Aus dem Innern der Kirche

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Thema: Missbrauch in der katholischen Kirche
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„Größter Angriff kommt aus dem Innern der Kirche selbst“ – Fatima-Reise: Pressekonferenz im Wortlaut

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Benedikt XVI.: Ich möchte zunächst meine Freude über die Reise nach Fatima zum Ausdruck bringen und darüber, vor der Muttergottes von Fatima zu beten, die für uns ein Zeichen der Gegenwart des Glaubens ist, dass gerade aus den Kleinen eine neue Kraft des Glaubens geboren wird, die nicht auf die Kleinen beschränkt bleibt, sondern eine Botschaft für die ganze Welt hat, und die die Geschichte gerade auch in ihrem Heute berührt und diese Geschichte erleuchtet.

Bei der Präsentation im Jahr 2000 habe ich gesagt, dass eine Erscheinung – das heißt ein übernatürlicher Impuls, der nicht bloß der Vorstellungskraft der Person entspringt, sondern tatsächlich von der Jungfrau Maria, vom Übernatürlichen herkommt – dass ein solcher Impuls in das Subjekt eintritt und gemäß den Möglichkeiten des Subjekts zum Ausdruck gebracht wird.

Das Subjekt ist von seinen geschichtlichen, persönlichen, und charakterlichen Gegebenheiten bestimmt und übersetzt den großen übernatürlichen Impuls daher in sein Seh-, Vorstellungs- und Ausdrucksvermögen, aber in diesen Ausdrucksweisen, die vom Subjekt geformt sind, verbirgt sich ein Inhalt, der darüber hinausgeht, der tiefer ist, und nur im Lauf der Zeit können wir die ganze Tiefe sehen, die – sagen wir mal – in dieser für die konkreten Personen möglichen Vision „gekleidet“ war.

So würde ich sagen, werden auch hier über die große Vision des Leidens des Papstes hinaus, die wir in erster Linie auf Papst Johannes Paul II. beziehen können, Realitäten der Zukunft der Kirche aufgezeigt, die sich nach und nach entfalten und zeigen.

Daher ist es richtig, dass man über den in der Vision gezeigten Moment hinaus die Notwendigkeit eines Leidens der Kirche sieht, das sich natürlich in der Person des Papstes widerspiegelt, aber der Papst steht für die Kirche und daher werden Leiden der Kirche angekündigt. Der Herr hat uns gesagt, dass die Kirche auf verschiedene Weise immer leiden würde bis zum Ende der Welt.

Wichtig ist dabei, dass die Botschaft, die Antwort von Fatima im Wesentlichen nicht auf bestimmte Andachtsübungen abzielt, sondern auf die grundlegende Antwort, das heißt die ständige Umkehr, die Busse, das Gebet und die drei göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. So sehen wir hier die wahre und grundlegende Antwort, die die Kirche geben muss, die wir, jeder von uns, in dieser Situation geben müssen.

Unter dem Neuen, das wir heute in dieser Botschaft entdecken können, ist auch die Tatsache, dass die Angriffe gegen den Papst und die Kirche nicht nur von Außen kommen, sondern die Leiden der Kirche kommen gerade aus dem Inneren der Kirche, von der Sünde, die in der Kirche existiert.

Auch das war immer bekannt, aber heute sehen wir es auf wahrhaft erschreckende Weise: Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von den äußeren Feinden, sondern erwächst aus der Sünde in der Kirche.

Und darum ist es für die Kirche zutiefst notwendig, dass sie neu lernt, Buße zu tun, die Reinigung anzunehmen; dass sie einerseits zu vergeben lernt, aber auch die Notwendigkeit der Gerechtigkeit sieht; denn Vergebung ersetzt die Gerechtigkeit nicht.

Mit einem Wort, wir müssen gerade das Wesentliche neu lernen: die Umkehr, das Gebet, die Buße und die göttlichen Tugenden. So antworten wir.

Seien wir realistisch darauf gefasst, dass das Böse immer angreift, von Innen und von Außen, aber dass auch die Kräfte des Guten immer gegenwärtig sind und dass letztendlich der Herr stärker ist als das Böse. Und die Muttergottes ist für uns eine sichtbare, mütterliche Garantie der Güte Gottes, die immer das letzte Wort in der Geschichte ist.

