Moderne GEBETE

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beten   denken   bleiben   JESUS   liebend   gerecht   barmherzig+

Jesus Christus
Foto von Charlotte Tai / FLICKR (Bild durch den Blogbetreiber bearbeitet)

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Du . (Gott)

Du
von Dir kommt alles, was gut ist.
Ergreife Du die Macht über mich

über meine Gedanken – dass ich Gutes denke
über meine Augen – dass ich Gutes sehe
über meinen Ohren – dass ich Gutes höre
über meinen Mund – dass ich Gutes rede
über meine Gefühle – dass ich Gutes erspüre
über mein Herz – dass ich Gutes liebe
über meine Hände – dass ich Gutes tue
über meine Füße – dass ich gute Wege gehe

Ergreife Du die Macht über mich
– damit ich gut bin
Ergreife Du die Macht über die ganze Welt
– damit das Gute siegt

(P. Anton Rotzetter, Kapuziner, Gott der mich atmen lässt, Nr. 153)

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Damit ich Dich spüre

Begegnen wolltest du mir,
und ich habe dich nicht erkannt?
Vielleicht weil ich dich dachte, ich wüßte,
wie das ist: Dir zu begegnen?

Vielleicht kommst du ganz anders,
sprengst meine Vorstellungen.
kommst als das Überraschende im Gewohnten,
als das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen,
als das Göttliche im Menschen?

Reiss meinen Blick auf,
damit ich dich erkenne,
wenn du mir begegnen willst.

Reiss meine Haut auf,
damit ich dich spüre
in meiner Hilflosigkeit
in meinem Zweifel,
in meiner Liebe
in meiner Angst.

Reiss mein Herz auf,
damit ich dich nicht verschatte.
Ich will: Komm bitte,
öffne mich für die Begegnung mit dir!

(Hildegard Nies, Stundenbuch Te Deum, Februar 2009)

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Lob und Ehre sei Christus

Herr Jesus, Fülle der Zeiten und Herr der Geschichte,
bereite unsere Herzen, damit wir [unsere Gegenwart] feiern
als [Zeit] der Gnade und der Barmherzigkeit.
Gib uns ein demütiges und einfaches Herz,
damit wir immer wieder neu staunend
das Geheimnis der Menschwerdung betrachten,
in der du, Sohn des Höchsten,
im Schoß der Jungfrau Maria, des Tempels des Heiligen Geistes,
unser Bruder geworden bist.

(Lob und Ehre sei dir, Christus, heute und in alle Ewigkeit).

Jesus, Anfang und Vollendung des neuen Menschen,
bekehre unsere Herzen zu dir,
damit wir die Irrwege verlassen und deinen Spuren folgen auf dem Weg,
der zum Leben führt.
Gib, daß wir dem Taufversprechen treu bleiben,
geradlinig unseren Glauben leben und voll Eifer dein Wort bezeugen,
damit in Familie und Gesellschaft
das belebende Licht der Frohen Botschaft aufstrahlt.

(Lob und Ehre sei dir, Christus, heute und in alle Ewigkeit).

Jesus, Gottes Kraft und Weisheit,
entzünde in uns die Liebe zur Heiligen Schrift,
in der die Stimme des Vaters widerhallt, die erleuchtet und begeistert,
nährt und tröstet.
Du Wort des lebendigen Gottes,
erneuere in deiner Kirche den missionarischen Eifer,
damit alle Völker dich erkennen,
den wahren Sohn Gottes und den wahren Menschensohn,
den einzigen Mittler zwischen Gott und Mensch.

(Lob und Ehre sei dir, Christus, heute und in alle Ewigkeit).

Jesus, Quell der Einheit und des Friedens,
stärke die Gemeinschaft in deiner Kirche und
bringe die ökumenische Bewegung voran,
damit alle deine Jünger eins werden in der Kraft deines Heiligen Geistes.
Du hast uns als Lebensregel das neue Gebot der Liebe geschenkt:
Mach uns zu Erbauern einer solidarischen Welt,
in der der Krieg vom Frieden und die Kultur des Todes
vom Einsatz für das Leben besiegt werden.

