8 Thesen für das Kreuz im öffentlichen Raum

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Christen sind aufgerufen, klare Standpunkte gegenüber säkularen Initiativen einzunehmen, die sich gegen Religionen und gegen das Kreuz richten.

Es ist für Gläubige und Kirchenvertreter eine unverzichtbare Gelegenheit, mit aller Deutlichkeit auf die Leistungen der Kirchen und Ordensgemeinschaften, wie auch auf die Rechte der freien Religionsausübung hinzuweisen.
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8 Thesen für das Kreuz im öffentlichen Raum

  1. Das Kreuz ist ein über 2000 Jahre historisch gewachsenes Logo Europas und hat einen gefestigten Platz in der europäischen Kultur. Vom Ursprung her gesehen sind Kreuz und Kruzifix christlich-religiöse Symbole von höchster Bedeutung. So steht das Kreuz im staatlichen und öffentlichen Raum für soziale und kulturelle Leistungen, die im Namen des christlichen Glaubens erbracht werden, während im kirchlichen wie im privaten Kontext die religiöse Bedeutung an erster Stelle steht. 
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  3. Das Kreuz ist das ewig-unveränderliche Zeichen aller christlicher Religionen, ob katholisch, koptisch oder orthodox, ob protestantisch oder evangelisch-freikirchlich. Im Unterschied zum Kreuz sind andere religiöse Zeichen und am Körper getragenen Symbole (z.B. das Kopftuch im Islam oder die Mantilla im Christentum) einem kirchlichen, zeitlichen oder politischen Wandel unterworfen. 
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  5. Alle bestehenden christlichen Institutionen zusammen, namentlich Kirchen, Klöster, Orden und Gemeinschaften, Schulen, Caritas, Spitäler, Hospize, etc. leisten einen maßgeblichen, unverzichtbaren und öffentlichen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft. Das Kreuz im öffentlichen Raum erinnert an diese fortwährenden Leistungen für die Gesellschaft.
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  7. Die Würde des säkularen Staatswesens gebietet es, die religiöse Bedeutung von Glaubenssymbolen im öffentlichen Raum nicht weiter zu hinterfragen. Gegen religiöse Werte und Symbole gerichtete Initiativen sind daraufhin zu prüfen, ob deren Beweggründe im offenen oder latenten Widerstand gegen Religionen zu finden sind, und inwieweit Verletzungen der Religionsfreiheit und anderer Rechtsgrundsätze gegeben sind.
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  9. Die Europäische Menschenrechtskonvention EMRK wurde nach dem II. Weltkrieg als gesellschaftsübergreifendes Regelwerk zum Schutz aller Menschen geschaffen. Kirchliche genauso wie säkulare Ansprüche in Bezug auf religiöse Symbole und Inhalte im öffentlichen Raum sind verfassungs- und verwaltungsrechtlich in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, darüber hinaus im Rahmen der EMRK zu beurteilen.
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  11. Jede verantwortungsbewusste Initiative für die Wahrung der Religionsfreiheit lehnt jede Form von Fundamentalismus mit aller gebotenen Deutlichkeit ab.
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  13. Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit kann nur die Ausübung derselben bedeuten – nicht die Freiheit von der Begegnung mit christlichen Symbolen, Initiativen und Einrichtungen. Sinn der Religionsfreiheit ist es demgemäß nicht, eine religionsfreie Gesellschaft zu schaffen. Wechselseitiger Respekt zwischen säkularen und religiösen Teilen der Gesellschaft ist die Voraussetzung für sozio-kulturellen Frieden.
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  15. Schließlich beruht der Anspruch auf das Kreuz im öffentlichen Raum auf historischen, religiösen und demokratischen Grundlagen eines offenen und freien europäischen Staatswesens.

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Von der Initiative  Europe4Christ wurden „12 Thesen für das Kreuz im öffentlichen Raum“ veröffentlicht, die auf kath.net und ZENIT publiziert wurden. Diese Thesen wurden von mir in einem offenen Brief an Europe4Christ kritisiert. Als konstruktiver Gegenvorschlag wurden die hier vorgestellten „8 Punkte für das Kreuz im öffentlichen Raum“ entwickelt.

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weiter zu  „Respekt gegenüber Religiosität und Religionen“

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