2 Gedanken zu “Aus dem Innern der Kirche

  1. In einem Vatikan-Brief von 1997 mahnt Erzbischof Luciano Storero den irischen Bischof ab wegen seiner Meldung von sexuellem Missbrauch an staatliche Behörden. Papst Ratzfatz rügt die US-Bischöfe 2002 öffentlich für die Übergriffe und löst eine weltweite Debatte aus. Im Internet finden sich Auflistungen von etwa 4.400 Schweinepriestern in den USA und weiteren >3.100 Beschuldigten, die durch sexuelle Übergriffe verurteilt oder belastet sind. Das sind >15% der US-Priester der RKK, bei >5.000 beschuldigten Priestern reichen die Beweise nicht zu einer Anklage aus. In Irland hat die RKK in >43.000 Missbrauchsfällen Kinder in Heimen als Arbeiter, Knecht, Erntehelfer, Wäscherin usw. versklavt, missbraucht oder sogar ermordet. Die 1,2 Milliarden € an Entschädigungen für die Opfer zahlt der irische Steuerzahler, die RKK lehnt Zahlungen an die Opfer ab und verhindert per Gericht die Namen der Priester zu nennen. Christine Bergmann als Missbrauchsbeauftragte in Berlin bekommt in 2010 in nur 6 Monaten >8.000 Meldungen von Kindesmissbrauch, mehrheitlich verjährt oder durch verstorbene Täter kaum zu beweisen.

    Die als Kind im christlich-sexuell verklemmten Umfeld Erzogenen scheitern zwischen dem religiösen Anspruch des Umfelds und ihrer Sexualität. Beim per Zwang gewollten Eintritt in die Kirche sind sie in der vorpubertären Entwicklung ohne diese je abzuschließen, sie bleiben in ihrer psychosexuellen Entwicklung auf dem Niveau von Kindern stecken. Die bis zu 5 Jahre dauernde Neuorientierung des Gehirns zum Erwachsenen entgleist in pathologischer Missachtung moralischer Regeln mit Enthemmung, Empfindungsarmut, Lernunfähigkeit und Mangel an Sozialkompetenz. Die unkontrollierbaren Sexualphantasien drängen immer mehr nach Befriedigung. Als Ausweg erscheint den total Verklemmten ein Leben im Zölibat frei vom bösen Sex, sie stellen die psychopathologisch kranken Akteure der RKK bei >75% Rückfallquote. Der sexuelle Missbrauch steigt proportional mit der ausgeübten Macht im religiösen System, besonders gut zu beobachten bei vielen Sekten.

    Pädophilie als schwere psychische Krankheit ist unheilbar, Pädophile haben dissoziale Persönlichkeitsstörungen wie Schwerstkriminelle. Sie verdrängen sexuellen Bedürfnisse durch Machtausübung, haben weder Empathiefähigkeit noch Schuldbewusstsein und lernen nichts aus Strafen. Eine krankhafte Vorstufe der Pädophilie der sexuell unreifen Täter ist die Machtausübung verbunden mit Traumatisierung von Schwächeren. Kein Kirchenführer bedauert die Opfer sexuellen Missbrauchs, beklagt wie Kardinal Lehmann die Hetzjagd gegen die RKK und diffamiert die Opfer als geldgierig. Allein 50% homosexuellen Priestern zu leugnen und deren zu >1/3 genetische Veranlagung durch Gebete therapieren zu wollen

    Nach Angaben des Klerus und anderen Quellen sind 50% der Priester homosexuell. Kurienkardinal Claudio Hummes, Präfekt der Kleruskongreation, nennt der Presse einen Anteil von 4% pädophilen Priestern, weltweit >16.000 Priester. Wie verlogen diese Zahl ist zeigen die 4.400 Verurteilungen und >5.000 anhängenden Prozesse in den USA. Dazu kommt die Abhängigkeit vieler Priester von Alkohol, Drogen und Tabletten mit etwa 10%. Verurteilte Pädophile wie der Priester Wolf-Dieter W. in Ebersdorf werden weiterhin beschäftigt, indem man Personalakten fälscht und die Verfehlungen geheim hält.

    Die Deutsche Bischofskonferenz legt 1999 vertraulich per Dokument fest: „Ein homosexuell veranlagter Priesterkandidat, dessen geistliches Leben deutliche Anzeichen einer Berufung zum Priestertum aufweist, könnte, wenn er in überzeugender Weise sexuelle, personale und geistliche Reife und Integration zeigt und zur zölibatären Lebensweise bereit und fähig ist, zur Weihe zugelassen werden.“ Dagegen verkündet Papst Ratzfatz (Licht der Welt, S. 71) gegenteilig „Wenn man beispielsweise im Namen der Nichtdiskriminierung die katholische Kirche zwingen will, ihre Position zur Homosexualität oder zur Frauenordination zu ändern, dann heißt das, dass sie nicht mehr ihre eigene Identität leben darf, und dass man stattdessen eine abstrakte Negativreligion zu einem tyrannischen Maßstab macht, dem jeder folgen muss.“ Das ist die Anweisung einer „Positiv-Religion“ zur Diskriminierung von Menschen nach Neigung, Ansichten, Lebensführung, Geschlecht und Religion.

    1. Nach den ersten 6-8 Zeilen macht man mit dem Lesen des Kommentars am besten Schluss, weil die Angaben schon in den Basics falsch sind.
      15% der rk-US-Priester???

      Um dieses schwierige Thema diskutieren zu können, braucht es Ernsthaftigkeit, auch in den Zahlenangaben und Rückschlüssen.

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