(Lob und Ehre sei dir, Christus, heute und in alle Ewigkeit).

Jesus, einziger Sohn des Vaters, voll Gnade und Wahrheit,
du Licht, das jeden Menschen erleuchtet,
schenke allen, die dich mit lauterem Herzen suchen, die Fülle des Lebens.
Dir, dem Erlöser des Menschen, Anfang und Ende der Zeit und des Alls,
dem Vater, dem unausschöpflichen Quell alles Guten,
und dem Heiligen Geist, dem Siegel unendlicher Liebe,
sei Ehre und Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Amen.

 

(Gebet vom Hl. Johannes Paul II. für das erste Jahr
der Vorbereitung zum Großen Jubiläum des Jahres 2000;
die Einfügungen wurden vom Blogbetreiber gemacht,
um das Gebet von Johannes Paul II.
über das Jubiläum hinaus beten zu können)

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Stärke meinen Glauben

Wie Jakob will ich mit Dir kämpfen –

und mit Dir hadern wie Hiob

Wie Mose will ich aufstehen gegen Mächtige –

und Dir Lieder singen wie David

Wie Abraham will ich alles verlassen –

und Dich finden wie Maria

 

(P. Anton Rotzetter, Kapuziner, Gott der mich atmen lässt, Nr. 226)

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Du lächelst…

Du lächelst aus mir hervor
und ich singe
deinen Namen,
Namenloser, in die Nacht.

In deinem Wachen schlafe ich
und in deinem Schlaf wache ich.

Dein Sehen glüht aus meinen Augen,
dein Leib leuchtet in meinem Leib,
aus meinem Mund kommt dein Wort.

Dein Duft bist du in mir.

Ohne Wissen sehe ich unter mir
das Gewand liegen,
das du gefordert hast.

Nackt bin ich auch,
du Universum meiner namenlosen Seele.

In deiner Liebe hast du mich verbrannt
bis ich schwarz wurde in deinem Licht
und gelassen in meinem Du.

(Ursula Albrecht, Tertiarin im Karmeliten-Orden)

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Tiefe meines Lebens

Ich möchte der Tiefe meines Lebens begegnen

mehr schauen und hören

—–und weniger leisten

mehr fragen und erspüren

—–und weniger wissen

mehr sein und leben

—–und weniger haben und festhalten

(P. Anton Rotzetter, Kapuziner, „Gott der mich atmen lässt“, Herder, S.67)

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Du allein

Alles, was nicht Gott ist,

kann meine Hoffnung nicht erfüllen.

Gott selbst verlange und suche ich.

An dich allein, mein Gott, wende ich mich.

Du allein hast meine Seele erschaffen können,

du allein kannst sie aufs Neue erschaffen.

Du allein hast ihr dein Bild einprägen können,

du allein kannst sie aufs Neue prägen

und ihr dein Antlitz wieder eindrücken,

welches ist Jesus Christus, mein Heiland,

der dein Bild ist und das Zeichen deines Wesens.

(Blaise Pascal)

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[ Gott begegnen ]

…denen wir lieber
nicht begegnen
sind Dein weg.

die wir lieber
nicht sehen möchten
sind Dein anblick.

die wir lieber nicht
hören möchten
sind Deine stimme.

das was wir lieber
nicht sehen
sind Deine
werke…

(Bruder Matty, gepostet unter >>> „EURE GEBETE)

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Ein Senfkorn für unser Leben

Pflanzen wir ein Senfkorn in unser Herz,
für das unser Glaube den Boden bereitet.
Dieses Korn schenke uns Worte des Gebets
und es wachse zum Baum der Erkenntnis.

Jesus ist Himmelreich und Senfkorn zugleich, wuchs
für uns im fruchtbaren Garten der Gottesmutter heran,
bis er zum geschändeten Baum des Kreuzes wurde,
der mit den Blättern der Liebe die ganze Erde bedeckt.

Pflanzen wir sein Kreuz in unsere armen Herzen,
denn als Jesu Körper durch die Passion gestorben ist,
haben seine Früchte reichlich Samen entwickelt,
um ihre Kraft auf alle Seine Nachfolger zu übertragen.

