIII. genehmigt und 1907 von Pius X. auf die ganze Kirche ausgedehnt. Auch diejenigen unter uns, die (Marien-)Erscheinungen nicht aufgeschlossen gegenüberstehen, können die Gebete, die den Ereignissen von Lourdes zu verdanken sind, schätzen lernen.

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Gebetsanliegen

Oh meine Mutter,
in dein Herz lege ich die Ängste meines Herzens
und schöpfe Kraft und Mut daraus.

(Hl. Bernadette Soubirous, Carnet de notes intimes p.28)

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Maria unsere Fürsprecherin

Heilige Jungfrau Maria, in deiner himmlischen Glorie vergiss doch bitte nicht das Elend dieser Erde.
Blicke erbarmungsvoll hernieder auf alle, die leiden, die sich abmühen im Kampf mit den Widerwärtigkeiten
und Bitternissen dieses Lebens.
Habe Mitleid mit all denen, die sich lieben und getrennt sind.
Habe Mitleid mit all denen, die sich einsam und verlassen fühlen.
Habe Mitleid mit unserem schwachen Glauben.
Erbarme dich derer, die wir lieben.
Erbarme dich derer, die weinen, die beten, die zagen.
Erflehe für uns alle Hoffnung und Frieden.
Unsere Liebe Frau von Lourdes, bitte für uns. Amen.

(Gebet zu unserer Lieben Frau von Lourdes /Abbé Perreyve)

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Gebet der Hospitaliers

(Dieses Gebet wird jeden Mittwoch in der Heiligen Messe der Hospitalité NDL in Lourdes gebetet:)

Heilige Maria, Mutter Gottes, Jungfrau ohne Erbsünde empfangen,
Du bist Bernadette 18 Mal in der Grotte von Lourdes erschienen,
um uns Christen an die wunderbaren Großtaten Gottes
und an die Botschaft des Evangeliums zu erinnern.
Dabei hast Du uns alle zum Gebet, zur Buße,
zur Eucharistie und zum Leben mit der Kirche eingeladen.
Um Deinem Ruf noch inniger zu folgen,
weihe ich mich durch Deine Vermittlung Deinem Sohn.
Hilf mir, mich dem Wirken Seines Geistes zu öffnen.
Gib mir die Gnade, durch die Kraft meines Glaubens,
die Ausstrahlung meines Lebens und durch
die Hingabe im Dienste an den Kranken,
meinen Mitmenschen beizustehen.
Gib mir die Kraft, mich im Dienst an den Kranken
einzusetzen, den Leidenden Trost zu spenden,
die Menschen untereinander zu versöhnen,
die Einheit der Kirche und den Weltfrieden zu fördern.
Voll Vertrauen wende ich mich an Dich,
Heiligste Jungfrau, Mutter Gottes,
nimm mein Gebet in Güte an und erhöre mich.
Gebenedeit sei
die Heilige und Unbefleckte Empfängnis
der Allerseligsten Jungfrau Maria, Mutter des Herrn.
Unsere Liebe Frau von Lourdes, bitte für uns.
Heilige Bernadette, bitte für uns.

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