Jesus entfaltet wie das Weizenkorn seine ganze Stärke
nicht unversehrt, sondern in zermalmter Gestalt.
Deshalb hat er seinen Leib und sein Blut für uns hingegeben,
damit wir die Herrlichkeit seiner Liebe wachsen sehen.

Jesus, der du unser König und Himmelreich bist,
mach uns zu beharrlichen und liebevollen Gärtnern,
deren Früchte mit Deinem göttlichen Herzblut reifen,
damit wir so viele Seelen wie möglich öffnen
für Dich, unseren Herrn, Amen.

(zeitzubeten.org nach einer Predigt des Hl. Petrus Chrysologus [98,1-2],
siehe dazu Markus 4,26-34)

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Wie schön dass du mich siehst

Herr, mein Gott, mein Vater im Himmel,
wie schön, dass du mich siehst.
Du kennst mich.
Du siehst mich, wenn ich Angst habe,
du siehst mich, wenn ich mich verstecke
und nicht zugebe, was ich getan habe.
Du siehst mich,
wenn ich allein bin und von großen Dingen träume
und von dem Leben, das vor mir liegt.

Wie gut, dass du mich siehst!
Ich kann ja keinen Schritt tun,
bei dem du mich nicht begleitest.
Ich kann kein Wort denken,
das du nicht hörst, ehe ich es ausspreche.
Wie in zwei großen Händen hältst du mich.
Ich bin darin geborgen wie ein Vogel im Nest,
und manchmal scheint mir,
ich sei darin gefangen wie ein Vogel im Käfig.

Herr, manchmal ist mir unheimlich
vor deiner großen Hand,
in der ich gefangen bin,
und ich möchte ihr gerne entrinnen.
Ich denke über die große Welt nach,
über die künstlichen Monde,
die die Menschen machen,
über die Raumschiffe,
die in den Weltraum hinausjagen,
und denke mir, dass wir Menschen
dich eigentlich nicht mehr nötig haben.

Aber während ich das denke, bist du um mich
und ich bin in deinen beiden großen Händen.
Ich denke manchmal auch,
es habe eigentlich gar keinen Sinn, dass es mich gibt.
Dann habe ich dieses Leben satt
und würde es gerne wegwerfen,
denn ich habe es mir nicht selber ausgesucht.
Aber ich weiß:
Wenn ich mein Leben wegwerfe
und zu den Toten komme,
dann begegne ich dort doch wieder dir
und ich bin wieder in deinen Händen gefangen
und bin weder meinen Aufgaben noch dir entflohen.

Manchmal träume ich vom großen Leben.
Ich träume davon,
reich oder schön oder mächtig zu sein,
so dass mich die Menschen sehen
und bewundern und von mir reden.
Nicht nur die in meiner Straße,
sondern alle, alle Menschen in der ganzen Welt,
dann kommt es mir so dumm und klein vor,
das Leben, das ich führen soll,
in dem es immer heißt:
Du sollst, du sollst nicht.
Du darfst, du darfst nicht.
Und ich möchte dem allen davonlaufen.

Aber ich weiß, das sind Träume.
Deine Hand ist starker.
Deine Hand hält mich fest in meiner Schule
oder in meiner Arbeit
oder in Deinem Hause,
und auf alle Fälle dort,
wo meine kleinen Aufgaben sind.
Es ist gut, Herr, dass du mich festhältst.

Manchmal denke ich: Jetzt sieht mich niemand.
Kein Mensch sieht mich
und auch du, Herr, bist nicht dabei.
Wenn es dunkel ist oder
wenn die Vorhänge an meinem Fenster
zugezogen sind.

Und doch weiß ich, wie dumm es ist, zu meinen,
dass du, Gott das Tageslicht brauchst
oder eine Lampe, um mich zu sehen,
als ob du Augen hättest wie ein Mensch.

Aber es ist gut, Herr, dass du mich siehst.
Wie sollte ich leben können,
wenn du nicht auf mich acht hättest,
wenn du mit deinen großen Händen
und mit deiner Liebe
nicht immer und überall um mich her wärest?

Wenn ich mich selbst betrachte
und meine Hand ansehe
oder im Spiegel mein Gesicht oder meine Gestalt,
dann weiß ich:
Das alles hast du gemacht.
Es ist gut, das zu wissen.

Ich weiß nichts davon,
was mit mir geschehen ist, als ich klein war,
als ich noch nicht gehen
und noch nicht sprechen konnte.
Ich weiß auch nicht, wie es zuging,
dass ich im Leib meiner Mutter wuchs.
Auch das hast du getan.
Aus deinen guten und großen Gedanken
bin ich entstanden.
Gib mir Ehrfurcht in mein Herz
und in meine Gedanken.
Ehrfurcht vor dem Leibe,
in dem meine Mutter mich getragen hat,
und Ehrfurcht vor deinen geheimnisvollen Gedanken.
Denn ich möchte dir danken für alles,
was du mir gegeben hast,
für meinen Leib, für Geist und Seele,
für meine Geschicklichkeit und meine gesunde Kraft.

Ich möchte dir für vieles andere mehr danken.
Ich danke dir, dass du meinen Weg bestimmt hast
und nicht der Zufall, nicht die Sterne,
die die Leute um mich her befragen,
auch nicht die fremde Macht,
die wir das Schicksal nennen.
Ich danke dir für jeden Tag, den ich erlebe,
denn er kommt aus deiner guten Hand.
Ich bitte dich, mein Gott, hilf mir,
dass ich mich nicht beklage,
weil ich nicht so begabt,
nicht so schön
oder nicht so gesund bin wie andere.
Lass mich dankbar sein, dass du mich so gemacht hast,
wie ich bin,
lass mich dankbar sein
und dich preisen.

zitiert aus:
Jörg Zink, „Psalmen und Gebete der Bibel“, Stuttgart:
Kreuz Verlag 1999

(Jörg Zink –  evangelischer Theologe, Pfarrer, Publizist;
Sprecher der Friedens- und Ökologiebewegung)

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Tägliche Gebete

Gott aller Lebenden, gib, dass wir uns dir in Stille und Liebe überlassen. Du rührst an unser Innerstes und willst, daß wir im Licht der Hoffnung leben können.

Jesus, Licht unserer Herzen, seit deiner Auferstehung kommst du durch den Heiligen Geist immer zu uns. Wo wir auch sind, stets erwartest du uns. – Und du sagst: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.
Ich werde euch Ruhe verschaffen.“

Jesus, unser Friede, wenn unsere Lippen stumm bleiben, hört das Herz auf dich und spricht zu dir. Und du sagst zu jedem Menschen: Überlasse dich ganz einfach dem Heiligen Geist,
dein geringer Glaube ist dafür genug.

Heiliger Geist, in dir finden wir den Trost, mit dem Christus unser Leben überfluten kann. Deine Gegenwart wird keinem Menschen vorenthalten… und wir ahnen, daß wir dir im Gebet alles anvertrauen können.

Jesus, unsere Freude, du willst, daß wir im Herzen einfach sind, du bereitest uns einen Frühling im Herzen. Dann lähmen uns die schwierigen Dinge im Leben weniger. Du sagst zu uns: Mach dir keine Sorgen; wenn ich auch unsichtbar bleibe – ich, Christus, bin stets bei dir.

Jesus Christus, laß uns in jedem Augenblick auf dich schauen. Wie oft vergessen wir, daß wir bewohnt sind von deinem Heiligen Geist, daß du in uns betest, dass du auf geheimnisvolle Weise mit jedem Menschen
vereint bist.

Heiliger Geist, du hauchst über alles, was zerbrechlich ist. Du entzündest die Flamme brennender Liebe, die in uns unter der Asche glimmt. Selbst die Ängste und Nächte im Herzen können durch dich zum Morgen
eines neuen Lebens werden.

Jesus, Liebe aller Liebe, du warst stets in mir, und ich vergaß es. Du warst zutiefst in meinem Herzen, und ich suchte dich anderswo. Als ich fern von dir war, hast du mich erwartet. Und jetzt wage ich, zu dir zu sagen: Auferstandener, du bist mein Leben.

Jesus, unser Friede, du verläßt uns nie. Und stets bahnt uns der Heilige Geist den Weg, uns in Gott zu werfen wie in einen Abgrund. Staunen kommt auf: der Abgrund ist nicht bodenloses Dunkel, sondern er ist Gott, Abgrund an Erbarmen und Schuldlosigkeit.

Jesus, unsere Freude, wenn wir begreifen, daß du uns liebst, kommt etwas in unserem Leben zur Ruhe und verwandelt sich sogar. Wir fragen dich: Was erwartest du von mir? Und durch den Heiligen Geist antwortest Du: Nichts soll dich verwirren, ich bete in dir, wage es, dein Leben zu geben.


(Tägliche Gebete, Taizé, http://www.taize.fr)

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Mein Gott, wenn Du willst

Mein Gott, wenn Du willst,
rufst Du mich bei meinem Namen.

Ich vertraue darauf, dass der Name,
mit dem Du mich rufst,
dass alles, was mich ausmacht,
von Dir gewollt und gut ist.
Nichts kann mich wirklich aus der Bahn werfen,
keine noch so schlimme Krankheit,
und auch nicht der Tod.

Du hast den Kosmos und uns erschaffen.
Wir Menschen sind Früchte Deiner Gedanken.

Nicht unsere Leistung macht uns zu Menschen.
Nicht unsere Arbeit, nicht unsere Äußerlichkeiten.
Was uns zu Menschen macht, ist die Liebe,
die Du jedem von uns eingehaucht hast,
und die nicht mehr von uns genommen werden kann.
Dafür danken wir Dir, so oft wir können.

In dieser Zuversicht leben wir miteinander,
auch wenn unsere Liebe oft im Dunkeln bleibt.
Hilf uns, unsere Sorgen und Nöte zu teilen.
Stärke uns, unsere Freude und Fröhlichkeit zu teilen.
Trage uns, unsere Liebe wirken zu lassen.

Ewig leben wir in Deiner unaussprechlichen Liebe,
So stärke uns bitte jeden Tag für das Miteinander,
als Junge und Alte, Kranke und Gesunde.
Amen.

(Verfasser unbekannt)

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Lass mich Dir begegnen

Lass mich dir in deinem Kreuz begegnen,
damit ich mit mehr Hoffnung
und in mehr Freiheit weiterleben kann.
Amen.

(Elmar Gruber, Priester)

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Herr befreie mich

Herr,
befreie mich aus der Verwirrung des Alltags,
schärfe meine Sinne
und gib mir waches Denken,
damit mir aufgeht,
wo die Wurzeln meiner Nöte liegen.
Amen.

(Elmar Gruber, Priester)

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Ich lobe meinen Gott

Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt,
damit ich lebe.

Ich lobe meinen Gott, der mir die Fesseln löst,
damit ich frei bin.

Ich lobe meinen Gott, der mir den neuen Weg weist,
damit ich handle.

Ich lobe meinen Gott, der mir mein Schweigen bricht,
damit ich rede.

Ich lobe meinen Gott, der meine Tränen trocknet,
dass ich lache.

Ich lobe meinen Gott, der meine Angst vertreibt,
damit ich atme.

Ehre sei Gott auf der Erde
in allen Straßen und Häusern,
die Menschen werden singen,
bis das Lied zum Himmel steigt:
Ehre sei Gott und den Menschen Frieden,
Frieden auf Erden.
Amen

(Evangelisches Gesangbuch, Nr. 321)

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Herr gib mir Vertrauen

Herr,
du warst deiner Mutter anvertraut vom Vater,
sie hat dich angenommen als Geschenk.

Gib, dass ich alle Menschen,
besonders die mir anvertrauten,
als Geschenk betrachte.
Gib mir das Vertrauen,
dass Gott alle Menschen führt,
auch wenn ich ihre Wege nicht verstehe
und für mich nicht akzeptieren kann.
Amen.

(Elmar Gruber, Priester)

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21 Gedanken zu “Moderne GEBETE

  1. Vielen Dank! Die Gebete auf diesen Seiten haben mir sehr geholfen. Ich habe heute ein Holy Hour vorbeitet und brauchte noch ein paar passende Gebete.
    Ich hoffe, es kommen noch viele schöne Gebete dazu.

  2. Ich finde dies seite wunderschön.Neulich habe ich mir Gedanken über das „Vater Unser“ gemacht und mir ist dabei folgende Idee eingefallen.Ich habe dieses Gebet für mich umgeschrieben.

    „Allmächtiger Vater heilig bist du.
    Dein Reich ist in mir, und war immer in mir.
    Es ist in jedem von uns.Himmel und Erde sind Eins.
    Du gibst uns alles was wir brauchen, wenn wir darum bitten.
    Du erhörst unsere Bitten.
    Du siehst uns unsere Fehler nach und verzeihst uns.
    So will auch ich alle Fehler verzeihen und daraus lernen.
    Du zeigst und führst uns auf dem rechten Weg.
    Dein Schutz und Schild ist uns immer sicher.
    Dein Reich ist in mir und auch alle Kraft und Herrlichkeit.
    Jetzt und Immerdar. Amen“

    Jedem geschieht nach seinem Glauben.

    1. Liebe Gabriele-Margarete,
      ich danke Dir sehr für Deine Gedanken.
      Besonders berührt hat mich: „Dein Reich ist in mir, und war immer in mir. Es ist in jedem von uns. Himmel und Erde sind Eins.“
      Da entdecke ich den Gedanken, dass Gott uns von allem Anfang gedacht, gewollt und geliebt hat – jeden einzelnen von uns. Und es gibt den Himmel auf Erden bereits, nämlich dann, wenn ich an Jesus Christus glaube, und wenn ich vielleicht schon sagen kann: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir – das ist bereits der Himmel auf Erden, Himmel und Erde werden eins.
      Vielen, vielen Dank für Deinen Beitrag.
      Übrigens gibt es auf diesem Blog eine eigene Seite mit Gedanken zum Vaterunser >>> Vaterunser.
      Im Gebet verbunden,
      Stefan.

  3. Ich bin beeindruckt wie Gebete von Menschen, die sich nicht kennen wirken können. Habe auch eine schwere OP vor mir
    und hoffe durch die Gebete anderer mehr Kraft zu bekommen.

  4. Danke für diese wunderbaren Gebete. Manchmal fehlen mir die Worte um zu Gott zu sprechen. Ich spüre die Kraft. Doch die Kraft def Worte sind noch viel stärker. Pace e bene.

  5. Gebete sind die Luft zum Atmen. Ich danke Gott für alle Menschen welche im Gebet miteinander erdenrund verbunden sein dürfen.

  6. Die Spurgruppe für ein Stadtkloster in Zürich hat während dem Projekt ‚Kloster im Advent‘ an den Tagzeitgebeten alle Psalmen gesungen, nach der benediktinischen Liturgie. Dabei ist bei mir der Wunsch entstanden, die ab und zu martialischen Texte, welche ein mittelalterliches Gottesbild pflegen (der unbarmherzige, strafende Gott) , in unsere Zeit und unseren Erkenntnisstand zu übersetzen. Und siehe, hier wurde ich fündig. Ganz herzlichen Dank für alle Gebete, welche Verstand und Herz erfreuen.

    1. Vielen Dank, Beat, für dein Feedback!
      Auch ich glaube an einen liebenden und barmherzigen Gott, wobei jeder Mensch sich darüber im Klaren sein sollte, dass sein Leben scheitern kann… das eigene Leben also letzten Endes „von Gott nicht angenommen wird“.

      Jetzt denkt sich mancher, wie soll denn das möglich sein, dass GOTT einen Menschen, den er erschaffen hat, nicht annimmt: Dies ist denkbar, nämlich dann, wenn dieser Mensch unwiderrufen ohne Gott und Seine Schöpfung leben will!

      1) unter „nicht angenommen“ können an dieser Stelle diejenigen Seelen verstanden werden, die in das „Reich des Todes“ geschickt werden. (Anm. zum „Reich des Todes“: Es gibt Begriffe, die im Glauben zentrale Bedeutung haben, aber durch Bilder [z.B. Hieronymus Boschs Weltgerichts-Triptychon] stark verzerrt sind. Unter „Hölle“ verstehe ich eine „unendliche Einsamkeit“ und „unüberbrückbare Entfernung von GOTT“, die ein Mensch, der sein Leben im Kampf gegen GOTT verbringt, letztlich auch selbst gewählt hat.)

      2) dabei stellt sich die Frage, unter welchen Umständen ein Seelenleben von Ihm NICHT angenommen wird: Das kann ich als begrenzter Mensch natürlich nicht ausreichend beantworten, aber ich kann einen Hinweis aus der Heiligen Schrift heranziehen, Mt 12,31: „Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben.“

      Jetzt aber zurück zur Prämisse: Die Liebe Gottes ist so unfassbar stark, dass wir uns gar keine Vorstellung davon machen bzw. machen können…
      GOTT segne dich, Beat!

      1. Wie kann es sein, dass Gott unser Leben scheitern lässt? Das glaube ich nie und nimmer! Wir sind auf seinem Plan seit Anbeginn aller Zeit, unsere Namen stehen in seiner Hand. WIR können ihn ignorieren, bekämpfen, seine Gebote missachten, ihn leugnen und seine Gnadengeschenke nicht annehmen. Aber waren es nicht gerade solche Menschen, mit denen Jesus sich an einen Tisch gesetzt hat? Nirgendwo hat uns Gott versprochen, dass unser Leben immer leicht und glücklich ist. Die Welt ist durch Menschen in Sünde gefallen, und in dieser (noch) unerlösten Welt geschehen wunderbare und entsetzliche Dinge. Wir Menschen sind den Gesetzen dieser Welt ausgeliefert. Aber Gott ist IMMER da, in allem Elend und in aller Not. Tiefer als in seine Hand können wir nicht fallen. Ich beobachte auch, dass unser Herrgott oft so „weichgespült“ wird. Er ist souverän und mitunter verstehen wir in überhaupt nicht. Aber er ist und bleibt ein barmherziger Gott!
        Einen lieben Gruß und Gott befohlen
        Bärbel

      2. #Bärbel
        Liebe Bärbel,
        genau das habe ich nicht gesagt, das Gott uns womöglich scheitern lässt – dann wäre Er ja kein liebender Gott.
        Doch halte ich es für möglich, dass WIR mit unserem Leben scheitern… das ergibt sich eindeutig aus unserem Glaubensbekenntnis, das vom Reich des Todes spricht, bzw. aus dem Glauben an die Hölle, die nun einmal zum katholischen Glauben gehört.
        Ansonsten freue ich mich sehr über deine Worte und stimme vollinhaltlich zu!!!
        Im Gebet verbunden,
        Stefan.

        1. Ich bin katholischer Theologe, aber nicht mehr Mitglied in der Kirche, finde aber 1. die Formulierung, dass unser leben scheitern kann und wir dann nicht von Gott angenommen wären, sehr vieldeutig und damit leicht falsch zu interpretieren. Unser Leben kann nämlich scheiten (nach menschlichen Massstäben) , und wir können trotzdem von Gott angenommen werden. Und es gibt Menschen deren Leben äusserst erfolgreich verläuft, die aber vor Gottes Richterstuhl möglicherweise erkennen werden, dass sie der Gnade Gottes bedürfen. Selbst in den Überlieferungen das Propheten Mohammeds findet sich der Satz: Gottes Barmherzigkeit ist grösser als sein Zorn!!

          1. Lieber Herr Möller,
            in Bezug auf ihren Kommentar darf ich von hinten anfangen:

            1) Mohammed ist keine wahrhaftige Referenz, da halte ich es viel lieber mit der Bibel als dem von Gott geoffenbarten Wort, oder bringen wir’s auf den Punkt:
            Ein „Prophet“, der die die Herkunft, Mission, Liebe und Wiederkunft Jesu als Richter der Welt nicht bezeugt und verkündet, ist kein Prophet.

            2) Der Begriff „Scheitern“ im Zusammenhang mit einem christlichen Leben mag vieldeutig sein, aber zumindest im folgenden Punkt lässt sich Klarheit schaffen: Es ist der MENSCH SELBST – in seiner Verantwortung gegenüber Gott, den Menschen und der Schöpfung – der auf vielfältigste Weise scheitern kann; so wie ich mich mit freiem Willen FÜR den Glauben und die Nachfolge entscheiden kann, so kann ich mich im Verlauf meines Lebens auch willentlich GEGEN Gott wenden:
            Wer sich willentlich und nachhaltig gegen Gott wendet, dessen Leben darf als gescheitert angenommen werden.

            3) Gibt es nun Situationen, in denen meine Leben von GOTT nicht mehr angenommen wird, oder nicht? Hier hat aufgrund der Heiligen Schrift – wie sie als Theologe natürlich wissen – ein klares JA zu erfolgen:
            Die Sünde WIDER DEN GEIST* wird als dasjenige Vergehen bezeichnet, das von IHM nicht „entschuldet“ bzw. verziehen wird.

            Was ist aber die Sünde wider den Geist? Das wird letztlich nur von IHM zu beurteilen sein; eine Annäherung, die ich anbieten möchte, ist der radikale (grundsätzliche) Kampf gegen den Heiligen Geist (GOTT) und Sein geoffenbartes Wort.
            LG, Stefan.

            *Mt 12,31 Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben.

            PS:

            Es kann für Vertreter einer universellen Spiritualität (sie wissen, worauf ich anspiele) schwer zu ertragen sein, wenn Menschen klare Entscheidungen für eine Glaubensrichtung treffen, wenn sie in diesem Glauben gestärkt werden, und wenn sie vom dreifaltigen Gott (als Liebe und Unendlichkeit) von der Kirche (als Liebe und „Endlichkeit“) überzeugt bleiben und Jesus Christus verkünden helfen.

            Das widerspricht ganz grundsätzlich der Haltung, die Sie mit folgendem Zitat auf ihrer Webseite zu belegen versuchen: „…Sie bedenken aber nicht, dass Der, der Krishna genannt wird, ebenso Shiva heißt, und ebenso gut kann er Urkraft, Jesus oder Allah genannt werden und ebenso gut der eine Rama mit seinen tausend Namen…Der Urgrund ist Einer unter verschiedenen Namen, und ein jeder sucht nach demselben Urgrund; nur Klima, Naturanlage und Benennung schaffen die Unterschiede.“

            Vor sehr, sehr vielen Generationen hätte man diese These noch andenken können; heute aber, in einer vernetzten und vielerlei Hinsicht transparenten und in Bezug auf Religionen recht aufgeklärten Zeit ist dies unmöglich geworden. Zu viel Wissen und zuviel Zeugnis gibt es um all die Glaubensrichtungen, als das man Jesus Christus und irgendeine der genannten „Gottheiten“ in einem Atemzug nennen könnte.

            Vertreter einer universellen Einheitsspritualität sollten sich die Frage gefallen lassen, wie tiefgehend sie sich tatsächlich mit jeder der von ihnen in einen Topf geworfenen Glaubensrichtungen beschäftigt haben. Mit Tiefe meine ich weniger die Detailkenntnisse, sondern das Wesen der Richtungen.

            Der wahrhaftig gelebte Glaube ist ja nicht Akademikern und Gelehrten vorbehalten, sondern steht jedem Menschen in gleicher Weise zur Verfügung. Und von diesem Wesen her gesehen ist der christliche Glaube der einzige, der einen dreifaltigen Gott kennt, der in sich und aus sich beschließt, auf die Erde zu den Menschen zu kommen, und der in sich und aus sich beschließt, Sein irdisches Leben in Liebe für die Menschen hinzugeben. Nach meiner Glaubenserfahrung und Sichtweise muss ein Mensch sein Herz schon sehr wirkungsvoll verschließen, um an dieser geoffenbarten Liebe vorbeizugehen…

  7. Ich liebe diese Gebete. Ich feiere am Donnerstag meine Konfirmation, das hat mir viel geholfen. GOTT SEGNE EUCH ALLE. GOTT SEI IN DER HÖHE.

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